Pikler-Dreieck - ein Klettergerüst für Kleinkinder

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Pikler-Dreieck - ein Klettergerüst für Kleinkinder
Pikler-Dreieck - ein Klettergerüst für Kleinkinder
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    80 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Unser Enkelkind war nun soweit, dass es von der Horizontalen in die Vertikale wollte. Somit hat meine Frau als Kleinkindpädagogin ein Pikler-Dreieck in Auftrag gegeben, welches umgehend bei den ersten Aufstehversuchen unterstützen sollte. Emilie „Emmi“ Pikler ging im 20. Jahrhundert neue Wege in der Kleinkindpädagogik und beschäftigte sich u. a. mit Bewegungsentwicklung. Eins der bekannten Hilfsmittel hierzu ist das Kletterdreieck, welches von den ersten Aufstehversuchen bis zum Übersteigen Anreize bietet, aber z. B. auch als Höhle geeignet ist.

Bei der Vorbereitung zu diesem Projekt habe ich mir diverse DIY-Projekte angeschaut. So gibt es Sprossenabstände von 110 bis 170 mm und natürlich unterschiedliche Höhen. Wir haben uns für 110 mm Abstand bei 8 Sprossen entschieden, was eine Schenkellänge von 920 mm ergibt. Es wird einerseits dem Alter gerecht und findet zudem aber Interesse bis zum 6. Lebensjahr.

Letztlich kam der Beitrag von Alina und Steffen unserer Idee bezüglich Größe am nächsten und ich habe es den Vorstellungen, verfügbaren Material und Möglichkeiten entsprechend angepasst. Danke für die tolle Anleitung:
https://wanderlustbaby.de/pikler-dreieck-diy-kletterdreieck/

Du brauchst

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Werkzeuge
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Materialliste
  • 2 x Leimbinder | Holz, gehobelt (2,5 m x 8 cm x 4 cm)
  • 15 x Buchenrundstab (25 mm x 80 cm (Liefermaß 100))
  • 6 x Senkkopfschraube (Torx 4,5 x 45)
  • 2 x Sterngriffschraube (M8 x 36)
  • 2 x Senkkopfschraube (Torx M8 x 35)
  • 6 x Einschraubmuffen (M8 x 17)
  • Multiplexplatte | Birke 18 mm (ca. 30 cm x 60 cm)
  • Holzleim
  • Holzsiegel seidenglänzend

Los geht's - Schritt für Schritt

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Konstruktion

Wange lang (für feststehenden Schenkel)
Wange kurz (für beweglichen Schenkel)
Verbindungsdreieck
Pikler-Dreieck CAD

Die gesammelten Ideen wurden zunächst in FreeCAD skizziert und die Maße den Vorstellungen als auch dem Materialangebot von Baumarkt, Internetshops und Keller-Bestand angepasst.

Das Resultat sind drei Zeichnungen für
- 2 identische lange Wangen, die mit 8 Sprossen verbunden werden,
- 2 identische kurze Wangen, die mit 7 Sprossen verbunden werden,
- 2 spiegelbildliche Verbindungsdreiecke,
wobei sich das Spiegelbildliche auf die Senkungen beschränkt, die einmal von der anderen Seite zu machen sind.

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Wangen zuschneiden

Maße für kurze und lange Wangen anzeichen
und mit Kappsäge zuschneiden

Auf den beiden 2,5 m langen Leimholzbindern 80 x 40 mm werden zunächst jeweils die Länge einer langen und kurzen Wange angezeichnet.
Da diese später abgerundet werden, erhalten sie beidseitig einen Zuschlag von 1 cm. Somit ergeben sich Längen von 940 mm und 830 mm.

Mit der Kappsäge werden diese 4 Wangen abgeschnitten.

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Länge der Wangen und Sacklöcher anzeichnen

Wangenlänge in etwa mittig anzeichen, sodass beidseitig Rand für die Bearbeitung der Rundung bleibt.
Maße auf alle Wangen mit Anschlagwinkel übertragen
Der seitliche Abstand 40 mm lässt sich leicht mit der Lochreihe eines Universalwinkels anzeichnen
Länge und Löcher auf allen 4 Wangen angezeichnet

Auf einer langen Wange wird zuerst die Länge (920 mm) so angezeichnet, dass beidseitig in etwa ein gleichgroßer Rand bleibt.

In diese Wangenlängen werden dann die Sackloch-Abstände (110 mm) für die Sprossenlöcher eingemessen.

Die Maße werden mithilfe eines Anschlagwinkels auf die anderen 3 Hölzer übertragen und noch die Länge (810 mm) der beiden kurzen Wangen angezeichnet.

Der seitliche Abstand der Sacklöcher lässt sich schnell mit der Lochreihe eines Universal-Anschlagwinkels anzeichnen.

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40 mm Radiusschablone herstellen

Wangenbreite (80 mm) auf Schablone übertragen
Mittelpunkt des Halbkreis anzeichnen
Halbkreis (40 mm-Radius) mit Zirkel anzeichnen
Paralellanschlag der Tischkreissäge auf Breite der Wangen einstellen
Schablone auf Wangenbreite sägen
Mit der Stichsäge wird die Rundung grob herausgearbeitet
Mit Schleifmaschine auf angezeichneten Radius angleichen
Feinschliff mit Sandpapier von Hand

Für die Anfertigung der Halbkreisschablone zur Abrundung der Wangen habe ich ein Reststück Laminat gefunden.

Hierauf wird die Wangenbreite (80 mm) übertragen und der Halbkreismittelpunkt eingemessen. Ein Zirkel schlägt den Halbkreis.

Auf der Tischkreissäge dient wieder eine Wange dazu den Parallelanschlag auf die Schnittbreite einzurichten. Die Schablone wird nun auf diese Breite gesägt.

Mit der Stichsäge wird der Halbkreis grob herausgeschnitten und mit einer Schleifmaschine an den Zirkelstrich herangearbeitet. Der abschließende Feinschliff erfolgt von Hand, indem Sandpapier über die Rundung gezogen wird.

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Wangen mit Abrundungen versehen

Schablone am angezeichneten Wangenende anlegen und Halbkreis übertragen
Rundung grob mit Tischkreissäge herausarbeiten
Schablone mit doppelseitigem Klebeband am skizzierten Halbkreis aufkleben
Die Oberfräse kopiert mit einem Bündigfräser die Kontur auf das Wangenende
Die Rundung ist nun entsprechend der Arbeitslänge des Fräsers übertragen
Der Bündigfräser mit Kugellager oben wird getauscht gegen einen Fräser mit Kugellager unten
Der Bündigfräser fährt jetzt entlang der bereits gefrästen Rundung auf der unten liegenden Seite der gedrehten Wange
Die Rundung ist vollständig

Die Halbkreisschablone wird am angezeichneten Wangenende anlegt und der Halbkreis übertragen.

Die Tischkreissäge arbeitet die Rundung grob heraus. Dabei ist unbedingt auf min. 12 cm Sicherheitsabstand zwischen Hand und Sägeblatt zu achten!

Die Schablone mit doppelseitigem Klebeband am skizierten Halbkreis aufkleben. Ein Bündigfräser in der Oberfräse kopiert jetzt den Radius auf das Wangenende. Hierbei läuft das oben am Fräserschaft liegende Kugellager entlang der Schablonenkontur .

Da die Frästiefe auf die Arbeitslänge des Fräsers begrenzt ist, wird getauscht gegen einen Fräser mit Kugellager unten. Der Bündigfräser fährt jetzt entlang der bereits gefrästen Rundung auf der unten liegenden Seite der gedrehten Wange.

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Sacklöcher für Sprossen bohren

Passend zum Sprossendurchmesser wird ein 25 mm Forstnerbohrer ausgewählt
Die Zentrierspitze des Bohrers wird soweit in die Wange getrieben, bis die Schneiden aufliegen. Das Tiefenmaß der Bohrmaschine wird auf Null gestellt.
Der Linienlaser hilft beim Anvisieren der Lochmarkierung
Das erste Loch wird bis zur 20 mm Marke des Tiefenmaßes gebohrt und nach der Kontrolle wird der Tiefenanschlag hierauf festgesetzt.
Sacklöcher fertig gebohrt

Die Sacklöcher für die Sprossen werden mit einem 25 mm Forstnerbohrer auf der Tischbohrmaschine gebohrt.

Hierzu wird das Tiefenmaß bei Auflage des Bohrers auf Nullstellung justiert. Anschließend erfolgt eine erste Bohrung auf 20 mm. Nach der Kontrolle dieser Bohrung wird der Tiefenanschlag festgesetzt und die 4 Wangen können mit Sacklöchern versehen werden.

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Wangen fasen, abrunden und schleifen

In die Oberfräse wird der 25°-Fasefräser eingespannt
Die Sacklöcher erhalten eine Fase für die Optik, aber auch damit die Sprossen leichter einzuführen sind.
Fertiges Sackloch mit Fase
Es folgt der 3 mm-Radiusfräser
Die Wangen erhalten umlaufend gerundete Kanten
Wange komplett gebohrt und gefräst
Oberflächenschliff mit 180er Körnung auf dem Exzenterschleifer
Auch die Radien der Wangenstirnseiten werden paarweise geschliffen

Mit der Oberfräse und einem 25°-Fasefräser erhalten die Sacklöcher eine Fase. Dies dient nicht nur der Schönheit sondern erleichtert auch das Einführen der Sprossen.

Mit dem 3 mm-Radiusfräser erhalten die Wangen schließlich umlaufend gerundete Kanten.

Der Oberflächenschliff erfolgt mit 180er Körnung auf dem Exzenterschleifer. Hierzu werden alle Wangen nebeneinander auf den Arbeitstisch gespannt. Lange und kurze Wangen werden paarweise an den Stirnseitenradien geschliffen.

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Sprossen ablängen

Ein Holzstück mit Klemme fixiert bildet den Anschlag.
Kürzen der Buchenrundstäbe mit der Kappsäge
Die Sprossen werden mit Sandpapier nachgearbeitet
Kontrolle: alle Sprossen gleich lang

Die Buchenrundstäbe werden mit der Kappsäge auf 800 mm gekürzt.

Da die Rundstäbe einheitlich mit 100,0 cm geliefert wurden, kann einfach die abzuschneidende Länge eingemessen werden. Ein Holzstück mit der Klemme fixiert bildet dazu den Anschlag, da der herausklappbare anschlag der Säge das Maß nicht abdeckt. Das Kürzen der Buchenrundstäbe geht dann schnell vonstatten.

Die Schnittkanten der Sprossen erhalten einen Feinschliff mit Sandpapier.

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Schenkel montieren

Sachlöcher mit Leim versehen
Sprossen in eine Wangenseite eingetrieben
Sprossen in die zweite Wange einfädeln
Eintreiben der Sprossen mit Hammer und Holzklotz
Prüfen der Eintauchtiefe der Sprossen
Prüfen der Wangen-Parallelität
Nachjustierten der Wangen-Parallelität
Beide Schenkel fertig montiert

Nun geht es an den Zusammenbau der beiden Dreiecksschenkel.

Um die Eintauchtiefe der Sprossen in die Sacklöcher der Wangen prüfen zu können, werden einige Stäbe mit einem Bleifstiftstrich bei 20 mm beidseitig markiert.

Die Sacklochwände werden mit Holzleim bestrichen und die Sprossen in diese eingeführt, ggf. unter Zuhilfenahme eines Gummi- oder Holzhammers. Zu schwer sollte das jedoch nicht gehen, da ansonsten kein Leim zwischen Rundstab und Wange verbleibt.

Sind alle Sprossen drin, werden diese in die zweite Wange eingefädelt. Mit Hammer und Holzklotz wird nun nachgetrieben, bis in etwa die zuvor angbrachte Markierung auf den Sprossen erreicht wird. Hierbei beachten, dass durch ungleiche Sacklochtiefen, Sprossenlängen und eingeschobener Leim die Tiefe ggf. nicht ganz erreicht werden kann.

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Kontur 1. Verbindungsdreieck herstellen

Zuschnitt der Platte für die Dreiecke
Ein Dreieck ist aufgezeichnet
Grober Zuschnitt eines Dreiecks
Ecken werden grob verrundet
Die Dreiecksseiten werden auf Maß gesägt
Radiusschablone wird aufgeklebt
Mit Büdigfräser Radien anfertigen
Feinschliff der Kontur

Aus 18 mm Multiplex wird ein passendes Stück für die beiden Dreiecke herausgesägt.

Auf dieser Platte wird zunächst die Kontur eines Dreiecks mit den abgerundeten Ecken aufgezeichnet. Es folgen die drei Bohrungen für die Schraubbefestigung auf dem langen Schenkel und die drei Bohrungen für Drehachse des kurzen Schenkels und die beiden Positionen der Feststellschraube (Sterngriff).

Nun wird das Dreieck mit der Stichsäge grob zugeschnitten. Der exakte Zuschnitt der Dreiecksschenkel erfolgt auf der Tischkreissäge.

Die für die Wangen benutze Radiusschablone wird hier ebenfalls aufgeklebt, um mit dem Bündigfräser den Radius zu kopieren.

Mit dem Exzenterschleifer erfolgt der abschließende Feinschliff der Kontur.

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Kontur 2. Verbindungsdreieck herstellen

Übertragen der fertigen Kontur auf die Platte
Grober Zuschnitt auf der Tischkreissäge
Drei Streifen doppelseitiges Klebeband anbringen
Platten zusammenpressen
Fräsen des zweiten Dreieckes nach der Kontur des ersten
Nachschleifen beider Dreiecke

Die fertige Kontur des ersten Verbindungsdreiecks wird nun auf das Material fürs zweite mit Bleistift übertragen.

Auf der Tischkreissäge erfolgt der grobe Zuschnitt mit einem Überstand > 5 mm.

Mit drei kleinen Streifen doppelseitigem Klebeband wird die erste Verbindungsplatte mit der fertigen Kontur so aufgeklebt, dass das zweite Dreieck in etwa einen möglichst gleichen Überstand an allen Seiten hat.

Der Bündigfräser in der Oberfräse kopiert nun die Kontur auf das zweite Dreieck.

Abschließend kann der Schleifer ggf. leichte Spuren beseitigen.

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Verbindungsdreiecke fertigstellen

Die Kanten der Verbindungsdreiecke werden umlaufend gefräst
Hier ist die letzte Ecke noch nicht gefräst
Die fixierten Platten werden gemeinsam gebohrt
Senken mit dem Bohrsenker
Oberflächen schleifen mit 180er Scheibe
Beide Verbindungsdreiecke fertig

Wie die Wangen erhalten auch die Kanten der beiden Verbindungsdreiecke umlaufend eine 3 mm-Abrundung mit dem Fräser.

Beide Platten werden nun wieder ausgerichtet und mit Zwingen fixiert, um anschließend die Bohrungen deckungsgleich zu erhalten.

Auf der Tischbohrmaschine bekommen die beiden Dreiecke mit einem 4 mm Holzbohrer die drei Schraubenlöcher und mit einem 8 mm Holzbohrer die drei Löcher für Drehachse und Feststellschraube.

Beide Platten werden nun wieder getrennt. Ein Senkbohrer entgratet die Löcher und schafft die jeweils 3 Senkungen für die Schrauben. Bei diesem Schritt ist darauf zu achten, dass beide Platten die Senkungen von verschiedenen Seiten erhalten!

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Verbindungsdreiecke montieren

Leim auftragen
Platte leicht fixieren und mit Anschlagwinkel ausrichten
Schrauben eindrehen, dabei nochmal kontrollieren
Nach dem Einschrauben Zwingen festziehen und Schrauben nachziehen
Ausquellenden Leim entfernen
Stellprobe nachdem beide Dreiecke montiert sind
Position für Einschraubmuffe wird angezeichnet
Bohrtiefe mit Klebeband markiert
Bohren mit Bohrhilfe
Ansenken für Einschraubmuffe
Muffe einschrauben
In Drehachse verschraubten Schenkel mit Anschlagwinkel ausrichten
8 mm Bohrung von Dreieck auf Wange übertagen ...
... und auf 10 mm aufbohren, anschließend senken und Muffe einschrauben.
Kontrolle der Position "aufgeklappt"
Kontrolle der Position "zusammengeklappt"

Auf der langen Wange wird im Bereich des Verbindungsdreiecks Leim aufgetragen und verteilt. Das Dreieck wird aufgelegt und drei Senkkopfschrauben 4,5 x 45 mm in die Platte eingesteckt. Zwingen fixieren das Dreieck leicht und der Anschlagwinkel hilft bei dessen Ausrichtung zur Wange. Einseitig wird nun eine Schraube eingedreht, die Ausrichtung nochmals kontrolliert und dann alle Schrauben eingeschraubt. Nach dem Anpressen der Zwingen werden die Schrauben nachgezogen und ausquellender Leim abgewischt.

Mit dem zweiten Verbindungsdreieck wird auf der anderen Wange des langen Schenkels genauso verfahren.

Jetzt wird die Position der Einschraubmuffe auf der Wange des kurzen Schenkels angezeichnet. Sie liegt bei dieser Konstruktion genau in Achse der obersten Sprosse. Auf dem 10 mm Holzbohrer wird die Bohrtiefe mit Klebeband markiert und dann mit Bohrhilfe gebohrt. Wer hat wird vielleicht einen mobilen Bohrständer benutzen. Es bietet sich auch an, das Loch vor der Sprossenmontage auf der Tischbohrmaschine zu bohren. Passend zur Einschraubmuffe wird das Loch nun angesenkt und die Muffe eingeschraubt.

Ist das auf beiden Seiten geschehen, können kurzer und langer Schenkel mit einer M8-Schraube verbunden werden. Die provisorische Sechskantschraube wird später durch eine Senkschraube ersetzt, die dann mit etwas Schraubensicherungsmittel eingedreht wird.

Als letzter Montageschritt wird noch das 8 mm Loch für den Sterngriff vom Verbindungsdreieck auf den Schenkel übertragen. Hierzu werden Wange und Dreieck wieder mit dem Anlegewinkel ausgerichtet. Mit der Spitze des 8er Holzbohrers wird in die Wange eingestochen bzw. diese angebohrt. Nun wird wieder mit dem zur Einschraubmuffe passenden 10er Bohrer und Bohrhilfe das Loch gebohrt, angesenkt und die Muffe eingeschraubt.

Nachdem auch die Muffe in der anderen Wange eingeschraubt ist, kann die Stellprobe in der aufgeklappten und zusammengeklappten Stellung gemacht werden.

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Kletterdreick finishen

Kletterdreieck nach 2-maligem Anstrich

Nach punktueller Nacharbeit mit Schleifpapier von Hand wurde der Staub von beiden Klettergerüsthälften entfernt, der Arbeitsplatz ebenfalls gereinigt und mit Zeitungspapier ausgelegt. Um alle Teile in einem Durchgang allseitig streichen zu können, wurden sie mit Draht zwischen Leitern und Schraubstock aufgehängt.

Für den zweifachen Anstrich habe ich Holzsiegel seidenglänzend gewählt, welcher für Kinderspielzeug geeignet ist. Die Farbe wurde mit Lasurpinsel und Schaumrolle aufgetragen. Vor dem zweiten Durchgang erfolgte ein leichter Zwischenschliff.

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Fazit

Bisher habe ich bei keinem Projekt Bündigfräser so intensiv eingesetzt. Mit einer guten Schablone lässt sich leicht eine exakte Kopie herstellen. Auch das Übertagen der Abrundung in zwei Schritten von Schablone auf die eine Wangenhälfte (Bündigfräser Kugellager oben) und von einer Wangenhälfte auf die andere (Bündigfräser Kugellager unten) war "easy". Diese zweistufige Fräsung ergab die 40 mm hohe Rundung der Wangen.


18 mm Multiplex mit der Stichsäge zu schneiden macht nicht wirklich Spaß! Da half auch die Führungsschiene nichts. Weder war die Schnittleistung zufriedenstellend noch war der Schnitt exakt genug. Was überraschend gut funktionierte war der "Begradigungsschnitt" des Verbindungsdreiecks mit der Tischkreissäge. Die angezeichnete Schnittlinie wurde mit dem Winkelanschlag parallel zum Sägeblatt ausgerichtet und in kleinen Schritten an diese "herangesägt".

Zu guter Letzt suche ich jetzt ein Projekt, in dem man die 15 Reststücke der Buchenrundstäbe Ø 25 mm, knapp 20 cm lang verwerten kann! ;-)

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Tipps für den Nachbau

Enkelkind bei der Erprobung

Wenn du dich zum Bau eines Kletterdreiecks entscheidest, wirst du vielleicht andere Maße oder Sprossenzahl wählen. Bei der Konstruktion nach der hier vorgestellten Bauart kann folgender Ansatz hilfreich sein:
  • Der lange Schenkel ist einen Sprossenabstand länger als der kurze.
  • Das Verbindungsdreieck nimmt dieses Sprossen-Maß auf, alle Bohrungen sind in diesem Abstand gesetzt und liegen jeweils in der Längsachse der Sprossen.
    Hieraus ergibt sich auch der gleiche Abstand von oberster Sprosse kurzer Schenkel (Drehachse) zur obersten Sprosse langer Schenkel.
    Da die Abstände der drei 8 mm-Löcher für Drehachse und Sterngriffschraube ebenfalls ein gleichschenkliges Dreieck mit diesem Maß bilden, passt die Sterngriffschraube "automatisch" in Position aufgeklappt und zusammengeklappt.
  • Bei abweichenden Wangenmaßen ist zu prüfen, ob die Bohrung zum Feststellen in Position "zusammengeklappt" passt oder die Wangen vorher zusammenstoßen.
Steht keine Oberfräse zur Verfügung, kann die Bearbeitungen der Kanten, insbesondere der 40 mm-Radien, auch mit anderen Werkzeugen erfolgen - ggf. in vereinfachter Ausführung. Den Schwierigkeitsgrad könnte das deutlich herabsetzen, den Kletterspaß aber sicherlich nicht mindern!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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