Multi-Bohrtisch für PBD40 im Bretterbuden-Stil (Marktschreier-Version)

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Küchenschrank Panama...
Aufgebockt...
Plattenteller...
Geile Kiste!
Voll der Blender...
Endprodukt!
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    75 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Wer kennt die Jungs und, ja, auch Mädels nicht, die kreischend-schreiender Weise ihre dürre Dauerwurst auf den Märkten der Republik feilbieten?

Ich hatte im letzten Jahr das tinitus-beplankte Totalvergnügen, den König der Marktschreier live zu sehen… Wurst-Achim*! Der stand morgens mit seinem vollausgestatteten Wurst-Anhänger vor einem großen Einkaufsparadies, hat sich die geölten Schreiorgane blank gefruzzelt und entspannt gegen Entgelt einen nach dem anderen Käufer mit einem Augenzwinkern dauerhaft durchbeleidigt…

… „Wie soll ich nur mein Recycling-Projekt beschreiben?“…

Ahhh… wie der Wurst-Achim! Ausschließlich mit geschriebenen Non-verbal-Angriffen! Nur ohne Wurstanhänger, ohne Entgelt und ohne Beleidigungen. Aber eine Tüte mit nur für euch reingedrückten Spezialitäten der Darbietung von „Resteverwertung bis zur schunkeligen Schmerzgrenze!“

Ein Name für meine virtuelle Identität musste noch her…

„Ranzen-Rudi“?
Nein, die ausgewölbte Fleisch-Pocke unter meinem ordentlich behaarten Brustbein soll nicht in der weiten Welt als Synonym für meine eloquente Erstdarbietung der Schreikunst herhalten

„Resterampen-Rudi“?
Nix da, hört sich an, als wäre ich ein verarmter Stuntman, der durch den Zuritt einer 1958er-Zwei-Auspuff-Kawasaki auf dem Trödelmarkt mit einem Sammelsurium von abgewrackten Europaletten über den Bier-Buden-Anhänger vom „Hopfen-Horst“ springen würde…

…kurz die verratzte Birne gekreuselt… Thema ist Recycling… Rudi wirste gerufen… „Recycling-Rudi“!

Jau, das isses.

Also, los geht’s. Die Griffel geknickt und ab die Katze:

„JAAAAAAAAAAAAAAAAA, DUUUUUUUUUUUUUU, kommmm rannnn hiiiiieeeerrrr! KOMMMMMMMMM, KOMMMMMMMMM NÄÄÄÄÄÄHHHHEEERRRR! Hier gibt es feinstes Resteverwertungsprogramm: alter Küchenschrank, angedicktes Öl, reichlich Reste-Holz, nutige Gerbraucht-T-Schienen, bolligen Bootslack, absurde Absaugung, affenharte Aufhängung, aufhellendes Airbrush, schubsige Schubladen, knarzende Kisten und, und, und…

… WAAAAAAAAAAAASSSSSSSSSSSS? WAS WILLSTE EINSETZEN, GLÄNZENDE GOLDLOCKE? EINE STIMME?

JAAAAAAAAAAA, ich pack dir deine trollige Tüte so voll, dass DUUUUUUUUUUUU heute Abend mit der MUTTTTTTTTIIIII beim Kopf-Kino-Koitus noch stammelst, dir TUUUN DEINNNNEEE langen GRAFFELGRABSCHER vom Nachause-Schleppen immer noch WEEEEEEEHHHHHH und DIICCHHH ermüdet am Gedenk-Jahrestag EURER Erstvereinigung mit BRUMMKREISEL-SYNDROM WEEGGGDDRREEEHHHSSST!

AAAABEEEERRRR SIIIEEEEHHH SEEEELLLBBBSSSTTT, WAS ICH DIR MITGEEEBBBEEEE…. *keuch*

*wer möchte kann sich hier mal einen Original-„Auftritt“ vom Wurst-Achim anschauen:

Wurst-Achim Live

Wie immer: wer nicht lesen mag, schaut sich die Bilder und die Videos an!

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischbohrmaschine
  • Akku-Schrauber
  • Multifunktionswerkzeug
  • Oberfräse
  • Stichsäge
  • Handkreissäge
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Mini-Handkreissäge
  • Exzenterschleifer
  • Schwingschleifer
  • Dremel
  • Winkelschleifer
  • Schraubendreher
  • Schleifklotz
  • Winkel
  • und viele kleine Sachen mehr!
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Materialliste
  • Nope x Dieses Mal aufgrund der | Vielfältigkeit keine Angaben (Sorry!)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Am Anfang...

Küchenschrank ungeputzt und ungenutzt..
Die Füße in Rohform...
Abgelängt und angezwingt...
Fest muss es sein!
Kreuz- und Querverbinder
Rollende Rollen untendrunter
Ablängen auf Werktisch-Höhe
Passt rein, is' aber nicht hoch genug
Auflagen machen das Leben leichter
Fertig für den Deckel!

FÜÜÜRR DIICCH REISS ICH JETZT DIE TÜÜÜÜÜDDE AUF UND PACK DIR EINEN EIN. ALLLSSOOO AUFPASSEN:

Den Blick im eckigen Kellerrund schweifend, nachdem klar war, ich will (und kann) auch am „Rie-Szeigling“-Wettbewerb meine idiopathischen Ideen von Rudis Resten feil bieten. Der unfertige Rohling des Bohrtisches in Form eines alten Küchenschrank-Korpus stand direkt vor meiner Nase. Dazu vier Reststangen an Kantholz, vom Wände-ziehen beim Kumpel. Vor dem Feuertod gerettet.

Genommen. Dass der Schrank knapp 14 Jahre alt ist, vorher ordentlich in unserer Küche von Weiß auf Bahama-beige runtergekocht wurde, macht ihn zur recycle-baren Luxusauswahl.

Die vier rechteckigen Vierkantler habe ich mit der Kappsäge auf genau 110cm runter reguliert. Der Bohrtisch soll die gleiche (selbe? Ich kann das nicht auseinanderhalten…) Höhe wie die Werkbank bekommen. Damit man in der kläglichen Quadratmeterbutze auch mal längliches Langholz belöchern kann.

Ausgerichtet, festgeklemmt, angezwingt und dann mit jeweils 5 Stück von 4x40er-Edelstahlschrauben angeschraubt. Und auch gleich nochmal von vorne gemacht, da ich den Originaltisch der PBD40 als Standfuß behalten wollte, den aber Höhentechnisch nicht einberechnet hatte…

Also, knapp 10cm tiefer nochmal neu angesetzt, noch Kreuz-und Querverbinder zugesägt und schon steht der Ex-Hängeschrank. Vorher hatte ich aber die Mobilmachung mit den Rollen zumindest auf dem Schirm. Die neue Heimat an den Werkstisch geschoben und von oben die Länge abgenommen. Mit der Japansäge jeweils viermal abgelängt. Den Korpus aus beschichteter Spanplatte hatte ich einmal kurz mit 180er angerauht für die weiteren äußerlichen Bearbeitungen.

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So im Laufe vonne Dinge...

Gefastes Loch für den Standfuß-Penökel
Noch ne Einflugschneise zum Abbauen
Kalte Platte gleich gelegt
Frontverblender
Anzwingen, verschrauben
Wie inner Schule... Geodreieck und die Hypertuenuse durch die Nasenwurzel ziehen
Ankörnen für das Bohren
Grob vorher aussägen...
Abkleben zum Ausfräsen
Zweiseitiges Rechteck ist fertig.
Nochmal Nuten
Bündig...
Doppelte Sicherheit. Kontaktkleber und Schrauben (später)
Feilend angefast
Sieht schmuck und scharf aus

ICH WAAAARR GESTERN FÜR DICH BEIM „DECKEL-DIETMAR“! DER HAT MIR EINEN KARTON ERLEN-LEIMHOLZ NUR FÜR DICH RAUSGERÜCKT! PACCKKKKE ICH DIR EIN!

Die PBD40 habe ich mittig ausgerichtet auf den Deckel des Küchenschrankes gesetzt. Mit Vierkantholz, einem MPX-Rest und MDF (22mm) so „hintariert“, dass sich alles auf einer Ebene für die Erlen-Leimholzplatte befand. Mit der Lochsäge im Durchmesser 68mm nach mörderischem Ausmessen ein Loch für den Fußstummel der PBD gebohrt. Dieses Loch, wie auch die umlaufenden Kanten habe ich mit dem 45-Grad-Fräser fein gemacht. Dann vorne eine Frontblende, ebenfalls angefast, stumpf mal festgeschraubt. Keine Fisematenten...

Das Loch für die Einleger (als Opferholz oder später für den Schleifwalzen-Einsatz) habe ich grob mit der Stichsäge ausgesägt,  Holzreste mit doppelseitigem Klebeband im abgemessenem Bereich aufgeklebt und dann entspannt mit der Oberfräse auf das (unerwünschte) Maß von 12,1 x 12,1cm gefräst. Dammich nohmol!

Die T-Nutschienen mit dem 17mm-Nutfräser auf 10mm versenkt. Die Kanten der Schienen jeweils mit der Feile angefast. Mit Kontaktkleber und Schrauben in die Nut gebracht! Deckel drauf. Passt!

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Mittenmang...

Mayonaise dö Leim
Fest gepresst ist halb gewonnen
Überstehender Leim mit dem Abzieher entfernen
Loch. Mehr nicht. In 8er Durchmesser
Sackloch. Was'n fieses Wort für Männer...
Grundkonstruktion
Pockethole mit dem Jig
Anschlag endlich fest
Bleistifttechnik zum Übertragen
Rechts und links noch was dazu
Und dann wieder nuten
Hier wird nicht nur geklebt...*hicks*
Nach dem Anzeichnen wird wieder gekörnt (keine Sauferei!)
Noch'n 8er-Loch-Festival
Glatt-Schliff...
Passt tatsächlich
Wer ist der größte Freund des Heimwerkers? Der treue Winkel!
Geölt wie'n Bodybuilder
Ebenfalls nass noch flutschig...
Aber sieht schon mal gut aus...
20160318 160145

KOMM, DANN NOCH T-NUTSCHIENEN, SCHRAUBEN, FEDERN UND UNTERLEGSCHEIBEN VOM „EISEN-ERHARDT“… UND ICH MACH DICH SCHNELLER, WILLI WIRBELWIND! ICH PACK DIR EINEN SCHNELLSTOPPER-ANSCHLAG IN DIE PLASTELIN-PACKAGE!


Ich wollte was Anspruchsvolles hinlegen und mir später Zeit ersparen. Schnell mal 10 bis 15 Löcher in Reihe bohren ohne vorher ausmessen zu müssen? Jau, Grützekamin angeflammt und einen arretierbaren Anschlag gebastelt.

Dafür die Reste der Deckelplatte aufgedoppelt, verleimt, nach der Trocknung rechts und links ein 8er-Loch durchgebohrt (mit der bereits wieder stehenden PBD40) und dann ein Sackloch mit einem 25er-Forstner-Bohrer bis knapp zur Hälfte eingebohrt. Die bereits erwähnten Schrauben, Unterlegscheiben und Federn sind gekauft (sowas kannste nich‘ recycelt finden…) und wurden in den Löchern platziert (siehe Foto und Video!)

Dazu zwei Klötzchen aus dem letzten Rest der Leimholzplatte, um den Anschlag in den T-Nut-Schienen zu führen. Diese wurden mit Pocket-Holes versehen angeschraubt. Wichtig für mich beim Recyceln ist, dass ich das auch wieder auseinander bauen und wieder verwenden kann. Recyceltes Recycling eben…

Um den Anschlag schnell auf den richtigen Abstand bringen zu können, habe ich in die Deckelplatte rechts und links recyclingfähige Reststücke einer Aluschiene eingelassen. Die Markierung zum Einlassen habe ich mit zwei Bleistiften, in den 8er Löchern stramm eingesteckt, übertragen. Mit der Oberfräse und einem 10mm-Nutfräser eingelassen.

Mit dem Winkel und einem großen Geo-Dreieck wurden die Markierungen zum Bohren der Löcher auf die Schiene übertragen und dann mit einem 8er-Bohrer durch das Alu in die Deckelplatte gebohrt. Knapp 10mm tief.

Test, ob die Schnellarretierung präzise im 1cm-Raster funktioniert. Jaujupp, passt mit dem Laser der PBD40 exakt. Der Anschlag steht auch exakt im 90 Grad Winkel.

Mit 320er wurde nun alles (Holz und Alu) glatt geschliffen. Fehler! Der Schleifstaub vom Alu setzt sich trotz Absaugung in den Poren der Erle fest und hinterlässt dunkle Stellen.

Dann mit Ovatrol eingeölt. Einmal.

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Weiter dran...

Gesammelte Reste aus dem Baumarkt
Auf Maß gebracht mit dem "Fingerbrecher"
Blau is' schlau, aber Weiß ist heiß!
Die Sesamstraßen-Ampel mal anders
Ingredenzien!
Sieht so besser aus
Auch von innen wird nicht geschludert
Vorerst fertig
Weiß ist nicht weiß, wie ich weiß! Vorlack druff (rechts)
Schön hell wird's inner Butze
Mit Rolle auftragen und mit Pinsel nachziehen
6mm-Streifen mit der Japaner
Nicht abgelängt, aber angepasst
Passt nun wunderbar!
Schublade raus!
Ecke für Ecke kommt zusammen...
... was zusammen gehört!
Ohne Boden machts wenig Sinn. Anzeichnen Freestyle freihand!
Angeleimt, angeleimt!
Bündig fräsen
Paaaassssttt!

JEETTTTZZZ ABBBEERRRR! AUFPASSEN, FÜR DAS INNENLEBEN DEINER BOHRTISCH-HOLZHÜTTE HAUE ICH DIR SCHUBLÄDEN UND SPERRMÜLLKÄSTCHEN MIT IN DEN KARTON. HABBICH VOM „SPERRMÜLL-SVEN“!

Außen schick, innen nett! Zur Aufbewahrung von diversen Wichtigkeitsutensilien (Bohrer-Sammlung, Forstner-Bohrer, Lochsägen usw.) im Inneren des Schrankes wollte ich Schubläden einbauen. Material: über die letzten 12 Monate gesammeltes Holz aus der Baumarkt-Restekiste. Da ich nicht genug für 6 Schubläden hatte, nahm ich ungeplant 4 Holzkisten schlimmster Aussehenskajüte dazu. Die hatte ich vor knapp 8 Monaten vor dem fiesen Spartaner-Sperrmüll-Fahrer gerettet. Hässlichstes Sesamstraßen-Gang-Farbdesign… Egal.

Schleifen (mit 120er und 240er), dann mit destilliertem Wasser verdünnter Haftprimer in Weiß drauf. Satt, Schmackofatz kann man gut schleifen. Nach der Trocknung (2 Stunden!) nochmals mit 320er abfideln und dann mit Malervorlack auf Richtung Strahlend-weiß vorlackiert. Auch eine ordentliche Schichtstärke mit dem Pinsel. Gut schleifen (320er und Schleifvlies „Mittel“ und… in meinem Fall… weglegen zur Weiterverarbeitung.

Im Inneren waren zwei Einlegeböden, die mäßig passten (ab Werk damals knapp 5 Millimeter jeweils zu kurz. Daher lagen da auch nur Tütensuppen drin…). Das musste ich ausbessern. Also, mit der Japansäge einen 6 Millimeter-Streifen aus einem Buchen-Leimholz-Rest vom Sperrmüll (!) abgeschnitten, jeweils an die Seite des Brettes geleimt und mit 4 Schrauben (4x30er) fixiert. Die genaue Anpassung mit 80er-Papier und dem kleinen Rutscher vorgenommen.

Die Schubläden sollten jeweils 330 x 280mm werden. Den Zuschnitt mit der Minikreissäge gemacht. Mit Winkelhilfe an den jeweiligen Seiten mit Spax 3,5 x 30mm verschraubt. Der Boden wurde aus einem Rest dünnem Sperrholz (12mm) hergestellt. Dazu den fertigen Schubladenkorpus auflegen, mit einem Bleistift, der senkrecht nach unten zeigt, den Rand abfahren und dann grob mit der Stichsäge ausschneiden.

In dem Zustand dann den Boden angeleimt und nach der Trocknung mit der Oberfräse und Bündigfräser nebst Anlaufring sauber bündig fräsen.

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Nochmal dranner...

Reste-Mischpoke
Das geht auf jeden Fall
Stege per Hand aussägen
Anzwingen mit Leim
Vier Freunde sollt ihr sein
Vorbereiten zum rückengerechten Abhängen
Klinkt aus!
Nummer eins hängt!
Er soll es werden...
Ohne Farbe, glatt und gelöchert
Sieht aus wie ne Schweinenase
Und nun hängen die auch!

OOOAAARRRHHHH, JETZT HAU ICH RICHTIG WAS IN DIE RECYCLING-REUSE… NICHT EIN, NEEEEINNNN, ZWWEEIIIIII ZWINGENHALTER VOM „RESTEKISTEN-KAI“.

Da ich nicht viel Platz habe, aber neue Zwingen, sollten die auch untergebracht werden. An der linken Seite der mobilen Bohreinheit. Zudem die Yuuma-Zwingen für die T-Nut-Schienen, damit ich nicht jedes Mal zur „Wand des Werkzeuges“ in zwei Meter Entfernung (!) pilgern muss. Kurze Arme, keine Kekse!

Restekiste-Kramerei! Einen Klotz Konstruktionsholz, etwas MPX-Birke, noch ein Klötzchen, etwas Buche-Leimholz.
Vorher gemessen, Zwingen drauf, am lebenden Objekt die Trennteile abgemessen, die Abstände korrigiert und dann mit Leim, Schmackes und Zwingenkraft festgerödelt. Können auch was für ihr neues Zwingen-Abhängregal tun… Dann die Zwingen drauf und mit der Japan-Säge die Aussparung vorne knapp 5 Millimeter jeweils eingesägt. Mit dem Multitool und kleinem Sägeblatt komplett entfernt. Mit pfiffigen Feile nachgearbeitet und den Fummel-Freagle probehalber festgeschraubt.

Für die Juuma-Zwingen einfach zwei 10er-Löcher (40mm tief) in die Stirnseite gebohrt und mit dem Buchenleimholz zusammengeleimt.

Die Teile wurden dann im Verlauf jeweils zweimal satt mit Bootslack bepinselt!

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Am dransten, quasi

Nich' gerade filigran
Trockentest, wie muss es hin...?
Loch an Loch...
Nachfeilen an den Stegen
Schräg ansägen...
...zum Anklammern...
Wieder dieser Kleber und die Tartanbahn!
Nix wegschmeißen! Man weiß nie, wofür man sowas braucht
Mit dem Dremel für die T-Nut-Schiene bearbeitet
Noch ein Loch durch
Zwei T-Nut-Schienchen
Geht das wirklich? Probehinhalten!
Absaugung für PBD40, Videobeweis, dass es funktioniert!
Nur hier eben (noch) nicht... Irgendwann vielleicht mal...
Abrunden
Auslöchern!
Nachgeschliffen
Einmal eingenässt mit Bootslack
Absaug-Andruck-Anlage in der Auslieferung!

ARRRGGGHHH, DAMIT DU NICHT WIE „MÜFFEL-MANNI“ VOR MIR STEHEN MUSST, KREDENZE ICH DIR EINEN NIEDERHALTER MIT ABSAUGFUNKTION...

Japp, ist immer noch (lange) nicht zu Ende. Staubig beim Bohren ist doof. Mit den eigenen filigranen Klavierfingern die Werkstücke jeweils festhalten, wollte ich nicht mehr.

Also, aus der Restkiste zwei Stücken 19mm Birke MPX gefischt, zusammengeleimt. Nach dem Trocknen versetzt mit einem 8er Bohrer 14 Mal direkt nebeneinander Löcher gebohrt. Die Stege zwischen den Löchern leicht weggefeilt, damit ein Stoppraster entsteht. So kann man den Niederhalter im 8mm-Raster an oder vom Werkstück wegbringen.

Von der Unterseite im „Frei-Schnauze“-Winkel mit der Japan-Säge Aussparungen hergestellt (als Auflagefläche auf den Werkstücken). Aus der Müllkiste den Rest Gummi-Belag von den Bench-Cookies genommen, grob zugeschnitten und mit Kontaktkleber auf die Aussparung geklebt (den ausgesägten Winkel als Spannhilfe genommen). Die Kanten am Tellerschleifer abgerundet, auf der einen Seite mit einer 40er-Lochsäge Leere produziert und dann mit der Japan-Säge ausgeklinkt. Damit man auch mal Ministücke einklemmen kann.

Die Absaugung an dem Andruck-Eumel habe ich mit kleinen Reststücken T-Nut-Schiene, zwei 45 Grad-Rohren vom Meister Röhricht (waren Reststücke, die ich vor zwei Jahren auf der Parzelle gefunden habe) und den Admiral-Schrauben (Danke Troppy!) hergestellt. Der Pümpel ist so verschiebbar und wie man an dem Video (und den Bildern) sehen kann, funktioniert das einwandfrei… bei kleinen Löchern! Beim Einsatz von Forster-Bohrern nicht. Das mache ich später mal… *Grunz*

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Drannerer...

Lochwand
Kreisrund
Mittenfindung
Mit Schrauben zum Verleimen gezwungen
Ach ne, wieder Tartanbahn
Rundet das ganze ab
Wieder ins Geburtshaus zum Trocknen zurück
Noch nass
Dreimal lackiert und aufpoliert. Bernsteinknöpfe
Tapezieren!
Profan per Zwinge
Fertich!

WIIIIEEEEE???? IMMER NOCH NICHT GENUG INNER TÄSCH? OKAAAAYYY, WEIL WETTBEWERB IST… TÜRKNÖPPE FÜR DIE SCHUBLÄDEN, TÜREN UND SPANNKNÖPPEKES FÜR DEN ANSCHLAG… BAAAAHHHRRRR…

Im Schnelldurchlauf, sonst liest den Rest keiner mehr:

• Mit einer 40mm und 28mm-Lochsäge Kreise aus einem Multiplex-Rest gezergelt
• 10mm Loch jeweils mittig
• Mit einem 25mm Forstner-Bohrer eine zwei Millimerter Vertiefung
• Einschlagmutter (fieses Wort!) mit M8er-Gewinde in die Vertiefung eingedemmelt
• Die 28er-Kreise mit Leim versehen und mit einer M8-Schraube und zwei Muttern zum Trocknen zusammen gezogen
• Als Grip den Bench-Cookie-Belag in Streifen geschnitten, mit Kontaktkleber befestigt
• Auf die Anschlagsknöppekes noch einen kleinen Kreis aus Sperrholz und dann tapeziert… jaaa, nicht verlesen… tapeziert…
• Jeweils alles dreimal mit Bootslack versehen und in Bernstein-Optik aufpoliert
 

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Am Drannersten

Wieder mal Vorbereiten zum Nuten
Nut drin, die bescheidene Anti-Qualitätsschiene auch
Vierteiler
Tatsächlich aus Eins-mach-vier-Tür
Streifen rein
Lamello-Fest
Die längsten Zwingen, die ich hab!
Glatt machen
Sieht ma' gut aus
Hilfsleisten
Am Zwischenboden
Schubläden unkonventionell zum Ausziehen
Fertig fest! Reicht auch erstmal!

SCHÖN? WAS IST SCHÖN? SCHIEBTÜREN SIND SCHÖN! DIE KLAPPEN DIR NICHT VOR DIE KNIESCHEIBE, WENNSTE MAL WIEDER DIE GLOTZKORKEN NICHT BEI DER ARBEIT HAST! „SCHIEBETÜREN-STEPHAN“ HAT MIR VIER PAAR SCHUBLADENSCHIENEN VOM FEINSTEN *RÖCHEL* MITGEGEBEN! SCHENK ICH DIR!

Jepp Jupp, haste keinen Platz, musste zusehen, wie die Türen aufgehen. Nachdem an Materialmangel gelitten (Schubläden), dachte ich mir, das Schiebtüren an der „Casa del taladro“ ideal wären.

Zuerst habe ich die Nuten für die Schubladenschienen gefräst. In der noch ganzen Tür.

Dann habe ich die Tür von dem Schrank viergeteilt! Zwei Schubladenblenden sind entstanden und zwei Schiebtüren. Dumm nur, dass das Material nicht ganz für Schiebetüren zum richtig auf- und zumachen gelangt hat.

Also, wieder Reste-Ecke-kramen und einen langen Streifen Erlen-Leimholz rausziehen… Passt. Mit Lamellos und ordentlich Leim jeweils an der Sägekante befestigt. Kleine „Unebenheiten“ auf der beschichteten Spanplatten-Tür beigeschliffen. Mit zwei Hilfsleisten die Schiebetüren befestigt. Hier sagen die Bilder mehr, als mein Geschwafel…

Vorher hatte ich die beiden Schubladenkästen unkonventionell in die oberste Etage eingebaut… *Grins* Normal können alle…

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Drannigererer

Zapetier... äh... Tapezier-Geschirr
Eingenässt und angeweicht
Leim leicht verdünnt
Erste Seite fertig
Andere Seite auch bebackt
Streifen freihändig gerissen
Erster Kasten bandaroliert
Der Turm wächst
Alle vier auf einen Streich
Tür vom häßlichen Entlein zum häßlichen Holzentlein
Schubladenfont... wo isse 'se?
Beide Türen fertig... ab zum Durchtrocknen
Haarspalterei am nächsten Tag. Überstand entfernen
Saubere Kante, leicht angefast
Letzte Korrekturen anner Griffmulde
Auch von unnerwärts scharf

UND VORGESTERN HAT MIR DER „TAPETEN-PETER“ DIESE ABSOLUT EINZIGARTIGE *HUST* VOLLWAND-VERZIERUNG AUS ECHTEM GRAUHOLZ-PAPIER VERSCHEUERT! EINE ROLLE NUUUURRR FÜR DICH! *PLONG*

Wie soll die Oberfläche aussehen? An dem Naturholz bleibt die Naturholz-Optik. Nur an den weiß-laminierten Schrankteilen wollte ich Änderung. Aber nicht in Weiß oder sonstiger Farbe, sondern… Holzoptik! Was bleibt, wenn man Anstreicher und kein Künstler ist? Jauser, Tapezieren!

Das ist ein weiteres Teil, welches ich nicht aus dem Restfundus zaubern konnte. Daher ab in den Baumarkt und in der Reste-Ecke nach einem Schnäppchen schauen! Wichtig ist, dass die Tapete nicht Vlies-Rücken gesegnet ist, sonst löst sie sich beim späteren Klar-lackieren an. Und so fand ich diese tooootaaaal hübsche „Bretterbuden-Optik“ im Farbton „Kotzgrau“. Man(n) will es ja auch ein büschen rustikal inner Bastelbutze haben. Da bringste midder Violett-orangenen Streifen-Optik nicht wirklich Stimmung in die Katastrophen-Kellerkammer.

Das tapezieren ging einfach und flott.

• Benötigte Tapete grob zuschneiden,
• Tapete kurz von hinten benässen (mit Wasser und Schwamm, Du Ferkel…)
• Mit wasserfestem Leim den Korpus bestreichen oder rollen (nur eine Seite zurzeit, der Leim bindet auf der beschichteten Spanplatte trotzdem schnell ab)
• Die Tapete einlegen und mit der Moosgummi-Walze gut andrücken
• Die Überstände mit einem Cuttermesser und einem Flächenrakel abschneiden
• Raus gequollenen Kleister mit Wasser und Schwamm sofort entfernen
• Nach fünf bis 10 Minuten nochmals die Kanten mit der Moosgummi-Walze andrücken
• Nach der Trocknung am nächsten Tag mit dem Cuttermesser (frische Klinge!) vorsichtig an den Kanten nachschneiden

Und weil die weißen Kästen so schmucklos aussahen, habe ich denen auch noch eine Holzoptik-Banderole um die Hüften geknattert…
 

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Vor-Vor-Vor-Vor-Vor-Dranniger

Tiefe, Tiefe, Tiefe... wo biste?
Schwebend auf tief gezogen...
Kästen fertig "seidisch-glähnzehnd"
Erstes Gelutsche der Türen
Noch einmal lackieren, dann wirste wieder gewachst
Leichte Lack-Cellulite nach dem dritten Anstrich
Das schreit nach Schönheits-OP
Polier-Paste am Strang
Glänzend!
Flächig eingecremt
Nach dem "Abfilzen" schon schön, aber noch anfällig für Pommes-Finger
Lackschutz mit Shaun sein'n Fell
Fertig aufgehübscht anner Oberfläche

GOLDGELBEN LACK IN FUßNAGELFARBEN, AUS KLEINEN BOOTEN GEWONNEN, DEN PACK ICH DIR AUCH NOCH EIN…  LANGSAM SOLLTEN WIR ZUM BLAUEN MÜLLSACK ÜBERSCHWENKEN… ARRRRGHHH…

An den Kisten habe ich mit dem Airbrush versucht, etwas optische Tiefe durch Betonung der Schattenwelt herzustellen. Naja, den ein oder anderen Schatten hatte ich schon immer. Dies Kumpel-Kisten haben jetzt eine Wellenlänge mit Ihrem Ersteller...

Alsdann wurden fast alle Teile (Türen, Schubladenblenden, Kisten, das komplette Gestell) nun dreimal mit Bootslack (Ahornfarben) beschichtet. Die Platte blieb in Öl und das Innenleben des Schrankes habe ich nur ausgesaugt und gewischt (!).

Nach dem dritten Anstrich habe ich die Türen und Schubladenblenden mit 2000er Nass-Schleifpapier vorsichtig glatt geschliffen und dann mit Polierpaste und Filzscheibe auf dem Excenter richtig glatt gemacht. Damit sich außer den Fettfinger vonne Pommes nichts auf der Oberfläche absetzt, die Flächen nochmal mit Lackversiegelung auf dem Lammfellteller eingearbeitet. Spiegelt blank wie Glatze vom „HAARE-HANS“…

11 16

Vor-Vor-Vor-Vor-Dranniger

Traum-Schaum zur freien Verfügung
Eingeschnibbelt auf Maß
Direktes Anzeichnen fällt flach. Auf dem Klebeband geht es einigermaßen
Passt, wie Schaumstoff in Kiste
Auch hier... Maßanzug

BOOAAAHHH, MATRATZER-HORCHING, ODER WAS? JAAAAAA, HAU REIN INNE KISTE! DREI TEILE VOM „MATRATZEN-MATZE“ HABBICH FÜR DICH GESCHNORRT!

Damit das kommende Werkzeug es wohlig weich in den Kisten und Schubläden hat und bei mir in den Trocknungszeiten Langeweile aufkam, bin ich entspannt zu einem Matratzen-Händler gelatscht und habe gefragt, ob er ein „paar Reste“ an Schaumstoff zur freien Verwurstung für mich übrig hat.

„Ich krabbel auch gerne in der Mülltonne rum. Muss sich nur lohnen!“ Hatte ich das wirklich gesagt?

Jepp. Aber musste ich nicht. Der Mann hat mir tatsächlich drei stattliche Reste von dem Staumschoff aus dem geheimen Hinterzimmer mitgegeben.Dafür nochmals herzlichesten Danke-schön!!!

Das Zuschneiden war, wie wennste langsam die Marmelade unter die warme Leberwurst rührt... Anzeichen nur auf Klebeband und dann mit dem Cuttermesser durchtrennt, was woanders rein muss...

 

12 16

Vor-Vor-Vor-Dranniger

Vom Kopf her kommt'er
Mit dem Multimaster "rausbrechen"
Nach dem vierten Druchgang war das Halbrunde gefriggelt
Nochmal mit dem Profilaufsatz geglättet
Ist wie im Krimi inner zugigen Ecke rumlümmeln!
Testbohrung in Stakkato-Übung rechts... schnell und sauber

UUUHAAAAA, WIE KOMMSTE AM BESTEN MIT DEM DICKEN KNUPPEN ANNE FLANKE? RICHTÜÜÜSCH, IMMER DEM LOCH NACH…

Beim 1cm-Schnellbohr-Test kam ich keinen Millimeter an den Anschlag runter, weil das Bohrfutter natürlich im Durchmesser am Anschlag knabberte. Wat machste? Ne Pipeline ins Holz ziehen!

Die 40mm-Lochsäge raus, und die knapp 10cm tiefe Schlucht für den Bohrkopf einmeißeln. Dumm, dass die Lochsäge „nur“ knapp 3einhalb Zentimeter an Höhe hat. Also, Etappen-Drehen. Nach jedem Abschnitt mit dem Fein Multimaster und dem kleinen Sägeaufsatz den geschafften Fortschritt entfernen.

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Richtung Zielgrade

Wo ist der Strand? Fuerteventura bei Nacht?
Konturen sind schon mal da
Cordon bleu an weißen Wellenschmackes
Ein bisschen übertrieben karibisch
Aber dann doch etwas heimisch, die Bracke...
Einmal Bootslack für die Wellen!
Zweites Mal Bootslack für die Wellen!

HEEEEIIIIAAAADORALAWITZKA, DU KENNST AUCH KEIN ENDE, ODER? KOMMST HIER WIEDER UND WIEDER AN UND MACHST DIE WELLE…!

Jawoll, ja. Der Bohranschlag sah… sagen wir mal vorsichtig… stinkenlangweilig aus! Tapezieren oder lackieren im herkömmlichen Sinne wollte ich ihn nicht… Was bleibt? AIRBRUSH!

Yihaaah, bei völliger Ideenlosigkeit packste den Luftprügel aus und haust um ein 20faches verdünnte Echtpigmente an den Prengel!

Und „Welle“ ist das Thema. Bin Norddeutscher und freue mich immer wieder unendlich, wenn ich das wasserwuppende Gischt-Gezappel sehen kann. Warum nicht auch im Keller?

Ging ganz gut und die Farben brauche ich nicht zu erklären. Zum Schluss noch ein paar Wolken obendrauf und zweimal mit Bootslack veredeln!

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Kurz vor'e Zieleinfahrt!

Nicht recyclefähiges Material! Finger weg von Strom-Zweitverwertung!
Früher war nicht alles besser...
Platte und zwei kleines Reststücke anne linke Kante
Per Hand und Tellerschleifer den Diamanten rausgeholt
So könnte das passen
Nochmal schnell die Einschraub-Mutter hinterlegt
Kleiner Handknauf geht knapp durch
Rausgeschoben, angezogen! Hält bombig!
Geölt wie die Haare vom Wiese!
Bis die Frau merkt, dass das nich' mehr da ist...
Flutlicht vom Schweden ausser Steckdose
Mutlimedia-Versorgung inklusive

SO, DIE LETZTEN ARTIKEL GEHEN ÜBER’S BRETT, DEINE TÜTE IST RANDVOLL GEFÜLLT. NUN IST ABER FAST SCHLUSS MIT ESSIG IM KARTOFFELSALAT! ICH PACKE NOCH EINEN DRAUF, WIE LICHT UND STROM WIRD, ABER DANN HAUSTE LANGSAM DEN KNICK INS KNIE…

Ich wollte die Recycling-Quote an dem Tower wieder in die Höhe treiben und habe auf der Parzelle und im Keller eine alte Außensteckdose und labbriges Kabel vom „Bahrschen-Max“ gefunden. Schrott! Die Dose hatte im Innenleben völlig einen weg und das Kabel hat nicht genug Querschnitt. Hielt nicht ansatzweise in der Dose, laut Betriebselektriker!

Also, anders. Eine neumodische Zwei-Tisch-Verteilung wurde am Gehäuse mit kleinen 3,5mm-Löchern versehen (keine Panik, die Elektrik der Verteilung liegt fest verschlossen hinter einem Plastikdeckel, den ich nicht angefasst habe. Ich konnte daran vorbei durch den Plastik bohren).

Damit ich die verstellbar an den Tisch bekomme, habe ich nochmals aus dem Restefundus ein Stück Fichte-Tanne (vom Regalbau im Keller übrig geblieben) und zwei Buchenstücke (von der Verblendung meiner Werkbank) gefischt. Am Tellerschleifer und per Hand angefast, in das untere Buchstück eine Eindreh-Mutti in M6 verbastelt (für das Feststell-Knöpfchen), zusammengeschraubt und dann nach Anprobe ebenfalls nur mit Öl eingestrichen.

Nachmittags kam dat Gehänge dann an den Tisch. In die obere Steckdose habe ich einen alten Steckdoseneinsatz aus dem Wohnzimmer entwendet. Der hat zwei USB-Anschlüsse und einen Ladezippel für das Handy. So ist Licht (2 x Schwanenhals-IKEA-USB-Leuchte) und Multimedia über Bluetooth gleich mit beim befreiten Bohren dabei!