Rollcontainer für 12x Sortimentboxen (eventuell später Maschinen-Unterschrank)

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Nachher, kann jetzt jede einzelne Box entnehmen, und alles zusammen auf die Seite rollen
Vorher, man konnte keine einzelnen Boxen aus der Mitte nehmen. Mußte alles umschichten
ScetchUp Zeichnung von meinem Sortimentboxen Schrank
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    35 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Ich hatte mir mal 12 Sortimentboxen gekauft, damit ich endlich mal meine Kleinteile ordentlich verstauen kann. Ich hatte die Boxen einfach auf einem Regalbrett gestapelt, was aber äußerst umständlich in der Handhabung ist. Wenn ich z.B. aus der untersten Box was brauche, muss ich alle 11 darüberliegenden Boxen umschichten. Deshalb habe ich mir jetzt diesen Rollcontainer gebaut, wo ich alle Boxen unterbringe. Und das Beste, ich kann jetzt auch die Sortimentboxen aus der Mitte einfach herausziehen. In weiser Voraussicht das ich diesen Rollcontainer einmal als Maschinenunterschrank benutzen will, hab ich ihn aus stabilen Leimholzplatten gebaut. Ich hoffe, dass euch dieses kleine Projekt gefallen wird.

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Du brauchst

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Materialliste
  • 1 x Deckel | Fichtenleimholz (400x504mm)
  • 1 x Boden | Fichtenleimholz (400x504mm )
  • 2 x Seitenteile | Fichtenleimholz (400x960mm)
  • 1 x Rückwand | Fichtenleimholz (468x960mm)
  • 24 x Leisten | Fichtenholz (20x10x380)
  • 4 x Möbelrollen

Los geht's - Schritt für Schritt

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Zuschnitt der Bretter auf meinem MFT mit Sägevorrichtung

Das ist das Ausgangsmaterial
Leider habe ich noch ein kleines Malheur zu beseitigen (Harz)
Mit Schraubendreher grob entfernt
Mit Aceton abgerieben
Nun ist es sauber und klebt nicht mehr ;-))
Die Position der Leisten angezeichnet
An der Risslinie abgesägt
Stoppblock montiert, damit die Längen alle gleich werden
Schnittschuztleisten auf die Werkbank gesetzt
Rückwand auf die Leiste legen, die Führungsschiene mit einem großen Winkel ausrichten u. sägen

Ich habe diesmal Bretter von der Stange genommen, da diese fast nur die Hälfte gegenüber dem Zuschnittspreis kosten. Ich nahm auch kein teures Qualitätsholz, was ich leider mit einem Harzaustritte bezahlen musste. Aber kein Problem. Grob mit einem Schraubendreher das meiste davon entfernt, und anschließend mit Aceton das Holz gereinigt. Danach ist es wieder wie neu, und nichts klebt mehr. Damit ich auch ja keinen Fehler mache, habe ich die Positionen der Tragleisten auf die Seitenteile gezeichnet. So hatte ich 100%ig die richtig Höhe. Ich sägte dann das erste Brett mit der Sägevorrichtung auf meinem MFT auf Maß. Anschließend einen Anschlag montiert, das alle folgende Teile die gleiche Höhe hatten. Als nächstes musste ich die Rückwand exakt auf Maß schneiden. Dafür verwendete ich meine Schnittschutzleisten, welche ich auf meine selbstgebauten MFT steckte. Nun konnte ich das Holz sägen, ohne Angst zu haben, das ich in die Werkbank schneide. Die Schiene habe ich mit einem großen Winkel am Werkstück ausgerichtet, und danach geschnitten.

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Tragleisten für die Sortierboxen sägen

Dachlatten auf die gleiche Länge von 37 cm ablängen
Das Zwischenergebnis
Mit dem Längsanschlag dann die Leistenbreite hergestellt
Die fertigen Leisten mit einem Maß von 370 x 20 x 10mm

Da ich die Sägearbeiten alle zuerst abschließen wollte, ging es dann daran, die Auflageleisten zu sägen. Zuerst Die Dachlatte in gleich Längen von 37 cm mit meinem selbstgebauten Längenanschlag ablängen. Dann kam der heiklere Teil. Mit dem Längsanschlag habe ich dann die ganzen Dachlatten in 10mm Breite gesägt. Da war natürlich Vorsicht für die Finger geboten. Aber alles ging gut.

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Schlitze für die Lamellos fräsen

Anzahl und Position der Lamellos festlegen
Markierungen auf die zu verbindenden Gegenstücke machen
Dann ging es los mit den Lamelloschnitten. Markierung auf dem Holz im Einklang mit der Markierung der Fräse bringen
Ein früherer Fräsanschlag dient mir hier als Stütze, wenn ich die Brette hochkant fräse. Die Schlitze sollen ja schließlich winkelig eingefräst werden
so sieht das dann aus

Als allererstes natürlich die Position und Menge der Lamellos festlegen. Ich nahm natürlich die Linien für die Auflageleisten, da hatte ich ja schon eine schöne Teilung vorgegeben. Dann die Positionen auf die zu verbindenden Gegenstücke übertragen. Die Platten flach auflegen, die Markierung in Einklang mit der Markierung der Lamellofräse gebracht, und den Schlitz gefräst. Ein kleine Anmerkung zu meiner Handhabung der Lamellofräse. Ich verwende bei fräsen der Lamelloschlitze eigentlich nie den Höhenanschlag. Ich habe mir eine Technik angeeignet, wo die Bretter und Fräse immer auf dem Tisch fest aufliegen. Wenn ich das gleiche Prinzip auf die zu verbindenden Teile anwende, passt es wunderbar. Manchmal sind die Schlitze nicht genau in der Mitte der Brettstärke. Aber das macht absolut gar nicht, solange ich immer dieselben Bezugspunkte verwende. Und da liegt eigentlich die Herausforderung. Immer zu wissen, wo ich anlegen muss. Aber dafür geht es schnell, und vom Versatz her passte es immer.

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Pocketholes bohren

Lochpositionen anzeichnen
Pockethole Jig positionieren und mit der selbstgemachten Klemme fixieren
Mit der Handbohrmaschine und dem Spezialbohrer die schrägen Sacklöcher gebohrt
So sieht ein Pockethole aus, wenn es gebohrt ist.
Diesmal habe ich es sogar gewagt, Pocketholes zu kreuzen ;-)) Ging super
Die Rückwand mit allen gebohrten Pocketholes

Anstatt mit großen Zwingen zu pressen, entschied ich mich bei der Verleimung, mit Pocket Holes zu arbeiten. Macht mit dem richtigen Werkzeug erstens richtig Spaß, und geht auch zügig voran. Man muss die Presszeiten nicht abwarten. Ich zeichnete die Positionen der Pocketholes an, und zwar immer zwischen den Lamellos. Den Kreg Jig mit der selbstgebauten Kreg Jig Klemme fixiert, und mit einer Handbohrmaschine die Pocketholes gebohrt. Kurz mit dem Schmiergelleinen die Kanten gesäubert, dann konnte es an das Verleimen gehen.

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Einzelne Teile verleimen und verschrauben

Holzleim in dei Lamelloschlitze geben
Lamellos einstecken
Dann noch einmal komplett leim auftragen, und die Teile zusammenfügen
Durch eindrehen der Schrauben in die Pocketholes, die Teile zusammenpressen
Überschüssigen Leim mit Strohhalm entfernen
Die erste Sitzprobe. Alles passt

Zuerst in die Lamelloschlitze Leim geben, und die Lamellos mit einem Hammer leicht einschlagen. Anschließend an die restlichen Klebestellen den Leim auftragen. Wenn die Teile zusammengesteckt sind, werden sie mit den speziellen Pockethole Schrauben zusammen gepresst. Kleiner Tipp, den überschüssigen Leim kann man mit einem Strohhalm sauber aus den Ecken entfernen (Nur für die, die es noch nicht wussten). Dann die erste Passprobe, alles im grünen Bereich.

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Leisten antackern, und der Konstruktion Rollen verpassen

Auf die gesägten Leisten Holzleime auftragen
An der zu Anfang angezeichneten Linie ausrichten
und anschließend festtackern, dadurch entfällt das festzwingen
Nun sind alle Leisten auf Position
An jedes Eck habe ich dann eine Lenkrolle verschraubt
was dann letztendlich so aussieht
Und hier das fertige Produkt. Ich denke, das ist nicht schlecht gelungen
Der kleine Bruder neben dem großen Bruder ;-))

Nun ging es an das bestücken mit den Auflageleisten. Ich hatte sie ja schon im Vorfeld auf die Maße 370 x 20 x 10mm gesägt. Wieder Leim im Zickzack aufgetragen, an der Linie die ich anfänglich schon gezeichnet hatte ausgerichtet und dann festgetackert. Durch das tackern spare ich mir die Arbeit mit den Zwingen. Zum Schluss noch an jedes Eck eine Lenkrolle schrauben, und der Container kann eingeräumt werden. Ich hoffe, dass euch dieses kleine Projekt gefallen hat.

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Leisten antackern, und der Konstruktion Rollen verpassen



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