mobiler Sonnenschirmständer

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    75 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Auf unserer alten Terrasse spendeten zwei Ikea Baggön-Schirme Schatten. Leider sind die Schirmständer mit ihren vier Waschbetonplatten sehr platzraubend, stellen eine potentielle Stolperfalle dar und sind alles andere als mobil.

Für die neue Holzterrasse musste folglich eine andere Lösung her. Zunächst hatte ich überlegt, in regelmäßigen Abständen Aussparungen für den Schirm im Terrassendeck einzulassen - aber dies schien mir nicht die beste Idee - mal abgesehen davon, dass eine ausreichende Anzahl von Bodenhülsen auch deutlich ins Geld gegangen wäre. Also habe ich mich im Forum ein wenig umgesehen und bin u. a. über Tobi74's mobilen Schirmständer "gestolpert", der mir auch noch einige Tipps und Erfahrungswerte geben konnte - viele Dank dafür.

Das Ergebnis: ein stabiler + mobiler Sonnenschirmständer für einen Ampelschirm aus Restholz vom Terrassenbau!

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Akku-Schrauber
  • Tischkreissäge
  • Winkelschleifer
  • Stechbeitel
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Materialliste
  • 8 x Kanthölzer | Douglasie (48,5cm lang)
  • 4 x Kanthölzer | Douglasie (42 cm lang)
  • 16 x Terrassendielen | Douglasie (12cm breit, 60 lang)
  • 8 x Terrassendielen | Douglasie (12cm breit, 52cm lang)
  • 4 x Räder | Metall (2 Bockrollen 2 lenkbare)
  • 1 x Douglasien-Öl | Öl (2,5 Liter)
  • 4 x Pflastersteine | Steine (nach Bedarf)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Rahmenbau

Zunächst galt es einen Grundrahmen zu bauen. Dieser orientiert sich an der Größe des Speißfasses, welches später im Kubus verschwinden soll (dazu später mehr). Für ein 90l Fass braucht es eine Kantholzlänge von 78,5cm. (Also für 2 Rahmen = 8 Kanthälzer á 78,5cm). Ich habe hierfür das Holz der Unterkonstruktion meiner Terrasse genutzt.

Damit der Rahmen stabiler wird, habe ich die Ecken mit einer Überlattung verleimt. Für die Überlattung habe ich mit der Tischkreissäge und Tiefenanschlag Schlitze gesägt und diese anschließend mit dem Stechbeitel ausgestemmt.


Der Rahmen wird dann mit Wasserfestem Holzleim verleimt.

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fahrbarer Würfel

Auf die Unterseite des Rahmens wurden dann noch jeweils zwei Bockrollen und zwei lenkbare Rollen mit Feststellbremse angebracht. Jede Rolle hat eine max. Tragkraft von 90 kg.

Als die beiden Rahmen fertig waren, habe ich diese mit vier weiteren Kanthölzern zu einem Würfel ausgebaut (Höhe 42cm).

Damit das Fass später nicht rutschen kann, habe ich aus Reststücken noch vier Anschläge an die Unterseite des oberen Rahmens gemacht. Somit sitzt das Speißfass ohne Spiel im Kubus.

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Verblendung mit Rallyestreifen

Bevor mit der Verblendung der Außenseite begonnen wurde, habe ich noch zwei Dielen á 60cm als Auflagepunkte für das Speißfass eingesetzt.

Danach wurden die Terrassendielen an der Außenseite des Würfels befestigt. Da ich aufgrund der Größe mit keinem sinnvollen Spaltmaß ausschließlich ganze Bretter verwenden konnte, habe ich mich dazu entschlossen, rechts und links je drei ganze Bretter zu verarbeiten und in der Mitte ein nur 4cm breites Stück einzusetzen.

Damit das nicht so zusammengefummelt aussieht, habe ich dieses umgekehrt, also mit der Nut nach außen) eingesetzt. Zugeschnitten habe ich es auf der Tischkreissäge. Jetzt hat jede Seite des Würfels einen Rallyestreifen.

Wichtig: Dort, wo die lenkbaren Rollen angebracht sind, müssen die Bretter ein wenig kürzer sein, damit das Rad um 360° drehen kann!

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originalen Schirmständer anpassen

Der originale Schirmständer hat ein Bodenmaß von ca. einem Meter - dies passt natürlich nicht in das Fass. Daher musste ich die Füße auf den Durchmesser des Fassbodens mit der Flex ablängen. 

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Ein Loch ist im Eimer...

Damit evtl. eintretendes Regenwasser aus dem Fass auch später wieder ablaufen kann, habe ich mit der kleinsten Lochsäge mittig ein Loch ausgesägt.

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Alles einsteigen...

So, nach einer ersten kurzen Testfahrt und kleineren "Lackreparaturen" konnte der Schirmständer an seiner finalen Position (also, auf der Terrassse) befüllt werden.

Zunächst kam der gekürzte Ständer in das Fass. Zur Sicherheit habe ich nochmals alle Schrauben des Ständers nachgezogen - später kommt man da nicht mehr ran. Dann kamen vier Pflastersteine zwischen die "Füße", um die Auflagefläche zu vergrößern. Der Rest des Fasses wurde mit einer Mischung aus Rheinkies und Pflastersplitt aufgefüllt, der ebenfalls noch vom Terrassenbau übrig war. Das ganze Konstrukt bringt nun etwa 120 kg auf die Waage....

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Zeit für einen Testlauf

Nachdem der Kübel befüllt, eine "Probefahrt" mit dem beladenen Würfel positiv verlaufen ist, galt es die Standfestigkeit zu testen - also Schirm eingespannt und Tada... Steht bombenfest!

Allerdings haben sich beim Testlauf gleich drei Probleme offenbart:

  • Die bisher genutzte Schirmhülle ist jetzt ein wenig zu lang und müsste gekürzt werden
  • Beim Zusammenklappen passt das runterfahrende Gelenk nur knapp am Rahmen des Würfels vorbei - knapp, aber passt
  • Da der Schirm durch die Räder nun höher steht als bisher, müssen kleine Leute sich lang machen, um den Schirm zu öffnen (Kurbelmechanismus) - das Überstülpen der Schutzhülle ist nur mit einem Stock möglich


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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