Sandkasten mit mediterranem Flair

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ab in den Urlaub
mit Beleuchtung
auch im Winter nett anzusehen
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    1000 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Öffentliche Wertung

Mediterranes Flair im eigenen Garten, das war das Ziel.

Ideen gab es viele, allesdings auch viele mit hohen Kosten. 

Die Sandkastenumrandung besteht aus Gehweg-Granitplatten, die hatten wir noch von unseren Gehwegen übrig. Gleiches gilt für die runden Palisaden.
Beton, bzw. Kies und Zement und 120er Gabionensteine hatten wir noch von unseren Gabionenprojekten.

Die eigentlichen Kosten sind durch den Sand und die Pflanzen verursacht worden.

Du brauchst

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Materialliste
  • 7t x Spielsand
  • Kies und Zement
  • 6m x Granitplatten (60x40cm)
  • 6m x Granitplatten (40x40)
  • 40m² x Unkrautsperre
  • Gabionensteine
  • div. Pflanzen
  • Elektromaterial
  • Bewässerungsmaterial

Los geht's - Schritt für Schritt

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Außmessen und Höhen festlegen

gut Vorarbeit ist das wichtigste
der Anfang ist gemacht

Zu Beginn war es sehr schwer zu überlegen welche Größe, Form und genaue Position der Sandkasten im Garten haben sollte. 

Er sollte nicht so klein sein, damit man auch einen Strandkorb bequem abstellen kann, parallel sollte auch genug Platz für die Kiddies in Spe sein. Auf der anderen Seite der Garten nicht zu sehr verbautg werden.

An erster Stelle stand deshalb messen, messen, messen. Zwischen durch immer wieder Musterkanten abstellen um sich halbwegs ein Bild machen zu können wie es später aussehen könnte.
Zusätzlich wurden viele Schnüre gespannt um nicht nur die Abmessungen, sondern auch Höhen abschätzen zu können.
Ein weiteres Ziel war, die 60cm und 40cm langen Granitplatten möglichst nicht schneiden zu müssen. So wurde zum Einen Aufwand gespart und zum Anderen konnte so scharfe Schnittkanten vermieden werden.

Als das Grundkonzept stand hieß es, tief stechen und weit schmeißen. Erstmal aber nur für die eigentliche Umrandung des Sandkastens. So konnte der entstandene Graben später einfach mit Kantensteinen und Beton gefüllt werden ohne dass der Beton zu den Seiten weglief.

Nach dem der Graben fertig ausgehoben war musste natürlich noch mal alles genau nachgemessen werden. 

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Umrandung einsetzen und betonieren

Als nächstes wurden die Granitplatten im Graben aufgestellt. Dazu wurden optimalerweise wieder Schnüre gespannt um entsprechend eine grade Flucht und das gewünschte Niveau zu erreichen. 

Dann den relativ festen Beton Stück für Stück in den Graben geschüttet und Platte für Platte ausgerichtet. Etwas Fleißarbeit, aber eigentlich nichts schweres.
Dann haben sich auch schon die vielen Messereien und die saubere Vorarbeit im Vorfeld bezahlt gemacht.
Bis auf am Anfang und Ende brauchten keine Platten geschnitten werden. 
Um die unschönen Kanten bei den gewinkelten Ecken zu verstecken wurden an jeder dieser Ecken Palisaden aufgestellt. Das macht überraschender Weise einen netten und abgerundeten Gesamteindruck. 
Anschließend war erst mal Warten angesagt, damit der Beton anzieht

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Nun richtig tief Stechen und noch weiter Schmeißen

Dies war dann der unangenehmste Teil des Projektes. Den ganzen Mutterboden ca. 30-40cm tief abtragen. Das Ganze unter der Bedingung, die frisch eingesetzten Kannten nicht zu belasten. 


Später sollten Palmen und ein Steinbeet folgen, für diese wurden im Anschluss natürlich auch entsprechende Löcher gegraben. 

Und wenn der Elektriker nicht weit weg ist, sollten natürlich noch Leitungen für diverse Beleuchtungen und Bewässerungsautomatisierungen hinzukommen. :-) Also schnell noch ein paar Leerrohre und Leitungen mit in den Graben geschmissen.


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Unkraut im Sandkasten - Nein danke!

Zwei Lagen Unkrautsperre wurden dann in das ausgehobene Loch gelegt um möglichst viel Fremdwuchs von unten aus dem Sandkasten fern zu halten. Es wurde ein Unkrautflies benutzt, dieser ist dichter als erhältliche Unkrautfolien. Dieser Flies ist im Netz relativ günstig zu bekommen. 

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Sandkasten füllen

Am nächsten Tag hat der Baustoffhändler 9t Spielsand auf der Einfahrt abgeladen. Jeder weiß was nun folgte. Ran an die Schüppen...

Dieser Teil war allerdings wesentlich angenehmer als das Schüppen des harten Mutterbodens. Nach ein paar Stunden war auch diese Arbeit vollbracht und es konnte an die schöne Arbeit gehen.

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Anlegen von Palmen und Bambus

Nach einem Ausflug nach Holland zum Palmenzüchter bei dem wirklich sehr gute Qualität zum sehr günstigen Preis erhältlich war, könnte nun auch die restlichen Löcher gestopft werden. 


Die Palmen sind bis ca. -19°C winterhart, allerdings gefühlte Temperatur, also bei Wind aufpassen. Darunter müssen die Blätter hochgebunden und ggf. abgedeckt werden. Teu, teu, teu, diesen Winter haben sie schon mal überlebt, obwohl er verhältnismäßig lang und kalt war.
Auf eine Wurzelbeheizung wurde von vornherein verzichtet. 

Vom Züchter wurde Zuchterde mitgenommen, welche den Wurzeln beim Anwachsen behilflich ist. Diese wurde um den Wurzelballen herum im Loch verteilt. 
Für eine gleichmäßige Bewässerung und einmal monatlicher Düngung sorgt eine Bewässerungsanlage von Gardena. Zumindest die Leitungs- und Sprühsystem ist von Gardena, die Steuerung habe ich selbst entwickelt.

Das Einpflanzen des Bambus und der Palmen war relativ unspektakulär - Dachten wir anfangs zumindest, dazu aber später mehr.

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Es sollte ja ein Steinbeet werden...

Als letztes wurden die Beete mit den restlichen Gabionensteinen belegt. Zuvor wurde natürlich wieder alles mit Unkrautsperre versehen um möglichst lange kein Unkraut zwischen den Steinen zupfen zu müssen. 
Ebenfalls kamen die Steine auch seitlich vom Sandkasten in eine kleine Gabionen, die später noch eine Bangkiraiabdeckung erhalten sollte. So wurde noch eine weitere Sitzmöglichkeit geschaffen. 


Zum Abschluss schnell noch ein paar Rasenkanten ringsherum gelegt und mit Beton befestigt um später einfacher mit dem Rasenmäher mähen zu können.

Anschließend war der Sandkasten fertig und man konnte die Abende gemütlich mit Urlaubsfeeling ausklingen lassen.

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... Unterschätze NIEMALS Bambus ...

Na ca. 2 Monate entdeckte ich plötzlich diesen seltsamen Stängel von Bild 1 - er gehörte da definitiv nicht hin.


Ziemlich schnell war klar, dass der Bambus sich scheinbar zu gut im Garten wohl fühlte. 
Es war bekannt, dass derartige Pflanzen eine Rhizomsperre / Wurzelsperre benötigen benötigen, weil sie sich sonst im ganzen Garten ausbreiten können. 
Es wurde im Vorfeld eine solche Sperre eingebaut (Bild2), allerdings waren wir davon ausgegangen, dass ein unten offener Kunststoffeimer ausreichend ist indem die Pflanze dann eingepflanzt wurde. - Fehlanzeige!!!

Fehler 1: PVC ist kein Hinternis
Fehler 2: die Rhizomsperre nicht zu tief einsetzen

Innerhalb von 2 Monaten haben die Wurzeln des Bambus es geschafft sich zum Einen durch den PVC-Eimer hindurch zu bohren UND über den Rand zu Klettern und sich dann sage und schreibe bis zu 3m im Erdreich zu verbreiten. 
Man kann sich vorstellen, was das für eine Arbeit mit sich brachte...--> Bilder der Wurzeln

Zum Glück verbreiten sich die Wurzeln nur knapp unter der Erdoberfläche, weshalb sie auch den Rand der ersten Rhizomsperre überwinden konnten. Dadurch ließen sie sich relativ schnell orten, abschneiden und entfernen.

Wir tauschten die PVC-Eimer gegen Blecheimer, ließen diese ca. 2-3 cm oben aus der Erde gucken und das Problem war gelöst. Zum Glück.
Nun wachsen die Wurzeln bis an die Eimerwand und dann nach oben in Richtung Himmel. Der Sichtbare Teil wird dann zu einem weiteren Bambus-Stängel. 


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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