Sägeblatt-Depot für meine Kreissägeblätter

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Das war meine alte Methode, um die Sägeblätter zu deponierten
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Sägeblattdepot für meine Kreissägeblätter

Als ich mir endlich mal die Zeit genommen hatte, um die Sägeblätter mit Backspray zu reinigen, kam mir der Gedanke mit dem Sägeblattdepot. Ich habe da gesehene Ideen aus YouTube und eigene Ideen zusammengelegt, und das kam dann dabei heraus. Die vorherige Situation, das die Sägeblätter einfach auf einer langen schraube aufgereiht waren, gefiel mir nicht mehr, denn es ist ein große Gefahr, das an den Hartmetallzähnchen mal ein Eck abspringt wenn die Sägeblätter aneinander schlagen.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung mit ScetchUp

Gesamtansicht
Einschub für die Sägeblätter
Frässchablone für das Griffstück (Tabulator)

Bei mir starten Projekte meistens mit der Planung in ScetchUp. Da kann ich die Maße wunderbar planen, erkenne eventuelle Fehler im Vorfeld, und habe dann die Möglichkeit eine Materialliste zu schreiben. Was natürlich auch nicht schlecht ist, ich kann die Arbeitsschritte bei der Herstellung besser gestalten.

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Einschübe (10 Stück) herstellen

Die MDF Platten habe ich im Baumarkt gleich auf Maß schneiden lassen. Insgesamt sind 10 Einschübe für das Depot geplant. Ein Einschub besteht aus je 2 MDF Platten. Die untere Platte hat das Maß 310 x 330 x 3mm, die obere Platte aus 310 x 300 x 5mm.

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Kreise aus den MDF Platten mit der Fräsmaschine schneiden

Mithilfe der Diagonale das Zentrum angezeichnet
Mit dem Körner eine Bohrhilfe gemacht
5mm Loch bohren, für die Aufnahme des Fräszirkels
Mit der Zentrierhilfe meiner Fräsmaschine den Kopierring exakt ausgerichtet: Wichtig !!!!!
Zum Ausfräsen habe ich einen Nutfräser benutzt
Abstand Außenkante Fräser bis Mitte des Dornes eingestellt
Die Frästiefe so eingestellt, damit der Fräser knapp aus dem Material herausschaut
Mit Dachlattenresten habe ich eine Unterlage geschaffen, damit der Fräser frei laufen kann, wenn er aus der Platte herausschaut
Kreise ausfräsen
Fertiges Ergebnis
Zustand, nachdem ich alle Kanten mit Schleifvlies geklättet habe

In die obere Platte habe ich mit dem Kreisschneider für die Fräse dann die Ausschnitte für die Kreissägeblätter gefräst. Mit einem Lineal habe ich mittels Diagonale den Mittelpunkt angezeichnet und anschließend einen Körnerpunkt gesetzt.Dann habe ich ein 5mm Loch im Zentrum gebohrt, wo Später der Fräszirkel sein Drehpunkt findet. Bei 7 Platten hatte ich dann ein Loch von 260mm, und bei 3 Platten ein Loch von 170mm ausgefräst. Sie sollen später für Sägeblattdurchmesser 250 und 160mm dienen. Nach dem Ausfräsen habe ich alle Teile mit einem Schleifvlies bearbeitet, das die Kanten schön glatt waren.

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Oberes und unteres Teil zusammen leimen

Holzteile ganzflächig mit Holzleim bestreichen
Teile zusammenlegen und mit Zwingen pressen

Mit normalem Holzleim habe ich dann die obere und untere Hälfte zusammengeleimt. Die Vorstufe sah nun folgendermaßen aus. Vorne stand die unter Platte 30mm hervor, an den anderen Seiten waren die Platten bündig.

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Teile mit der Handkreissäge besäumen

Mithilfe eines aufgespannten Zimmermannwinkels, habe ich ein Seitenteil winklig zur Front gesägt
Anschlagbrett exakt zur Schiene ausrichten
Anschließend mit dem festgeklemmten Anschlag die gegenüberliegende Seite parallel geschnitten

Da beim verleimen die Teile ja nie 100%tig übereinander liegen, habe ich mit der Handkreissäge die hintere Seite und die beiden anliegenden Seiten mit der HKS und Führungsschiene minimal beschnitten. Dazu habe ich die Führungsschiene auf meinem selbstgebauten MFT montiert, und einen Anschlag auf die Werkbank gespannt, damit alle Teile gleich groß und vor allem winkelig sind.

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Tabulatoren (Griffplatte) anfräsen

Führungsklotz für den Tabulator
Hier wurde das Teil an eine gerade Leiste als Führung angeleimt
Auf die Einschübe Stücke von einem doppelseitigem Klebeband geklebt
Frässchablone ausrichten, und aufkleben
Am Frästisch die Fräserhöhe passend einstellen
Tabulator erstellen und Überstand wegfräsen
So sieht das ganze jetzt aus
Fertiges Ergebnis, nachdem alles geschliffen war

Ich fertigte mir mithilfe einer gerade Leiste und einem Stück Holz (30 x 30mm) eine simple Frässchablone an. Die Ecken habe ich schön abgerundet, damit die Optik stimmt. Diese Hilfsleiste habe ich dann mit einem doppelseitigem Klebeband so auf die Einschübe geklebt, das ich mit dem Bündigfräser die vordere Kante bündig gefräst wurde, und dabei ein Stück von 30 x 30mm stehen bliebe, das dann als Griffleiste oder Tabulator dient. Man kann darauf ja z.B. den Sägeblatt Typ vermerken. Desweiteren dient die der Tabulator zum herausziehen der Einschübe. Der Runde Übergang in den Innenecken entsteht ja zwangsläufig, da ja der Fräser kein 90 Grad Eck ausfräsen kann, aber das war ja so gewollt

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Innere Führung herstellen

Mit Lochsäge Scheibe aussägen
Ausgesägtes Teil, sieht noch fürchterlich aus
Scheibe auf Schraube aufspannen
Mit dem Schleifklotz das Teil bearbeiten, und auf Maß "drehen"
Maß kontrollieren
Fertiges Ergebnis. Kann sich doch sehen lassen, oder?
Sägeblatt einlegen, und mittig ausrichten
Kleber auf die Scheibe auftragen
Und mittig im Bohrloch des Sägeblattes aufkleben

Damit die Sägeblätter nicht ständig an den Rand kommen, und diesen mit der Zeit zerstören, habe ich im Zentrum eine Scheibe aufgeklebt, die minimal kleiner als die Aufnahmebohrung des Sägeblattes ist. Die Scheiben habe ich folgender Maßen hergestellt. Mit einer Lochsäge habe ich die Scheiben ausgesägt. Da die Maße natürlich nicht passte, habe ich die Scheiben auf eine Schraube aufgespannt, in die Bohrmaschine gespannt, und dann wie auf einer Drehbank die Scheiben auf Maß geschmirgelt. Die Einschübe sind somit fertig.
PS. Mit dem Sekundenkleber hatte es nicht ganz so perfekt geklappt, deshalb habe ich die übrigen mit Heißkleber festgeklebt

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Griffloch für Sägeblattentnahme bohren

Anzeichnen der Griffloch Position
Mit dem Handkörner ankörnen
An der Ständerbohrmaschine mit einem 25mm Forstnerbohrer das Loch gebohrt
Fertiges Ergebnis

In die fertigen Einlegeböden habe ich noch 25mm Löcher mit dem Forstnerbohrer gebohrt. So kann ich das Sägeblatt von unten mit dem Finger hochheben, und bequem entnehmen. Dazu habe ich die Position angezeichnet, gekörnt und anschließend gebohrt

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Korpusbau

Nachdem die Einschübe alle auf fertigem Maß hergestellt waren, ging es an den Korpusbau. Dafür hatte ich noch genügend Plattenreste in meiner Werkstatt. Ich Sägte für die Seitenwände die Platten grob zu, weil ich zuerst die Nuten einfräsen wollte

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Schlitze in die Seitenwände fräsen

Fräserhöhe mit meinem Meßgerät einstellen
Fräserabstand zur Führung einstellen
Nuten fräsen
Kanten glätten

Das Brett für die Seitenteile hatte ich an einer Seite als Referenzkante mit der Handkreissäge begradigt. An meiner Tischfräse habe ich dann eine 10mm Nutfräser eingespannt, und mit meiner Tiefeneinstelllehre die Maße genau eingestellt. Nun habe ich alle 10 Nuten nacheinander gefräst, und dabei den Anschlag immer um 15mm weiter nach hinten gesetzt. So hatte ich einen Zwischensteg von 5mm erziehlt

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Teile für den Korpus zuschneiden

Die genutete Platte, aus denen ich die zwei Seitenteile säge
Deckel, Boden, Seitenwände und Rückwand wird auf Maß gesägt
Die fertigen Teile für den Korpus

Nachdem die Schlitze fertig gefräst waren, mit dem Schmirgelbrett die Fräskanten entgratet waren, habe ich sie mit der Handkreissäge und der Führungsschiene auf das Endmaß geschnitten. Das gleich natürlich auch mit Boden und Deckel gemacht.

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Rückwand herstellen

Linker Begrenzungsanschlag
Der Rechte Begrenzungsanschlag ist auch montiert, und gibt nun die Fräslänge vor
Eintauchen und an der Längsfürung entlangfahren
das fertige "Schlüsselloch" für die Aufhängung

Die Rückwand habe ich aus 9mm Multiplex gefertigt. Nachdem ich die Rückwand auf Maß gesägt hatte, fräste ich mit einem T-Nutfräser Aufnahmelöcher für die Schrauben in die Rückwand. Dies erledigte ich wieder an meiner Tischfräse, wo ich mit Hilfe von Endanschlägen die Begrenzung der Fräslänge steuerte. Nun habe ich Schlitze wie ein Schlüsselloch, und kann die Box auch einfach von der Wand wieder abhängen.

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Korpus zusammenleimen

Mit meinen Eckleimhilfen habe ich den Korpus zusammen geklemmt, und die Teile ausgerichtet
Leim aufgetragen
Mit meinem Tacker Stifte eingeschossen, so braucht ich keine Zwingen zum pressen
Zusammengeleimter Korpus
Feritiger Einschub in seinem Fach
Durch ein Loch im Boden kann ich das Sägeblatt hochheben
Komplett Ansicht
Gefrästes Aufhängeloch
Hier sieht man die knappe Einteilung der Einschübe

Ich hatte mir alle Teile im Vorfeld mit meiner Leimhilfe zusammen gezwingt und ausgerichtet. Anschließend Teil für Teil gelöst, mit Leim eingestrichen, und mit dem Tacker Stahlstifte eingeschossen. So konnte ich mir den Pressdruck beim Leimen sparen. Die Rückwand wurde als letztes mit Leim und Tackerstifte befestigt. Die Winkeligkeit wurde mithilfe von einem Anschlagwinkel ständig kontrolliert
Ich hoffe, euch hat dieses kleine Projekt gefallen. Unter meinem Profil könnt ihr euch gerne noch andere schöne Projekte anschauen


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