Mini-Eisenbahn auf der CD-Hülle

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Mini Eisenbahn auf der CD Hülle
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Es war wieder soweit. Es gab eine neue Heimwerkerherausforderung.
Verwendet werden sollte eine CD-Hülle und Pappe.

Ich weiß nicht warum, aber mir fiel dazu ein, eine kleine Eisenbahn zu bauen.
Ein kleines Spaßprojekt für zwischendurch …

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die CD-Hülle

Leere CD-Hüllen habe ich noch genügend rum liegen. Ich habe mir eine ausgesucht, die möglichst wenig zerkratzt war und daraus erst mal den inneren CD-Träger heraus genommen. Den brauchte ich nicht.

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Die Schienen

Ein Zug fährt auf Schienen.
Ich machte mir das Leben leicht und konstruierte mir in CorelDraw einen Schienenkreis und auch gleich die passende Grünfläche dazu.

Diese Bild druckte ich mir aus und schnitt es auf die passende Größe für die CD-Hülle.

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Antriebsscheiben

Den kleinen Zug wollte ich einfach mit Magneten antreiben.
Dazu sollte sich im inneren der CD-Hülle eine Scheibe mit dem Magneten drehen, die wiederum von außen mit einer Kurbel angetrieben werden soll.

Für die Antriebsscheibe maß ich den maximal möglichen Durchmesser und übertrug das mit dem Zirkel auf 6mm Pappelsperrholz.

Einen weiteren Kreis mit 4cm zeichnete ich auf ein weiteres Stück Sperrholz für die Kurbelscheibe.

Beide Scheiben sägte ich an der Dekupiersäge aus.

Der Magnet auf der Antriebsscheibe musste ja auf der Position der Schienen sein. Dazu maß ich den entsprechenden Radius und bohrte an der passenden Stelle ein nicht durchgehendes Loch von 10mm für den 10mm Neodym-Magneten.

Die beiden Scheiben sollten mit einem einfachen 6mm Holzdübel verbunden werden, also bohrte ich noch jeweils in die Mitte ein 6mm Loch.

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Scheibenmontage

Ich hatte auf das Schieneninlay auch gleich ein zentrischen Passkreuz gedruckt. Im Gegenlicht konnte ich so den richtigen Punkt auf der Unterseite der CD-Hülle finden, um das Loch für den verbindenden Holzdübel zu bohren.

Nachdem ich die CD-Hülle gebohrt und entgratet hatte, steckte ich die Scheiben zusammen, mit dem Boden der CD-Hülle dazwischen. Nun konnte ich die richtige Länge des Holzdübels anzeichnen, um ihn passend zu kürzen.

Jetzt konnte ich die Scheiben zusammen kleben.
Zunächst setzte ich den Dübel mit Leim in die Antriebsscheibe und kontrollierte mit einem Winkel, dass der Dübel auch gerade sitzt.
Den austretenden Leim wischte ich mit einem Tuch ab.

Bevor die Kurbelscheibe verklebt werden konnte, musste aber erst die Kurbel zusammen gesetzt werden.

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Die Kurbel

Auf der Kurbelscheibe bohrte ich ein 3mm Loch, möglichst weit außen, und senkte das Loch noch.

Einen 8mm Holzdübel nahm ich als Kurbel, dazu musste ich den aber noch vorbohren, dass ihn die kleine Schraube nicht sprengt.

Die Kurbel verband ich mit der Kurbelscheibe nur lose mit einer Schraube, damit sich noch drehen konnte. Die Schraube sitzt aber in der Kurbel (dem Dübel) fest genug, dass sie sicht nicht heraus dreht.

Jetzt konnte auch noch die Kurbelscheibe mit der Antriebsscheibe verbunden werden. Natürlich mit dem CD-Hüllen-Boden dazwischen. Damit die Scheiben nicht zu press anliegen, habe ich noch ein paar Papierstreifen als Abstandhalter dazwischen gelegt.

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Lok und Wagen

Nun brauchte ich aber auch noch das „rollende Material“.
Basis für die Größe waren die Schienen und somit die Achsbreite. Die Schienenbreite maß ich aus, und schnitt aus einem Schaschlikspieß kleine Röllchen für die Räder (der Einfachheit einfach durchgehend).
In der entsprechenden Proportion zeichnete ich mir dann direkt auf ein Stück 6mm Pappelsperrholz die Lok und den Wagen auf und schnitt diese mit der Dekupiersäge aus. Für das Fenster der Lok brauchte es noch einen kleinen Innenschnitt.
Die 6mm Dicke des Sperrholzes suchte ich aus, da das die Breite der Fahrzeuge werden sollte und ich so nur die Kontur sägen musste.

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Kessel und Räder

Die Lok hatte ich ohne den Kessel gesägt. Dafür nahm ich ein Stück eines 6mm Holzdübels, den ich jetzt noch aufklebte.

Ebenso kamen nun die Räder an Lok und Wagen.

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Antrieb

Ursprünglich wollte ich unter die Lok auch noch einen kleinen Magneten setzen. Es stellte sich aber heraus, dass die Anziehungskraft der Magnete dann so stark gewesen wäre, dass sich nichts mehr bewegt hätte.
Stattdessen nahm ich einfach einen Nagel. Der Nagelkopf bot genug Anziehung für den Magneten.
Ich bohrte ein kleines Loch in Stärke des Nagels vor und steckte den gekürzten Nagel hinein, so dass der Nagelkopf bündig mit den Rädern abschloss.

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Kupplung

Zur Verbindung von Lok und Wagen steckte ich jeweils einen winzigen Nagel hinten in die Lok und vorne in den Wagen. Glücklicherweise ist Pappelsperrholz so weich, dass ich die dünnen Nägelchen einfach mit einer Zange eindrücken konnte.
Diese beiden Nägelchen, die dann auch noch wie Puffer aussehen, verband ich dann mit einem Bindfaden, den ich einfach festknotete.

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Antriebsoptimierung

Es stellte sich nun heraus, dass der Wagen der Lok nicht optimal auf den Schienen folgte und sich die Lok auch etwas auf dem Magneten drehte.
Ich versah den Wagen auch noch mit einem Nagel und setzte auf die Antriebsscheibe noch einen zweiten Magneten in passendem Abstand, so dass dann Lok und Wagen jeweils einen eigenen Antriebsmagneten haben.

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Farbgebung

Mit dünnem Pinsel und Acrylfarbe bemalte ich jetzt noch das kleine Gespann.
Die Lok wurde natürlich schwarz, die Räder der Lok rot.
Die Räder des Wagens bemalte ich schwarz und den Wagen selbst blau.

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Montage

Nun konnte alles weitere Zusammen gefügt werden. Das Inlay mit den Schienen schob ich in die CD-Hülle, schloss die Hülle, setzte Lok und Wagen auf und der Testlauf funktionierte.

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Deko

Die Schienen hatte ich zwar in grünes Gras gebettet, aber das war dann noch etwas eindimensional.
Da ja für die Herausforderung auch noch Pappe verwendet werden sollte, druckte ich ein Bäumchen auf dünne Pappe und schnitt es aus.
Die Vorlage für das Bäumchen gestaltete ich dabei so, dass ich es an der Spitze umklappen konnte und es somit beidseitig bedruckt war.
Warum an der Spitze und nicht am Fuß? Weil ich den Fuß etwas breiter haben wollte, dass das Bäumchen nicht ganz so flach erscheint.

Dazu ließ ich am Stamm unten noch eine Falzkante. Zum Falzen schnitt die Kante ganz leicht mit dem Cuttermesser an und knickte es jeweils nach innen um. Dies Falzkanten verklebte ich dann noch. Bis der Kleber angezogen hatte, hielt ich das Bäumchen einfach fest.

Das Bäumchen klebte ich dann in der Mitte auf die CD-Hülle, somit war dann auch das Passkreuz kaschiert.

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Das fertige Bähnchen

Die kleine Eisenbahn auf der CD-Hülle war nun fertig. Das war mit Abstand die kleinste Modellbahn, die ich je gebaut habe.


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