Pool im Garten

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Der fertige Pool mit Natursteinfläche
Und so sah dieselbe Stelle vorher aus.
  • Schwierigkeit
    schwer
  • Kosten
    5000 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Nach längerer Abstinenz hier auf 1-2-do.com möchte ich mich mit einem etwas größeren Projekt zurück melden. Angefangen habe ich es mit meiner Frau im Sommer 2015: Einen Teil unseres Gartens haben wir für einen Pool inklusive einer zugehörigen Natursteinfläche geopfert. Der Pool natürlich nur wegen unserer Kinder! Die Ostsee ist ja schließlich gleich um die Ecke - aber wie das so ist, man kommt nicht hin...
Ganz fertig ist der Pool oder zumindest das Drumherum noch nicht. Der Wasseranschluss zur Zapfstelle im Garten muss noch gemacht werden. Dann will ich den Pool noch erden. Abschließend mit Fassadenfarbe streichen muss ich ihn auch noch und zur Sicherheit soll noch ein Geländer an den Technikschacht dran. Aber dafür habe ich (vielleicht) dieses Jahr Zeit.
Auf die Angabe der verbauten Materialien habe ich bewusst verzichtet, da diese doch sehr individuell sind. In der Beschreibung kann man aber erkennen, was wir alles gebraucht haben.
Na, ja - nach viel Arbeit, Zeit und Schweiß ist ein ansehnliches Ergebnis herausgekommen. Aber seht selbst.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Betonmischer
  • Abbruchhammer
  • Schlagbohrmaschine
  • Winkelschleifer
  • Akku-Schrauber
  • Radlader
  • Schaufel
  • Spaten
  • Kreuzhacke
  • Maurerkelle(n)
  • Reibebrett
  • Maurerschnur
  • Metallsäge
  • Richtlatte
  • Schalbretter
  • Quast, Bürste
  • Schubkarre

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorbereitungen

Blick auf die Fläche, auf die der Pool gebaut werden soll. Auf dem Rasenteppich stand vorher ein QuickUp-Pool.
Diese Betonklötze waren alle auf unserem Grundstück in der Erde vergraben.
Büsche und ein Baum mussten weichen.
Zum Verfahren des Erdreichs habe ich einen Radlader geliehen.
Die Vorbereitungen sind erledigt. Die Mauer wird gleich mit abgerissen. Erstens ist sie marode und zweitens stört sie beim Ausheben des Erdreichs.
Mit dem Abbruchhammer ging es leicht.
Leider muß auch der Gartenweg weichen.
Geschafft!

Bevor es mit dem eigentlichen Bau des Pools losgehen konnte, mussten erst mal einige Vorbereitungen getroffen werden: ein Baum und einige Büsche mussten umgepflanzt werden, Betonquader aus dem Boden geholt werden und die marode Mauer zwischen den Grundstücken entfernt werden.

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Aushub

Der erste Spatenstich.
Auf unserem Grundstück stand vor Jahren ein riesiges Gewächshaus. Wir wussten, dass noch Fundamentreste im Boden waren. Das Fundament ließ sich mit dem Radlader kinderleicht ausbuddeln.
...und auch hierbei wieder eine Überraschung: ein alter gußeiserner Heizkörper!
Ein Stück Fundament. Die Vorbesiter haben oben herum alles abgetragen und dann eine dünne Schicht Erde drüber. Hauptsache, man sieht es nicht!
Geschafft! Die meiste Erde ist weg...
Erdhaufen und Schutt unter einer Betonplatte (die wir auch noch ausgegraben haben), der noch ausgegraben und abtransportiert werden muß...
...und natürlich auch noch der Schutt vom Fundament. Insgesamt waren es 22 m³ bzw. 2,5 Container Betonschutt, die wir entsorgt haben.

Weiter ging es mit dem Aushub. Wir haben recht großzügig die Fläche bemessen, da um den Pool herum eine feste Fläche entstehen soll. Etwa 8m mal 6m mit einer Tiefe von 60 cm bis 80 cm haben wir ausgehoben.

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Abstecken des Pools und Mauerbau

Betonschalungssteine für die Mauer und Kalksteine für den Ring zur Stabilisierung des Poolbeckens.
Der ausgehobene Bereich und Sand zum Bauen.
Der Bereich, auf welchem sich später der Pool befinden wird, ist abgesteckt und wird nun ausgehoben.
Jetzt kann man erahnen, wie und wo der Pool stehen wird.
Es hat in der Nacht heftig geregnet und die Grube ist voller Wasser.
Die ersten Schalungssteine stehen.
Die unterste Reihe ist fertig.
Die Mauer wird so hoch. Schalungssteine sind teilweise mit Beton gefüllt.

Als nächstes haben wir den Bereich, wo Pool und Technikschacht hinkommen sollen, abgesteckt. Dann wurde die neue Mauer zwischen unseren Grundstücken gebaut.

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Grundfläche für den Pool

Der Pool wird auf ein Sandbett gestellt. Die Fläche dafür wird gerade angefangen.
Fast die gesamte Fläche, auf der der Pool stehen wird, ist mit Sand aufgefüllt und begradigt. Dabei sind die beiden Fundamente für die Wände des Technikschachtes.
Die Mauer und das Sandbett für den Pool sind soweit fertig.

Ich habe mich gegen eine betonierte Grundfläche für den Pool entschieden - der Einfachheit halber. Und außerdem besitzt der Pool keine aufwändige Installation, wie etwa einen Bodenabfluss. Ich habe die Grundfläche stattdessen mit Sand aufgefüllt, begradigt und verfestigt. Später landen da sowieso 10 bis elf Tonnen Wasser drauf.

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Poolaufbau

Auslegen des Bodenschutzvlieses
Auslegen des Bodenschutzvlieses
Zusammenstecken und Auslegen der Bodenprofile
Aufstellen der Stahlwand
Einhängen der Poolfolie und Befestigen des Handlaufs
Der Boden ist mit Wasser bedeckt.

Danach ging es daran, den Pool aufzubauen. Auf die Grundfläche aus Sand kommt zuerst ein Bodenschutzflies. Dann folgt ein Bodenprofil in welches die Stahlwand des Pools gesteckt wird. Dort hinein wird die Poolfolie gelegt und am Rand der Poolwand eingehängt. Fixiert wird alles schließlich mit einem Handlauf.

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Technikschacht und Stabilisierungsring

Der Technikschacht zwischen Mauer und Pool. Man erkennt auch die unterste Reihe Styroporplatten um die Stahlwand.
Der Technikschacht zwischen Mauer und Pool. Man erkennt auch die unterste Reihe Styroporplatten um die Stahlwand.
Poolabdeckung und erste Reihe Mauersteine des Stabilisierungsringes
fertiger Ring
Wasserleitung und Elektrokabel
Anschlüsse im Technikschacht

Zwischen der neuen Mauer und dem Pool soll der Platz für einen Technikschacht sein, in welchem später die Pumpe und der Filterkessel sowie die Poolgeräte stehen.
Da sämtliches Erdreich um den Pool weg ist, selbiger aber stabil stehen und dem Wasserdruck von innen standhalten muss, habe ich einen Stabilisierungsring drum herum gemauert. Hierzu habe ich Mauersteine aus Kalksandstein verwendet. Vorher habe ich zwischen Stahlwand und den Mauersteinen 2 cm starke Styroporplatten als Isolierung und Schutz angebracht, fixiert mit Klebeband.

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Verputzen und Isolieren

Als nächstes ging es daran, alles zu verputzen. Das hatte ich so vorher noch nicht gemacht, aber es ging ganz gut. Dem Technikschacht habe ich vor dem Verputzen noch einen schönen, leicht nach außen geneigten Abschluss aus Beton verpasst. Dort, wo der Putz im Erdreich verschwindet, habe ich eine Bitumenschicht als Isolierung gegen Feuchtigkeit aufgetragen.

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Verfüllen mit Frostschutzkies

Zum Verfüllen der Grube rund um den Pool habe ich mir Frostschutzkies liefern lassen. Ich glaube, es waren 9m³. Die habe ich mit dem geliehenen Radlader bis zur Baustelle gefahren. Dort haben wir den Kies per Hand verteilt.
Das war gleichzeitig auch die letzte Arbeit in 2015. Wir haben den Kies sich selber über den Winter setzen lassen. Hat geklappt, in 2016 ging es dann weiter.

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Betonarbeiten und Vorstreichen

Im Boden im Technikschacht habe ich einen Betonpflanzstein als Sickergrube vorgesehen.

Im Sommer 2016 habe ich auf die Fläche Betonestrich als Untergrund für die Natursteine aufgetragen. Dies habe ich in mehreren Etappen vollbracht. Die erste Schicht Fassadenvorstreichfarbe wurde danach auch gleich aufgebracht. Und das alles bei vollem Badebetrieb...

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Verlegen der Natursteinplatten

Verlegen im Dickbettverfahren
Das Endergebnis

Zwischen den Betonarbeiten und dem Verlegen der Natursteine habe ich den Technikschacht mit einer 21mm Siebdruckplatte verschlossen. Diese ist ganzflächig und der Größe des Schachts angepasst. Als Unterbau habe ich imprägnierte Unterkonstruktionshölzer für Fassadenprofile verwendet. Mittlerweile habe ich die Platte mit Scharnieren an diesen Hölzern befestigt, sodass ich sie nach oben klappen kann, wenn ich in den Schacht krabbeln muss.
Zum Schluss mussten "nur" noch die Natursteinplatten verlegt werden. Wir entschieden uns für Porphyr-Polygonalplatten. Die machen das Verlegen nicht unbedingt leicht; es hatte was von einem überdimensionalen 1000-Teile-Puzzle. Aber meine liebe Frau hat hier tatkräftig geholfen.
Die Platten mussten vor dem Verlegen gründlich gewaschen werden. Hier Vorsicht mit den Fingern! Unbedingt eine Bürste benutzen, sonst schmirgelt man sich die Haut von den Fingerkuppen.
Das Verlegen war recht mühselig und war wieder nur in mehreren Etappen zu bewerkstelligen. Insgesamt war es ja auch eine Fläche von rund 30m². Zuerst kam Betonschlämme auf den ausgehärteten Estrich, dann wurden die Platten im Dickbettverfahren in Naturstein-Verlegemörtel verlegt. Nach dem Verfestigen wurden die Fugen mit Fugenmörtel verfüllt.


Rechtlicher Hinweis

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