Neuanlage einer WPC-Terrasse im Garten

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    2500 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Nach dem Kauf unseres Hauses im November 2017 stand im Sommer 2018 die Neugestaltung des Gartens an. Dabei sollte die untere Rasenfläche einer Terrasse weichen, um einen schönen und sauberen Sitzplatz zu haben!

Da unser Haus am Hang liegt war das Verlegen von Steinzeug oder Platten aufgrund der notwendigen Unterkonstruktion (ausschachten, Frostschutz einbringen, etc.) nicht machbar. Da wir uns jedoch den Pflege-Aufwand einer Holzterrasse sparen wollten fiel unsere Wahl letztlich auf Massivdielen aus WPC. Da der Hersteller seinen Sitz hier in der Region hatte konnte ich auf den Werksverkauf zurückgreifen, wodurch sich die Kosten gegenüber dem Angebot aus dem Baumarkt um ca. 35% reduzierten!

Die Materialliste bezieht sich auf die reine WPC-Terrasse mit einer Fläche von ca. 25qm.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Bohrschrauber
  • Akku-Stichsäge
  • Akku-Kreissäge
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Materialliste
  • 169 x lfd. Meter | WPC Massivdiele (145mm x 26mm)
  • 31 x Stück á 2,5m | WPC-Unterkonstruktion (60mm x 30mm)
  • 17 x Beutel Montageclips á 25 Stück | Metall (rostfrei)
  • 25 x Pakete Holzschutzuntertlagepads á 12 Stück | Gummi-Granulat (90mm x 90mm x 8mm)
  • 144 x Platten für Unterkonstruktion | Beton (300mm x 300mm x 40mm)
  • 144 x Einschlagdübel
  • 5 x Stück á 2,5m | Alu-Seitenabschluss U-Profil

Los geht's - Schritt für Schritt

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Randeinfassung mit Pflanzringen

Kurzbeschreibung:
Um alles ordentlich zu befestigen haben wir eine Randeinfassung mit Pflanzringen vorgenommen und innerhalb der Umrandung alles auf die entsprechende Höhe gebracht.


Einzelbeschreibung:
Bei den Pflanzringen ist das Fundament von besonderer Bedeutung. Hierzu habe ich entlang des vorgesehenen Verlaufs einen ca. 50cm breiten und 60cm tiefen Graben ausgehoben. In diesen wurde dann eine 40cm hohe Schicht Frostschutz eingebracht und mit dem Handstampfer verdichtet. Das verdichten habe ich schrittweise ausgeführt, da nur so eine durchgängige Stabilität erreicht werden kann. Die Pflanzringen wurden dann auf eine Schicht erdfeuchten Beton gesetzt und nach der Richtschnur in Verlauf und Höhe gesetzt. 

Es hat sich gezeigt, dass es Sinn macht nur so viel Beton abzumischen, wie man auch in der entsprechenden Zeit verarbeiten kann. Am Anfang gilt also „weniger ist mehr“, den Dreh hat man aber schnell raus.

Apropos „Dreh“...durch das aufreihen der Pflanzringe hat man die Möglichkeiten auch kleine Versätze wieder auszugleichen.

Hinter die Pflanzringe habe ich noch ein Drähnrohr verlegt, dass ich anschließend noch mit Kokos-Matten gegen feinen Dreck geschützt habe. So kann das Wasser besser versickern und arbeitet (hoffentlich) nicht innerhalb der Ringe.

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Unterkonstruktion für den WPC-Belag

Kurzbeschreibung:
Wir haben uns für eine passende Unterkonstruktion aus WPC entschieden. Diese wird mit den ausgerichteten Betonplatten verschraubt, zum Schutz vor stehender Feuchtigkeit wurden zwischen Platte und Unterkonstruktion kleine Pads aus Gummigranulat gelegt. Wichtig ist das vom Hersteller vorgegebene Achsmaß der Betonplatten zu beachten.

Einzelbeschreibung:
Da die Betonplatten lediglich technische Anforderungen genügen mussten, haben wir die billigsten genommen die erhältlich waren. Lediglich bei der Größe sind die Herstellervorgaben ggf. von Relevanz. In unserem Fall waren Platten mit 30x30cm und einem Achsabstand von 50cm ausreichend. Für unsere Terrasse waren letztlich 144 Platten zu legen.

Zwischen Betonplatte und Unterkonstruktion wurde jeweils ein Terrassenpad aus Gummi gelegt, was die Unterkonstruktion davor schützen soll mit der Feuchtigkeit aus dem Stein in Kontakt zu kommen. Die Unterkonstruktion wird mit den Platten verschraubt. Hier hat mir meine UneoMaxx gute Dienste geleistet und hatte ordentlich zu tun! Der Mitarbeiter des Herstellers hatte uns empfohlen Einschlagdübel zu nutzen. Durch die bereits eingesetzte Schraube konnten die Dübel gut bis in die Betonplatte getrieben und anschließend verschraubt werden...der eventuelle Mehrpreis lohnt sich auf jeden Fall.

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Montage der Dielen

Kurzbeschreibung:
Bei dem von uns verwendeten WPC inkl. entsprechender Unterkonstruktion kamen Metall-Clips zum Einsatz. Diese werden auf  die Unterkonstruktion gedrückt (nicht verschraubt) und bilden dann die passender Feder zur Nut der Dielen. Durch die Konstruktion der Clips und die Art der Montage hat das Material Möglichkeit zu arbeiten. Auch nach dem sehr heißen Sommer und dem kalten Winter gab es keinerlei Probleme.

Einzelbeschreibung:
Die Montage der Dielen geht wirklich schnell und einfach von der Hand. Die Metallclips (siehe Bilder) werden auf die passend geformte Unterkonstruktion geclipst und halten dort auch fest und sicher. Sind die Clips gesetzt wird die Diele mit der Nut (diese ist beidseitig vorhanden) auf die Federn der Clipse geschoben und bekommt dadurch schon spürbaren Halt. Danach werden wieder die Clips aufgesetzt und in die Nut der liegenden Diele geschoben, dann kann die nächste Diele wieder angesetzt werden.

So kommt man doch recht schnell voran. Neben dem Vorteil, dass das Material aufgrund der Konstruktion und des Nicht-Verschraubens der Clips weiter arbeiten kann, erhält man so auch ein einheitliches und schmales Fugenbild.

Den Abschluss bzw. die Unrandung haben wir mittels passendem Alu-U-Profil realisiert. Das U-Profil wird dabei einfach auf die Dielen geschoben und bildet so einen sehr sauberen und stylischer Abschluss. In das Profil selbst haben wir noch einen Streifen Schaumstoff gelegt, damit das Material auch hier gleichmäßig Platz zum arbeiten hat, ohne das sich etwas verschiebt.



Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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