Pavillon im Scheunenlook

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Wer findet die Katze
Ein Platz zum chillen
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    600 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Da mir der Baumarkt - Pavillon im Garten noch nie richtig gefallen hat musste was ordentliches her. Auf ebay kleinanzeigen fand ich auch schon schnell einen Bauern der die Einzelteile einer Abriss Scheune anbot. gebrauchte Ziegel fanden sich auch schnell. Also ran an die Arbeit... 
... beinahe hätte ich die Baugenehmigung bzw. die Bauordnung vergessen. Bin mal aufs Amt um mich schlau zu machen. Man will ja keinen Ärger. Und da gehts auch schon los... die bayrische Bauordnung kann man sich auch im Internet zu gemüte führen, sofern kein Bebauungsplan besteht. Da die Bauordnung nur 15 Meter bebaute Grundstücksgrenze erlaubt (innerhalb 3 Meter zur Grenze) und die Garage schon 9 Meter misst (Dachfläche) bleiben mir nur noch 6 Meter für den Pavillon im Eck übrig, also 3x3 Meter. genehmigungsfreie Objekthöhe bis 3 Meter.
Anhand dieser Daten musste ich den ursprünglich größeren geplanten Pavillon bauen. Auch zu beachten ist die Die Dachneigung bei Biberschwänzen, mindestens 30°.

Die Größe 3x3 Meter hat einen weiteren Vorteil: Man bekommt die Balken für die Dachkonstruktion noch im Baumarkt. die Diagonalbalken sind fast 4 meter lang, das gibts gerade noch günstig im Hornbach. bei 3,5 x 3,5 müsste man schon ins Sägewerk.

Mir gefällt er sehr gut, als Dachfirst hätte ich lieber einen gemauerten genommen, aber die Neupreise des Firstes waren mit 200 Euro (ohne Befestigungsmaterial und Zement) zu teuer. Ein neuer Ziegel kostet 0,47 € und für so einen Firstziegel 8,30 €. Da stimmen die Relationen mal überhaupt nicht. und Abzocke wird nicht unterstützt, sogar ein Kupferfirst würde nur auf 150€ kommen. Um im Rahmen zu bleiben habe ich lackiertes Blech gewählt.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Handkreissäge
  • Akku-Schrauber
  • Hobel
  • Schlagbohrmaschine
  • Handsäge, Stemmeisen, Hammer, Winkel, Bleistift, Meter
  • Fliesenschneider
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Materialliste
  • 4 x Balken senkrecht | Abrissholz, handbehauene Kiefer (18x18x190)
  • 4 x Balken waagrecht oben | Abrissholz handbehauene Kiefer (18x18x288)
  • 8 x Balken für Querstrebe | Abrissholz handbehauene Kiefer (18x18x100cm)
  • ca.500 x Biberschwanz | Ziegel
  • 16 x Holznägel | Eichenholz (16x180)
  • 8 x Fundamentbeton | Beton (30 kg)
  • 4 x Pfostenanker | Stahl verzinkt (8x8x400 M24)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Fundamente setzen

Die Löcher haben einen Abstand von 2,70 m x 2,70 Meter, Durchmesser 30 cm am Boden etwas mehr. Tiefe 85 cm.

pro Loch kann man mit 60 kg Fundamentbeton rechnen. Ich habe Fundamentbeton mit Trass verwendet. Trasszement schützt vor Feuchtigkeit.

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Querstreben herstellen.

Für die Streben habe ich mir eine Schablone angefertigt, welche ich dann auf die Balken aufgeschraubt habe. Die Tauchtiefe der Handkreissäge habe ich immer so gewählt das in der Mitte ein Steg von 5 cm stehen blieb.

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Fügen der Einzelteile

Balken auf Länge schneiden
Balken in gewünschter Position auf den Boden legen, Nuten anzeichnen
Im Tauchschnitt Kontur ausarbeiten
die Enden aufbohren
lustiges Stemmeisenklopfen
fügen der Einzelteile
Balken Durchbohren, Querstrebe einstecken, Anzeichnen, 1mm nach links versetzt Bohren, so entseht zusätzliche Spannung.
erstes Segment fertig, das gleiche nochmal.

Bei diesem Arbeitsschritt ist möglichst genaues messen angesagt, auf möglichst ebener Fläche auflegen. Da wohl niemand einen so großen Winkel besitzt und das holz sehr unförmig ist hilft der alte Pytagoras. auf jedem Balken 1m von der inneren Ecke aus anzeichnen, eine gerade Latte mit 1,414 Meter ablängen, als Hypothenuse, und schon ist im Eck ein relativ genauer 90° Winkel. Da ich alleine bin habe ich diese Methode gewählt, Diagonal messen geht natürlich auch. Die Holznägel habe ich noch nicht eingetrieben. Die Spanngurte bleiben bis zum Aufrichten dran. Ach ja man sieht es kaum, die Stumpfen Enden wurden mit 30mm starken Dübeln fixiert, pro Ecke 2 Stück.

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Aufrichten der ersten Segmente.

Positionieren des Segments
Befestigungsloch bohren, Balken unterlegen das es beim Aufrichten schön hinenflutscht.
mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, immer Schritt für Schrit anheben, unterkeilen, verschnaufen, weitermachen. ist nicht ganz leicht das Gestell.
Sichern des Gestells, durch Dachlatten, genaues Ausrichten nach Sicht und Wasserwage. die unförmigen Balken variieren sehr in der Stärke.
Einpassen der Zwischenstücke. Ich habe das vorher gemacht, kann es aber nicht empfehlen, weil durch unterschiedliche Balkenstärke Ungenauigkeiten entstehen.
Naja, sicher ist sicher, sieht ja keiner ; )
Zur Sicherheit noch ein Blech aufnageln. Keine Schrauben! Nägel halten wesentlich mehr. Für Scherbelastung sind Schrauben nicht geeignet. Das Dach wird über 1000kg wiegen!
Das Wetter hat sich gebessert. Zeit für den Dachstuhl.

Das Vorgehen ist den Bildern ganz gut zu entnehmen denke ich, auf jeden Fall die Stützen aus Dachlatten vorher anfertigen Schrauben reinstecken und Akkuschrauber griffbereit halten. Da ich das alles alleine gemacht habe hat sich das Aufrichten erschwert. war aber in 2 Stunden fertig. Die Ecken der oberen Balken kann man schon vorher ausklinken.

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Anfertigen des Dachstuhls.

Die Diagonalbalken für das Dach wieder schön auf ebener Fläche vorbereiten und wie auf den Bildern entsprechend Ausklinken.
Die Sparren am Stoß auf 45° abschneiden.
Der Clou: die Diagonalen Streben nicht Ausklinken, der Festigkeit wegen. Als Stützbalken wieder unförmiges Handbehaunes Holz.
Auflager für die obere Querstrebe.
untere Querstrebe.
Sparren aufnageln, mit 180er Nägeln. habe die Sparren mit 5mm vorgebohrt.
Bereit zum Latten.
Ansicht von oben.


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Dach Decken

Anbringen der Dachlatten im Abstand 15 cm.
Um Arbeit, Zeit und Gewicht zu sparen habe ich zwischen die ersten Latten Teichfolie getackert. Das spart eine Reihe Ziegel.
Pro Dachseite müssen 24 Ziegel zugeschnitten werden, dazu die Nasen abschlagen.
Anritzen mit herkömmlichen Fliesenschneider.
Eine Latte unter die Bruchkante, und schnell und kräftig mit der Ferse treten.
Und Knack. Zur Übung am besten die Großen Ziegel als erstes Schneiden, falls sie falsch brechen, kann man sie weiterverwenden.
Löcher in die Ziegel bohren (5mm ohne Schlag) und Schrauben oder Nageln, was halt weg muss.
Endlich oben...
Verschnitt.
Absoluter Stilbruch, die Verblechung... irgendwann laufen mir noch ein paar Firstziegel übern Weg.
So etz is fäddi, Zeit für "Seidlas Siggi"
Prost.

Als Ausgangspunkt habe ich den mittleren Sparren genommen und so begonnen das oben in der Mitte ein Ziegel mittig steht.


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