Modellbau Auto aus den 1980ern zum neuen Leben erweckt

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soweit fertig für den Testlauf
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    45 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Ich habe vor ca. 15 Jahren ein altes RC-Modellbauauto erhalten, damals in 2 Hälften. In mühevoller Kleinstarbeit hat mein Vater das Auto wieder zum Laufen bekommen. Jetzt möchte ich meinen Kindern zumindest den Umgang mit solchen ferngesteuerten Modellen etwas näherbringen, also habe ich das Auto auf heutige Technik umgerüstet. Ich weiß,dass das nicht unbedingt mir Holz zu tun hat (was man von mir vermutet), aber ich möchte es trotzdem zeigen, dass man auch altes zu neuem Leben erwecken kann, wenn man nur will!

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Elektrikerwerkzeuge
  • Lötkolben
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Materialliste
  • 6 x NiMH Zellen | Akku
  • 1 x Fahrtenregler (2Polig)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Zuerst eine Bestandsaufnahme:

Akkus ausgebaut
der ist wohl hinüber...
sieht zwar besser aus, aber auch defekt

Ein Ladegerät für Fernsteuerung und Empfängerakku hatte ich noch: Einfach versucht den Akku der Fernsteuerung und den Empfängerakku zu laden; Ergebnis 50% im Argen; zumindest die Fernsteuerung lässt sich aufladen (mit 15 Jahren alten Akkus!!), der Empfängerakku war etwas weniger kooperativ. Dann wollte ich den alten Hauptakku aufladen, mit dem Ergebnis, dass das Ladegerät spannungsmässig zusammengebrochen ist, also auch i.A. Kann ja nicht so schwer sein, ein paar Akkuzellen kaufen, verlöten und fertig.... dachte ich jedenfalls
Also mal die Akkus ausgebaut...

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Verkaufsberatung

Ein Kollege, der sich gut im Modellbau auskennt, hat einen Lachanfall bekommen, als er gehört hat, was ich vorhabe. Ohje, dass wird lustig.
Da NiCd Akkus ja mittlerweile sauteuer sind, lag ein Umstieg auf NiMH Akkus nahe, also rein zum Conrad und den erstbesten Verkaufsberater gefragt. (Ein Lob an dieser Stelle: höflich, nicht umsatzorientiert, und sehr gute Beratung) Kurzum der Neukauf der alten NiCd-Akkus wäre um ca. 30 € teurer gekommen, als die vorgeschlagene Lösung: Nur 1 Akkupack, Tausch des Fahrtenreglers und Adaption der Verkabelung. Voller Motivation und um 80€ erleichtert (ja ich habe mir ein Ladegerät dazu gekauft, da ein altes einmal in Rauchzeichen endete) habe ich den Conrad verlassen.

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Raus mit der alten Technik

alter Fahrtenregler
mit höchster Sorgfalt entfernt...

Den alten (mechanischen) Fahrtenregler  habe auch entfernt und die noch benötigten Kabel auf eine passende Länge abgeschnitten. Dabei habe ich auch gleich den Entstörfilter vom Motor abgeschlossen. Bis auf Lenkservo und Motor war das Auto von Elektrik befreit.

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Akku löten und weitere Lötarbeit

Akkueinzelteile
fertiger Akkublock ohne Stecker
Er lädt (also nix falsch gemacht...)
Vorbereitungen für den neuen Fahrtenregler
Der Fahrtenregler ist im System
Soweit fertig, wenn der Akku nicht noch laden würde

Zuerst habe ich die einzelnen Akkuzellen zusammengelötet und mittels Tamiya-Stecker an das neue Ladegerät angeschlossen;
Erfolgserlebnis: Akku lässt sich aufladen, keine Rauchzeichen!
Da der Empfänger vor dem Lenkservo verbaut ist, habe ich mit die Arbeit erspart einen alten Stecker an den neuen Fahrtenregler anzulöten, ich bin davon ausgegangen, dass die Kabelbelegung (3-Polig) noch ident ist, und habe den neuen Stecker abgezwickt, die Kabel verlötet und mittels Schrumpfschläuche isoliert. Dann habe ich den alten Motoranschluß an den neuen Fahrtenregler gelötet und ebenfalls mit Schrumpfschläuchen isoliert. Da der Fahrtenregler den Strom zum Empfänger durchspeist, kann der Empfängerakku entfallen.

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Überbrückung der Wartezeit

Ok, Akku lädt, Fahrtenregler ist prov. im Fahrzeug, und man wartet, dass der Akku voll wird (errechnete Dauer 2 Stunden), da habe ich den alten Ladekontakt ausgebaut, da mit die Lösung mit Messkabeln noch nie wirklich gefallen hat, da hier Schmutz eindringen konnte. Ich werde ein Loch verschließen und durch das andere einen zumindest staubdichten Ladestecker zwischen Akku und Fahrtenregler stecken. (Hängt von meinem nächsten Conrad Besuch ab...)

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Testlauf bestanden

Probelauf.

Nachdem der Akku endlich voll war, konnte ich es nicht erwarten, ich habe mir die Videocam geschnappt, und einfach das Auto mal probiert. dabei habe ich nur darauf geachtet, dass keine mechanischen Teile beleidigt werden.
Nun die 4 Gehäuseschrauben wieder fixiert, und das Auto einem Testlauf im Keller unterzogen.  Die Kabel mitels Kabelbinder noch fixiert und fertig!
Einziger erkennbarer Unterschied: das Getriebe wird geschont, da der Fahrtenregler erst nach Motornull auf Rückwärts geht und der Motor regelt stufenlos hoch.
Dieses Auto ist weder eine optische Schönheit (ja die Karosserie fehlt seit 15 Jahren), noch das modernste, aber das wichtigtste: es läuft wieder so wie früher, und den Spaß kann mir keiner nehmen!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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