Plattensäge an der Decke montiert

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    150 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Öffentliche Wertung

Da ich immer wieder vor dem Problem stehe, dass meine Tischkreissäge für größere Platten einfach zu klein ist, habe ich beschlossen mir eine Plattensäge zu bauen.

Diese brauche ich zwar nur selten, es ist aber ärgerlich große Platten immer mit der Handkreissäge und einem Anschlag schneiden zu müssen.

Die Plattensäge soll nur bei Bedarf da sein und sonst möglichst keinen Platz einnehmen, da bietet sich eine Deckenmontage an. So kann die Säge bei Bedarf herunter geklappt werden und wenn sie nicht benötigt wird, ist sie an der Decke aufgehängt.

Nach etwas Grübelei hatte ich den groben Plan im Kopf und begann mit dem Bau.

Aus welchem Grund auch immer hatte ich noch zwei 170cm lange 25mm Gleitschienen und vier Rundgleitlager im Fundus, auch die restlichen benötigten Teile waren alle vorhanden, so dass ich die Kosten nur Schätzen kann.

Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, da es genau zu meinen Bedürfnissen diesbezüglich passt.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Montageplatte

Bei der Montageplatte habe ich mich für ein 5mm Aluminiumblech mit 35x35cm entschieden.

Darauf habe ich meine Handkreissäge ausgerichtet und durch die Gleitplatte der Säge und die Aluminium Montageplatte gemeinsam an jeder Ecke der Gleitplatte ein 5mm Loch gebohrt und ein M6 Gewinde eingeschnitten.
Danach mit M6x16mm Schrauben die Handkreissäge auf der Aluplatte festgeschraubt.

Danach einen Senkschnitt mit der Handkreissäge durch die Aluplatte gemacht und wieder abgeschraubt.

An der Kapp und Gehrungssäge habe ich danach den Einschnitt der Handkreissäge in alle Richtungen um ca. 2mm vergrößert um für etwas Spiel zu sorgen.

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Die Gleitklötze

Für die Montage der runden Gleitlager benötige ich noch Gleitklötze.

Diese habe ich mit 6x6cm aus einer MDF Platte mit 19mm ausgeschnitten und zu vier Blöcken (je drei Stück, also 57mm) verleimt und mit Zwingen fixiert.

Danach die Mitte Markiert und ein 4cm Loch mit einem Forstnerbohrer an der Ständerbohrmaschine ganz durch gebohrt.

In diese Bohrung habe ich danach die Gleitlager mit Superkleber eingeklebt.


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Montageblöcke

Für die Montage der Gleitlagerblöcke an der Alu Grundplatte brauche ich noch 57mm Distanzblöcke ebenfalls aus MDF Platten ausgeschnitten und miteinander verleimt.

Diese danach auf die Alugrundplatte von unten mit M6x40mm Schrauben angeschraubt.

Danach habe ich zwei der Gleitklötze auf den ersten Gleitstab aufgesteckt und parallel zum Sägeblatt ausgerichtet auf den langen Montageblock aufgeleimt.

Danach habe ich zwei Rechtecke 33x38cm aus Multiplex 19mm ausgeschnitten und im gewünschten Abstand von 26cm zwei 25mm Löcher gebohrt. Dazu habe ich die zwei Rechtecke mit doppelseitigem Klebeband aneinander geklebt und gemeinsam gebohrt.

Auf die zweite Gleitstange ebenfalls zwei Gleitlagerblöcke aufgesteckt und an deren Enden die zwei Rechtecke mit den 25mm Löchern aufgesteckt, so ist sicher gestellt, dass die Gleitstangen parallel zueinander verlaufend stehen.

Die eben aufgesteckten Gleitlagerblöcke mit Leim bestrichen und auf der anderen Sägeseite auf die Montageblöcke aufgeleimt.

Das Ganze mit Zwingen zum trocknen fixiert und überprüft ob die Sägeaufhängung leichtgängig über die Gleitstangen gleiten.

Für die Fixierung der beiden End- Montageplatten habe ich noch zwei 6cm Streifen aus 10mm Siebdruckplatte auf die gleiche Länge gebracht und je 8 Borrungen für Schrauben eingebohrt und versenkt.
Danach diese jeweils außen an die End- Montagepaltte aufgeschraubt, so das die beiden Linearstangen nicht mehr durchrutschen können.

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Die Deckenaufhängung

In der Zwischenzeit habe ich die Konstruktion für die Deckenaufhängung hergestellt.


Dafür habe ich zwei 7x2cm Lärchenholzleisten (Reste von der Fassade) zur Hand genommen, diese auf 226cm ab gelängt und an einem Ende einen 15° Winkel gesägt.
Am anderen Ende jeweils Mittig ein 8mm Loch gebohrt.

Zwei Reststücke 14x10x2cm Lärchenholz zur Hand genommen und Mittig zwei 5mm Löcher im Abstand von 4,5cm gebohrt.
An jeder Ecke ein 3mm Loch für die Deckenbefestigung gebohrt und gesenkt.

Danach durch die beiden Mittigen 6mm Löcher stehend eine 35x7x2cm Lärchenleiste mit zwei 6mmx100mm Schrauben angeschraubt.

Diese Halterung danach an die 226cm langen Leisten mit je einer M8x50mm Schraube zwei Unterlegscheiben und einer selbst sichernden M8 Mutter zusammengeschraubt, so dass dieses Gelenk leichtgängig aber Spielfrei funktioniert.

Diese beiden "Steher" habe ich danach mit den Grundplatten an der Decke mit je 4 Stk. 6x60mm Schrauben im Abstand von 70cm verschraubt.

Danach zwei Leisten mit 70cm ab gelängt und zwischen die beiden Steher montiert. Dazu habe ich ebenfalls 6x60mm Schrauben verwendet. (natürlich mit 4mm vorgebohrt)

Danach habe ich noch eine dritte Deckenbefestigung wie vorher beschrieben hergestellt, allerdings mit 45cm Länge.
An deren unterem Ende habe ich etwas außer der Mitte ein 8mm Loch gebohrt und ein kleines Reststück Lärchenleiste mit ca. 10cm Länge und einem auf 15° abgesägtem Ende nach oben verschraubt.
(ebenfalls mit M8x50 Schraube, 2 Unterlegscheiben und eine selbst sichernden Mutter)

Die Steher danach mit dem unteren Ende an die Decke hochgeklappt und am unteren Querbalken die dritte Deckenbefestigung an die Decke geschraubt.
Den kleinen Riegelteil etwas ausgeklappt und dadurch hält die gesamte Konstruktion direkt unter der Decke.

Im Zuge der Fertigstellung hat sich herausgestellt, das es besser ist noch eine weiter Verriegelung gleicher Bauart herzustellen, da doch ordentlich Gewicht zusammen kommt.

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Montage der Sägeführung und Plattenauflage

Zuerst habe ich aus Fichtenlatten 7x2cm 4 Stk. mit 171,5cm und zwei Stk. mit 150cm abgeschnitten.

Diese anschließend zu einem Rahmen für die Plattenauflage verschraubt.

Diesen Rahmen hab ich danach vorerst mit Zwingen an den an der Decke bereits montierten Stehern fest gemacht.
Den Rahmen danach mit 14x7x2cm Leistenstücken an die Steher geschraubt.

Mittig an der unteren und an der oberen Latte habe ich danach die End- Montageplatten inklusive montierter Säge und Gleitstangen mit Schrauben am Rahmen montiert, so, dass noch ca. 3cm zwischen Trägerplattenunterkante und Rahmenoberkante frei bleibt.
(Hier werden später die zu sägende Platten eingelegt)

Unbedingt darauf achten, dass die Montage möglichst senkrecht stattfindet.
Wenn die richtige Position gefunden ist, werden die beiden End- Montageplatten mit M8 Schrauben, Unterlegscheiben und selbst sichernden Muttern fix und endgültig montiert.

Im 90° Winkel dazu wird an der Unteren Kante auf Höhe des Sägeblattes links und rechts eine Leiste oder wie in meinem Fall ein Brett montiert. Dieses muss unbedingt gerade sein und darf nicht gebogen sein, da hierauf die zu schneidenden Platten aufgelegt werden.

Danach den ersten Testschnitt durchführen und diese Auflageleisten
(Bretter) nötigenfalls nachjustieren, bis ein zufriedenstellendes Schnittergebnis erzielt wird.

Die Feinjustierung habe ich mit einer OSB Platte durchgeführt. Dafür mit einem langen Winkel eine Schnittkante angezeichnet und am Sägeblatt ausgerichtet, den Schnitt nicht ganz durch die gesamte Plattenbreite geführt und mit der angezeichneten Schnittkante kontrolliert.
Diesen Vorgang habe ich drei mal wiederholen müssen bis der Schnitt exakt im 90° Winkel geführt wurde.
(Die Platte immer wieder mit Zwingen fixiert und die Anschlagleisten neu ausgerichtet)

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Update - Video Plattensäge in Betrieb

Plattensäge in Betrieb
Plattensäge in Betrieb 2

Auf mehrfachen Wunsch reiche ich hier gerne zwei Funktionsvideos nach.


Rechtlicher Hinweis

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