Pergola/ Terrassenüberdachung

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Terrassenüberdachung
Mit Zierfräsungen
Mit Zierfräsungen
Ohne Überdachung
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    1600 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Alles fing damit an, dass wir zum Kaffee und Kuchen bei Bekannten in unserem Ort eingeladen worden sind und gemütlich unter einem Walnussbaum im Schatten gesessen haben. Meine Frau und ich waren uns einig, das wollen wir auch! Unsere Terrasse ist eigentlich ganz schön, allerdings knallt im Sommer den ganzen Tag dort die Sonne rauf und man hält es nicht wirklich aus. Wir wollten Zuhause auch im Schatten sitzen aber einen Baum konnten wir leider aufgrund einer Hochspannungsleitung über unseren Garten nicht pflanzen bzw. wo es möglich war, war es nicht wirklich sinnvoll.
Also entschieden wir uns für eine Pergola, welche die Option für eine Terrassenüberdachung beinhalten sollte, welche eigentlich aus Kostengründen erst in ein bis zwei Jahren in Betracht gezogen werden sollte.

Doch der Kleinanzeigenmarkt machte es möglich und wir kauften günstig eine 5 x 4 Meter große Pergola aus Holz.....Günstig?..... ja schon.......aber ne Menge Arbeit und zum Schluss hieß es, "ach was sollst jetzt das Dach auch noch".

Diese Beschreibung ist mal wieder sehr Ausführlich, soll aber auch als Hilfe/ Anleitung dienen. Zu den Mengen an Fotos sei gesagt, " Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" in der Kombi ist es, so finde ich aber noch besser. ;o)

Die Kosten sind so ca. 1600 Euro welche sich wie folgt zusammen setzten:

Alte Leimbinder + Sonnenschutz 210,- Euro
Die vier gekauften Leimbinder 280,- Euro
Das Material für die Überdachung (Doppelstegplatten, Profile und Zubehör dafür) 860,- Euro
Der Rest (250 Euro) ist für Kleinmaterial wie Tellerkopfschrauben,Pfostenträger, Gewindestangen, Bolzen, Beton, VA-Haken, Farbe usw. drauf gegangen.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Beschaffung

Alte Balken

Die Pergola haben wir über den Kleinanzeigenmarkt gekauft Sie war schon mehrere Jahre verbaut gewesen und wurde inklusive Sonnenschutzes bereits abgebaut verkauft. Da zwei von den Leimbindern sehr moderig waren und der Lack sich überall löste oder rissig war, haben wir die Leimbinder bestehend aus zwei Pfosten, 5 Sparren und zwei Pfetten recht günstig geschossen. Wir habe dann die fehlenden zwei Pfosten und Sparren beim hiesigen Holzhof gekauft. Aus den zwei beschädigten Sparren habe ich die besten Stücke rausgeschnitten und die Kopfbänder gefertigt.

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Alte Farbe von Balken entfernen

Alte Leimbinder
Mit Heißluftföhn und Abziehklinge alte Farbe entfernt
Stück für Stück
Ein langes Stück Arbeit
Die von Farbe entfernten Leimbinder plus die vier neuen.

Den alten Lack haben wir mit zwei Heißluftföhns und Abziehklingen entfernt. Hierfür wurden die Balken auf Böcke gelegt und der alte Lack mit den Föhn soweit erhitzt, bis er Blasen wirft, dann konnte er mit der Klinge ganz leicht abgezogen werden.Trotzdem dauerte das entfernen der Farbe mehrere Stunden.

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Leimbinder aufarbeiten

Dübel und Leim
Eingeleimter Dübel
Verschiedene Größen
2K Spachtelmasse
Risse und Lunken zu gespachtelt.
Gespachtelte Risse
Nach dem Spachteln geschliffen
Balken für Balken

Da die Leimbinder schon 10 Jahre verbaut gewesen waren und in den letzten Jahren nicht neu mit einem Schutzanstrich versehen worden sind, hatte die Zeit an Ihnen genagt. Zu den Schrauben und Bolzenlöchern sind noch diverse Witterungsrisse entstanden. Die Löcher wurden auf die nächstgrößere Holzdübelgröße aufgebohrt und dann, Holzdübel mit Wasserfesten Leim bündig eingebracht. Danach wurden die Risse und Lunken mit 2K-Spachtelmasse aus dem KFZ-Bereich in zwei Durchgängen bündig gespachtelt. Warum diese Spachtelmasse? Dieser ist günstig kann Temperaturschwankungen ab und haftet an fast allen Untergründen. Außerdem hatte ich noch genug davon liegen ;o)
Nach dem Spachteln wurden die Balken mit einem Exenterschleifer und 80 ` er Papier glattgeschliffen.

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Die zwei neuen Pfosten und Balken vorbereitet.

Mit HKS vor geschnitten
Erster Schnitt
Den Rest mit einer Japansäge geschnitten
Auflage für den Pfettenbalken
Winkel vom Gefälle an Balken gesägt.

Da die alte Pergola direkt am Haus montiert war und bei uns aber freistehend sein sollte, wurden zwei zusätzliche Pfosten benötigt. Da die Höhe von den zwei alten Pfosten vorgegeben war, habe ich diese gemessen und anhand des Gefälles/ Winkel den Höhenunterschied berechnet...... dachte ich...dazu später. Die beiden neuen Pfosten hatte ich bereits vom Holzhof auf die richtige Länge ablängen lassen. Somit brauchte ich nur noch die Auflage für den Pfettenbalken herstellen.
Hierfür habe ich mit der HKS vorgeschnitten und mit der Japansäge den letzten Steg ausgesägt. Die beiden Balken wurden am Ende mit dem gleichen Winkel versehen wie die anderen.

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Zierfräsungen

Abstandsbrett bzw. Anschlag
Auf beiden Seiten
Oberfräse mit Anschlag
Mittig von allen Seiten eine Hohlkehle gefräst.
Alle Kanten wurden mit einem 45° Fräser angephast.
Gefräste Kanten
Mit einem Konturfräser
Auf der Unterseite der Querbalken beidseitig eine Fräsung erstellt.
Langes Stück Arbeit
Scharfe Kanten mit Schleifpapier von Hand gebrochen.
Die vier Pfosten

"Einfach kann jeder" hatte wir uns gesagt, daher hatten wir uns entschieden die Pfosten und Balken mit Zierfräsungen zu versehen. Insgesamt waren es über 110 Meter Fräsungen. (Die armen Nachbarn ;o)
Hierfür habe ich jeweils am Ende der Pfosten und Balken ein Anschlagbrett mit einer Klemme befestigt. Der Anschlag sorgt dafür das die Fräsungen alle gleich lang werden. Danach habe ich bei den Pfosten mit Hilfe des Parallelanschlags der Oberfräse mittig auf allen Seiten der Pfosten eine Hohlkehle gefräst und danach die Kanten des Balkens mit einem 45° Fräser abgeflacht. Die Querbalken wurden mit einem Konturfräser mit Anlaufring auf der Unterseite gefräst, auch hier wurde als Anschlag ein Brettchen verwendet. Nach dem Fräsen wurden alle scharfen Kanten von Hand mit Schleifpapier gebrochen.


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Streichen und Lackieren

Alle Holzflächen wurden zweimal mit Iprägniergrund gestrichen
Dieser wurde mit einem Pinsel satt aufgebracht
Natürlich fing es an zu regnen, also ab in die Garage.
Als zwischenschicht wurde Holzisoliergrund aufgetragen.
Pfosten mit Isoliergrund.
Querbalken mit Isoliergrund
Zum Schluss zwei Schichten mit Wetterschutzlack

Die Pfosten und Balken wurden zweimal mit Holzimrägnierung und Pinsel satt gestrichen diese soll verhindern das Insekten und Fäule das Holz befallen. Danach wurde alles mit einem Isoliergrund und Pinsel gestrichen, welcher verhindern soll, das Flecken und Astlöcher durch die letzte Schicht durchschlagen. Zum Schluss wurde alles zweimal mit Wetterschutzschlack und Walze weiß gestrichen/ gerollt.

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Kopfbänder

Beste Stücke aus alten Balken gesägt.
Mit Metalsuchgerät auf Nägel und Schrauben kontrolliert.
Mit ADH auf 5 x 10 cm gehobelt.
Fertig gehobelt.
Bogen eingezeichnet
Mit Bandsäge
ausgesägt
Fertig gesägte Kopfbänder
Mit Abrundfräser Kanten abgerundet.
Gespachtelt, geschliffen...
und gestrichen

Wie schon Anfangs geschrieben waren zwei Querbalken an einigen Stellen beschädigt. Aus diesen Balken habe ich die besten Stücke rausgeschnitten und mit der ADH auf 5 x 10 cm runter gehobelt. Danach habe ich auf einer Längsseite einen Bogen 3 cm Tiefe angezeichnet und diesen mit der Bandsäge ausgeschnitten. Die Kanten wurden mit einem Abrundfräser am Frästisch abgerundet.
Mit einem Exenterschleifer wurde alles nochmal geschliffen, danach wie die Balken in mehreren Durchgängen gestrichen.

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Aufbau

Pfosten mit oberen Teil vom Pfostenträger
Pfostenträger zusammen geschraubt
Tellerkopfschrauben 6 x 180 mm
Löcher für Tellerkopfschrauben auf Pfette angezeichnet.
Auf Höhe eines jeden Querbalkens zwei Löcher vorgebohrt.
VA-Haken zur Befestigung des Sonnenschutzes
Tellerkopfschrauben von außen geschraubt.
Bolzenschraube von Pfosten
Festgeschraubter Pfostenträger
Pfostenende in Bohrloch gesteckt.

Zuerst habe ich die Verstellbaren Pfostenträger an die Pfosten unten mit 80 mm langen Sechskantschrauben montiert. Die Montageplatte hat ein Maß von 80 x 80 mm die Fußplatte, welche auf den Boden montiert wird, hat ein Maß von 100 x 100 mm. Danach wurde an den Pfetten links und rechts an den Positionen der Balken ein 50 mm VA-Haken geschraubt, woran später der Sonnenschutz montiert wird. Jetzt wurden die Pfosten mit Bolzen an die Pfetten montiert. für den weiteren Aufbau haben wir uns Hilfe aus der Familie und Nachbarschaft geholt die Posten mit den Pfetten wurden aufgestellt und festgehalten, dann wurden die Balken nach und nach hochgehalten und von mir mit den Tellerkopfschrauben durch die vorgebohrten Löcher an den Pfetten festgeschraubt. Ich muss sagen das 6 x 180 mm Schrauben schon eine Ansage sind und mächtig Widerstand leisten. Nach dem Festschrauben musste ich feststellen das die neuen hinteren Pfosten zu kurz berechnet waren, Ich weiß bis jetzt noch nicht wie das passieren konnte. Ergebnis war das gut 10 cm fehlten und somit die Konstruktion schief stand. ich entschied mich dafür die Bodenplatte von den vorderen Pfostenträgern zu entfernen und ein 25 mm Loch in die Terrassenplatten zu bohren so hatten wir gute 8 cm gewonnen und haben die fehlenden 2 cm an den hinteren Pfosten hochgedreht.
danach wurde nur die hinteren Pfosten mit den Terrassenplatten verschraubt. Da ja in den nächste zwei Jahren kein Dach geplant war..... dachte ich zumindest, war keine Gefahr von Anhebung durch Segelwirkung und Sturm gegeben.

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Sonnenschutz gereinigt und montiert.

Sonnenschutz über Nacht in Wasser mit Sodapulver eingeweicht.
Stahlseil in VH-Haken eingehängt...
und auf der anderen Seite gespannt.
Gespannter Sonnenschutz

Der Sonnenschutz ist bei der gebrauchten Pergola dabei gewesen, dieser war allerdings ziemlich verdreckt. Zuerst hatten wir versucht Ihn mit Spülwasser und einer Bürste zu reinigen, was wir ziemlich schnell aufgegeben haben. Danach probierten wir aus, eine Bahn in der Waschmaschine zu waschen, was auch keine wirklich gute Besserung ergab. Wir waren schon so weit neuen Stoff zu bestellen und neue Bahnen nähen zu lassen, als mir die Idee mit dem guten alten Sodapulver kam.

Also ein Paket für 98 Cent gekauft und im warmen Wasser in der Badewanne aufgelöst. Sonnenschutzbahnen rein und mit Leergutkisten beschwert und über Nacht eingeweicht. das Ergebnis war beeindruckend, Das Wasser war regelrecht dunkel geworden. Nachdem die Bahnen aus der Wanne genommen worden waren, haben wir Sie nochmal in die Waschmaschine geworfen und waren so weit zufrieden, so konnte man den Stoff nochmal ein paar Jahre verwenden. Die Bahnen sind so aufgebaut das in bestimmten Abständen Fünf Schlaufen quer eingenäht worden sind, in denen ein Rundstab eingeschoben ist, wo an den Enden eine Ösenschrauben eingedreht ist, durch diese dann ein 3mm Stahlseil durchgezogen ist. Dieses Seil wird in die VA-Haken an der vorderen Pfette eingehängt und an der anderen Pfette über die anderen Haken und einen Seilspanner gespannt. Durch die Rundstäbe und den Durchhängenden Stoff entstehen dann vier gleichmäßige Bögen im Stoff welche richtig gut aussehen.

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Kopfbänder montieren

Kopfband angehalten und angezeichnet.
Mit der HKS passend gesägt
und mit Montageschrauben an Pfette und Pfosten montiert.
Schraublöcher mit Holzdübeln verschlossen.
Montiertes Kopfband von außen gesehen
Von innen gesehen.
Sieht irgendwie komisch aus mit nur einem Kopfband pro Pfosten.
Also nochmal vier angefertigt und montiert.
Besser!
Befestigung am Haus/ Dachunterstand

Damit alles stabil wird habe ich die vorbereiteten Kopfbänder angehalten, den passenden Winkel angezeichnet und mit der HKS zugesägt. Danach wurden die Kopfbänder mit 6 x 100 mm Montageschrauben an der Pfette und den Pfosten festgeschraubt. Die Schrauben wurden versenkt und die Löcher mit Holzdübel verschlossen welche bündig gesägt wurden und danach wieder weiß gestrichen wurden.
Nachdem die vier Kopfbänder montiert waren, entschlossen wir uns noch vier weitere anzufertigen und auf den andren Seiten der Pfosten zu montieren, da es ohne irgendwie nicht fertig aussah.
Leider war die Pergola durch die vorderen nur gesteckten Pfosten immer noch etwas wackelig und hatte meines Erachten noch zu viel Spiel zur Regenrinne vom Haus. Daher habe ich im oberen Bereich eine Verbindung zum Haus mit Konstruktionsholz geschaffen und diese am Dachunterstand und Pfosten verschraubt. Jetzt war alles bombenfest.

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Abdeckhülsen für die Pfostenträger bauen

Pfostenträger ziemlich häßlich so
Gewindestangen mit Rostschutzfarbe bemalt.
Zwei Klötze von einem Balken passend abgesägt.
Mitte gekennzeichnet
Mit einem 35 mm Forstnerbohrer von beiden Seiten durchgebohrt.
35 mm Loch
Klötze geschliffen und Kanten gebrochen.
Mit einem 20 mm Forstnerbohrer Aussparung vorgebohrt.
Mit dem Stecheisen Rest raus gestochen.
Aussparung für Halteplatte und Sechskantschraube.
Mit der Bandsäge den Klotz mittig aufgetrennt.
Alles wie gewohnt gestrichen.
Befestigungslöcher vorgebohrt und gesenkt.
Fuß mit Gummi umwickelt und fixiert.
Hülse rum gelegt mit einer Klemme zusammen gedrückt.
Und mit VA-Schrauben verschraubt.
Mit Silikon und Abdeckkappen...
Schrauben abgedeckt
Pfosten mit Abdeckhülse
Von weiten.

Die beiden Pfostenträger von den hinteren Balken waren auf Ihr maximum raus gedreht und somit 16 cm hoch, was wie wir fanden recht merkwürdig aussah. Also entschied ich mich eine Art Hülsen aus einem Holzklotze zu bauen. Dafür wurde aus einem Balken zwei 14 cm lange Stücke gesägt und mittig mit einem 35 mm Forstnerbohrer von beiden Seiten ein Durchgängiges Loch gebohrt. Auf einer Seite wurde dann mit einem 20 mm Forstnerbohrer eine Aussparung vorgebohrt, welche mit einem Stecheisen frei gemacht wurde. Danach wurde der Klotz geschliffen und längs mit der Bandsäge getrennt und gestrichen. für die Verschraubung der beiden Hälften wurden Löcher vorgebohrt und gesenkt.

Die Hülse wurde über den mit Gummi umwickelten Mittelteil des Pfostenträger gesteckt und dann miteinander mit VA-Schrauben verschraubt. Die Schraubenköpfe wurden mit weißen Kappen abgedeckt. Ich fand das Ergebnis war eindeutig besser als vorher.

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Ach was sollst doch noch ein Dach......Also Punktfundamente nachträglich einbringen

Platten neben den Pfosten entfernen.
Konstruktion mit Drehsteifen abstützen.
Unter Pfostenplatte Loch graben...
Gewindeanker mit Unterlegscheibe
Unteren Teil vom Pfostenträger aufschrauben Gewindestangen befestigen...
Estrichbeton anmischen...
Loch mit Estrichbeton verfüllen.
Rest mit Splitt aufgefüllt und Platten wieder verlegt.
Bei den hinteren Pfosten bleibt die Fußplatte oberhalb.

Wie schon erwähnt war eigentlich keine Bedachung geplant, aber nach dem Rechnen mit dem spitzen Bleistift, wurde entschieden, wenn nicht jetzt wann dann. Also mussten nachträglich für die Stabilität Punktfundamente gesetzt werden, da die Pfosten wegen den montierten Kopfbändern nicht mehr entfernt werden konnten, musste ich die Pfosten quasi von der Seite aus untergraben. Als Verbinder zwischen Pfostenträger und Fundament, habe ich M10 Gewindestangen genommen und am unteren Drittel jeweils eine große Unterlegscheibe mit Muttern gekontert, welche später einen festen Halt im Beton sichert. Das obere Ende wurde mit selbstsicheren Muttern an der Fußplatte vom Pfostenträger geschraubt. Bei den vorderen Pfosten sitzt die Fußplatte unter den Terrassenplatten und bei den hinteren Pfosten auf den Terrassenplatten. Im Nachhinein war das setzten der Punktfundamente leichter als vorher befürchtet.

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Überstehende Ecke an Pfette abgehobelt

Beim Zusammenbau nicht nachgedacht.
Ein Spalt von gut 50 cm Länge.
Mit E-Hobel die...
...Pfette gehobelt,...
...dabei Pfosten beschädigt.
Mit HKS ein Stk. von Pfosten gekürzt.
Mit Oberfräse...
...Bruchstelle und...
...Kante von Pfette abgerundet.

Solange wir vorhatten kein Dach auf die Pergola zu setzten, war es kein Problem, aber als wir entschieden jetzt doch, fiel mir auf das an der vorderen Pfette eine Kante durch die obere linke Ecke war. Wenn auf die Balken das Profil festgeschraubt wird, würde dort ein ca.50 cm Spalt entstehen, wo dann die Gefahr bestehen würde das sich das Profil verziehen kann wenn es festgeschraubt wird. Also musste Nachträglich die 5 Meter lange Pfette abgehobelt werden....JuHu...ich freu mich.

Zuerst habe ich die überstehende Ecke angezeichnet und dann den Elektrohobel angesetzt. Leider hatte ich nicht an die oberen Kanten von den Pfosten gedacht und es brach ein Stück an den Rändern raus. Damit beim nächsten Hobelgang nicht noch mehr Schaden entsteht, habe ich die Pfosten am oberen Ende mit der HKS etwas eingekürzt. Jetzt konnte ich die Pfette an die Balken/ Sparren angleichen. Zum Schluss habe ich dann mit der Oberfräse und einem Abrundfräser die Kanten abgerundet und alles wieder mal nach gestrichen.


14 16

Dach aus Doppelstegplatten montieren

Untere Seitenprofil
Auf ersten Balken oben drauf geschraubt
Aufgeschraubtes untere Mittelprofil
Verschraubung mit 4,8 x 35 mm VA-Schrauben.
1.1 cm an den Enden der Doppelstegplatten angezeichnet
und mit diffusionsoffenen Klebeband abgeklebt andere Seite mit Aluband!
Abschlussprofile mit Seife als Gleitmittel und Schonhammer angebracht.
Unteres Abschlussprofil mit Tropfnase
Deckel/ obere Profil
Aufgelegter Deckel, links die Doppelstegplatte
Fest geschraubter Deckel
Abschlusswinkel auf Dachseite von oben verschraubt.
Abschlusswinkel Gartenseite von unten verschraubt.
Dach von oben gesehen.
Dach von unten gesehen.
Ich bei der Montage auf dem Dach
Ich bei der Montage auf dem Dach
Mit Silikon den Anschluss von Abschlussprfil ...
abgedichtet.

Das Material haben wir im Netz bei einem Internethandel für Überdachungen bestellt. Die telefonische Beratung war super und kompetent, leider war die logistische Seite eine volle Katastrophe. Bei dem ersten Versuch (Ein Tag Urlaub genommen) kam der Transporter vier Stunden zu spät also erst um 14 Uhr anstatt zwischen 8 - 10 Uhr. Was noch entschuldbar war, allerdings waren alle Stegplatten beschädigt, die Profile nur 4 Meter anstatt 4,5 und die Abschussprofile waren auch falsch...kotz...reg auf wie ein HB-Männchen. Eigentlich passte nur das Kleinmaterial. Beim zweiten Liefertermin wurden zwei mögliche Tage angegeben (Weitere zwei Tage Urlaub....grrrrr). Diesmal war zum Glück des Händlers aber alles richtig und heil angekommen.

Die Montage erwies sich bis auf eine Ausnahme recht einfach und erfolgte folgender Maßen:

Die Unterprofile wurden mit 4,8 x 35 mm VA-Schrauben alle 30 cm im Zick-zack-Muster auf die Oberseite der Balken geschraubt.

Die Doppelstegplatten wurden am Anfang mit Aluklebeband abgeklebt und am Ende mit Diffusionsoffenen Klebeband verschlossen. danach wurden Abschlussprofile mit Hilfe von Seife als Gleitmittel und einem Schonhammer aufgeschlagen......

Das war eine Schweinearbeit und echt die Pest!

Man hatte immer Angst das die Platte dabei Schaden nimmt.

Danach wird die Doppelstegplatten zwischen die Sparren auf die Unterprofile gelegt und mit dem Deckel und selbstschneidenen Sechskant-Spenglerschrauben alle 30 cm mittig verschraubt. Da die Stegplatten nicht begehbar sind, wird zwischen den Balken auf die Profile dicke Bretter gelegt damit man nicht durchbricht und man sich auf dem Dach bewegen kann. So kann man dann von oben alle Platten mit dem oberen Deckel/ Klemmprofil festschrauben. An den Enden der Befestigungsprofilen wurden dann noch Abschlusswinkel montiert, damit die Abschlüsse optisch gut aussehen und weniger Wasser reinlaufen kann.

15 16

Was alles schief laufen kann und ein paar Tips.

Fehlfräsung
Fehlfräsung
Altlasten Mehrarbeit durch Verbinder setzten
Kante von Pfette die stört
Nacharbeiten von Absplitterung
Rostflecken wegen Geiz

Auch bei diesem Projekt sind Missgeschicke passiert, welche ich Euch nicht vorenthalten möchte.

Das schlimmste war das Verrechnen der Höhe der Balken, warum auch immer es fehlten gute 10 cm.

Dann nimmt Euch Zeit beim Fräsen, wenn es so viele Meter sind, wie bei uns, wird man unachtsam und es kann böse Enden oder wie bei uns, dass man abrutscht und die Fräsung unschön wird.

Gebt der Maschine eine Verschnaufpause, habe meine Parkside deswegen gehimmelt. Wobei die Maschine bei 8 Meter in einem Stück kaputt gegangen ist, mal als Vergleich, die kleine Makita hat gut 85 Meter gefräst, bevor Sie bedenklich warm wurde.

Kauft mehr Schrauben als benötigt, ist schon doof wenn man aus Geiz nochmal los muss ;o)

Auch nehmt anständige Bits, Ich musste wegen einem beschädigten Bit, eine 180 mm lange Tellerkopfschraube mit einer Zange wieder raus friemeln....Kotz.....

Natürlich stößt man auf Altlasten im Boden, weil man zu faul war, diese beim Bau der Terrasse zu entfernen. In diesem Fall ein alter Bordstein welcher im Bereich eines Punktfundaments in 30 cm Tiefe lag. Ich musste extra Verbindungsanker einbohren damit der Bordstein sich mit dem Fundament verbindet bzw. groß genug wird.

Verwendet keine alten Seilspanner und Ösenklemmen, hatte doppelte Arbeit da diese so stark gerostet haben, das ich Stellen neu streichen musste und alles nochmal abgenommen habe und in VA erneuert habe.

Was auch ätzend war, war das nachträgliche Hobeln der Pfette oder das Absplittern des Pfostens, lieber vorher daran denken, dass da eine Ecke hochsteht!

Und natürlich die üblichen verdächtigten, wie Abrutschen und Hände aufreißen, Kopf stoßen usw.

Trotzdem so fand ich, ist diesmal doch wenig danebengegangen, was vielleicht auch daran lag, dass das Material sehr teuer war und man deshalb vorsichtiger war.

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Fazit

Endlich fertig
Nicht zu klein...
...und auch nicht...
...zu groß.
Endlich auch bei Regen...
...und bei brütender Hitze draußen sitzen.

"Was lange wird, wird gut" sagt man,

meine Frau und ich fanden das der Bau dieser Pergola/ Überdachung sich elend lang hingezogen hatte und dies durch die Fehllieferung des Händlers noch mal länger dauerte.

Allerdings sind wir auch etwas stolz darauf das wir es mal wieder geschafft haben mit relativ wenig Geld und viel Mühe ein großes Projekt geschafft zu haben, welches wie wir finden sehr gut gelungen und nicht alltäglich ist.

Wir freuen uns jetzt schon auf viele hoffentlich schöne Stunden, die wir unter der Überdachung verbringen dürfen.

Wie immer freue ich mich auf Eure positiven Kommentare und konstruktive Kritik sowie Verbesserungsvorschläge.

Grüße aus dem Norden Euer Krusse



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