's Kreg'le geht in die Breite

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Seid längerem benutze ich das sogenannte "Kreg Jig"-System um verdeckte Holzverschraubung zu bohren.
Ansätze, um nicht die Einzelteile jedesmal aus dem Koffer fummeln zu müssen, gab es viele.
Letzte Nacht habe ich dann endlich mal was hierfür gebaut.
Was, das seht Ihr in der Anleitung...

Los geht's - Schritt für Schritt

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Angefangen ...

... hat eigentlich Alles damit, dass ich nicht alle Teile im Koffer hatte.
Nach längerem Durchforsten aller Schubladen und Boxen hatte glücklicherweise alle Teile wieder beisammen.
Doch dies sollte nicht nochmal passieren !!
Also, ...
eine Station muss her !!

Zunächst war da eine 18 mm dicke Multiplex-Platte ( weiss beschichtet) von 600 x 278 mm.
Hier habe ich die Mitte markiert, dann die Breite des KregJig gemessen und das Basisteil mittig aufgeschraubt.
Normalerweise könnte man den kleinen blauen Bock, der auch gleichzeitig ein Anschlag ist, einfach auf die Platte schrauben.
Hier habe ich aber direkt eine Abneigung entwickelt und wollte nicht die Seiten mit Bohrlöchern für die Verschraubung übersäen.
Eine variable Lösung musste her.
Bei Betrachtung des Bockes fiel mir natürlich die Aussparung an der Unterseite auf.
Diese ist 19 mm breit !?
Ich nahm einen Reststreifen 18 mm Fichten-Leinholz her und steckte den Bock darüber.
Passt ja eigentlich schon ordentlich, aber ich hätte immernoch Löcher bohren müssen, die das Erscheinungsbild mit der Zeit einem "Schweizer Käse" angepasst hätten.
Bääh, ...
mochte ich nicht.
Man müsste den Bock einfach nur an der Leiste befestigen können. *grübel

Naja, erstmal die Leisten aufschrauben. Eine passende Idee kommt schon noch.

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Bockverschraubung Teil 1

Ich nahm den Bock jetzt mal richtig unter die Lupe.
Die erste Idee war, das letzte Loch, welches dem Schwenkarm gegenüberliegt, auf 6 mm aufzubohren, dort einen 6 mm Holzdübel einzusetzen, dann durch Gehäuse und Dübel ein 2,5 mm Loch durchzubohren und dann mit einer Spax von 3,0 x 20 mm den Bock an der Leiste zu fixieren.
Eine 2 mm Vorbohrung hatte ich hierfür schon gemacht !! 'Ups..'

ABER ...
ebenfalls "Schweizer Käse"- Alarm, nicht gut.
Beim vorhergegangenen Teilesuche, fiel mir ein alter Möbelfuß mit Höhenverstellung in die Hände. Darin verbaut war eine quadratische Mutter M6, welche ich eigentlich in die Mutternkiste (Sortiment) packen wollte.
Die nahm ich in die Finger und hielt sie an die Unterseite von dem Bock.
' Einen Millimeter abfeilen und das Ding passt da doch 'rein, oder ?'
Gedacht, getan.
Die Mutter habe ich an zwei gegenüberliegenden Seiten um ca. 0,5 mm gekürzt und siehe da, in der Breite passte die Mutter schon in das Gehäuse.
Allerdings war sie noch in der anderen Richtung zu groß.
Ich habe der Einfachheit halber die Mutter von außen passend über die Vorbohrung gehalten, den Überstand markiert und abgesägt.
Die frische Sägekante hab' ich glatt gefeilt und die Kanten gerundet. Abschließend bin ich nochmal mit 220er Schleifpapier drübergegangen.

Ich hatte vergessen, dass das Gehäuse des Blocks sich nach oben verjüngt, also musste ich 2 Seiten noch leicht anschrägen, bis die Mutter ordentlich reinpasste.

Nun ging es darum, die Mutter so zu positionieren, dass sie nicht in der Aussparung saß.
Hierzu habe ich mit etlichen Utensilien ( angefangen mit 1 und 2 mm Bohrern, dann mit Cutter und Beitel ) einen Schlitz eingefügt.
Die Hälfte der Schraubenführung habe ich zunächst willkürlich stehen lassen.

Die Mutter passte in den bereiteten Schlitz und ich konnte die Innensechskant-Schraube Probefahren.
Hierbei merkte ich, dass der Rest der Schraubenführung sich super verbog.
Wie eine Klemme.
Cool, ... probieren.
Super ! Der Bock ließ sich so gut fixieren.
Das lass' mer erstmal so.

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Kein bisschen müde !?!

Eigentlich war ich ja schon fertig, aber ...
Um den Bock auch auf der linken Seite des Basisteils benutzen zu können musste ich ihn herumdrehen und andersrum an der Leiste fixieren.
O_o , welch' Graus !!  *hihi
Nee, das war ja doof.
Ein zweiter Bock musste her, aber Flott !

So habe ich also angefangen, den Originalblock zu kopieren.
Einzige Vorgabe, die ich mir gesetzt habe hierbei:
"KEINE Elektrowerkzeuge !!!"
Die Herstellung der Kopie ging somit mit einer kleinen Gehrungssäge, einem 6 mm breiten Beitel, einer 6 mm breiten Feile, meinen Schleifhelferchen und ...
ähm, ...
Tja, ...
Hm, ... ja, einem Akku-Schrauber für die Bohrung vonstatten.
( Akku-Schrauber ist zwar geschummelt, aber zumindest sind die nicht sooo laut, dass ein Nachbar geweckt werden könnte, denn es war mittlerweile halb Zwei des nachts. )

Ich beschreibe die Vorgänge jetzt mal nur mit den, den Bildern anhängenden Texten, wenn's recht ist.
Schaut sie Euch einfach an.
---> Arbeitsschritt 4
 

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Bildhafte Dokumentation einer Kopie.

Erstellung des Bocks.

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Bildhafte Dokumentation einer Kopie, Teil 2

Erstellung des Schwenkarms.

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Bildhafte Dokumentation einer Kopie, Teil 3

Erstellung der Justiervorrichtung.

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Schau'n mer mal.

Mit diesem Ergebnis bin ich erstmal zufrieden.
Die Böcke und das Basisteil sind auf einer Höhe.
Die Böcke lassen sich verschieben und gut fixieren.
Wie sich diese Apparatur erweisst werde ich in naher Zukunft austesten.
Die paar Löcher, die ich testweise gebohrt habe waren gut.

Ich bin erstmal zufrieden, aber auch hundemüde. :))

Hat ein wenig gedauert, aber die Handarbeit war toll.

Auf bald


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