Osterratsche - die macht richtig Lärm
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Schwierigkeitleicht
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Kosten1 €
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DauerUnter 1 Tag
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Öffentliche Wertung
Im Netz fand ich ein Video (natürlich von Steve Ramsey), welches die Herstellung einer Ratsche mittels Oberfräse zeigt. Da kam ich auf die Idee, einen solchen Lärmmacher nur mittels Dekupiersäge zu bauen.
Hier das Ergebnis meiner Überlegungen und Bemühungen.
Du brauchst
- Dekupiersäge
- Akku-Bohrschrauber
- Sägeblatt #5
- 2 mm und 8 mm Holzbohrer
- Schleifmittel
- 2 x Deckteile | Holz (45 x 245 x15 mm)
- 1 x Mittelteil | Holz (45 x 245 x 2 mm)
Los geht's - Schritt für Schritt
Überlegungen
Um rein mit der Dekupiersäge dieses Projekt zu sägen sind insgesamt drei Schichten nötig. Zwischen zwei dickere Schichten (bei mir jeweils 15 mm) kommt eine dünne Schicht (2 mm) aus der die bewegliche Zunge geschnitten wird.
Ich baute die Ratsche aus vorhandenem Restholz. Die Maße ergaben sich während dem Bau. Erst im Nachhinein habe ich eine Skizze mit den Maßen angefertigt. Nach dieser kann die Ratsche leicht nachgebaut werden.
Hier gibt's die Skizze:
http://holzblog.at/bauplaene/Osterratsche.pdf
Holz zuschneiden
Den Mittelteil sägte ich aus einem alten Stück Eichenparkett (Bild 1). Zuerst wurde es auf die benötigte Dicke von 2 mm gesägt (Bild 2), dann auf die passende Länge abgelängt (Bild 3).
Die beiden Deckteile fertigte ich aus Lärchenresten (Bilder 4-6). Wie Bild 7 zeigt passt alles zusammen.
Innenarbeiten
Auf einem Deckteil wird der Ausschnitt angezeichnet (Bild 1). Die Ecken werden angebohrt (Bild 2) und dann der Innenschnitt gesägt (Bilder 3+4).
Der gesägte Ausschnitt wird auf das zweite Deckteil übertragen und auch hier ausgesägt.
Nun werden die Maße auf den Mittelteil übertragen. Dazu die Teile so zusammenlegen wie sie später verleimt werden (Bild 5). Erst anbohren (2 mm Bohrer), dann die Zunge aussägen (Bild 6). Dabei den Schnitt auf etwa 2 mm erweitern (Bild 7).
Achtung: Es werden nur drei Seiten gesägt! Die Lasche muss auf der längeren Seite am Mittelstück verbunden bleiben!
Zum Schluss die Zunge nach Plan ablängen (Bild 8). Im Zweifel eher einen Millimeter kürzer sägen und die Länge dann schrittweise anpassen.
Zahnkranz fertigen
Leider hat die Kamera Probleme gemacht. Bis ich das bemerkte waren die Bilder vom Sägen des Zahnkranzes schon verloren.
Aus einem 15 mm dicken Stück Hartholz wird ein Kreis mit 60 mm Durchmesser angezeichnet. Der Kreis wird in acht Teile unterteilt und die Ausschnitte eingezeichnet (einfach Skizze ausdrucken und aufkleben). Mit der Deku werden erst der Kreis, dann die Ausschnitte gesägt.
Die beiden Deckteile werden zusammengelegt. Der Zahnkranz wird zur Probe hineingelegt. Passt.
Ratschenkörper Endfertigung
Die beiden Deckteile werden mit Zwingen bündig verbunden und die Außenflächen auf dem Bandschleifer geglättet (Bild 1). Auch die Flächen des Zungenteils werden geglättet (Bild 2). Dabei wird der bewegliche Teil auf beiden Seiten etwas fester angedrückt und so am Ende etwas dünner geschliffen.
Die Innenschnitte nicht vergessen zu schleifen (Bild 3).
Leim wird aufgebracht und flächig verteilt. Dazu lege ich etwas Werkstattpapier um einen Finger und verteile damit den Leim gleichmäßig (Bild 4). Das geht schneller und einfacher als mit einem Pinsel - und es muss hinterher nichts gereinigt werden (ich habe nämlich kein Wasser in der Werkstatt).
Deck- und Mittelteil werden verleimt (Bild 5). Man könnte auch alle drei Teile in einem Sitz verleimen. Aber der verwendete Leim bindet in 5 Minute ab und zwei Teile sind leichter in Position zu bringen als drei.
Endfertigung
Gleich vorweg:
Den ersten Griff baute ich mit einem 6 mm Rundstab und 10 mm Griffteilen. Es zeigte sich, dass diese Kombination etwas zu schwach war. Der Rundstab brach beim Drehen ab. Danach erweiterte ich auf 8 mm Rundstab und 20 mm Griff. Die Fotos der Arbeitsschritte sind also gemischt, zeigen aber, um was es geht.
Wenn der Ratschenkörper verleimt ist wird die Bohrposition für den Rundstab angezeichnet und gekörnt (Bild 1). Damit nichts brechen kann wird für die Bohrung im oberen Bereich ein Reststück untergelegt (Bild 2). Die untere Bohrung wird unter Sicht gesetzt (Bild 3).
Für den Griff wird in ein 20mm Rundholz in passender Länge senkrecht ein Loch von 45 mm Tiefe gebohrt (Bild 4). Die Enden werden geschliffen und gerundet (Bilder 5+6).
Alle Teile werden zusammengesteckt. Jetzt kann eine Bohrung zum Fixieren des Zahnkranzes gesetzt werden. Da das Verleimen allein nicht genügend Halt bieten würde wird ein Nagel in die Bohrung gesetzt. Um den Kranz mittig auszurichten fixiere ich ihn während des Bohrens mit zwei Zahnstochern(Bild 7). Um ein späteres Verschieben zu verhindern markiere ich die Position des Griffes (Bild 8).
Der Rundstab wird passend abgelängt (7 mm Überstand). In ein 20 mm Rundholz wird eine 6 mm tiefe Bohrung gesetzt und das Stück auf 12 mm gekürzt. Wenn alles funktioniert werden die Griffteile verleimt (Bild 9).
Abschließend werden alle Kanten gerundet und alles nochmals geschliffen (Bild 10). Nach dem Entstauben wird die Ratsche gewachst und poliert (Bild 11).
Ab jetzt kann ordentlich gelärmt werden (Bild 12).
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