Sanduhr "Die Zeit verrinnt"

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Sanduhr - Die Zeit verrint
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    2 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Ist die Erde doch eine Scheibe?
In diesem Projekt wird sie zumindest zu einer.
Der Wettbewerb zum Thema Zeit im Forum 1-2-do.com hat mich zu diesem Projekt inspiriert.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorlage

Bild 1.1

Noch bevor ich die Vorlage entworfen habe, hatte ich die Idee zu diesem Spruch. Die grafische Umsetzung erfolgte dann in Corel Draw.
Die Vorlage habe ich selbstklebende Etiketten gedruckt. (Bild 1.1)

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Material

Bild 2.1
Bild 2.2

Die Schrift wollte ich aus Kiefernleimholz sägen. Dazu hatte ich noch einen Rest, den ich vor einiger Zeit mal auf unter 1cm runter gehobelt hatte. (Bild 2.1)
Die Scheibenerde entstand aus Sperrholz.
Für Abdeckscheibe musste ich eine CD-Hülle opfern. (Bild 2.2)

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Die Vorlage muss auf das Material

Bild 3.1
Bild 3.2
Bild 3.3
Bild 3.4
Bild 3.5
Bild 3.6
Bild 3.7
Bild 3.8

Die einzelnen Teile der Vorlage schnitt ich erst mal aus (Bild 3.1 – Bild 3.3)
Wie immer gab ich auf die Rohlinge erst einmal eine Lage Kreppband, darauf dann die Vorlage (Bild 3.4 – Bild 3.8)

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Die Schrift sägen

Bild 4.1
Bild 4.2
Bild 4.3
Bild 4.4
Bild 4.5
Bild 4.6

Zunächst musste ich die Löcher für die Innenschnitte bohren. (Bild 4.1)
Dann schnitt ich die Schrift aus. (Bild 4.2 – Bild 4.5)
Ich verwendete dazu ein Sägeblatt Niqua Ultra Nr. 3.
Bild 4.6: die ausgesägte Schrift.

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Die Scheibenerde

Bild 5.1
Bild 5.2
Bild 5.3
Bild 5.4
Bild 5.5
Bild 5.6
Bild 5.7

Damit die Erde und die Rückenplatte der Erde genau gleich gesägt werden, habe ich das 6mm Sperrholz für die Erde und das 4mm Sperrholz der Rückenplatte im Stapelschnitt gesägt.
Dazu habe ich die beiden Rohlinge mit Kreppband zusammen geklebt (Bild 5.1)
Darauf kam dann wieder eine Lage Kreppband (Bild 5.2), auf das dann die Vorlage geklebt wurde (Bild 5.3)

Zuerst schnitt ich den Umriss (Bild 5.4) und trennte dann die Rückenplatte ab.
Auf dem verbleibenden Rohling bohrte ich erst die Innenschnitte vor (Bild 5.5), um dann den Rest an der Dekupiersäge auszuschneiden. (Bild 5.6. und Bild 5.7)

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Die Deckscheibe für die Sanduhr

Bild 6.1
Bild 6.2
Bild 6.3
Bild 6.4

Auf den Deckel der CD-Hülle klebte ich von beiden Seiten Kreppband. (Bild 6.1 und Bild 6.2)
Dadurch habe ich 1. minmal mehr Material, was das Führen des Werkstück etwas erleichtert, da das Sägeblatt etwas zu leicht durch das Plastik geht. 2. Ist das Plastik sehr glatt und erschwert so die Führung . 3. Eroffte ich mir so einen saubereren Schnitt.
Auf das Kreppband kam wieder die Vorlage (Bild 6.3), die durch das einfache Motiv dann auch schnell ausgesägt war. (Bild 6.4)

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Sand färben

Bild 7.1
Bild 7.2
Bild 7.3
Bild 7.4
Bild 7.5
Bild 7.6
Bild 7.7
Bild 7.8
Bild 7.9
Bild 7.10

Mit dem Sand wollte ich einen farbigen Akzent setzen. Leider hatte ich keinen blauen Sand vorrätig, also färbte ich den vorhandenen Sand selbst.
Ich nahm dazu bewusst Spielkastensand/Saharasand. Der hat rund geschliffene Körner und sollte so besser durch die Sanduhr gleiten.

Ich gab zunächst etwas Sand in einen Becher.(Bild 7.1)
Darauf kamen ein paar Tropfen Acrylfarbe (Bild (7.2)
Und dann gab ich noch ein paar Tropfen Wasser dazu, damit sich die Farbe besser verteilt, die ist sonst zu dickflüssig. (Bild 7.3)
Alles gut umrühren (Bild 7.4), und auf eine flache Unterlage kippen. (Bild 7.5)
Zum Trocknen den nassen Sand etwas verteilen (Bild 7.6)
Tipp: in der Mikrowelle ist der Sand in ein paar Minuten trocken!

Nach dem Trocknen kleben natürlich erst mal die Sandkörner durch die Farbe etwas zusammen. (Bild 7.7). Mit einem feinen Sieb bekommt man schönen feinen Sand (Bild 7.8- Bild 7.10)

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Sanduhr justieren

Bild 8.1
Bild 8.2
Bild 8.3

Ich hatte den Durchlass der Sanduhr extra ziemlich eng gesägt, weil ich noch nicht wusste, wie gut der Sand läuft.
Zum Testen und Justieren gab ich etwas von dem blauen Sand in die Sanduhr (Bild 8.1) und befestigte den Deckel provisorisch (Bild 8.2)
Natürlich lief der Sand erst mal nicht. Mit Sandpapier erweiterte ich den Durchlass soweit, dass der Sand gut lief. (Bild 8.3)

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Verkleben der Scheibenerde (Panne 1)

Bild 9.1
Bild 9.2

Jetzt verklebte ich die Erde mit der Rückplatte (Bild 9.1) und beschwerte das noch mit dem Akkuschrauber (Bild 9.2).
Da merkte ich, dass ich ja noch gar nicht so weit war. Die Teile sollten ja erst noch gefärbt werden.
Ein Glück hatte der Leim noch nicht soweit angezogen (trotz Expressleim), dass ich die Teile noch einmal voneinander trennen konnte.

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Erde beizen

Bild 10.1
Bild 10.2

Jetzt bekam also die Erde erst mal Farbe. Ich nutzte dafür Holzbeize. Teak für den Vordergrund und Buche für den Hintergrund (Bild 10.1 und Bild 10.2)

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Verkleben der Scheibenerde – die Zweite

Bild 11.1
Bild 11.2
Bild 11.3
Bild 11.4
Bild 11.5
Bild 11.6

Nun die richtige Verklebung. Also noch einmal Leim aufbringen. Ich gab etwas Leim auf ein Holzstückchen (Bild 11.1) und tupfte dann mit dem Pinsel Leim auf (Bild 11.2 und Bild 11.3).
Nachdem die beiden Teile wieder zusammen gefügt waren Bild (11.4) beschwerte ich sie mit einem Stück Sperrholz zur Druckverteilung (Bild 11.5) und dem Beizekanister (Bild 11.6), weil der gerade rum stand.

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Schrift schleifen

Bild 12.1
Bild 12.2
Bild 12.3

Die gesägte Schrift hatte noch ein unsaubere Ecken und unschöne Kanten. Also rückte ich d der Schrift mit Sandpapier (Bild 12.1 und Bild 12.2) und einer kleinen Diamantfeile (Bild 12.3) zu Leibe.

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Schrift färben

Bild 13.1
Bild 13.2
Bild 13.3

Auch die Schrift sollte nicht im Naturfarbton bleiben. Auch sie bekam die Beize in Teak-Farbe ab
(Bild 13.1 und Bild 13.2).
Dann war erst mal wieder Trockenpause (Bild 13.3)

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Grundplatte anzeichnen

Bild 14.1
Bild 14.2

Nun war es an der Zeit, die Grundplatte zu erstellen.
Auf einem Stück Kiefernleimholz legte ich mir die Schrift und die Scheibenerde erst mal erneut zurecht (Bild 14.1).
Mit dem Bleistift zeichnete ich dann freihand und nach Gutdünken einfach grob die Kontur nach (Bild 14.2).

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Grundplatte vorbereiten

Bild 15.1
Bild 15.2
Bild 15.3

Die Platte sollte etwas dünner als das Leimholz werden, damit es nicht so klobig ausschaut.
Das Stück passte aber noch nicht in den Dickenhobel, also musste ich es erst mal an der TKS etwas in der Größe reduzieren (Bild 15.1).
Ein paar Durchgänge im Dickenhobel (Bild 15.2) brachten das Holz dann auf die gewünschte Stärke (Bild 15.3).

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Grundplatte sägen

Bild 16.1
Bild 16.2

Auf der Dekupiersäge schnitt ich die Form der Grundplatte dann aus. (Bild 16.1 und Bild 16.2)

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Grundplatte schleifen

Bild 17.1
Bild 17.2

Was man eigentlich nicht tun sollte: ich schob das Leimholz quer zur Maserung durch den Dickenhobel, weil ich den Maserungsverlauf so wollte. Dadurch hatte ich natürlich kein sauberes Hobelbild und ich musste die Oberfläche noch einem mit dem Excenterschleifer glätten. (Bild 17.1)

Zusätzlich rundete ich die Kanten mit etwas Schleifpapier noch ab. (Bild 17.2)

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Die Abstandhalter für die Schrift

Bild 18.1
Bild 18.2

Aus 6mm Sperrholz schnitt ich einen 2 mm breiten Streifen runter (Bild 18.1), von dem ich wiederum kleine 5 mm Stück schnitt (Bild 18.2).
So hatte ich meine Abstandhalter, damit die Schrift später nicht direkt auf der Grundplatte sitzt.

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Grundplatte färben (Panne 2)

Bild 19.1
Bild 19.2
Bild 19.3
Bild 19.4

Die Grundplatte sollte auch einen anderen Holzton bekommen
Ich gab also ordentlich Beize auf die Platte (Bild 19.1) und verteilte die Beize großzügig mit dem Pinsel (Bild 19.2).
Auch die Rückseite färbte ich mit ein (Bild 19.3). Erstens damit auch die Rückseite gut aussieht. Und zweitens, dass die Feuchtigkeit gleichmäßig vorne und hinten auf dem Holz steht und sich die Platte nicht verzieht.
Aus diesem Grund, also dass sie sich nicht verzieht und gleichmäßig trocknet, stellte ich die Platte zum Trocknen hochkant. (Bild 19.4)

Und was war hier nun die Panne? Die war eher konzeptionell. Durch die gewählte Farbe der Beize, die später auf dem Kiefernholz stark nachgedunkelt ist, ist im fertigen Projekt der Kontrast der Schrift zum Hintergrund nicht mehr so hoch und die Schrift somit leider schlechter zu lesen.

20 25

Die Füße

Bild 20.1
Bild 20.2
Bild 20.3
Bild 20.4
Bild 20.5
Bild 20.6
Bild 20.7
Bild 20.8

Auf den Rest der ausgesägten Grundplatte zeichnete ich mit Hilfe einer Klebebandrolle (Bild 20.1) und Geodreieck (Bild 20.2) die Füße auf.
Natürlich wurden die auch wieder an der Dekupiersäge ausgesägt (Bild 20.3 und Bild 20.5), nicht ohne zwischendurch zu prüfen, ob die Grundplatte auch in die Aussparung passt (Bild 20.4)
Auch die Füße beizte ich dann noch (Bild 20.6 und 20.7), wegen Kontrast zur Grundplatte in Teak,
Zum Schluss dann noch die Stellprobe (Bild 20.8)

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Die Scheibenerde an die Grundplatte montieren (Panne 3)

Bild 21.1
Bild 21.2
Bild 21.3
Bild 21.4
Bild 21.5
Bild 21.6
Bild 21.7
Bild 21.8
Bild 21.9
Bild 21.10
Bild 21.11
Bild 21.12
Bild 21.13
Bild 21.14
Bild 21.15

Wieder legte ich die Schrift auf der Grundplatte aus (Bild 21.1), um die Position für die Sanduhrscheibenerde zu ermitteln.
Der aufmerksame Beobachte wird es bemerkt haben: ich habe hier Schrift und Erde in der Anordnung vertauscht, weil es mir so besser gefiel.

Die Drehachse für die Sanduhr sollte einfach ein 8mm Holzdübel werden. Deshalb bohrte ich ein 8mm Loch in die Grundplatte (Bild 21.2).

Auf der Rückseite der Scheibenerde markierte ich den Mittelpunkt und zeichnete ein ausreichend großes Kreuz (Bild 21.3).

Mit einer Kreisschablone (Bild 21.4) zeichnete ich auf ein Reststück Sperrholz zwei Kreise und jeweils ein Kreuz für den Mittelpunkt und über den Kreis hinaus (Bild 21.5), um diese Scheibe dann später auf der Rückseite der Scheibenerde positionieren zu können.

Ich bohrte auch hier 8 mm Löcher (Bild 21.6). Und wer das Bild beim Sägen (Bild 21.7) aufmerksam betrachtet, sieht hier ein anderes Stück Sperrholz als das, was ich ursprünglich angezeichnet hatte. Das war die Panne Nr. 3: ich hatte die Löcher nicht mittig gebohrt und musste noch einmal neu anzeichnen und bohren.

Die eine Scheibe verleimte ich dann auf die Rückseite der Scheibenerde (Bild 21.8). Die vorher gezeichnete und erwähnten Kreuze helfen bei der mittigen Positionierung (Bild 21.9).
In die Mitte kam dann auch noch ein Klecks Leim (Bild 21.10) da hinein der etwas eingekürzte Dübel (Bild 21.11 und Bild 21.12).
Mit einem Winkel schaute ich, dass der Dübel auch gerade sitzt (Bild 21.13).
Nun konnte die Sanduhrscheibenerde auf die Grundplatte gesteckt werden (Bild 21.14) und hinten kam die zweite gesägte Scheibe als Sicherung drauf (Bild 21.15).

22 25

Abstandhalter an die Schrift kleben

Bild 22.1
Bild 22.2

Die vorher gesägten Abstandhalter klebte ich nun jeweils mit einem Tropfen Holzleim auf die Rückseite der Schriftteile. (Bild 22.1)
Der Leim musste dann auch erst mal wieder trocknen (Bild 22.2)

23 25

Sanduhr (Panne 4)

Bild 23.1
Bild 23.2
Bild 23.3
Bild 23.4
Bild 23.5
Bild 23.6
Bild 23.7

Hier nicht auf den Bilder zu sehen: die Panne 4.
Bei einem Prototypen hatte ich die Deckscheibe mit Sekundenkleber aufgeklebt. Das hatte wunderbar funktioniert.
Als es ernst wurde, dann aber gar nicht mehr.
Erster Versuch: Der Sekundenkleber verlief unter der Deckscheibe und alles wurde matt.
Also wieder runter damit, und noch einmal eine Scheibe sägen.
Zweiter Versuch: weniger Sekundenkleber aufgetragen, mit dem Ergebnis, dass es nicht gleichmäßig verklebt war. Zudem Sand in der Sanduhr mit verklebt.
Also auch wieder runter damit und neuen Plan gemacht. Diesmal war ich aber nicht schnell genug und der Kleber hatte teilweise schon angezogen, so dass ich die Scheibe runter schleifen musste. Also musste ich sogar die Holzoberfläche auch nochmal beizen.

Der Versuch, der dann funktionierte, war mit einem anderen Klebstoff: Sprüh-Kontaktkleber.
Dafür musste ich aber die Teile, die keinen Kleber abbekommen sollten, ordentlich abkleben (Bilder 23.1 und 23.2).
Mit ein paar fein dosierten Sprühstößen Sprühkleber (Bild 23.3) musste die saugende Holzoberfläche erst mal versiegelt werden. Mit einem zweiten Durchgang war der Kleber nach etwas Zugzeit dann soweit. Das Kreppband kam wieder ab (Bild 23.4).
Vorsichtig füllte ich den Sand ein (Bild 23.5) und legte die Scheibe auf (Bild 23.6). Nach kurzem Anpressen hielt die dann auch wunderbar.

Die Scheibenerde konnte dann wieder auf die Grundplatte montiert werden (Bild 23.7)

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Schrift aufkleben

Bild 24.1

Jetzt kam der finale Schritt: die Schrift wurde mit den Abstandhaltern auf die Grundplatte geklebt (Bild 24.1)

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Das fertige Projekt

Nachdem nun auch noch die Füße angeklebt waren, war das Projekt auch endlich fertig.
Und gemäß dem Spruch aus dem Projekt:
Die Zeit verrinnt im Stundenglas der Welt, verlier nicht aus den Augen, was wirklich zählt!

Noch ein kleiner Hinweis: der Sand, der auf dem letzten Bild noch am Rand hängt, hängt dort nicht durch unsaubere Verklebung, sondern leider durch statische Aufladung.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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