Raubank Vogelhaus

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Öffentliche Wertung

Vogelhäuser gibt es ja in verschiedenen Varianten, wo einige mehr und andere weniger anspruchsvoll sind.
Hier habe ich nun eine Vogelunterkunft gebaut, die sehr gut zu Holzwerkern passt und wohl das erste seiner Art in Deutschland ist. Zudem gibt es so etwas nicht zu kaufen.

Eigentlich wollte ich das Vogelhaus noch aufhängen, ist aber derzeit nicht möglich, da das Haus, in dem die Wohnung ist, wo ich wohne, einen neuen Besitzer hat und alles Grundsaniert wird.
Deshalb muss ich bis zum Sommer warten, damit ich den Hobel in meiner zukünftigen Werkstatt neben dem Fachwerkhaus montieren kann.

Das Original stammte vom Popular Woodworking Magazine August 2010.
Registrierte User bekommen die Anleitung im "Members only-Bereich" kostenlos zum Download.

Ich habe das Vogelhaus leicht angepaßt und mit Scharnieren versehen, um das Quartier auch reinigen zu können.
Zudem mussten die Maße von Inch auf Millimeter umgerechnet werden. Die Dicke von 19 mm musste ich auf 18 mm anpassen, da die Leimholzplatten im Baumarkt ja nur 18 mm dick sind.


Materialkosten:
5 Fichte Leimholzplatten 1200 x 200 mm: ca. 12,45 EUR
2 Fichte Leimholzplatten 800 x 200 mm: ca. 1,98 EUR
1 Stangenschranier 1200 x 20, vermessingt: ca. 5,29 EUR

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Handkreissäge
  • Bandsäge
  • Akku-Schrauber
  • Mess- und Anreißmittel
  • D3/D4 Leim
  • Schraubzwingen
  • Forstnerbohrer Ø 45 mm
  • Ständerbohrmaschine
  • Schleifpapier (versch. Körnungen)
  • Lasur, wasserbasiert, Palisander
  • Lasurpinsel
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Materialliste
  • 2 x Sidewalls | Fichte (889 x 165 x 18 mm)
  • 1 x Toe | Fichte (165 x 127 x 18 mm)
  • 1 x Top | Fichte (204 x 127 x 18 mm)
  • 1 x Front of mouth | Fichte (129 x 127 x 18 mm)
  • 1 x Frog | Fichte (89 x 127 x 18 mm)
  • 1 x Plate for tote | Fichte (446 x 127 x 18 mm)
  • 1 x Divider | Fichte (85 x 127 x 18 mm)
  • 1 x Heel | Fichte (121 x 127 x 18 mm)
  • 1 x Sole | Fichte (853 x 127 x 18 mm)
  • 1 x Tote | Fichte (254 x 191 x 38 mm)
  • 1 x Wedge | Fichte (235 x 127 x 38 mm)
  • 1 x Iron | Fichte (457 x 127 x 12 mm)
  • 1 x Stangenscharnier | vermessingt (890 mm Länge)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ausgangsmaterial

Hier das Paket des Ausgangsmaterials.

Da die Zeit rennt, habe ich alles mit Klebeband verklebt, um das Holz mit in meinem Praktikumsbetrieb problemlos mitnehmen zu können.
Als Tragegriff verwendete ich den Griff einer 6er-PET-Getränke-Verpackung.

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Schablone für den Griff

Zu Beginn fertigte ich als erstes die Schablone für das Hörnchen (so nennt sich der Griff des Hobels).
Ausgesägt wurde dieser mit der Bandsäge.

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Zuschnitt

Seitenwände ablängen
Seitenwände auf Breite sägen
Frog - 45 Gradschnitt
Frog

Nun ging es an das Zusägen der benötigten Teile.

Seitenwände und Sohle wurden anfangs abgelängt, danach wurde die benötigte Breite eingestellt und alle Holzteile zugesägt.

Das Holzteil "Iron" (Hobeleisen) musste erst noch auf die Dicke von 12 mm ausgehobelt werden. Danach folgte der 45 Gradschnitt bei den Teilen Frog und Iron.

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Teile prüfen

Die gefertigten Teile wurden nun zusammengelegt um zu sehen, ob alles passt bzw. keine Teile soweit fehlen.

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Aufdoppeln

Da ich für die Positioenn "Tote" (Hörnchen) und "Wedge" die doppelte Holzstärke benötigte, mussten die zwei kleinen Leimholzplatten aufeinander geleimt werden.

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Tote, Sidewalls und Wedge fertigen

Hörnchen anzeichnen
Tote
Wedge
Wedge
Sidewall

Mit der vorher gefertigten Schablone wurde nun das Hörnchen angezeichnet und mit der Bandsäge ausgesägt.

An den "Sidewalls" wurde grob die Kontur gesägt. Auch an der position "Wedge" musste etwas mit der Bandsäge zugesägt werden.

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Konturen schleifen

Iron
Tote
Sidewall

Die Positionen "Sidewalls", "Tote", "Iron" und "Wedge" wurden nun mit den benötigten Konturen an der Schleifmaschine versehen.

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Verleimen

Nun wurden schrittweise die Teile an deren Position verleimt.

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Schleifen

Sidewall (Klappe schleifen)

Nach dem Verleimen wurde nochmals alles nachgeschliffen und die Kanten "gebrochen".

An der vorderen Seitenwand, in meinem Fall eine Klappe, wurden die benötigten Öffnungen mit einem 45 mm Forstnerbohrer angefertigt und danach geschliffen.

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Klappe montieren

Um das Vogelhäuschen auch reinigen zu können, musste natürlich eine Klappe her, die sich leicht öffnen und schliessen läßt. Deshalb habe ich die vordere Seitenwand mit einem Klavierband am Gehäuse befestigt.

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Oberflächenbehandlung

Aus Fichte wird Palisander

Um das Vogelquartier auch vor der Witterung zu schützen, wurde UV-beständige auf wasserbasierte Lasur im Farbton Palisander aufgetragen.

Dies tat ich 3 Mal. Zwischendurch wurde die Oberfläche wieder etwas angeschliffen.

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Schwindung des Holzes

Bild 1
Bild 2

Die verschiedenen Holzarten haben ein unterschiedliches Quell- und Schwindverhalten bei gleichen Umwelteinflüssen. So quillt Eiche in Jahrringrichung und in Holzstrahlrichtung weniger als Buche. Die Eiche hat demnach das größere Stehvermögen.

Maximale Schwindmaß Fichte:

tangential: 7,8 %
längs: 0,3 %

Das maximale Schwindmaß ist für den Praktiker bedeutungslos, da er in der Praxis nichts mit diesen maximalen Holzfeuchteänderungen zu tun hat. (Das absolute Schwindmaß wird z. B. zur Beschreibung von Holzarteneigenschaften in Tabellen benutzt.)

Den Praktiker interessiert vielmehr, wie sich Holzfeuchteänderungen, die durch Klimaschwankungen entstehen, auf das Quell- und Schwindverhalten des Holzes auswirken. Darüber gibt das differentielle Schwindmaß Auskunft.

Das differentielle Schwindmaß gibt an, um wieviel Prozent das Holz in seinen Hauptrichtungen jeweils schwindet, wenn sich die Holzfeuchte um 1 Prozent ändert (Bild 1). Die Werte in Bild 1 und Bild 2 zeigen deutlich, daß die longitudinalen Abmessungsänderungen des Holzes beim Schwinden (als auch Quellen) sehr gering, die tangentialen am stärksten sind.  Quelle: holzhandel.de

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Fluglochdurchmesser

Hier eine kleine Auflistung, welche Fluglochdurchmesser für bestimmte Vögel benötigt werden.

Diesen Abschnitt habe ich extra für Sallatkopf hinzugefügt.


Fluglochdurchmesser 28 mm
Bewohner:
Blau-, Sumpf-, Tannenmeise, evtl. Zaunkönig

Fluglochdurchmesser 32 mm
Bewohner:
Kohlmeise, Trauerschnäpper, Kleiber, Feldsperling

Fluglochdurchmesser 45 bzw. 48 mm
Bewohner:
Star, Trauerschnäpper, Kleiber sowie gelegenlich Bunt- oder Mittelspecht als Übernachtungsgast

Fluglochdurchmesser 60 x 30 mm
Bewohner:
Mauersegler

Fluglochdurchmesser 80 mm
Bewohner:
Rauhfußkauz, Dohle, Hohltaube

Fluglochdurchmesser 125 mm
Bewohner:
Waldkauz, Hohltaube, gebietsweise auch Dohle, Schellente und Gänsesäger


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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