Multifunktionstisch

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der Entwurf
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    150 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Öffentliche Wertung

In meiner Werkstatt gibt es mehrere kleine Arbeitsplätze. Bei der Bearbeitung größerer Werkstücke hingegen, mangelt es meist an Platz. Also suchte ich nach eine Möglichkeit den Raum sinnvoller zu nutzen. Ein zentraler Arbeitstisch, der von allen Seiten zu "bespielen" ist,  schien mir die ideale Lösung zu sein. Nach langer Internet-Recherche bin ich auf den Werktisch sowie den Sägentisch von selbst.de, und Moellis Nachbau gestoßen. Mit einigen individuellen Modifikationen hinsichtlich meiner Anforderungen entstand mein eigener Multifunktions-/ Sägentisch!

Die einzelnen Einsätze (bisher gibt es zwei - Stichsäge & Schleifwalze) werde ich demnächst dokumentieren und dann verlinken. Habt also ein wenig Geduld. Aber der Tisch ist nicht mehr wegzudenken.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Schlagbohrmaschine
  • Akku-Schrauber
  • Oberfräse
  • Stichsäge
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Materialliste
  • 10 x Kanthölzer, gehobelt | Fichte/Tanne (4,4 x 4,4 x 80)
  • 2 x Kanthölzer, gehobelt | Fichte/Tanne (4,4 x 4,4 x 50)
  • 12 x Kanthölzer, gehobelt | Fichte/Tanne (4,4 x 4,4 x 25)
  • 4 x Einschraubmuttern | Stahl (M8)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Der Unterbau

Der Tisch soll normalerweise immer in der Werkstatt stehen. Da ich aber für alle Fälle mit dem Stück auch mal mobil sein möchte, habe ich nach einem geeigneten Unterbau gesucht und bin dabei im Forum fündig geworden.


Ich habe dazu zwei Tischböcke / Schragen nach der Bauanleitung von neeomax gebaut. Da neeomax dies schon ausführlich dokumentiert hat, spare ich mir hier die Anleitung - die Lorbeeren gehören ihm...

Zur Info: Ich habe 44er Fichte/Tanne-Kanthölzer verwendet. Alle langen Holme haben eine Länge von 80 cm, der Querverbinder ist 50cm lang und die Diagonalen haben eine Länge von 25cm. Verbunden wurde alle mit 60er bzw. 80er Schrauben. Und das Holz wurde mit Holzöl behandelt.

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Rahmenbau

Zunächst habe ich die erste Tischplatte mittig auf den Böcken platziert. Die Tischplatte hat eine Größe von 1,50 x 0,90 m.

Da ich eine ganze Platte beim Holzhandel gekauft habe, habe ich mir dort gleich die Platte in entsprechend große Stücke teilen lassen. Die 1,50 x 3,00m (18er Stärke) große Platte habe ich wie folgt teilen lassen:
 

  • 2 Stück á 1,50 x 0,90 (Tischplatte)

  • 4 Stück á 1,50 x 0,10 (Rahmen)

  • 1 Stück á 1,50 x 0,80 (Rest für Einsätze etc.)


  •  


Aus den 10er Hölzern habe ich dann einen Rahmen unter die Platte geschraubt. Dieser ist so dimensioniert, dass er die Lagerhölzer der Tischböcke bündig umschließt. Somit kann die Tischplatte auf den Böcken nicht verrutschen. Die Hölzer wurden mit wasserfestem Leim und Schrauben angebracht. Geschraubt habe ich jeweils von oben in den Rahmen. Wichtig ist, dass alle Schraubenköpfe bündig versenkt werden - sie verschwinden später unter der zweiten Tischplatte.

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Rutsch-Bremse setzen

Damit die Böcke bei Belastung nicht zur Seite bzw. nach Innen wegrutschen können, habe ich noch jeweils eine Liste von innen gegen die Lagerholme der Schrage gesetzt.

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Ausschnitt für Maschineneinsätze in die Trägerplatte setzen

Position für Einschraubmutter ermitteln
Anritzen verhindert Ausreißen

Da der Tisch später nicht nur als reine Arbeitsfläche dienen soll, sondern auch Werkzeuge (Stischsäge, Schleifwalze etc.) aufnehmen können muss, habe ich in der Mitte der Arbeitsfläche einen entsprechend großen Ausschnitt vorgesehen (ca. 45x45cm).


In der Trägerplatte verläuft dieser jedoch nicht quadratisch, sondern hat in den Ecken eine jeweils 10cm tiefe Auflagefläche. In die Auflagen, habe ich dann mittig ein 13er Loch gebohrt und eine M8 Einschraubmutter gesetzt. Damit können später die Maschineneinsätze sicher fixiert werden.


Die Ecken werden mit einem 10er Holzbohrer vorgebohrt und anschließend mit der Stichsäge ausgeschnitten.


Tipp: Wer vorher die Oberfläche mit dem Cutter anritzt, verhindert ein zu starkes Ausreißen der Oberfläche!

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Querträger für mehr Tragkraft

Da wo geschraubt wird, befindet sich das Kantholz

Da das Loch in der Arbeitsplatte die tragende Fläche doch deutlich reduziert hat, habe ich mich noch entschlossen, jeweils einen Querträger einzulassen - Restholz hatte ich ja noch vom Bau der Tischböcke.


Somit wurde auf jeder Längsseite des Tissches noch ein 44er Kantholz befestigt (erneut verschraubt + geleimt).

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Ausschnitt auf Tischplatte übertragen

von unten anzeichnen

Die zweite Tischplatte wurde nun mit der Oberseite nach Unten auf die Trägerplatte gelegt, in Position gebracht und mit Schraubzwingen fixiert.


Achtung: Die Sache mit der 180°-Wende der Tischplatte kann man nur dann machen, wenn man den Ausschnitt in der Trägeplatte exakt mittig platziert hat. Sonst wandern die Löcher später auseinander!


Von unten wird dann der Ausschnitt übertragen und  um die Ecken vervollständigt. Denn dieser Ausschnitt soll quadratisch werden. Dann wird wieder in den Ecken vorgebohrt und mit der Stichsäge ausgeschnitten.

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Schnittkanten glätten und abrunden

Da der Ausschnitt mit der Stichsäge nicht so glatt war, wie ich ihn haben wollte, habe ich die Schnittkanten beider Platten anschließend nochmals mit der Oberfräse begradigt. Dadurch sind die Ausschnitte zwar minimal größer geworden, sehen aber auch deutlich ordentlicher aus.


Die Schnittkanten des Maschineneinsatzes auf der Arbeitsfläche wurde zudem in einem engen Radius mit dem Abrundfräser bearbeitet. Somit werden hier Ausrisse beim Wechsel der Platten verhindert und die Oberfläche hat keine harten Kanten.

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Drum prüfe, was sich ewig bindet

Bevor die die Tisch- mit der Trägerplatte verleimt wird, sollte nochmal alles in Ruhe geprüft werden.

  • Sitzen alle Schrauben?

  • Sind sie tief genug eingedreht?

  • Rahmen + Querträger vollständig

  • Alle Kanten geglättet


  •  


Wenn alles in Ordnung ist, können die beiden Platten miteinander verleimt werden. Ich habe dazu wasserfesten Holzleim genommen. Ordentlich erpressen & Warten.

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Löcher stopfen

sitzt perfekt!

Während der Tisch "trocknet", habe ich die Zeit genutzt um schon mal zwei Einsätze für den Tisch zu fertigen. Hier habe ich aus dem Restholz zwei entsprechend große Stücke mit der Kreissäge ausgeschnitten. Der Einsatz sollte zu beiden Seiten (horizontal + vertikal) insgesammt einen halben Zentimeter kleiner als der Ausschnitt sein. Somit kann man sie leicht einsetzen und sie haben nicht allzuviel Spiel um zu wandern.


Die Schnittkanten wurden mit der Oberfräse in einem ähnlich kleinen Radius wie auch die Arbeitsplatte abgerundet.

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Tischkanten abrunden

Damit der Tisch am Rand nicht splittert und eine weiche Kante entsteht, habe ich mit der Oberfräse und einem größeren Abrundfräser die Kanten geglättet

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Schleifen und Lackieren

Zum Abschluss wurde die Oberfläche mit dem Schwingschleifer unt 180er Körnung angeschliffen und in zwei Durchgängen mit Clou Möbellack versiegelt.

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Zubehör & Erweiterungen

Bisher habe ich an Zubehör für meinen Tisch folgendes gebaut:

- Stichsägen-Einsatz
- Schienensystem
- Tischerweiterung für die PTS10
- Frästisch


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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