Nager - Villa, Spielplatz für Streifenhörnchen

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Villa Streifenhörnchen
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Öffentliche Wertung

Bei meinem Klinikaufenthalt, ende letzten Jahres, lernte ich ein junge Dame kennen. Daraus entwickelte sich eine richtig tolle Freundschaft. Auch wenn wir 650 Km auseinander Wohnen.
Sie züchtet Streifenhörnchen bei sich Zuhause. Irgendwann kam sie mit der Frage, ob ich ihr nicht etwas für ihre Streifis bauen könnte. So zum toben und spielen für die kleinen. Ich habe weder ihre Wohnung noch ihren Stall jemals gesehen. Außerdem sind Streifenhörnchen ja auch klein und putzig. Also wird das Spielzeug auch nix großes. Dachte ich....
Auf meine Frage was es denn werden soll, bekam ich dann einige Skizzen und ein Foto von einem Hersteller. Das möchte ich hier nur nicht zeigen, damit ich keinen Ärger bekomme. Darauf war eine Hasen "Festung" abgebildet. Ungefähr so groß wie mein Schreibtisch. In der Art von einer Ritterburg aus Holz. Sowas in der Art würde sie gerne in ihren Käfig haben wollen.
Auch wenn es etwas größer wurde als gedacht. Ich machte mich mit Freude ans Werk.
Herausforderungen wie diese, liebe ich einfach.

Du brauchst

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Materialliste
  • 1 m² x Multiplex | Birke (9 mm)
  • 1 x Bodenplatte | Multiplex Birke 12 mm (575 x 575 mm)
  • Div. x Äste | Weidenholz

Los geht's - Schritt für Schritt

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Was soll's denn werden?

Der Grundriss vom Stall
Die Fläche, die bebaut werden sol. Natürlich um die Ecke
Klein ist der Stall nicht...
Hier soll meine Burg rein.
Mein erster Entwurf.
So soll es in etwa aussehen

Meine ersten Gedanken gingen in so eine Art Ritterburg für Nager.

Dabei gab es vier Schwierigkeiten.
1. Das ganze soll wie auf der Grundskizze in die hintere Ecke vom Stall.
2. Die Türme müssen zum öffnen sein. Sonst kann man da nicht sauber machen. Dies war eigentlich die Hauptschwierigkeit. Es muss sehr einfach zum öffnen sein und leicht zu erreichen. Und trotzdem stabil sein für die Streifis.
3. Jeder Raum braucht zwei Ausgänge. Damit die Streifis einen Fluchtweg haben. Anscheinend haben die öfters Zoff.
4. Das ganze muss mit der Post verschickbar sein.

Und so machte ich mich mal Digital ans Werk. 
Mit Sketchup hatte ich relativ schnell, den Entwurf gehabt.
Allerdings musste ich diesmal einiges beim Bau improvisieren und entwickeln. Das ganze durch zu planen war mir doch etwas zu umständlich. Ich dachte mir, das ergibt sich dann schon beim bauen.

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Erste Versuche und Zuschnitt

Die 9 Zwischenböden wurde an der Ausschnittstelle miteinander verleimt. So kann ich alle auf einmal ausschneiden.
Sauber aufeinander legen und pressen.
Die 9 Lagen werden dann auf der Bandsäge ausgesägt
Nach dem Ausschneiden sind wieder alle Teile lose
Für die Ausschnitte im Turm habe ich mir eine Vorlage aus MDF gemacht.
Drauf legen und anzeichnen
Die unteren habe ich mit der Bandsäge geschnitten.
Geht schnell und leicht.
Die oberen bohrte ich mit 8 mm vor und sägte sie mit der Dekupiersäge aus.
Die oberen musste ich alle einzeln sägen, da jedes eine andere Position hatte.

Nachdem die Grundidee stand, musste ich noch etwas experimentieren wegen der Ausschnitte und der Ecke zum Herausnehmen

Die Ausschnitte für die Durchgänge machte ich 50 mm breit, Auch die in den Zwischenböden. Ich schnitt mir aus Restholz erstmal einen Turm, 100 mm Hoch zu. Damit auch alles passt und ich nix übersehen habe.
Davon habe ich leider keine Bilder. Auch vom Zuschnitt der Turmwände sind keine Bilder da. Warum, weiß ich nicht. Ich hatte in der Zeit einen Handywechsel. Da müssen einige Bilder verschwunden sein.
Die Turmteile schnitt ich alle in Gehrung zu.. 6 x 150 mm breit, 12 x 75 mm breit mit Gehrung nach innen. 6 x 84 mm breit in Trapezform. Höhe des Turmes ist 400 mm.
Für die Ausschnitte in den Wänden hatte ich mir aus 3 mm MDF eine Schablone gesägt. Diese legte ich nur noch an und fuhr mit dem Bleistift drum herum.
Die unteren sägte ich mit der Bandsäge aus. Die Oberen mit der Dekupiersäge.

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Verleimen

Alle Teile mit der Gehrung nach unten an einer Latte anlegen
Ich verwende Putzerband. Da bekomm ich mehr Spannung und es geht leichter ab
Auf den Rücken drehen und nochmal die Passung kontrollieren.
Mit ganz wenig Leim arbeiten. Das kommt alles wieder raus.
Ich verwende die Winkelspanner von Wolfcraft dazu.
Mit einem Klebestreifen erzeuge ich etwas Spannung
Gut trocknen lassen
Die Ecken werden genauso gemacht
Auch hier sind die Winkelhilfen gut
Ich muss mal mein Blatt schleifen lassen....
Aus Buche säge ich die Eckverstärkungen.
Kleine Teile säge ich mit dem Schiebeschlitten.
Mit der Flachdübelfräse säge ich die Schlitze für die Einlagen
Natürlich auch die Ecken
Ist alles geschlitzt
Kommt der Leim rein
Ecken einleimen
Trocknen lassen
Für den Zusammenbau wird die Ecke mit eingesetzt. Kann man besser den Winkel prüfen.
Nach dem Trocknen, die Überstände absägen
Die Böden werden nur eingeschraubt. Kann ja sein, dass mal einer gewechselt werden muss.
Zusammenbau soweit fertig
Das Ganze noch etwas schleifen.

Zum Verleimen hatte ich alle Teile an einer Leiste ausgerichtet und von der Rückseite mit Putzerband beklebt.

Dann nur noch umdrehen Leim in die Fugen. Da es diesmal kein geschlossener Kasten wurde, habe ich mit den Winkelhilfen von Wolfcraft gearbeitet.

Nachdem alle Teile geleimt waren und im Winkel stimmten, wurden die Eckverstärkungen eingesetzt.
Anschließend wurden die Böden eingeschraubt.
Zum Schluss wurde noch alles verschliffen.


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Die Turngeräte

Ein 6 cm dicker Ast wird der Länge nach geteilt.
Die Hälften werden zwischen den Türmen eingepasst und mit Dübeln nur gesteckt.
Die Dübel werden zuerst in den Ast gebohrt.
Dann am Turm angezeichnet
Und gebohrt
Dann zusammen gesteckt.
Oben natürlich das selbe Spiel
Einmal schräg
Einmal gerade
Jetzt kann die Bodenplatte ausgemessen und zugeschnitten werden
Die Türme exakt positionieren, anzeichnen, bohren und verschrauben
Das Grundgerüst steht
Weiter geht's mit den Hängebrücken. Es werden Weidenäste mit 1,5-2 cm Dicke, auf 55 mm Länge zugeschnitten und mit einem 2 mm Bohrer gebohrt. Der Abstand der Löcher ist 40 mm
Ein Draht wird als Trageseil verwendet
Dann werde sie aufgefädelt
Stück für Stück
Bis die Länge stimmt
Dann mal reinklemmen und die Löcher für die Drähte anzeichnen
Ich führe den Draht in den Turm. Dann schräg nach unten wieder aus dem Turm.
Von außen werden dann die Enden mit einem Tacker befestigt. Da alles unter der Brücke ist, sieht man hinterher nix.
So sieht es doch gut aus.
Erstmal schauen was man nehmen kann
Der Ast wird ebenfalls mit Dübeln in den Türmen gesteckt.
Die Astgabel wird in Position gebracht und von unten verschraubt.
Die Verschlüsse der Türme werden mit einem Drehverschluß gemacht
Holz zuschneiden und mittig bohren.
Einsenken
Im Turm das Loch anzeichnen und bohren
An der Einschlagmutter die Spitzen kürzen.
Die Schraube mit Schraubensicherung einsetzten und Trocknen lassen.
Fertig...

Ich wollte ja eine gerade Brücke, einen schrägen Steg und 2 Hängebrücken zwischen den Türmen haben. Vor den Türmen wollte ich aus Ästen noch etwas zum Klettern und Rennen haben.
 Da ich jeden Tag mir meinem Hund 2 Std laufe, habe ich mir den ein oder anderen Ast aus Weidenholz mitgenommen. Alles zusammen in den Heizraum gelegt zum trocknen. Aus dem Zeug baue ich dann die Turngeräte.

Die Abläufe beschreibe ich in den Bildern.
Das geht einfacher.


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