Meine Lösung für Punktfundamente (bewährt seit 1988)

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Ich verstehe nicht wie man solch ein Vorgehen empfehlen kann
Dies ist eine der Röhren, die ich vor dreißig Jahren geschnitten habe - immer noch intakt! Nur leider innen verdreckt (war verliehen und daher innen nicht sauber gemacht worden)
Dies war ein Fundament vom Spielhaus. Als das nicht mehr bespielt wurde ausgegraben, Betonfuß abgeklopft und eingelagert. Statt Spielhaus brauch das Kind ein Carport: neu in Magerbeton gesetzt und wegen der Statik mit mehr Beton umgossen.
Die ersten Fundamente habe ich frei stehend gegossen, später die hintere (klapprige) Konstruktion als Rahmen gebaut. Aus Plattenresten ist nun diese 3er-Halterung entstanden
Hier gieße ich Fundamente für einen Fahrradbügel. Am Boden der Zylinder ist eine Form in der Stehbolzen gleich mit vergossen wurden.
Zaunpfähle - fertig zum Einsetzen. Die stehen hinterher definitiv senkrecht in einer Reihe und in gleicher Höhe. Ach ja: Einschlaghülsen sind preiswerter als Balkenschuhe gleicher Dimension :)
Beerenspalier - gestern gebaut. Betonfuß einfach in ein Erdloch gesenkt (Handbohrer für Weidezahnpfosten vom Nachbarn passt perfekt!)
Erdanker für Sonnensegel. Betonfuß einfach in ein Erdloch gesenkt (Handbohrer für Weidezahnpfosten vom
Fuss der Wäschespinne vom Vertikutieren mitgenommen. Statt Kunsstoffhülse ein Rohrabschnitt aus Edelstahl (ehm. Milchleitung) - passt perfekt und gleitet wie ein Periskop!
Fundamente und Stützen unseres Kompost. Das Projekt beschreibe ich separat
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    10 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Wenn man im Netz beliebig nach Zaunpfosten setzen, Punktfundamenten etc. sucht, dann sieht man unweigerlich die gleichen Bilder zur Veranschaulichung der scheinbar richtigen Vorgehensweise. Ich verstehe nicht, wieso eine solche unsichere und knifflige Methode beständig wieder und weiter empfohlen wird.

Vor dreißig Jahren hatte ich die Aufgabe 70 m Maschendrahtzaun (1,75 m hoch, 2, 5m Pfostenabstand) zu setzen. Bei der Vorbereitung war mir schnell klar, dass es mit einer Vorgehensweise, wie auf den Bildern zu sehen, kein erfolgreiches Projekt werden kann:
  • Qualität:
    jeden einzelnen Pfosten in allen drei Dimensionen exakt ausgerichtet bekommen. während der wabbelige Beton aushärtet?
  • Kosten:
    wie viele Schraubzwingen und Stützlatten brauche ich, wenn ich nicht nur einen Pfosten pro Tag setzen will?
  • Zeit:
    bei der fiesligen Hilfskonstruktion dauert das Setzen und ausrichten unverhältnismäßig lange
Die Lösung, die ich damals entwickelt habe und die ich gleich beschreibe hat sich bewährt. Das sie richtig ist, ist dadurch belegbar, dass es heute fertige Fundamentsteine zu kaufen gibt - aber das ist nur der halbe Weg:
  1. Qualität:
    die angebotenen Fertigsteine mit Aussparungen sind relativ klein und bieten kaum sichere Lastverteilung in den Boden
  2. Kosten:
    einfach im Verhältnis zu teuer
Wie sah nun meine Lösung aus?
Ich habe aus KG-Rohren Abschnitte gesägt und längs aufgeschnitten. Draht drumherum und dann
  • die Zylinder hochkant aufgestellt,
  • zu ⅔ mit Beton (nicht flüssig!) gefüllt,
  • verdichtet
  • die angekröpften Enden der T-Stahlträger mittig in den Beton eingerüttelt
  • restlichen Beton bis zum Rand eingefüllt
  • verdichtet
So habe ich in einem Arbeitsschritt immer gleich mehrere Pfosten mit Fertigfundament hergestellt. Während eine Charge abgebunden hat konnte ich mehrere Pfosten zügig hintereinander setzen (kein ständiger Material-/Werkzeugwechsel).
Nach dem Ausschalen (abziehen des KG-Rohrs) hat man unten am Zaunpfosten ein fertiges Fundament. Das Pfostenloch wird mit einer Magerbetonschicht (erdfeucht) angefüllt, und nun kann man mit dem langen Hebel des Zaunpfostens diesen ganz bequem in allen drei Dimensionen ausrichten. Anschließend den Fundamenzylinder seitlich etwas anfüttern, um Ihn gegen Verutschen zu sichern. Fertig! Schon kann man den nächsten Pfosten setzen. Je nach zukünftiger Belastung und Bodenbeschaffenheit kann man später die Pfostenlöcher mit Beton oder einfach Erde auffüllen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Winkelschleifer
  • Eisen- oder Feinsäge
  • Raspel
  • Feile
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Materialliste
  • 1 x KG-Rohr DN 125 | PVC (2 m)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Wiederverwendbare Schalung vorbereiten

Das KG-Rohr (ohne Muffe) in drei Abschnitte á 60 cm teilen und längs schlitzen . Das geht mit einer Stahlsäge oder Flex.

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Rohrquerschnitt fixieren

Die Rohre werden oben...
...und unten durch Nuten fixiert und sind ...
... leicht zu entnehmen.

Das Rohr mit Draht, Klebeband oder ... umwickeln, damit beim betonieren und verdichten der Spalt möglichst eng bleibt (damit nicht zuviel Beton austritt). Wer mag kann auch zusätzlich eine Halterung verwenden (siehe Bilder)

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Betonieren und verdichten

Z.B. hier einen Balkenschuh eindrücken. Lage? Egal! Das genaue Ausrichten erfolgt ja erst vor Ort mit dem Fertigfundament als Stabilisator

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Ausschalen

Nach ca. einem Tag kann die äußere Fixierung (Draht, Klebeband, ...) abgenommen werden. Dann das KG-Rohr am Längsschlitz etwas aufweiten, damit es sich vom Beton löst. Dann kann es ganz einfach abgezogen werden. Evtl. das Fertigelement aushärten lassen

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Fertigfundament verwenden

Wie beschrieben, dass Fertigfundament mit Zaunpfosten oder was immer man auch einbetoniert hat in erdfeuchtem Magerbeton ausrichten. Das geht vielleichter als man denkt und wenn es an der richtigen Stelle steht - dann bleibt es auch da - vor allem ohne aufwändige Stützkonstruktion!


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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