Schaukelpferd selber bauen, aus Massivholz

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Schaukelpferd selber bauen aus Massivholz | DIY vom Buchenbrett zum Schaukelpferd
Schaukelpferd
  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    70 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Das Schaukelpferd sollte ein Weihnachtsgeschenk werden. Noch am Heiligabend habe ich die letzten Haare eingeklebt...
Es besteht aus wunderschönen Buchenbrettern. Für das Pferd habe ich 2 Bretter a 2m x 15-20 cm gebraucht und für die Kufen musste ich dann noch ein Brett kaufen. Ich wollte auch kein langweiliges Pferdchen bauen, deshalb habe ich mir eine etwas wildere Vorlage gesucht und diese ausgedruckt. Ist gut geworden, hat Spaß gemacht und wieder was gelernt.

Du brauchst

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Werkzeuge
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Materialliste
  • 3 x Buchenbretter 2m x ca 15-20 cm
  • 1 x weiße Schnur
  • 30 x Dübel

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorlage ausdrucken und auf das Holz skizzieren

Alle Teile auflegen
Die Beine passen auf ein Brett
Für den Körper müssen die Bretter erst verleimt werden
Beine passen teilweise gut neben einander

Ich habe die etwas wildere Vorlage mit "PosteRazor" auf mehrere Seiten ausgedruckt. Es waren glaube ich 12 Seiten. Die Größe kann man in der Software sehr gut anpassen. Anschließend habe ich die Seiten mit Beinen noch 2 mal kopiert und alle Seiten mit Kreppband an einander geklebt. Die Vorlage ausgeschnitten und bei den Beinen erstmal die Form der Beine festgelegt. Alle Beine habe ich gleich lang gemacht.

Allein das Kleben und Ausschneiden hat schon 2-3 h gedauert.

Dann kann es endlich mit dem Holz losgehen. Alle Teile auf die Bretter legen und anzeichnen. Für den Körper muss ich noch 2 Bretter verleimen.

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Beine ausschneiden und Restbretter für den Körper verleimen

Die angezeichneten Beine mit der Stichsäge grob ausschneiden
Aufgezeichnet
Beine feiner ausgeschnitten
Restbretter an der Leimstelle glatt hobeln
Wenn beide Bretter lückenlos auf einander passen kann es weiter gehen
Bretter mit Zwingen beim Verleimen
2ten Körper verleimen
Oberfläche hobeln
gehobelt
Beide verleimten Körper, Vorlage passend auflegen.

Die angezeichneten Beine mit der Stichsäge ausschneiden. Ich habe sie mit der Bandsäge noch feiner ausgeschnitten, man kann es aber auch komplett mit der Stichsäge ausschneiden.
Die "Restbretter" können jetzt für den Körper verleimt werden. Ich musste die Bretter noch auf der späteren Leimfläche glatt hobeln, da die Bretter sehr uneben waren.
Beide Flächen gehobelt bis sie keinen Spalt mehr hatten und anschließend verleimt.

Ich habe mich während des Baus dafür entschieden den Körper noch stärker zu machen. Den Körper aus 2 Schichten zu machen. Also alles noch einmal und dann die Form darauf anzeichnen. Ich hätte hier auch erst die 2 Schichten verleimen und dann erst ausschneiden können. Allerdings hatten meine Stichsäge und auch mein Bandsäge schon mit den 2,4 cm eines Brettes zutun. Durch 4,8 cm Buche wäre ich dann nicht mehr durchgekommen.
Also alles 2 mal ausgeschnitten und erst danach verleimt.

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2 Körper ausschneiden und zu Einen verleimen

grob ausgesägte Körper
Beide Körper aufeinander gelegt
Leim verteilen, mit einem Reststück ging das richtig gut
Leim aufgetragen
Zwingen anbringen

Beide Körper mit der Stichsäge oder Bandsäge ausschneiden. Zu verleimende Flächen hobeln und verleimen.
Leim flächig auftragen, Zwingen anbringen, noch etwas ausrichten und alles fest zwingen.

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Beine schleifen und Kufen aufzeichnen

Beine mit dem Bandschleifer schleifen
Probe Aufbau für die Kufen Form und Größe
Hinterer Teil der Kufen
Kufen vorn

Während der Körper trocknet können die Beine schon geschliffen werden. Ich mache das mit dem Bandschleifer, geht natürlich auch anders.

Mit den fertigen Beinen kann man nun einen Probe Aufbau machen um die Kufen zu definieren. Ich habe keine Ahnung was man für einen Radius brauch und wie breit die Kufen werden müssen. Ich habe einfach was probiert. Beine wie geplant positioniert und mit einer Schnur und einem Bleistift einach einen Radius aufgezeichnet, in dem aber alle Beine hineinragen. Um sie dort zu befestigen.

Im Nachhinein gefällt mir der Radius und mit den Beinen passt das auch.

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Kufen ausschneiden

Kufen anzeichnen
Risse meiden
Ausschneiden mit der Stichsäge
Aussägen
Stichsäge hat so schief gesägt das sie sogar den Bock noch erwischt hat
Kufen hobeln
Mit Bandschleifer schleifen

Kufen aus dem 3. Brett ausschneiden. Aufzeichnen und ausschneiden, auf Risse achten.
Beide ausgeschnittenen Kufen zusammen zwingen, damit sie gleich werden. Mit Hobel, Bandschleifer und Exzenterschleifer in Form bringen. Bis jede Seite gleich verläuft und die Rundung der gesamten Kufe gleichmäßig ist.

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Körper hobeln und schleifen

Verleimter Körper
Fast fertige Seite

Verleimten Körper aus den Zwingen nehmen, hobeln und schleifen.

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Beine am Körper befestigen

Beine positionieren
Dübellöcher bohren
Ich habe dann gleich durchgebohrt, so kann ich die Löcher von beiden Seiten nutzen
Vorn und Hinten
Dübelmarkierer einsetzen
Bein positioniern und mit einem Hammerschlag das Dübelloch markieren und an der Stelle ins Bein bohren
Auf der anderen Seite genauso
2. Seite Probe aufgelegt, mit Klötzern das sie nicht herunter fallen
Mit einem Brett bringt man die Beine leichter in eine Flucht am Boden
Und da steht das Pferdchen auf eigenen Beinen
andere Seite
von oben
seitlich
nun können die Verbindungen verleimt werden
sieht schon ganz gut aus

Beine auf dem Körper legen und passend positionieren. Ich habe so angebracht, dass das Pferd auf alle 4 Beinen eben steht. Mit einer Platte nach und nach die Beine positioniert. Vorn und hinten 2 Dübel Löcher gleich durchgebohrt, mit denen beide Seiten der Beine verdübelt werden. Erst mit einer Seite angefangen, Dübelmarkierer in die Löcher gesteckt, das jeweilige Bein passend darauf gelegt und mit einen Hammerschlag die Dübellöcher markiert. Nun mit der Dübellehre die Löcher in die Beine gebohrt und beide Beine der ersten Seite mit Dübeln aufgesteckt. Jetzt kann man sich an den Beinen für die nächste Seite orientieren. Da genauso verfahren und schon steht das Pferdchen auf eigenen Beinen.

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Körper in Form bringen

Beine und Körper abrunden und damit in Form bringen
Noch einmal im Licht, die ersten geschliffenen Kanten
Erste Seite sieht schon gut aus
Es geht mit der 2. Seite los
2. Seite fertig
Sieht schon ganz gut aus
etwas schräg

Jetzt kann es ans Schleifen gehen. Dazu habe ich eine normale Fächerscheibe für Holz genommen, die hat einen guten Abtrag. Alle Kanten nach und nach schleifen bis es ein gutes Bild ergibt. Auch die Innenseiten der Beine, dann sieht es plastischer aus.

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Alles feinschleifen

Fein schleifen

Mit Exzenterschleife und Schleifer für den Akku-Schrauber die Flächen sauber nachschleifen. Schwierig sind die Stellen an die man fast nicht heran kommt. Da muss ich mit Feile und Schleifpapier per Hand ran.

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Verbindungsstücke schneiden und Schleifen

Klötzer zusammen spannen
Alle Seiten schleifen bis sie gleich sind

Als Verbindung von Pferd und Kufen habe ich 4 Stücken aus den Rester herraus geschnitten und alle in die gleiche Größe geschliffen. Damit es später keine Spalte gibt.

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Alles zusammen bringen

mittig je 1 Loch in die Beine und 1 Loch in die Verbindungsstücke
Verbindungsstücke auf die Beine stecken
Kufen und Pferd mit Dübeln verbinden
Und "schon" hat das Pferdchen Kufen

Pferd, Kufen und die Verbindungsstücke müssen jetzt nur noch zusammen kommen. Als erstes habe ich in jedes Bein von unten ein Dübelloch mittig gebohrt. Anschließend noch ein Loch in die Verbindungsstücke. Ich hatte mir dieses Loch ausgerechnet, aus der verbauten Holzstärke und mittig in der äußeren Schicht. Allerdings hat das nicht gepasst. Ich musste 2 Verbindungsstücke nachträglich noch einmal auf der anderen Seite ein passendes Loch bohren. Es war um ein paar Milimeter versetzt. Aber von unten sind man es ja nicht.
Ich hätte lieber mit den Dübelmarkierer arbeiten sollen, aber gut...

In die Verbindungsstücke habe ich gleich noch 2 Löcher auf jeder kurzen Seite gebohrt und dann die Hölzer an die Beine gesteckt.
Der kniffligste Teil sind die Kufen an die 4 Stücken zu bekommen. Ich habe unter die Verbindungsstücken untergelegt und die Kufen mit Dübelmarkierer markiert. Aber es hat alles gewackelt und gekippelt. Ich war froh am Ende froh das alles gepasst hat und das Pferd gerade auf den Kufen stand.

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Haare einkleben

Vorher ohne Haare
Löcher bohren, es waren für die Mähne 60 Löcher
möglichst dicht
noch ohne Haare
Haare ablängen, das Brett war meine Länge und immer ein Fetzen Kreppband
Es geht los
Fast geschafft
Mähne geschafft
Schweif einkleben
Noch Ohne
Alle Haare an Ort und Stelle
Kann sich sehen lassen
Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis

Zu guter Letzt kommen jetzt die Haare. Löcher bohren, Seil ablängen und einkleben. Es soll ein Haflinger sein, daher eine weiße Schnur. Eine andere Schnur hatte ich in der Eile nicht gefunden, ganz zufrieden bin ich mit dieser nicht. Diese wollte ich eigentlich noch auftrudeln, dabei entstehen aber eher Fitze als eine Dichte Mähne. Musste ich dann so lassen.

Für die Mähne habe ich die Schnur in 20 cm Stücken abgeschnitten und damit die Enden nicht gleich auftrudeln an der Schnittstelle vorher mit etwas Kreppband drum gewickelt. So sind gleich beide Enden umwickelt. Das ganze habe ich genauso für den Schweif wiederholt nur etwas länger und diese Stücken anschließend noch einmal gebündelt und alles auf das Maß eines Forstnerbohrers gebracht. Eingeklebt habe ich die "Haare" mit Holzleim.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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