Outdoorküche für Gasgrill (85% fertig)

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    500 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Ich entschuldige mich vorab, da die Beschreibung wahrscheinlich länger sein wird und einige Fotos enthält.

Zusätzlich habe ich, wie eigentlich immer, keine Maße angegeben, da solch ein Projekt meiner Meinung nach immer an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden muss Und wenn der eigene Grille eben größer/kleiner ist, passt man das Ganze an. Ich habe auch den Vorteil, dass sich unser "Grillplatz" überdacht zwischen Haus und Werkstatt/Garage befindet und ich somit nur einer Seite extrem wetterfest lackieren musste. 
Für mich war es das erste wirklich große Projekt und eine gute Übung. Die beim Projekt gelernten Dinge kann ich prima für die noch zu bauende Einrichtung meiner Tagespflege nutzen. Ich habe vorher z.B. noch nie Topfscharniere eingebaut, oder Auszüge montiert. 
Auch die Schubladen habe ich wieder irgendwie auf gut Glück berechnet und sie haben gepasst. 

Nun gut, los geht`s!

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PTS 10  - Tischsäge, Unterflur-Zugsäge
  • Akku-Schrauber
  • Oberfräse,  MIDP-XT-10A-01
  • Tischbohrmaschine,  XYZ
  • Akku-Bohrhammer,  DHR171Z
  • Akku-Schrauber,  HP457DWE10
  • Schwingschleifer,  RS2-E Plus

Los geht's - Schritt für Schritt

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So sah es vorher aus

Vorher

Die Schwiegermutter hat sich einen Gasgrill bestellt, weil wir unseren alten Holzkohlegrill auf Dauer eher nervig fanden. Zu wenig Fläche, es dauerte zu lange um alles vorzubereiten und und und. Klar, hier scheiden sich die Geister und ich möchte auch keine Diskussion lostreten, welche Art des Grillens jetzt die bessere ist. Musste mir die Tage schon anhören, dass echte Männer ja einen Holzkohlegrill benutzen, jedoch definiere ich meine Männlichkeit definitiv anders. Vielleicht fehlt mir auch ein Gen....


Weiter im Text. Ich schlug also, unbedarft wie ich bin, vor, einfach mal eine Grillecke zu bauen und alle waren damit einverstanden. 
Anfangs sollten es nur zwei Schränke werden, die neben dem Grill stehen und zusätzliche Ablagefläche und Stauraum bieten. 

Ja, dann ging meine Fantasie mit mir durch. Da in diesem Bereich des Hauses der Wind ordentlich zieht (Anfragen für die Nutzung als Windkanal laufen bereits ;-)), habe ich mir überlegt, höhere Seitenwände zu montieren um dem Wind etwas zu trotzen. 
Und wenn da schon so schöne Seitenwände stehen, kann man die Wand der Werkstatt doch prima nutzen, um diverse Dinge aufzuhängen. Da kam mir dann die French Cleat Idee. 

Ich weiß, dass solche Wände hier teilweise gemocht, teilweise aber auch verabscheut werden und es schon diverse Projekte zu dem Thema gab, also halte ich mich hier etwas bedeckt. Bisher habe ich auch nur drei Halter gebaut und der Rest folgt noch (keine Angst, es gibt nicht zu jedem Halter ein Projekt). 

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Material besorgen

Platzhalter, hab kein Bild davon gemacht.

Die erste Überlegung war natürlich, welches Holz ich nehme.

Natürlich hätte ich mir jetzt, wie bei einigen DIY Projekten aus dem Baumarkt, Kanthölzer kaufen und die irgendwie zurecht zimmern können. Das hat mir jedoch nicht gefallen.

Also habe ich mich für Multiplex in verschiedenen Stärken entschieden. Die Korpusse der Schränke sind jedoch aus OSB.
Im Nachhinein hätte ich hier auch Multiplex nehmen sollen, aber anfangs galt der Gedanke, nicht zu viel Geld zu investieren. Ich habe die Korpusse jetzt in Bootslack ertränkt und hoffe, dass sie der Witterung stand halten. Nass werden sie eher selten und Feuchtigkeit sollten sie jetzt, hoffentlich, keine mehr aufnehmen. Aber wir werden sehen.

Dann ging es in den Baumarkt meines Vertrauens (falsch, wir haben nur den in der Nähe..) und anfangs habe ich mir die Platten auf Maß zuschneiden lassen. Da war meine Tischerweiterung noch nicht fertig. 

Zum Material gehörte auch eine ordentliche Portion Nervennahrung. Das sollte man aber nur bei Bedarf einplanen ;-)

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Erster Korpus

Und ich dübel, dübel, dübel, dübel im Sauseschritt..
Recht hübsche Rollen
Kanten auf 45° gefräst (nie wieder!!!)
Geschliffen (OSB geht da gar nicht!)
In Bootslack ertränkt.

Ich habe die Wand von links nach rechts aufgebaut. Da ich immer auf gut Glück baue und mir währenddessen noch Dinge einfallen, wollte ich Schritt für Schritt vorgehen. 

Vorgegeben war von meiner Seite aus jedoch, dass die Schränke 80cm breit und 91,3cm hoch werden sollten. So hoch ist nämlich auch die Arbeitsfläche am Grill. Soll ja irgendwie passen. 
Die OSB Platten haben eine Stärke von 18mm und den ersten Korpus habe ich noch fleißig gedübelt, verleimt und verschraubt. 

Als er fertig war, habe ich Rollen montiert. Danach kam ich auf die großartige Idee, die Innenkanten vorne mit dem 45° Fräser anzufasen. Jetzt weiß ich, jedes andere Holz eignet sich wahrscheinlich richtig gut dafür, OSB jedoch eher weniger. 

Egal, mein Makita Klon hat sich gefreut, endlich mal vom Tisch zu kommen und hat die Arbeit prima erledigt.  Danach habe ich den Korpus mehrfach in Bootslack ertränkt. Ich hoffe das hält so. 

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Schubladen (meine ersten "richtigen")

Auszüge mit selbstgemachter Schablone montiert
Platten geschnitten
Schubladen verschraubt
Gegenhalter für Auszüge montiert
Testweise eingesteckt
Passt!

Für die Schubladen habe ich im Internet einige Videos gesehen und mich dann für eine, meines Könnens entsprechend, einfache Variante entschieden. 


Als Auszüge habe ich Vollauszüge mit einer Belastbarkeit von 25 Kilo genommen, Die sollten für ein wenig Geschirr reichen. Anfangs dachte ich, ich hätte die falschen bestellt, da ich eigentlich Softclose haben wollte. Die Auszüge die kamen, hatten einen Mechanismus der die Schublade öffnet, wenn man gegen sie drückt. Nach einer kurzen Überlegung haben mir die Auszüge dann viel besser gefallen. So habe ich mir Griffe gespart und man bleibt nirgendwo hängen. Zusätzlich kann man die Schubladen auch eben mit dem Knie öffnen. Nicht verkehrt wenn man gerade die Hände voll hat und mit Würstchen jongliert. Die Firma nenne ich jetzt nicht. Wer dazu Fragen hat, kann mir gerne eine Nachricht schicken 

Die Schubladen habe ich dann so montiert, dass die Seitenteile knapp 10mm unter dem Boden stehen. Wenn man den Boden dann vom Maß anpasst, liegt die Schublade perfekt auf (falls Fotos gewünscht sind, liefere ich sie nach). Von der Tiefe her habe ich mich an die Länger der Auszüge (550mm) gehalten und gleichzeitig vorne noch eine Blende von 18mm eingeplant. 
Und wie der Zufall es wollte, schließen die Schubladen genau mit dem Korpus ab und nichts steht vor. 

In die nach vorne stehenden Ecken der Schublade habe ich dann die Gegenhalter der Auszüge montiert und konnte so die Schubladen einfach einlegen und einklicken. Eventuelle Höhenunterschiede kann man durch einen kleinen, im Gegenhalter verbauten, Keil ausgleichen. 

Auf geht's an die Blenden!

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Blenden für Schubladen

Papa, mir ist langweilig. (Jetzt nicht mehr)
Mein zwei Minuten Fräsanschlag mit Absaugung
Holzschutzgrundlasur (...) in Teak

Für die Blenden habe ich 18mm Multiplex genommen und bei einer Seite auch die "hässliche" Seite der Platte ausgewählt. Ich muss auch sagen, dass ordentlich behandelte Astlöcher ihren Reiz haben. Zumindest für mich.


Mein Sohn hat sich dann, eher unfreiwillig, zum Schleifen gemeldet.

Nach dem Schleifen durfte die Oberfräse wieder in den Tisch und ich habe die Kanten der Blende auch mit dem 45° Fräser angefast. Soll ja irgendwie zum Korpus passen. Da merkte ich jedoch schnell, wie fix der Makita Klon an seine Grenzen kommt. 700 Watt sind eben nicht viel. Ich musste die Blenden also mehrfach über den Frästisch jagen und mich langsam an das gewünschte Maß rantasten. Kurz davor habe ich noch schnell in ein paar Minuten einen Fräsanschlag mit Absaugung aus einem alten Stück Arbeitsplatte gebaut. Der ist nur provisorisch, hat sich aber bisher als völlig ausreichend erwiesen. 

Danach haben wir eine dünne Schicht Holzschutzgrund (oder wie das heißt..) in Teak aufgetragen und nach dem Trocknen fein nachgeschliffen. Die nächste Schicht drauf und dann kam wieder der gute alte Bootslack zum Einsatz.

Ich hoffe wirklich, dass ich das Zeug nie wieder nutzen muss. Hab ja schon Schwierigkeiten, mir ordentlich Honig aufs Brot zu schmieren und das Zeug ist noch schlimmer. Wobei, das nächste Brot schmiere ich mir einfach mit dem Pinsel....

Als die Blenden fertig waren, habe ich sie an die Schubladen montiert, einige Ungenauigkeiten von der Höhe her ausgerichtet und es ging weiter...

6 12

Arbeitsplatte montieren und raus damit!

Beim Kantenumleimer hat mir meiner Frau dann netterweise geholfen (Danke Schatz!) und ihn aufgebügelt. 

In der Zeit habe ich hinten an den Schrank einen Gegenhalter für die Wandmontage angebracht und den Schrank draußen montiert. Uns soll das Ding ja nicht umkippen.

Als der Umleimer fest war, habe ich die Überstände mit dem Stechbeitel entfern und die Arbeitsplatte auf den Korpus geschraubt. 

Da dieser Schrank auf der "Wetterseite" liegt, wollte Petrus ihn wohl direkt mal testen und es hat mehrere Tage geregnet. Je nach Wind, wird der Schrank auch nass. Da kam mir dann die oben angesprochene Idee der "wetterfesten" Seitenteile. 

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Der zweite Korpus (Flachdübelmassaker) und die Schranktüren

Jetzt mit Flachdübelfräse!
Ist das einfach!
Und die passen sogar!
Mal schauen was Du so kannst..
Und das mit einfachen Fräsern aus einem 30€ Set

Für den ersten Korpus hab ich mit der Dübelhilfe recht lange gebraucht (Seitenteile passend beschriften, passend anlegen usw..).

Zum Glück bin ich dann im Netz über eine gebrauchte Flachdübelfräse gestolpert und habe zugeschlagen. für 30€ kann man nichts sagen. 

Die ersten Versuche an einem Stück Restholz liefen gut und ich war überrascht, wie gut der Staubsack der Fräse funktioniert. Es lag nichts, GAR NICHTS, auf dem Tisch. Alle Späne gingen brav ins Säckchen. So geht das also, toll!

Ja, an den Brettern hab ich mich dann ausgelassen. Irgendwo im Netz existiert ein Video von Guido Henn und dort sagt er, dass solch ein Gerät süchtig machen kann. Er hat Recht!

Der zweite Korpus war mit der Flachdübelfräse also in weniger als 30Minuten fertig. 

Da der Korpus genau so aussieht wie der Erste, spare ich mir ein zusätzliches Foto. Der Unterschied war jedoch, dass hier jetzt zwei Türen montiert werden sollten. Die rechte Seite ist dafür da, dass dort eine Gasflasche gelagert werden kann. Und die passt eben in keine Schublade.

Ich habe dann noch eine Zwischenwand eingesetzt, die Idee dazu kam mir erst später und mich dann um die Schranktüren gekümmert.

Weil die Schubladen ja schon 45° angefast waren, wollte ich den Stil natürlich auf die Türen anwenden.
In der Zwischenzeit ist ja auch meine neue Oberfräse eingetrudelt, die ich dann direkt getestet habe. 

Was die 700 Watt Fräse in gefühlt zehn Zügen geschafft hat, sollten 2400 Watt ja in einem Zug schaffen. 

Lange Rede, kurzer Sinn: Ja! Hat geklappt. Sie ging durch das Holz wie durch Butter, hat nebenbei noch vor Langeweile ein Liedchen geträllert und die Werkstatt aufgeräumt. Na ja, so ungefähr. 
Fakt ist, selbst mit den einfachen Fräsern sah das Ergebnis danach richtig gut aus und ich habe eine Menge Zeit gespart. 

Danach habe ich die Türen wieder lackiert.

Bestellt hatte ich (ich glaub die heissen "innenschließende") Topfscharniere und eine Einbauschablone für Blöde. Hab ich ja vorher noch nie gemacht und bevor die Türe später aussieht wie ein Schweizer Käse, versuche ich es eben vernünftig zu machen. 

Mit einem 35mm Forstnerbohrer habe ich die Löcher gebohrt und im Korpus alles angezeichnet. Dafür war die Schablone wirklich super!
Nachdem alles montiert war fiel mir auf, dass ich mich bei der Halterung im Korpus verbohrt hatte. Die Halter mussten weiter in den Korpus rein, da die Türen zu weit vor standen. Das war allerdings nur eine kurze Schöhnheitskorrektur und war schnell behoben.

8 12

Die Seitenwände

Wieder Holz kaufen
Kurz einen Kreisschneider gebaut
Der sogar funktioniert!
Hübsch!

Jetzt ging es an die Seitenwände. 

Mein Plan war es, dass sie mindestens zwei Meter hoch sind und oben wollte ich einen schönen Bogen haben. Das Auge grillt ja mit. 

Nur wie bekomme ich jetzt den Bogen hin? Stichsäge? Hmm, ich bin mit der Stichsäge so gut, wie mit der Nähmaschine. Was bedeutet, alles wird krumm und schief. 
Also fiel die mal raus. 

Nach der nervigen Bearbeitung der Blenden, die mit der kleinen Oberfräse in meinen Augen viel zu viel Zeit gekostet hat, habe ich ein wenig aufgerüstet und ein stärkeres Modell erworben. Das kommt auch später irgendwann in meinen Tisch. Bei dem Ding ist ein Anschlag dabei, den ich so noch nicht gesehen habe, der mir aber ungeahnte Möglichkeiten in Aussicht gestellt hat. 
Kurzerhand habe ich an den Anschlag eine Schiene gebaut und kann jetzt Kreise mit 1,60m Durchmesser fräsen (toll für mein nächstes Projekt). 

Danach habe ich die vorderen Kanten der Platten abgerundet und beide Seite wieder mit Holzschutzgrund und Bootslack bearbeitet. 

Währenddessen ist mir auch aufgefallen: Ich hasse es zu lackieren! 
Warum? Man wartet mehr als dass man lackiert. 


9 12

Der Lack trocknet, also bauen wir eine French Cleat Wand..

Wenn der Parallelanschlag nix kann, wird man kreativ
Mit dem Original Bosch Anschlag war das nix..
Besser!
Ab auf die Rückwand

Nachdem ein Korpus stand, konnte ich mich um die Maße für die Wand kümmern. Der Plan waren zwei French Cleat Wände und ein Mittelteil (da weiß ich noch nicht, wie ich den umsetze).


Ich habe also fröhlich angefangen, 120cm lange Leisten auf meiner PTS10 zu sägen. Anfangs dachte ich schon, dass es seltsam ist, dass ein gerades Brett in der Mitte des Anschlages ein wenig Luft hat, hab aber nicht weiter drauf geachtet.

Hätte ich mal... Als ich irgendwo in der Mitte des Brettes angekommen war und schon locker zehn Leisten (9mm Multiplex) gesägt habe, fiel mir auf wie schief die doch sind. 

Ich habe das Brett dann umgedreht und von der anderen Seite geschnitten, um wenigstens ein paar vernünftige Leisten zu erhalten. Als ich damit fertig war, hab ich mir die Sauerei genau angeschaut. 

Eigentlich habe ich keine geraden Leisten, sondern Kufen für  Schaukelpferde geschnitten. Und jetzt? Sollte ich etwa bis an mein Lebensende Schaukelpferde bauen?? 

Zum Glück nicht... 
Ich hab dann einen Vierkant Pfosten aus Alu genommen und ihn auf den Sägetisch gespannt. Da ich die Leisten ja noch auf Gehrung schneiden musste, habe ich einfach die schiefe Seite runtergeschnitten. Das hat an der Wand jetzt den Effekt, dass die Leisten an der Oberkante gerade und unten gewölbt sind.
Je öfter ich hinschaue, desto besser gefällt es mir. 

In ein paar Jahren sage ich einfach: Das war genau so geplant!! ;-)

Kurz bevor ich mich an die Leisten gemacht hab, habe ich die Rückwand noch mit Bootslack lackiert. Ich wollte hier einen Kontrast zu den Schränken haben und die hässliche Seite der Platte mit ihren Astlöchern etc. sieht in meiner Welt wirklich hübsch aus. 

Danach habe ich die Leisten mit Lasur angepinselt und auch mit Bootslack bearbeitet. 

Als alles trocken war, habe ich die Leisten mit dem Aluprofil und einer angeklemmten Wasserwage passend auf dem Brett ausgerichtet. Wasserfester Leim drunter, noch verschraubt und fertig war die erste Wand.

Bei der zweiten Wand habe ich es jedoch anders gemacht. Das macht in meinen Augen auch mehr Sinn. Ich habe erst die Leisten auf die Wand geleimt und geschraubt und danach alles fertig lackiert. So spart man erstens Zeit, und es sieht wie aus einem Guss aus. 

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Endmontage

Seitenwände montieren
Leisten für die Rückwand sägen
Eine zusätzliche Bohrung um die Seitenwand oben zu fixieren
Material raus
Und ran an die Wand
Direkt mal Deko drauf.....

Endlich ging es an die Endmontage.

Angefangen auf der rechten Seite, arbeitete ich mich nach links durch.
Die rechte Seitenwand diente dann quasi als "Maß aller Dinge" und wurde von mir an den rechten Korpus geschraubt. Da sie den Boden (der Feuchtigkeit wegen) nicht berühren sollten, habe ich ein Stück Holz als Abstandhalter genutzt. Der Vorteil ist jetzt, dass das OSB an der Seite, in meiner Welt, völlig geschützt ist und der Regen, wenn er denn horizontal auf uns einregnet, die Seitenwand trifft. 
Für die rechte Seite habe ich übrigens gefühlt 10 Schichten Lack genommen. Sicher ist sicher. 

Nachdem die Seitenwand montiert war, habe ich die Abstandsleisten an der Wand montiert. Ich habe mal irgendwo gehört, dass man bei verkleideten Wänden etwas Luft lassen sollte, damit nichts schimmelt. Als die Leisten hinten, ging es an die rechte French Cleat Wand. 

Die habe ich so ausgerichtet, dass sie so genau wie möglich mit der Seitenwand abschließt. Da ich auf die Arbeitsplatte noch eine, keine Ahnung wie das Ding heißt..., Abschlussschiene (?) montiert habe, wurde die Wand von mir, der Lüftung wegen, etwas höher gesetzt. Auf einem Foto erkennt man eine Wasserwaage als Abstandshalter. 

Nachdem die rechte Wand hing, habe ich den Grill passend ausgerichtet. Damit, wenn man den Deckel öffnet, dieser nicht gegen die Holzwand kommt. 

Auf der anderen Seite habe ich wieder in der Reihenfolge gearbeitet. Also erst den Korpus am Grill ausgerichtet, an die Wand geschraubt, Seitenwand dran, Leisten ran und dann die French Cleat Wand. 

Jetzt ist vorerst erstmal alles soweit fertig. Und die Schwiegermutter konnte die Deko weiter verteilen. 

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Ein paar Halter

Die verbesserte Version mit zwei Stäben
Für Handtücher
Grillzange

Ein paar Halter sollten natürlich nicht fehlen. Die habe ich immer zwischendurch aus ein Resten gebaut. Hab mir irgendwann in den letzten Wochen angewöhnt, dass ich jedesmal im Baumarkt ein paar Reststücke für kleines Geld mitnehme. Wer weiß wofür man die brauchen kann, 


Nun gut, zu den Haltern sage ich nicht zu viel. Auch hier wird sich, wenn überhaupt, jeder seine eigene Version bauen.  Die Rundungen habe ich mit diesen Kreisschneidern gemacht, wo man die Sägeblätter für verschiedene Durchmesser einfach auf eine Grundplatte setzt. 

Allerdings war das auch eher ein brennen als bohren/schneiden und Manitou hat mit mir die eine oder andere Konversation über Rauchzeichen geführt, Ganz nett.

Da ich auch keine Bandsäge habe, war es für mich die derzeit einzige Möglichkeit, ein wenig Leben in die Halter zu bekommen, Ich wollte keine eckigen Brettchen da hängen haben. 

Am Halter für die Küchenrolle habe ich jedoch noch etwas verbessert. 

Anfangs habe ich nur einen Buchenstab genommen, in die erste Rundung gehängt und die Rolle eingelegt. Durch den Wind an der Stelle, hat sich die Rolle jedoch öfter mal abgerollt.
Also hab ich noch einen Stab genommen, die Aussparungen ähnlich wie beim ersten ausgefräst und in die erste Öffnung gelegt. Der Stab mit der Küchenrolle wanderte eine Etage höher und die Last der Rolle drückt jetzt gegen die andere um somit das Papier zu halten.


12 12

Endergebnis und Fazit

Ja, hier ist dann das vorerst endgültige Ergebnis.

Zwischen den Wänden ist noch Platz und dort soll noch ein Brett rein, in das ich einen Schriftzug eingefräst habe. Da ich aber noch nicht weiß, wie ich das mache, bleibt es erstmal so. Ach und beleuchtet wird das Ganze auch noch.

Halter folgen natürlich auch noch einige. Aber die reichen jetzt erstmal.
Geplant sind folgende Halter:
Gewürzregal
Halter für Kochbesteck
Halter für Blumen (die sollen in die oberste Reihe
Halter für die beiden Dekofiguren links am Schrank
Flaschenöffner und was man sich noch so alles vorstellen kann. 

Ach ja, das Schneidbrettchen ist so nebenbei entstanden und an den Rändern habe ich eine hübsche Bobbahn eingefräst. Schön kurvenreich. Warum? Ja, wenn sich beim fräsen die Absaugung verabschiedet, kommt man leicht ins Schlingern. Ich zumindest.
Aber egal, wenn es irgendwann hinüber ist, baue ich eben ein neues..

Fazit:
Ja, es hat erstaunlicherweise einiges wirklich gut geklappt. Andere Sachen dafür nicht so gut. 
Mein erster Versuch einen Viertelkreis ohne selbstgebaute Vorrichtung an den Seitenwänden zu schneiden, ging in die Hose. 
Dafür habe ich jetzt zwei identische Stücke und weiß für die Zukunft wie es geht.
Ob OSB jetzt für den Korpus und die Schubladen so sinnvoll ist, weiß ich spätestens im nächsten Frühjahr. Wenn die Schränke dann noch okay sind, hab ich es wohl richtig gemacht. 

Lackieren mag ich nicht, gar nicht, überhaupt nicht. Muss aber wohl sein......

Ansonsten hat mir der Bau richtig Spaß gemacht und immer wenn ich Zeit und eine Idee habe, bereite ich einen Halter nach dem anderen vor. Und ich muss sagen, dass Gefühl ist toll. Wenn wir dort sitzen und ich sehe, wie die Wand/Küche genutzt wird und das alles klappt, freue ich mich. 
Außerdem war das für mich jetzt der erste Test, ob ich wirklich was halbwegs geplantes bauen kann. Eine Zeichnung oder so gab es nie, alles ist im Kopf entstanden. Auch die Halter habe ich eher drauflos gebaut und mir währenddessen Gedanken über die Form gemacht. Aber es hat geklappt und da ich ja, wie bereits angekündigt, bald eine Küche und die komplette Einrichtung für meine Tagespflege baue, war das ein gutes Projekt zum üben. 

Falls ich Schritte vergessen habe, oder irgendetwas unklar ist, schreibt es bitte in die Kommentare. Ich trage fehlendes dann nach. 

Liebe Grüße!


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