Ritterburg für "Schleich-Ritter"

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    150 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Nachdem sich bei unserem 6-jährigen im Laufe der Jahre eine Menge Schleich-Ritter angesammelt hatten, wurde es höchste Zeit den kleinen Figuren ein passendes Heim und unserem Sohn eine angemessene Burg zu bauen.

Die ersten Ideen zum Selber-bauen holten wir uns im Internet und eine Ritterburg kaufen kam für uns eh nicht in Frage. Erstens sind die Burgen kaum zu bezahlen und zweitens war mein Heimwerker-Ego gefragt.

Die Grundidee aus modularen Einzelteilen war schnell geboren, denn die Burg sollte auf jeden Fall variabel sein, damit sie eventuell erweitert, umgebaut oder geteilt werden kann. Letzteres schon aus dem Grund, sie nach dem Spielen wieder platzsparend verstauen zu können.

Als Material wählten wir Weißholz aus dem Baumarkt. Fichte/Tanne war für unseren Zweck genau das Richtige, zumal es sich leicht bearbeiten lässt, es kostengünstig und in großer Auswahl in verschiedenen Formen und Größen erhältlich ist.

Die einzelnen Schritte findet Ihr in der Bauanleitung.

PS: Sohnemann war begeistert!

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Säbelsäge
  • Stechbeitel
  • Hammer
  • Schreinerwinkel
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Granit-Effekt-Lack
  • Abtönfarben
  • Pinsel
  • Schleifpapier
  • Holzkitt

Los geht's - Schritt für Schritt

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Materialauswahl

Wie schon gesagt, ich wählte Weißholz (Fichte/Tanne) aus dem Baumarkt. Es ist dort in verschiedenen Größen und Formen kostengünstig zu bekommen.

Achtet bei der Auswahl der Hölzer auf jeden Fall auf einige wichtige Punkte:

  1. Astfrei bzw. Astrein sollten die Teile sein.
  2. Auf eventuelle Harzgallen achten.
  3. Bei größeren Brettern, Leisten oder Balken immer darauf achten, dass die Bretter nicht verzogen sind.
  4. Die meisten Hölzer sind gehobelt. Gerne werden aber die Kanten nicht gebrochen, sodass Absplitterungen dabei sein können.
  5. Bei den gehobelten Hölzern wird oftmals die Vorschubgeschwindigkeit im Sägewerk zu hoch eingestellt und das ergibt den so genannten Hobelschlag. Das sind feine Wellen im Holz, die Ihr mühsam wieder rausschleifen müsst.

Also! Holzauge sein wachsam - schon bei der Auswahl der Hölzer kann man sich eine Menge Arbeit im Nachhinein ersparen.

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Größe festlegen

Bei der Auswahl der Größe der Burg gibt es eigentlich keine Grenzen. Ich habe mich aber an die Größe der Schleich-Ritter gehalten, ohne jetzt genau auf den letzten Millimeter maßstabsgetreu arbeiten zu wollen.

Einige Größen waren aber zu beachten:

  1. Größe des Kinderzimmers :-)
  2. Das Burgtor war ausschlaggebend für die Höhe der Burgmauern. Ich hab mich für die Größe eines "Fußsoldaten" entschieden. Man kann natürlich das Tor auch größer bauen, damit auch Ross und Reiter hindurchpassen, dann erhöht sich aber auch die Höhe der Burgmauern und der Türme und schon habt Ihr keine große, sondern eine gewaltig große Burg und da kommt wieder Punkt 1. zum Tragen :-)
  3. Alles weitere liegt im Auge des Betrachters...

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Burgmauer

Die Bretter für die Burgmauern habe ich jeweils zu zweit in den Schraubstock gespannt und die Zinken (Zinnen) einzeln angezeichnet. Dabei sollten diese quadratisch ausfallen, also Materialstärke = Höhe und Breite der einzelnen Zinken.

Die Zinnen wurden dann eingesägt und mittels Stechbeitel und Hammer gelöst. Zugegebenermaßen war das der größte Arbeitsaufwand bei der gesamten Burg. Man kann natürlich die Zinnen auch von einem quadratischen Vierkantholz absägen und einzeln auf die Burgmauer leimen, aber stabiler ist sicherlich die erste Variante.

Da die Burgmauern einzeln stehen sollten und keine direkte Verbindung zu den Türmen haben, habe ich Stützen an die Innenseiten der Mauern geleimt, sodass diese stabil stehen.

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Türme

Bei den Türmen habe ich mich für die klassische Variante entschieden. Zwei niedrige Türme vorne, rechts und links vom Eingang, hinten links der Bergfried als großer Turm und auf der rechten hinteren Seite der Drachenturm.

Das Ausstemmen der Zinnen erfolgte wie bei den Burgmauern. Anschließend die vier Seitenteile miteinander verschrauben und die Schraubenlöcher mit Holzkitt verspachteln. Im Anschluss habe ich in jeden der drei Türme eine Platte eingepasst, damit die Ritter dort auch stehen können. Dabei auf den Abstand zu den Zinnen achten, damit die Ritter auch oben noch herausgucken können :-)

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Oberfläche

Vor der Oberflächenbehandlung müssen natürlich alle Teile geschliffen und eventuell mit Holzkitt ausgebessert werden.

Nachdem die Burg fertig war, erstrahlte sie in einem hellen Holzton, war aber optisch weit davon entfernt, eine richtige Steinburg zu sein.

Meine Frau kam auf die Idee, die einzelnen Burgteile mit Granit-Effekt-Lack zu besprühen, was sich zwar als recht kostspielig aber optisch umwerfend überzeugend herausstellte. Wir haben uns für zwei verschiedene Sorten entschieden. Ein helles Grau als Untergrund und ein dunkles Grau als Oberschicht. Zum Schluss noch das Ganze mit Klarlack überzogen und fertig. In den Ecken hat meine Liebste dann noch einzelne Steine mit Abtönfarbe aufgemalt und der Burg so ihren altertümlichen Touch verliehen.

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Fragen ???

Sollte jemand Spaß daran haben die Burg nachzubauen, so stehe ich für Rückfragen gerne zur Verfügung, da sich nicht wirklich alle Details bis ins Letzte hier beschreiben lassen.

Also - wenn Fragen, einfach fragen!


Rechtlicher Hinweis

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