Nostalgieupcycling - von Opas Schraubenzieher zum Vorstecher

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    1 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Das hier ist ein  kleines Nostalgie-Projekt. Von einem alten Schraubenzieher zum Ankörner oder Vorstecher.

Als Kind war ich öfters bei meinen Großeltern, mein Opa hatte eine schöne große Werkstatt und irgendwann schenkte er mir einen seiner älteren Schlitzschraubenzieher, eine alte Feile, eine kleine Zange und einen kleinen Hammer. Das war dann meine handwerkliche Grund-Erstausstattung. (Laubsägekasten kam etwas später)
 Am alten Schraubenzieher war mittlerweile die Farbe am Griff schon verdunkelt und abgenutzt und der Schaft krumm, aber wegwerfen gab es auf keinen Fall, er war doch ein Erinnerungen belastetes Geschenk meines heißgeliebten Opas, der leider früh verstorben ist.

Der alte Schraubenzieher hat all meine Umzüge mit gemacht und lag nach wie vor bei mir in der Schublade mit all den moderneren Kollegen für Kreuzschlitz- oder Spaxschrauben. Ich benutzte ihn schon lange nicht mehr. Jedesmal, wenn ich die Schublade aufmachte, fiel mein Blick auf ihn und kamen die Erinnerungen hoch, aber ihn wegzuwerfen hatte ich auch nicht übers Herz gebracht
Doch dann kam mir die Idee des Upcyclings und aus dem alten Teil einen Ankörner zu machen.
Opas Schraubenzieher bleibt mir sentimentalem Kerlchen dann erhalten und bekommt einfach ein neues Outfit und ist wieder voll einsatzbereit.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • Feile, Hammer, Schleifpapier, Lasur, Leinöl
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Materialliste
  • 1 x Schraubenzieher | alt

Los geht's - Schritt für Schritt

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Opas alter Schraubenzieher

Mein allererster Schlitzschraubenzieher, ein Geschenk vom Opa, sah leider mittlerweile gar nicht mehr gut aus. Aufgrund der vielen Jahre war sein Äußeres sehr mitgenommen, der Schaft schon krumm, die Spitze hatte Ausschläge und der Griff stark abgenutzt.

Eigentlich sollte ich ihn längst wegwerfen, aber ich schaffte das einfach nicht. Zu viele Erinnerungen hingen an dem alten Teil.
Da kam mir die Idee, ihn einfach wieder ein bißerl herzurichten und seine Funktion zu ändern, da ich Schlitzschrauben kaum mehr verwende.

Ursprünglich wollte ich ihm beinahe einen neuen Griff drechseln. Das hätte dann aber doch zu viel der Erinnerung zerstört und da ich derzeit keinen Zugriff auf die Drechselbank meines Bekannten habe, verwarf ich den Gedanken gleich wieder und habe ich mir irgendwie anders geholfen und das sah dann so aus:

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Schaft wieder herrichten

Als erstes wurde der Schaft mit Schleifpapier etwas vom Schmutz der Jahre befreit.

Dann habe ich ihn mit der Metallsäge die Schlitzschraubspitze abgesägt.
Anschließend wurde der krumme Schaft noch begradigt.
Dann ging es zu Bekannten um auf deren Schleifstein die Spitze schön scharf zu schleifen, sodaß aus einem Schlitzschrauber ein Körner werden konnte.

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Griff herrichten

Nachdem der Schaft schon jetzt recht gut aussah, kam der Griff dran, er sollte wieder fast wie neu aussehen, also schleifen. Mit der Standbohrmaschine und unterschiedlichen Schleifpapieren habe ich die alte Farbe komplett abgeschliffen. 

Anschließend sollte er einen neuen Farbanstrich bekommen. Hier habe ich mich nach einigen Proben für eine Rostlasur enschieden.
Danach habe ich den Griff mit Leinöl ganz dünn eingepinselt, einige Tage trocknen lassen, mit weichem Tuch gut poliert und nochmals dünn eingepinselt , wieder trocknen lassen und wieder poliert.

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Endabnahme

Mit feinem 600er Schleifpapier bin ich nochmals über den Schaft gegangen und habe kontrolliert ob das Leinöl auch komplett eingezogen war.

Der Griff fühlt sich sehr gut an und die Körnerspitze ist richtig scharf und macht schön sichtbare Löcher.

Opas alter Schlitzschraubenzieher darf nun weiter leben und mir beim Körnern meiner Werkstücke behilflich sein - die Erinnerungen werden bleiben.

ich hoffe, Euch gefällt die Neubelebung des alten Stückes.

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Nachtrag

Nachdem in Arbeitsschritt 2 das erste Foto etwas verzerrt wirkte, und Stromer mich darauf aufmerksam gemacht hat, habe ich es gegen ein anderes ausgetauscht.


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