Piraten ahoi - Wir bauen ein Kinderbett

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    150 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Wir bauen ein Piratenbett. Unter dem Motto habe ich zusammen mit meinen beiden Jungs in den letzten Osterferien ein Kinderbett gebaut.
Es sollte eine einfache Konstruktion werden und auf Grund limitierter Werkzeuge und nicht vorhandener Werkstatt nicht zu komplizierte Teile beinhalten.

Mit etwas Fantasie und Kreativität verwandelten wir ein paar Leimholzplatten zum Kindertraumbett. Die Jungs sind mächtig Stolz auf "ihr" Werk.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Schwingschleifer
  • Handkreissäge
  • Oberfräse
  • Lötlampe
  • Topfdeckel/Schüsseln als schablone
  • Inbusschlüssel und Schraubbits
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Materialliste
  • 2 x Seitenteile | Leimholzplatte (60x200)
  • 1 x Rückseite | Leimholzplatte (100x100)
  • 1 x Vorderseite | Leimholzplatte (80x100)
  • 1 x Platten für Kajütendach | Leimholzplatte (20x200)
  • 2 x Vorder/Rückseite Ausziehbett | Leimholzplatte (20x200)
  • 3 x Auflage für Lattenrost | Leiste (5x6*200)
  • 2 x Regalplatten (oben/senkrechte Platte) | Leimholzplatte (50x100)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorüberlegungen:

Wenn der Sohn so langsam nicht mehr in sein Kinderbett passt wird es Zeit für das erste große Bett.
Als Motiv sollte es etwas für den kleinen Piraten werden. Also ab in div. Möbelhäuser und sich nach passenden Modellen umgesehen. Aber entweder waren die Betten, die allen gefielen außerhalb des Budgets oder sie waren erschwinglich, sahen aber entsprechend aus, bzw. waren schlecht verarbeitet.
So reifte der Plan, dass es dann doch ein Selbstbau werden soll. Es sollte zusätzlich ein Gästebett beherbergen, groß genug für eine normale 90x200 cm Matratze und durfte auf Grund der Dachschräge nicht höher als ca. 100cm werden.
Auf Grund der limitierten Werkzeugauswahl und (noch) nicht vorhandenen Werkstatt wollte ich möglichst Materialien verwenden, die wenig Zuschnitt erfordern. So fiel die Wahl auf Leimholzplatten, die in jedem Baumarkt in div. Größen zu bekommen sind und auch das Budget nicht übermäßig belasten.

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Gästebett

Auflage für Lattenrost verschraubt und verleimt
Querleisten verschrauben
Rollen montiert
Abgeflammt und bereits wieder geschliffen
... und anschließend lasieren
Griff montiert und fertig

Die Konstruktion habe ich bewusst sehr einfach gehalten.
  • An die Vorder- und Rückseite kam bündig zur Unterkante eine Leiste als Auflage für den Lattenrost. Diese habe ich verleimt und zusätzlich verschraubt.
  • Vorder- und Rückseite wurden dann mit ca. 90cm langen Leisten zu einem Rahmen verbunden. Hierfür habe ich sie von außen mit 80mm langen Schrauben verschraubt.
  • Von unten vier Rollen noch an die Querleisten verschraubt, schon war das Bettgestell für das ausziehbare Gästebett fertig.
Im Nachgang habe ich dann nochmal die Vorder- und Rückseite um je 2cm gekürzt, damit es am eigentlichen Bettgestell beim Ein- und Ausfahren nicht schleift.

  • Um das Holz künstlich zu altern habe ich es zuerst kräftig mit der Lötlampe angekohlt und anschließend wieder abgeschliffen. So wurde die Maserung wesentlich dunkler und kam nach dem lasieren gut zur Geltung.
  • Den Unterschied kann man gut auf dem letzten Bild im Vergleich der Innen- und Außenseite erkennen. Evtl. hätte man vielleich auch noch etwas länger mit der Lötlampe das ganze ansengen können :-)

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Bettgestell

Seitenteile zuschneiden
Auflage für Lattenrost
Löcher für Möbelschrauben
Fertig montiert (Vorderseite noch ohne Rundung)
Bug des Bettes jetzt mit halbrunden Abschluß (in dem Fall nachträglich montiert, besser natürlich gleich aus einem Stück herstellen)

  • Die Platte für die Rückseite des Bettes passte vom gekauften Maß her so wie sie war, sodass ich diese nur schleifen, altern und lasieren musste.
  • An der Vorderseite kommt an die Oberkante eine schöne Rundung. Hierfür habe ich mit einer Schnur und Bleistift den Radius markiert und dann das ganze mit der Stichsäge zugesägt.
  • Die Seiten des Bettes sollten eine Silhouette eines Schiffes imitieren. Hierfür sollte eine Kajüte entstehen. Hier war Fantasie gefragt und ich skizzierte erstmal die Umrisse grob auf die Platte.
  • Anschließend zeichnete ich die genauen Umrisse an. Für die Rundungen verwendete ich Schüsseln, die mir vom Radius her am besten gefielen. Dann alles wieder mit der Stichsäge aussägen und die Kanten mit der Oberfräse abrunden.
  • Für die Auflage des Lattenrostes verwendete ich ebenfalls wieder Holzleisten, die ich verleimte und verschraubte. Dies führte aber dazu, dass die gesamte Aufbauhöhe von Leiste, Lattenrost und Taschenfederkernmatratze zu hoch wurde. Ich habe später nochmal die Leisten gegen Stahlwinkel getauscht, wodurch die Höhe um 5cm niedriger ausfiel.
  • Anschließend wurden auch hier die Oberflächen analog der anderen Gästebettteile behandelt.
  • Das Bettgestellt selbst habe ich dann mit Möbelschrauben zusammengesetzt. Hinten an der Kajüte drei Schrauben je Seitenteil und vorne zwei Schrauben. Beim Bohren der Sacklöcher für die Gewindehülsen ist Fingerspitzengefühl gefragt um nicht versehntlich durch die Seitenwand des Bettgestelles zu bohren. Ich habe mir daher am Bohrer mit Klebeband die Bohrtiefe markiert.

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Bugspitze

Die Bugspitze nimmt langsam Form an.
Anprobe
Fertig

Zum krönenden Abschluss fehlte dem „Piratenschiff“ noch ein richtiger Bug. Diesen realisierte ich mit einem Regal.

  • Den geschwungenen Verlauf der Mittelplatte zeichnete ich wieder mithilfe einer Schüssel an und sägte diese zu.
  • Die Regalböden habe ich als gleichschenklige Dreiecke mit 45° Schrägen zugesägt.
  • Das untere und oberste Regalbrett habe ich einfach stumpf mit der Mittelplatte verleimt und verschraubt.
  • Für den mittleren Regalboden habe ich sowohl den Boden als auch die Mittelplatte zur Hälfte ausgeklinkt, sodass ich den Regalboden einschieben konnte.
  • Nach der entsprechenden Behandlung der Oberflächen mit Flamme, Schleifpapier und Pinsel wurde das ganze Regal an der Vorderseite des Bettes moniert. Hierfür habe ich von der Bettinnenseite aus die einzelnen Regalböden nochmals verschraubt. Fertig ist ein schönes Regal, auf dem der CD-Spieler und das Nachtlicht ihren Platz gefunden haben.
  • Auch die Kajüte bekam noch ein Dach in Form einer Leimholzplatte (20x100cm).

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Was ich im Nachgang anders gemacht hätte:

Zum Schluß noch ein kurzes Fazit.
Das Bett ist jetzt ein knappes Jahr in Benutzung und hat sich soweit bewährt. Von den Kosten her war das Bettgestell mit ca. 150 € Materialkosten recht günstig und sieht immer noch schön aus.

Was ich bei der Planung und damit dem Kauf des Holzes nicht bedacht hatte, war die tatsächliche Aufbauhöhe von Lattenrost und der Matratze. Dadurch mußte ich bspw. den Platz für das Gästebett höher ausführen als ursprünglich gedacht. Die entsprechende Lücke in der Front sieht nicht so schön aus und wird jetzt nochmal gegen ein 30cm Brett getauscht.

Die Platte für das Vorderteil des Bettes hatte ich mit der Maserung quer verlaufend verwendet. Leimholz hat aber die Eigenart, sich in dieser Richtung etwas zu verziehen. Dadurch hat sich die Platte leicht nach innen "verbogen". Daher lieber die Platte hochkant verbauen, dann trägt sie die Last besser ab.


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