Murmelautomat - Kugelkletterer(Upgrade)

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Der Murmelautomat in Aktion
Murmelautomat
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    2 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Öffentliche Wertung

Schon länger mal wollte ich etwas bewegliches aus Holz bauen. Da kam mir die "Marble Automation Machine" von Steve Good gerade recht. Natürlich mit der einen oder anderen Änderung.

Meinen Bauplan gibt es hier zum herunterladen.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Gerüstteile sägen

die fünf "Heber"
geeignete Sägeblätter
"Heber" aussägen
Seitenteile sägen
alles im Winkel
Ausschnitt für die "Heber"

Das Gerüst des Kugelautomaten besteht aus zwei Seitenteilen, einer Rampe, einem Kugelfang, einer Führungsplatte (oben) und den fünf Pleueln/Hebern welche die Kugel nach oben transportieren.

Die einzelnen Teile habe ich am PC gezeichnet (Inkscape) und dann ausgedruckt. Meinen Plan kannst du hier herunterladen. Die Vorlage wird auf passende Holzreste geklebt. Ich verwendete zum Bau 18 mm dickes Sperrholz. Es geht natürlich auch Voll- oder Leimholz.

Beachte: Verwendest du Holz in einer anderen Stärke müssen einige Teile des Planes entsprechend angepasst werden?

Ich habe alle Teile mit der Dekupiersäge gesägt. Den linken Seitenteil machte ich entsprechend höher, das erspart mir das sägen und ankleben einer dünnen Seitenwand (wie im Original vorgesehen).
Natürlich lassen sich viele Teile (schneller) mit einer Tischkreis- oder Bandsäge sägen - ich wollte es aber wissen ...

TiPP: Die Teile habe ich sehr genau gesägt eher an der Außenkante gesägt und später beim Schleifen auf das exakt passende Maß geschliffen. Vor allem die Heber müssen genau passen (sind sie zu klein gesägt verkanten sie sich, sind sie zu groß blockieren sie.

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Grundgerüst verbinden

Schlitz für Lamello fräsen
Dübellöcher markieren
Dübellöcher bohren
sieht doch gut aus
Dübellöcher übertragen
Bohren mit Tiefenbgrenzung
mit Dübel zusammenstecken
Lamello einsetzen
der Winkel passt
das zusammengesteckte Gerüst

Sind alle nötigen Teile gesägt geht es an den Zusammenbau. Im Original wird alles nur geleimt. Ich habe hingegen verschiedene Techniken kombiniert - einfach nur um es zu üben.

In die obere Führungsplatte (in der später die Heber laufen, fräste ich an der rechten durchgehenden Seite einen 20er-Schlitz mit der Lamellenfräse (Bild 1). Auf der linken Seite werden die Mittelpunkte ermittelt, angekörnt und Löcher für 6 mm Dübel gebohrt. Das geht auch gut "freihändig" (Bilder 2-4). Mittels Dübelspitzen werden die Bohrlöcher auf den linken (hohen) Seitenteil übertragen. Ein stabiler Winkel hilft dabei hier exakt zu arbeiten (Bild 5). Dann werden die Dübellöcher in den Seitenteil gebohrt (Bild 6). Natürlich mit entsprechender Bohrbegrenzung (meine Tischbohrmaschine ist zur Reparatur, also musste der Akkubohrer herhalten).
Nun können die Gerüstteile zusammengesteckt werden (Bilder 7+8). Wie man sieht, passt alles (Bilder 9+10).

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Grundgerüst fertigstellen

Rinne fräsen
Schleifen
Schräge feilen

Fehlen noch die Rampe und der Kugelfang. Beide Teile werden nach dem Plan ausgesägt.

Die Rampe bekommt eine Kuhle gefräst. Dazu verwendete ich einen Halbrundfräser mit 12 mm Durchmesser, wobei ich an der oberen Kante nicht ganz durchgefräst habe. Eine umgekehrt angebrachte Feder diente als Begrenzer (Bild 1 zeigt das Fräsen des Hebers, welche auf die gleiche Art und Weise erfolgte). Auch ist die Kuhle etwas außerhalb der Mitte, nach vorne hin versetzt (vorne bleiben etwa 2 mm Rand).

Alle gesägten Teile werden fein geschliffen. Als Endschliff mindestens eine 240er-Körnung verwenden. Je glatter, desto besser laufen die Teile.
Mit einer Holzraspel schrägte ich die Führungsplatte an. Damit wird gewährleistet das die Kugel mittig in die Heber geführt wird (Bild 3). Die Teile können nun gebeizt werden.

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Bau der Mechanik

Kreise sägen
Hubhöhe ermitteln
Hubhöhe übertragen
Schnittführung anzeichnen
Schnittführung
Schnittwinkel einstellen
Kerbe sägen

Während die Farbe trocknet geht es an die Mechanik.
Zuerst einmal werden die sieben Kreise gesägt (Bild 1) und gebohrt. Ein 6 mm Rundstab wird abgelängt (etwas längert als benötigt). Die Rundstücke werden aufgesteckt und in die linke Gerüstseite gesteckt. Liegend werden die Heber angelegt und die Hebekreise ausgerichtet. Die Höhendifferenz (= der Hub) wird markiert (Bild 2). Die ermittelte Höhe wird auf alle Heber übertragen (Bild 3).

Auf der Flachseite der Heber wird die Mitte ausgemessen und die Schnittführungen angezeichnet (Bild 4+5).
An der Seite wird eine Linie von der Hubbasis zur Ecke gezeichnet. An dieser Linie wird der Tisch der Säge ausgerichtet (in meinem Fall gut 22°) (Bild 6). Das Video zeigt, wie die Kerben für den Kugellauf gesägt werden. Man folgt der gezeichneten Linie und die Schräge ergibt sich automatisch.

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Zusammenbau

li Seite anleimen
Mechanik einbauen
re Seitenteil anleimen
Rundstab ablängen

Jetzt geht es ans Zusammenbauen.
Erst wird die linke (hohe) Seite mittels der beiden Dübel an die obere Führungsplatte geleimt. Dabei unbedingt darauf achten dass die Teile im Winkel verleimt werden (Bild 1).

In das Seitenteil wird die Rundstange mit aufgesteckten Hubringen gesteckt und von der Außenseite der Abschlussring angeklebt (Bild 2). Wenn die Hubringe ausgerichtet sind kann die rechte Seite auf den Rundstab gefädelt und mittels Lamello angeleimt werden (Bild 3). Auch hier ist wieder auf die winklige Ausrichtung zu achten.

Auf der rechten Seite wird die Kurbel angebracht. Nach dem Trocknen des Leims wird der Rundstab passend abgelängt (Bild 4).

Auf der Oberseite werden die Rampe und der Kugelfang angeleimt und die Heber eingesetzt.

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Grundplatte

Markieren
Dübellöcher bohren
Dübel ablängen

Zum Schluss wird der komplette Automat auf einer Grundplatte befestigt. Diese dient zum besseren Halten während man die Kurbel dreht.

Die Grunsdplatte ist etwas breiter als der Automat und so lange, dass an der linken Seite genügend Überstand zum Halten bleibt. Hat man die Grundplatte zugesägt wird der Automat ausgerichtet und angezeichnet (Bild 1).

Innerhalb der Markierung werden jeweils zwei Löcher gebohrt und dann auf die Seitenteile des Apparates übertragen. Danach die Löcher in die Seitenteile bohren (Bild 2).
Diese Vorgehensweise vereinfacht das Setzen der Dübel. Man könnte auch erst die Löcher in die Seitenteile bohren, mittels Dübelstift auf die Grundplatte übertragen und dort die Löcher ansenken. Aber so ist es einfacher und schneller.

Nun wird die Grundplatte an das Gestell geleimt (Bild 3). Überstehende Dübel werden abgelängt. Wie man sieht geht das auch gut mit einer Laubsäge (Bild 2).

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Letzte Arbeiten

Bohrung setzen
Nagel setzen

Wie sich zeigte ist es schwierig die runden Heberplättchen am Rundstab anzukleben. Da kein Zwischen raum zwischen Stab und rundem Holz verbleibt kann dort kein Leim eingebracht werden. Daher habe ich mich dazu entschlossen das Ganze mittels dünnem Drahtstift zu fixieren.

Mit einem 1mm Bohrer wird durch das Plättchen und den Rundstab gebohrt (Bild 1). Dann wird ein passender Nagel eingeschlagen (Bild 2). Dieser soll so lang sein, dass er ein paar Millimeter durch den Stab geht.

Zum Schluss noch eine Schicht Hartwachs einziehgen lassen und mit einem weichen Tuch nachpolieren. Nun läuft alle wie geschmiert und es ist geschafft, der Murmelautomat ist fertig!

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Upgrade: Kugelbehälter

anzeichnen
aufkleben
Murmeln rein
fertig

Habe den Kugelkletterer um einen "Behälter" zum Aufbewahren von Murmeln erweitert.

Einfach aus einem Reststück ein 5 x 5 cm großes Quadrat mit einem 7 mm Innenschnitt sägen und an eine geeignete Stelle des Grundbrettes kleben. Jetzt hat man immer ein paar Murmeln zum Spielen zur Hand.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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