Motorrad-Transportständer

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    80 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Da ich mir mit Motocross ein neues Hobby angelacht habe, jedoch für den Transport der Maschinen nur eine einzelne Schiene für meinen Anhänger hatte, habe ich mir überlegt, ein Projekt zu starten, in dessen Rahmen ich mir zwei Motorradständer baue, die es mir vereinfachen, meine Motorräder aufzuladen für den Transport und diesen für die Überführung Sicherheit und Halt zu geben. 

Zudem sollten auch beide Crossmaschinen zugleich transportiert werden können, was bis dahin, mit der mittig befestigten Motorradschiene, nicht möglich war.
Da ich gelegentlich auch andere Motorräder transportieren möchte und noch eine Straßenmaschine besitze, wollte ich die Ständer variabel für verschiedene Radgrößen bauen, sowie die Umrüstung weitgehend werkzeuglos ermöglichen.

(Habe die Ständer noch nicht auf dem Anhänger montiert, da ich noch überlege, wie ich das ebenso werkzeuglos gestalten kann. Werde zu gegebener Zeit hier ein Update einfügen oder ggfs., je nach Aufwand, ein neues Projekt hierzu veröffentlichen mit Verweis auf dieses)

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBD 40  - Bohrmaschine (stationär)
  • Schweissgerät
  • Winkelschleifer
  • Akkuschrauber/Nagelpistole/Hammer und Nägel (optional)
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Materialliste
  • 3 m x Vierkantrohr | Stahl (40 x 4 mm)
  • 3,5 m x Flachstahl | Stahl (100 x 4 mm)
  • 1,5 m x Winkelstahl | Stahl (40 x 40 x 4 mm)
  • 1 m x Stab | Edelstahl (8 mm)
  • 4 x Federklemmen | Edelstahl (2 mm)
  • 10 x Endkappen | Plastik (für 40 mm 4-Kant-Rohr)
  • Lack (Rostschutz)
  • 1 x OSB-Platte (optional) | Holz/OSB (1 x 2 m)
  • 8 x Unterlegscheiben (8,5 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung in Sketchup

In Google Sketchup entwarf ich einen Plan, indem ich ein grobes Modell eines Rades maßstabsgetreu nachstellte, um basierend auf diesem Modell die benötigten Dimensionen des Ständers zu ermitteln. Dies geschah dann weitgehend nach Augenmaß und anschließendem Auf-Abrunden der ermittelten Maße.
Mit der auf diesem Plan basierenden Materialliste fuhr ich zum Stahlhandel meines Vertrauens und besorgte die benötigten Bestandteile.

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Zuschnitt

Ein Vorteil einer bereits maßstabsgetreuen Planung in Sketchup ist, dass man tatsächlich einfach nur Stück für Stück die einzelnen Teile zuschneiden muss, ohne sich darüber noch allzu viele Gedanken machen zu müssen. So gelang der Zuschnitt innerhalb weniger Stunden. Ich habe leider keine Kaltkreissäge oder stationäre Metallbandsäge hierfür, weshalb ich die Maße rund um das Werkstück übertragen und jede Seite einzeln schneiden musste, um insbesondere bei Gehrungsschnitten die nötige Präzision zu erhalten. Benutzt habe ich hierfür zumeist meinen Winkelschleifer (nachfolgend Flex genannt) mit einer Trennscheibe, sowie anschließend einer Schruppscheibe, um die scharfen Kanten fürs Schweißen zu brechen.

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Vorrichtung aus OSB (optional)

Da ich zwei gleiche Motorradständer bauen wollte und keine Lust auf viel Messerei und Ausrichtung mit meinen beiden billigen und viel zu schwachen Magnetwinkeln hatte, kam mir die Idee, eine Schablone aus OSB zu bauen, in welche ich die Teile einfach nur passend reinklemme, mit Schraubzwingen befestige und dann in Ruhe verschweißen kann.
Gesagt, getan. Habe einfach eine OSB-Platte verwendet, die Teile passend darauf ausgerichtet und dann mit meiner Nagelpistole OSB-Reste an die entsprechenden Stellen geschossen, bis ich eine - zugegeben nicht schöne - jedoch sehr hilfreiche Schablone hatte.

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Verschweißen

Knickpunkte angeschnitten

Da ich, wie in meinem Grillrost-Projekt deutlich wurde, keine große Erfahrung im Schweißen habe und das auch nicht häufig tue, musste ich mich zunächst wieder etwas hereinfuchsen, bis brauchbare Nähte zustande kamen. Diese ließen sich nach einer Weile aber auch sehen, wobei ich doch feststellte, dass ich erhebliche Schwierigkeiten dabei habe, Kehlnähte und Steignähte zu schweißen. Hier ging viel Zeit verloren, in welcher ich mein Werkstück immer im Schraubstock umspannte, um die zu schweißende Stelle in horizontale Position zu bringen, um mir das Schweißen zu erleichtern.
Ganz schlimme Nähte habe ich wieder getrennt oder geschliffen, um sie nachzuschweißen, da mir wichtig war, dass diese vernünftig halten.
Für die Radwippen habe ich Material aus einem dickwandigen Kanaldeckel ausgeschnitten, mit Flex und Trennscheibe die zu biegenden Stellen zur Hälfte durchgeschnitten, diese dann per Hammer und Amboss in den gewünschten 10°-Winkel gebracht und die schwachen Knick-Stellen wieder verschweißt.

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Verstellung

Um die Ständer variabel zu gestalten, habe ich in den zugeschnittenen Winkelstahl, sowie das senkrechte Stahlrohr durchgehende Löcher gebohrt, sodass ich die entsprechenden Halterungen einfach über eingeschobene Rundstäbe versetzen kann. Auf diese Art können die Halterungen individuell auf verschiedene Radgrößen passgenau eingestellt werden.
Um den Wechsel werkzeuglos zu ermöglichen, habe ich in die Stäbe wiederum löcher gebohrt, sodass Metallsplinte zur Sicherung hineinpassen.

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Lackierung

Um die beiden Ständer vor Rost zu schützen, habe ich sie auseinandergenommen und lackiert. Schwarzen Rostschutz hatte ich noch da, was die finale Farbgebung der Werkstücke in maßgeblich beeinflusst hat.... :)


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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