Mobile und kompakte Absaugautomatik bis 3600W

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Absaugautomatik
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Öffentliche Wertung

Ich plane gerade ein Untergestell für meine neue Tischkreissäge mit Frästisch.

Da ich noch in der Planung bin, nutzte ich die Zeit bereits für den Bau der Absaugautomatik.
Es geht auch deutlich günstiger, wenn ihr die Maschinen direkt anschliesst und nicht wie ich über eine Steckdose. Ich entschied mich für diese Variante, da ich nicht alle Stecker abschneiden und wenn nötig einen schnellen Maschinenwechsel vornehmen möchte. Jeder wie er will.
Hier könnte auch noch ein wählschalter montiert werden um zwischen Automatisch, Aus und Manuell zu schalten. Für mich benötige ich das nicht, aber machbar ist es.
Ausserdem kann ein Gehäuse auch selber gebaut werden und ein Kabel mit Stecker liegt bei euch vielleicht noch rum.

Die weissen Dosen sind für Maschinen und die schwarze Dose für den Staubsauger. Sobald entweder die Säge oder die Oberfräse läuft, startet der Staubsauger. Ich weiss, in Deutschland sehen die Dosen und Stecker anders aus, aber prinzipiell ist es genau das Gleiche.
Einen Nachlauf hat dieses Relais nicht. Das ist bei mir auch nicht nötig, da ich kein Rohrsystem habe.

Achtung:
Ich bin kein Elektriker. Ich zeige nicht im Detail, wie ich alles angeschlossen habe. Es ist aber eine eindeutige Anleitung des Herstellers des Relais dabei, die genau zeigt, wie es angeschlossen werden soll. Dieses Schema zeige ich auch in meiner Beschreibung.
***Nachmachen auf eigene Gefahr***
Ich empfehle, alles zu bauen und anzuschliessend, noch vor dem ersten Gebrauch von einem Elektriker überprüfen lassen.
Die Elektroinstallationen in meiner Garage habe ich selber gemacht und auch durch einen Elektriker prüfen lassen.
Ich habe die Projektkosten absichtlich etwas höher angesetzt, damit auch eine Überprüfung durch einen Elektriker miteingerechnet ist.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Dremel mit Trennscheibe
  • Abisolierzange
  • Seitenschneider
  • Feile
  • Schraubendreher
  • Loses Metallsägeblatt
  • Bohrmaschine
  • Kappsäge
  • Handsäge/Zugsäge
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Materialliste
  • 1 x Relais | von KEMO
  • 1 x Gehäuse | Abzweigdose (ca. 150x100x100mm)
  • 3 x Steckdosen | 230V
  • 5m x Kabel | PUR (3x2.5mm2)
  • Je 1m x T-Draht | Phase, Null und Erde (2.5mm2)
  • 4 x 2er Dosenklemme | WAGO
  • 2 x 3er Dosenklemme | WAGO
  • 1 x Stecker | für Kabel (16A)
  • 1 x Kabelzugentlastung | Selbstgebaut (40x40x21mm)
  • Divers x Schrauben
  • 1 x Grundplatte unter Abzweigdose | Sperrholz

Los geht's - Schritt für Schritt

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Ausschneiden und einpassen

Material
Anzeichnen und fräsen
Mit Sägeblatt nachschneiden
Alles sauber ausfeilen
Passt

Zuerst müssen alle Einbaumasse der Dosen auf den Deckel übertragen werden. Ich habe alles mit der Dremel und einer Trennscheibe ausgefräst. Das geht aber auch mit vielen anderen Werkzeugen.

Anschliessend habe ich alle Ecken mit einem losen Metallsägeblatt nachgeschnitten, da ich nicht ganz bis in die Ecken gefräst habe.
Das geht mit dem Sägeblatt wunderbar und auch schnell.
Nun musste ich nur noch alles sauber nachfeilen und die Kanten etwas brechen. Wenns nicht ganz passt, einfach noch etwas mehr nachfeilen und fertig.
Ich habe die Abzweigdose auf eine Holzplatte geschraubt, damit ich diese einfach irgendwo montieren oder umsetzen könnte, ohne den Deckel öffnen zu müssen.

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Einbau Relais und Anschlusskabel

Relais (eigentliche Absaugautomatik)
Kabelzugentlastung
Kabelzugentlastung einsägen
Kabel sichern
Kabelzugentlastung auf Rückseite anschrauben

Das Relais habe ich ungefähr in der Mitte platziert. Achtet dabei auf die Positionen der Steckdosen und deren Platzbedarf in der Abzweigdose. Die Kabel werden auch noch etwas Platz in Anspruch nehmen, also schaut darauf und wählt am besten eine etwas grössere Abzweigdose als eine zu kleine.
In meine Steckdosen dürfen nur starre Kabel angeschlossen werden, also ein T-Draht. Das ist bei euren vielleicht anders wenn z.B. Schraubklemmen an den Steckdosen angebracht sind. Verwendet in dem Fall dann unbedingt Adernendhülsen.
Als Zuleitung habe ich ein 3 x 2.5mm2 PUR Kabel verwendet. Die sind sehr strapazierfähig.


Das Kabel habe ich durch eine der vielen Gummimembranen eingezogen und die äussere Isolierung (in meinem Fall die orange Isolierung) ca. 10cm entfernt, damit sich die 3 einzelnen Kabel besser verlegen lassen.
Was hier auf keinen Fall fehlen darf, ist eine Auszugsicherung, die ich aus einem Stück Multiplex hergestellt habe. Hierzu habe ich ein 40x40x21mm grosses Stück zugeschnitten und dort ein Loch für das Kabel gebohrt. (Achtet darauf, dass dieses Holzstück grösser wird, als das Loch am Gehäuse. Im Falle, dass die Sicherungsschraube an der Rückseite nicht hält, würde sonst alles durch das Loch rutschen).
Den Durchmesser des Kabels habe ich mit einem Messschieber gemessen und den Bohrer um 0.5mm grösser gewählt. Damit das Kabel anschliessend nicht mehr herausgezogen werden kann, muss vom Rand bis zum Loch ein Schlitz gesägt und quer durch den Schlitz nochmal ein Loch gebohrt werden. In dieses Loch habe ich von unten eine M4 Mutter eingelassen, damit ich von oben das Kabel mit einer M4 Schraube klemmen kann. Falls das Loch für das Kabel etwas zu gross sein sollte, kann mit einem Isolierklebeband etwas aufgedoppelt werden. Es muss anschliessend gut klemmen! Zur Sicherheit setzt ihr noch einen Kabelbinder um das Kabel, damit es ganz sicher nicht mehr durchrutschen kann.
Nochmal: Es ist wirklich unerlässlich, dass das Kabel fest sitzt und nicht herausgezogen werden kann!
Ich möchte hier noch darauf hinweisen, dass Multiplex nicht erlaubt wäre, da dies brennbar ist. Sucht euch dafür einen nicht brennbaren Werkstoff, wie Metall. Dann aber Schutzleiter anlegen.
Von der Rückseite her habe ich noch eine Schraube in die Kabelzugentlastung gegeben, damit alles fest sitzt.
Passt dabei auf, dass ihr nicht in das Kabel schraubt!

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Elektrik

Anschlussschema 230V

Gemäss diesem Schema konnte ich nun alles wunderbar anschliessen. Es ist wirklich sehr gut verständlich, weshalb ich meine Kabelanschlüsse gar nicht zeigen muss.


Anstelle der Maschinen, habe ich hier halt eine Steckdose angeschlossen.
Die 3er WAGO's werden am Master benötigt, da ich hier 2 Steckdosen (für Oberfräse und Säge) angeschlossen habe.
Die Erdungskabel der Steckdosen und der Zuleitung sind alle mit der 5er WAGO-Klemme miteinander verbunden.
Achtet darauf, dass alle metallischen Teile in der Kiste geerdet werden. Zur Not könnt ihr die Schraubenköpfe mit Heisskleber überkleben. Immerhin besser als gar nichts.
Zum Schluss habe ich alle Leitungen geprüft und dann einen Funktionstest gemacht.

Diese Automatik ist nur ein Teil der Elektroinstallation meines neuen Untergestells, deshalb habe ich bei mir noch keinen Stecker angebracht. Im Prinzip könnt ihr jetzt einen Stecker (16A) montieren und ist dann fertig und einsatzbereit.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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