Pringles-Bassbox

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    2 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Da ich die letzte Heimwerker-Herausforderung gewonnen habe, durfte ich die Materialien für den Mai 2019 bestimmen. Schön dumm, wenn man etwas wählt und selbst keinen Plan hat. 


Pringles-Dose (ja, das sind die Stapelchips) und/oder Regalbodenhalter (das nennen manche auch Nubsies, und keiner weiß warum).

Ich dachte Pringels-Dosen bieten echt viel: Aluboden, Klarsichtdeckel, eine Pappröhre - innen alukaschiert, universell auch zum Aufschneiden und da könnte man sicher tolle Dinge daraus basteln. Weit gefehlt. Jetzt ist heute der 22. Mai und es gibt erst zwei Projekte. Na dann, ich muss ran!

Seht, was ich zu meiner Ehrenrettung gebaut habe. Und seht es zugleich als Drohung. Wenn niemand etwas besseres liefert, habe ich gewonnen und nächsten Monat gibt es noch schlimmere Materialien! :-) Aber viel schlimmer als dieses Projekt geht eigentlich nicht mehr ... Also Ihr habt gute Chancen ... - auch die, die bereits zwei tolle Projekte abgeliefert haben.


Du brauchst

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Werkzeuge
  • Bandsäge
  • Cuttermesser
  • Heißkleber
  • Bohrer
  • Uhu
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Materialliste
  • Pringles-Dose
  • Regalbodenhalter
  • Dekofolie wie dc-fix

Los geht's - Schritt für Schritt

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Am Anfang war ...

... die Pringles-Dose. Ich wollte schon lange mal eine Bassbox bauen. Und da kam die Idee. Nubsies an eine Pringles-Dose damit sie stabil steht und sich nicht drehen kann. Nubsies unten, Schlitz oben, iPhone rein. Musik an und Ghettoblaster! So die Idee.

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Schlitzen

IPhone abmessen, grob anzeichnen. Bandsäge und Cuttermesser. Loch ist drin, iphone passt. 


Problem, wie fotografiere ich mein iPhone mit dem iPhone. Gar nicht. Also denkt Euch das Handy im Schlitz. 

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Nubsie-Löcher

Regalbodenhalter gibt es in schön und in Plastik. Ich wähle schön und bohre dafür vier Löcher. Vorher anzeichnen, 4,5 mm-Bohrer, so dass es etwas klemmt, 


Metallnubsies in die Löcher - passt. Also wieder raus, denn es geht weiter. 

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Aus bunt wird weiß

Etwas Style braucht meine BoomBassBox. Also dc-fix-Dekorfolie habe ich in weiß. Das tut es. Mit der Schere etwas abschneiden und um die Dose wickeln. 


Blasenfrei ist schon ein Thema. Dann die Überlappung durchcuttern und den Überstand am Rand auch noch wegschneiden. Also besser schaut es aus. Wenigstens das. Irgendwie kahl. Ich brauch da noch ein Logo drauf. Das drucke ich Morgen. 

Nun den Schlitz rein, die Löcher nachstupfen, Nubsies nochmal rein. Passt. 

Den Schlitz schneide ich mittig, den Überstand der Dekorfolie klappe ich nach innen. Klebt aber nicht. Also Uhu drauf und umklappen, festhalten, Finger festkleben, rausziehen, Folie bliebt hängen, also wieder andrücken. Den richtigen Zeitpunkt erwischen, wenn die Klebekraft am Karton höher ist als am Finger. OK. Das war der wichtigste Arbeitsschritt am ganzen Projekt. Nachmachen? Vergesst es. Aus lauter Frust braucht ihr den Inhalt ner weiteren Pringles-Dose. Und dann ein ganz anderes Problem: Die kann man ja nicht einfach wegwerfen - nein!, da muss man was draus bauen.

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Deckelumlenkung

Ich hab den Kunststoffdeckel noch herumliegen. Mal testen, ob es hilft, wenn ich im Innern den Schall etwas umlenken kann. 


IPhone rein, Helene Fischers Herzbeben auf volle Pulle und dann mal den Deckel schräg unters iPhone. Uiiii! Die Musik wird nicht besser, aber der Klang. 

Also Heißkleber auf den Deckel und rein damit. So arbeiten vermutlich auch Gynäko- und Gastroenterologen. Gar nicht so einfach in der engen Röhre. Aber ich schaffe es irgendwie. Schaut nicht schön aus, aber es hält. Sieht ja keiner außer Euch. Also wegschauen!

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Heißkleber

Also nochmal klebe ich mir nicht die Finger voll! Die Nubsies packe ich in Heißkleber. Genug davon in jedes Loch, Regalbodenhalter rein. Kurz halten und die sitzen richtig fest.


Unscharfe Fotos helfen die Klebebatzen zu kaschieren. 

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Aromaverschluss-Schädigungen

Jede Pringles-Dose kommt fabrikseitig mit Aromasiegel in den Supermarkt. Unterm Klarsichtdeckel ist so ein Papier mit Lasche zum Abziehen. Wenn wir schon bei Klebern sind: Ja die kleben auch ganz gut an der Papprolle. Und beim Abziehen zerstören sie die hübsche alugraue Farbe am Dosenendwulst. 


So ein Mist. Da muss man kaschieren, reparieren und Farbe drüber schmieren. Ich habe noch das Osmo Dekorwachs auf der Werkbank stehen. Alte Socke, einmal rundum das Wachs drauf und es schaut wieder besser aus als zuvor. Und das Wachs zieht innerhalb paar Sekunden so ein, dass da nichts mehr abgeht. 

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Duff Duff Dong

So, ziemlich fertig. Jetzt das iPhone rein und krass Mucke machen. Helene ist zu soft, jetzt mal Söhne Mannheims. Ja, da geht schon mehr. 


Hmmm. Ghettoblaster hören sich anders an. Und die Werkstattfenster sind auch noch heile - zum Glück. 

Der absolute Megaboosterhammer ist es nun wirklich nicht. Aber hört mal selbst ...

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Jetzt gibt‘s was auf die Ohren

Bassbox Pringles-Style

Video Soundcheck 


One - two
One - two
One - two - do 
One-to-du
One-tu-dudeldu

Hört Ihr das? Nein, nicht lauter. Aber bassiger. Bässe und Mitten sind stärker, Höhen gedämpfter. 

Hört sich besser an! Und das ist bei uns in der Küche. Da hallt die Wand zum Mikrophon hin. Im Freien ist es noch besser. 

Interessant, das Dosenende mit dem Aludeckel. Da vibriert es spürbar. 

Übrigens: Die Musik sei rechtefrei und kostenlos. So steht es zumindest auf der Internetseite von terrasound.de. Der Song ist von Dag Reinbott und bietet ein besonders interessantes Musikerlebnis. 

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Fazit

Das Ergebnis ist leider etwas ernüchternd. Im Netz gibt es unzählige Selbstbau-Verstärkerboxen und jeder behauptet seine sei mega-super-ultra-bassig-laut und boostigbiestig. 


Sorry, das ist absoluter Quatsch. Hätte ich mir vorher denken können. Lauter ist mein Pringles-Blaster definitiv nicht. Aber der Ton wird wirklich besser. Da ist ein wärmerer Klang vorhanden, Mehr Bass, mehr Mitten, weniger Höhen. Also deutlich besser als das iPhone solo.

Andererseits wird die Musik etwas „verwaschen“. Der Klang ist nicht brillant, sondern irgendwie stumpfer, dumpfer. 

Ich denke, so im Garten etwas Lounge-Musik auf sanfter Lautstärke nebenher, da ist meine Pringles-Dose ganz gut zu nutzen. Eher nicht für Parties oder Klassik mit nem Gläsle Wein. 

Nachbau? Wenn Ihr unbedingt wollt. Ich kann es nicht verbieten. Entscheidet selbst. Ihr macht ja eh was Ihr wollt. 

Warum ich das zeige? Ganz einfach. Manchmal macht man Dinge, die man gar nicht machen will. Aber muss! Heimwerker-Herausforderung. 

Bestanden? - Müsst ihr entscheiden. Zumindest habe ich alles verwendet und abgeliefert. Auch boombastisch? Auch das entscheidet ihr. Also auf geht‘s.

PS:
Links folgt noch ein Bild mit Logo auf der Dose. Das Logo drucke ich erst Morgen und klebe es dann drauf. 


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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