Regalwand aus Würfeln

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    450 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Als Erweiterung für ihr Arbeitszimmer wünschte sich meine Frau eine Regalwand, wo u. A. auch Fach-Zeitschriften, Stoff und vieles mehr für ihr Näh-Hobby untergebracht werden sollte. Auch sollte Platz für viele CD`s und USB-Sticks für ihre Musik vorhanden sein.

Nach einiger Zeit der Planungen kam eine Regalwand raus, die aus 30 Würfeln, jeweils 315 mm Breite und 260 mm in der Höhe bestand. 5 Würfel in der Breite und 6 Würfel in der Höhe. Zusätzlich ein Sockel von 100 mm Höhe. Also insgesamt eine ca Fläche von 1600 mm Breite und 1750 mm Höhe. Die Tiefe beträgt 400 mm.

Geplant waren 6 Würfeln, die Bastkörbchen aufnehmen sollten, 4 Stück ganz offen, 9 Stück mit Türen, 4 Stück mit jeweils 2 kleinen Schubladen und 7 Stück mit großen Schubladen.

Es wurde mir großzügiger Weise ½ Jahr Bauzeit dafür genehmigt, gebraucht habe ich nur 4,5 Monate. Als Budget waren 350 Euro eingeplant, es waren knappe 100 Euro mehr draus
geworden. Klar, man kann solch ein Regal-System billiger bekommen, aber nicht aus Massiv-Holz. Mit in der Abrechnung waren Leim, Griffe, Schleifmittel, ein neuer Fräser und 2 große Dosen Lasur.

Du brauchst

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Werkzeuge
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Materialliste
  • Würfel x Fichte Leimholz
  • 60 x Unten/Oben | Fichte (315 x 400 x 18 mm)
  • 60 x Seiten | Fichte (224 x 400 x 18 mm)
  • 360 x Holzdübel | Buche (35 x 6 mm)
  • Türen: x Fichte Leimholz
  • 9 x Fronten | Fichte (275 x 220 x 18 mm)
  • 9 x Griffe mit Schrauben | Metall (Abstand 96 mm, Schrauben 4 mm)
  • 9 x Klavierband | Messing (210 mm mit Schrauben)
  • 9 x Magnetschnäpper | Kunststoff/Metall (mit Schrauben)
  • Würfel x für Bastkörbchen:
  • 6 x Bastkörbchen | Bast (B 270 x H 210 x T 320 mm)
  • 6 x Stopleisten | Kiefer (275 x14 x 10 mm)
  • Kleine x Schubladen:
  • 8 x Fronten | Fichte Leimholz (274 x 100 x 18 mm)
  • 16 x Seitenteile | Sperrholz (360 x 100 x 12 mm)
  • 8 x Rückwände | Sperrholz (262 x 100 x 12 mm)
  • 8 x Böden | Sperrholz (274 x 365 x 4 mm)
  • 8 x Griffe mit Schrauben | Metall (Abstand 96 mm, Schrauben 4 mm )
  • 16 x Laufleisten | Kiefer (385 x 12 x 10 mm )
  • 16 x Stopstücke | Kiefer (20 x 12 x 10 mm)
  • 8 x Stopleisten | Kiefer (275 x 12 x 10 mm)
  • Große x Schubladen:
  • 7 x Fronten | Fichte Leimholz (274 x 205 x 18 mm)
  • 14 x Seitenteile | Sperrholz (360 x 205 x 12 mm)
  • 7 x Rückwände | Sperrholz (262 x 205 x 12 mm)
  • 7 x Böden | Sperrholz (365 x 274 x 4 mm)
  • / x Griffe mit Schrauben | Metall (Abstand 96 mm, Schrauben 4 mm)
  • / x Stopleisten | Kiefer (275 x 14 x10 mm)
  • Sockel x Fichte:
  • 2 x Leisten | Fichte (1580 x 95 x 20 mm)
  • 3 x Leisten | Fichte (330 x 95 x 20 mm)
  • viele x Spaxschrauben | Metall (3 x 25 mm)
  • viele x Spaxschrauben | Metall (4 x 40 mm)
  • 12 x Spaxschrauben | Metall (4,5 x 50 mm)
  • sehr x viele kleine Nägelchen | Metall (0,9 x 15 mm)
  • sehr x viele kleine Nägelchen | Metall (1 x 20 mm)
  • 1 x Flasche | Holzleim
  • 2 x große Dosen | Klarlasur auf Wasserbasis
  • Sehr, x sehr viele | Getränke, vor allem (in der Sommerzeit.....)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Das Holz wurde mm-genau von meinem bevorzugten OBI-Baumarkt in Gladenbach-Weidenhausen zugeschnitten. Es erfolgte nach Abholung der Platten zunächst eine kurze Passprobe.

Zunächst erstellte ich eine Bohrschablone für die Ober- und Unterseite, die aus einer Grundplatte und Leistenresten entstand. Somit ersparte ich mir das Abmessen und Markieren der 120 Platten. Leider habe ich hiervon keine Bilder gemacht...

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Der Zusammenbau der Würfel

Jeweils 6 Löcher auf der Ober- und Unterseite wurden mit dem 4 mm Holzbohrer gebohrt, anschließend versenkt.

Das Oberteil wird auf die zuvor mit Holzleim eingestrichene Schmalkante des Seitenteils aufgesetzt und mit Spax-Schrauben 4 x 40 mm befestigt. Dann kam das andere Seitenteil dran. Zum Schluß drehte ich das Teil um, gab Leim auf die Schmalkante und setzte das Unterteil drauf und fixierte sie wieder mit Spaxschrauben. Dabei habe ich auf Rechtwinkeligkeit geachtet. Die anderen Würfel entstanden auf die gleiche Weise.

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Nach dem Austrocknen

Nach dem Austrocknen der Würfel habe ich die Schrauben entfernt, die Löcher auf 6 mm aufgebohrt und Holzdübel mit Holzleim und Hammer so eingebracht, daß ein Überstand von ca 2 mm verblieb. Diese wurden dann mit der Japansäge nach dem Austrocknen abgesägt.

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Schleifen und Lasieren

Schleifen

Zuerst wurden alle Außen- sowie Innenseiten mit dem Schwingschleifer und 80er Korn grob und mit dem 240er Korn feingeschliffen.

Lasur

Dann habe ich alle Würfel mit der Rolle und farbloser Holzlasur auf Wasserbasis aufgebracht. Nach dem Trocknen folgte der Zwischenschliff mit 240er Korn, anschließend ein letzter Auftrag der Holzlasur. Für diese Arbeiten habe ich den Großteil der Zeit gebraucht.

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Würfel für die Bastkörbchen

Da die Bastkörbchen nur 320 mm tief waren, die Seitenteile der Würfel aber 400 mm, mußte eine Stop-Leiste rein. Diese habe ich mit Hilfe eines Abstandshalters, Leiste 14 x 10 x 275 mm, Leim und kleinen Nägelchen 1 x 20 mm eingebracht. Zuvor habe ich mit einem 1 mm Bohrer die Leisten vorgebohrt.

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Türen

Da auch die Türen fertig auf Maß geschnitten waren, blieben nur die Schleifarbeiten und das Lasieren mit Zwischenschliff für mich übrig.

Mit Hilfe einer Bohrschablone bohrte ich 2 Löcher 4 mm für den Griff. Anschließend wurde dieser befestigt.

Die Tür sollte bündig vorne sein, aber auch ganz aufgehen. Ich schliff daher mit dem Bandschleifer jeweils eine ca 45° Kante auf die Tür und einem Seitenteil. Klavierband wurde auf 210 mm abgelängt und mit den mitgelieferten Schrauben zunächst auf die Tür, anschließend auf das Seitenteil des Würfels geschraubt. Die Löcher wurden zuvor mit dem Dorn markiert.

Nun folgte die Fixierung des Magnetschnäppers. Hierzu machte ich mir eine Markierung von 35 mm vom vorderen Rand genau mittig und schraubte das Teil fest. Auf die Tür befestigte ich das Gegenstück.

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Vorrichtung für den Schubladenbau

Wie ich schon in der Einleitung schrieb, sollen insgesamt 15 Schubladen ( 8 kleine und 7 große ) mit von der Partie sein.

Um nicht unnötig viel Einstellarbeiten bei meiner im Frästisch eingebauter Oberfräse POF 1400 vornehmen zu müssen, suchte ich einen anderen Weg. In der amerikanischen Fach-Zeitschrift „Shopnotes“ wurde in der Ausgabe 18 auf den Seiten 4 bis 9 ein sogenanntes „Drawer Joint Jig“ vorgestellt, welches ich dann nachbaute.

Dieses Hilfsmittel, welches auf dem Frästisch fixiert wird, kann einem das Leben bei der Erstellung der Schubladen erleichtern. Das Jig werde ich später in diesem Forum als Projekt einstellen.

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Schubladenbau

Auch die Teile für die Schubladen habe ich mir vom erwähnten Baumarkt mm-genau zuschneiden lassen.

Als erstes wurde die Front ( Fichte Leimholz 16 mm ) bearbeitet. Zunächst wurde ein 6 x 6 mm Falz gefräst. Dazu habe ich den Anschlag des „Jigs“ auf die „Rückseite“ aufgesetzt. Anschließend drehte ich den Anschlag um und fräste hochkant eine Nut von 12 mm Tiefe ein.

Danach kamen die Seitenteile ( Sperrholz 12 mm ) dran. Hierbei wurden die Seitenteile flach auf die Grundplatte des „Jigs“ gelegt und jeweils eine Nut von 6 x 6 mm gefräst.

Rückseite ( Sperrholz 12 mm ): Wieder drehte ich den Anschlag um und fräste eine Falz von 6 x 6 mm.

Anschließend wurden die Teile mit Holzleim eingestrichen und mit kleinen Nägelchen fixiert. Zum Schluß kam der Boden aus 4 mm Sperrholz drauf, der ebenfalls geleimt und genagelt wurde.

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Schleifen und Lasieren der Schubladen

Nach der Trocknung wurde zunächst die Schublade mit dem stationären Bandschleifer grob geschliffen. Anschließend wurde händisch mit 80er Korn die Kanten gebrochen, der Feinschliff erfolgte mit 240er Korn.

Anschließend wurden alle Schubladen lasiert, zwischengeschliffen und wieder lasiert.

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Die Bohrschablone

Hier ein paar Bilder von dem Bau der Bohrschablone, die ich schon für die Griffe für die Türen benutzte.

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Die großen Schubladen

Damit ich nicht jedes einzelne 4 mm Loch für den Griff anzeichnen mußte, verwendete ich die Bohrschablone von der Tür, in der ich schon die Maße für den Griff für die große Schublade eingezeichnet und gebohrt hatte.

Der Griff wurde mit den beigelegten Schrauben befestigt. Auch die Würfel für die großen Schubladen erhielten Stop-Leisten.

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Die kleinen Schubladen

Um den Abstand für die obere Schublade – die auf 2 x Leisten 12 x 10 x 385 mm läuft – zu markieren, habe ich ein Stück Restholz auf 107 mm abgelängt. Markierung 4 x durchgeführt und dann die erwähnten Leisten aufgeleimt und genagelt. Sie erhielten auch ein Stopstück von 20 mm Länge.

Auch die untere Schublade erhielt eine Stopleiste. Für den Griff erweiterte ich die Bohrschablone um 2 weitere Löcher.

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Der Sockel

Hierfür sägte ich aus Leisten 95 x 20 mm, 2 Stück mit 1580 mm Länge und 3 Stück mit 330 mm Länge.

Genau mittig auf der Rückseite der längeren Leisten habe ich Markierungen angebracht und in Abständen 2 Löcher 5 mm gebohrt, ebenso auch links und rechts. Mit 4,5 x 50 mm Spaxschrauben und Holzleim wurden dann die Leisten zusammengebaut.

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Die Endarbeiten

Dann ist der große Moment gekommen: Die Teile wurden auf den Sockel gesetzt, genau ausgerichtet und mit Spaxschrauben 4 x 40 mm aufgeschraubt.

Danach folgten alle anderen Würfel, die untereinander mit Spaxschrauben 3 x 25 mm verschraubt wurden. Erwähnen muß ich, daß ich selbstverständlich alle Löcher vorgebohrt und versenkt hatte.

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Die Übergabe

Auf die Montage der Rückwand habe ich zunächst verzichtet, eine spätere Nachrüstung ist aber kein Problem.

Zum Schluß wurde das Ganze zur Übergabe fertig gemacht - Einräumen der Bastkörbchen und Fachliteratur und die Stereo-Anlage wurde aufgesetzt und angeschlossen.

Das Werkzeug wurde weggeräumt und die bessere Hälfte wurde zu Begutachtung gerufen, ist positiv ausgefallen....

Alles in Allem hat mir das ganze sehr viel Spaß gemacht, obwohl es viel Arbeit war und auch viel Zeit in Anspruch genommen hatte. Das war auch bislang das größte und teuerste Holzbauprojekt, welches ich bislang durchgeführt hatte.


Rechtlicher Hinweis

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