Mauer an der Terrasse mit Beleuchtung

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    500 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Sehr gern möchte ich euch an dieser Stelle noch ein Projekt präsentieren, welches mich die meisten Wochenenden im letzten Jahr beschäftigt hat. Leider war ich da noch nicht so auf dieser Plattform aktiv, sodass ich leider kaum Bilder vom Bau selbst habe. Ich versuche es, so gut es geht, mit Hilfe von alten und neuen Detailbildern zu beschreiben. Ich hatte zwar der Planung wegen während des Mauerns sehr viele Bilder gemacht, die ich dann aber leider wieder gelöscht habe, als ich sie nicht mehr brauchte.

Ausgangspunkt war gewesen, dass wir gern einen Sicht- als auch Windschutz an unserer Terrasse haben wollten. Dabei hatten wir verschiedene Ansätze, wie Koniferen, Holz-Sichtschutzwände und andere. Gewonnen hat letztendlich die Mauer, weil diese optisch individuell ist sowie auch robust genug, um im Winter die Schneelawinen vom Dach auszuhalten.

Die Herangehensweise und Arbeitsschritte möchte ich gern im Folgenden präsentieren. Einige Elemente habe ich auch in dem Projekt von Murkster aus dem Jahre 2015 wieder gefunden. Allerdings kamen die Ideen nicht von ihm, sondern aus anderen Internet-Bildern sowie aus meinem Kopf. Nicht dass da jemand Ansprüche gegen mich geltend macht… :-D

Ein bisschen muss ich an der Mauer noch verfeinern, was aber nur noch Kleinigkeiten auf der Rückseite sind. Da ich noch nicht weiß, wann es mal wird, habe ich trotzdem schon das Projekt hier veröffentlicht, weil nun andere Dinge höhere Prioritäten haben.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Bohrschrauber
  • Winkelschleifer
  • Maurerwerkzeug (Kelle etc.)
  • Mörtelkasten
  • Handrührgerät (habe ich bei den elekt. Werkzeugen nicht gefunden)
  • Schaufel
  • Handschuhe
  • Hammer
  • Meissel
  • Wasserwaage
  • Gliedermaßstab
  • Schraubendreher
  • Cuttermesser
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Materialliste
  • 1 x Beton nach Bedarf
  • 1 x Trass-Zement-Mörtel nach Bedarf
  • 1 x Granitsteine
  • 1 x Ziegelsteine | hartgebrannt
  • 1 x Weinflaschen
  • 1 x ggf. andere Steine, Tonrohre etc.
  • 1 x Korken für LED-Befestigung
  • 2 x Metall-Fenster
  • 1 x LEDs | pro Flasche eine
  • 1 x LED-Netzteil
  • 1 x Kabel
  • 1 x Deko :)
  • 1 x Verteilerdosen nach Bedarf
  • 1 x Wago-Klemmen nach Bedarf

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Vorher-Bild
Vorher-Bild

Erstmal muss die Ausgangssituation untersucht werden. Ausgangslage ist eine 6x4,8m große Terrasse. Diese ist an den Seiten mit Granitsteinen abgegrenzt. An die eine Seite soll nun stattdessen die Mauer hin.
Sofort ratterte es in meinem Kopf und die Google-Bildersuche musste her halten. Wie soll die Mauer aussehen? Irgendwie soll sie auch beleuchtet oder angeleuchtet werden. Wie wäre es mit einem integrierten Springbrunnen? Wir haben uns dann dafür entschieden, dass es eine Ruinenmauer werden soll, welche mit Fenstern versehen ist. Dadurch soll dann die Terrasse wie ein zusätzlicher Wohnraum wirken, welcher zumindest von zwei Seiten von einer Wand umschlossen ist (Hauswand und die geplante Mauer). Zusätzlich wirkt dann das bereits vorhandene Sonnensegel über der Terrasse für das Gefühl, dass man sich in einem Sommerzimmer befindet.
Nun werden Gartenmauern sehr gern als Ruinenmauern gebaut. So gab es durchaus schöne Beispiele im Internet. Fakt war für mich von Anfang an, dass die Mauer nicht nur aus einer einzigen Ziegelreihe bestehen soll, sondern wie eine normale Wand aus zwei Ziegelreihen. Optisch wirkt dies sehr viel authentischer als eine dünne „Spielzeugwand“ (bitte nicht beleidigend aufnehmen :) )

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Materialinventur und -beschaffung

Einer der Steinhaufen im Hintergrund

Bevor es nun ans Werk gehen kann, muss natürlich Material her. Die Mauer soll aus einem Materialmix bestehen, damit sie interessant und einzigartig wird. Gleichzeitig hat man mehr Möglichkeiten, vorhandene Materialien zu verbauen, was sich sehr stark auf die Kosten auswirkt. In erster Linie sollte es ein Mix aus Granit und Ziegelsteinen werden. Der Granit soll dabei optisch in die Ziegelsteine hineinwachsen. Dies hatte mir schon immer zum Beispiel bei alten Burgen gefallen, welche in den Fels gebaut wurden. Das sieht dann so aus, als ob die Burg aus dem Fels herausgewachsen ist. Einen ähnlichen Effekt sollte es auch bei der Mauer geben.
Die Entscheidung, dass die Breite der Mauer zwei Ziegelreihen entsprechen sollte, kam mir zu Gute, weil viele der vorhandenen Granitsteine breiter als ein Ziegelstein waren. Als Material hatte ich einen Haufen unregelmäßiger Granitsteine, ein paar Ziegelsteine sowie flache Ton-platten (keine Ahnung, wie die Dinger heißen) und Tonrohre. Es mussten nun also noch ganz viele Ziegelsteine her, welche natürlich gebraucht sein sollten. Also Kleinanzeigen durchgewühlt und bei verschiedenen Angeboten zugeschlagen. Aber Achtung: Die Steine müssen hartgebrannt sein, damit sie nicht gleich im nächsten Winter zerbröseln. So hatte ich dann überall im Garten Steinhaufen, wie auf dem Bild im Hintergrund zu sehen ist. Weiterhin kam noch die Idee auf Flaschen in die Mauer einzubauen, weil das meine Frau im Internet gesehen hatte. Das fand ich sehr interessant. Sofort kam mir der Gedanke, dass man diese dann auch gleich beleuchten könnte. Also haben wir auch noch drei Kisten leere Flaschen besorgt und ein paar auch selbst getrunken ;-)

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Gründung und Fundament

Da die Terrasse bereits etwa 80cm gegründet ist, habe ich entschlossen, 20 cm von der Breite der Terrasse wegzunehmen, damit ich nicht mehr in die Tiefe buddeln und neu gründen muss. Dann habe ich etwa 30cm vom vorhandenen Mineralgemisch abgetragen und dort rein ein Betonfundament gegossen. Verwendet habe ich dafür Fertigbeton als Sackware, welchen ich Sack für Sack mit einem Handrührwerk angerührt habe. Fotos von diesem Arbeitsschritt habe ich leider keine.

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Erste Lage Steine

Wie heißt es so schön: Die erste Lage muss akurat in Waage sein. Naja, bei mir nicht, da diese aus verschiedensten Granitsteinen besteht. Ich habe absichtlich mit Granitsteinen begonnen, weil diese kein Wasser ziehen, was bei Ziegelsteinen durchaus passieren kann. So habe ich keine Sperrbahn darunter gelegt. Außerdem wird durch die Granitsteine die Umrandung der restlichen Terrasse mit aufgegriffen. Diese erste Lage muss nun natürlich erstmal trocknen. Also Feierabend…
Bild von dem Baufortschritt habe ich nicht. So kann ich nur die fertige Mauer unten zeigen.

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Die restlichen Lagen

Verteilerdose in einer Lücke auf der Rückseite der Mauer
Ansicht von hinten

Bei den weiteren Lagen bin so vorgegangen, dass ich erstmal trocken gepuzzelt habe und so passende Granitsteine aus dem Haufen herausgesucht habe. Irgendwann kamen dann auch Ziegelsteine, Tonrohre, Flaschen hinzu, so wie mir gerade war. Die Flaschen sind so lang, dass die Flaschenhälse auf der Rückseite raus schauen und ich somit irgendwann später mal die Beleuchtung installieren konnte. Sollte das jemand so nachbauen wollen, ein Hinweis an dieser Stelle: Beim Thema Beleuchtung bin ich auf ein Problem gestoßen, welche ich unter dem entsprechenden Abschnitt ansprechen werde. Über die Flaschen habe ich die Steine dann so gelegt, dass das Gewicht nicht auf den Flaschen liegt, sondern auf den daneben liegenden Steinen, damit die Flaschen nicht zerdrückt werden. Ich habe zwei sogenannte Flaschenhaufen eingebaut sowie hin und wieder mal vereinzelte Flaschen. Ich habe auch mal Ziegelsteine quer eingebaut, um die Optik der Mauer ein wenig interessanter zu gestalten. So ging es Lage für Lage: Puzzeln, ggf. fotografieren, Steine wieder runter nehmen, Steine mit Mörtel wieder aufsetzen. Dieses Vorgehen hat sehr lange gedauert und ich konnte an einem Tag immer nur 1 bis 3 Sack Mörtel verbauen. Verwendet habe ich TZM, also Trass-Zement-Mörtel, welcher eben auch an Granit abbindet. Ist aber heftig, wie viel Sack Mörtel ich da benötigt habe. Mit Wasserwaage habe ich eher weniger gearbeitet, mehr nach Augenmaß. Die Wasserwaage habe ich nur mal genommen, damit die Mauer einigermaßen in Form bleibt und habe bei Bedarf bei der nächsten Ziegellage mit Mörtel ein wenig ausgeglichen.
Steine gekürzt habe ich in erster Linie mit Hammer und Meißel, da die Schnitt- bzw. Bruchkante nicht zwingend gerade sein muss. Sollte es präziser sein, musste meine Flex ran.

Auf der Vorderseite habe ich darauf geachtet, dass die Front einigermaßen gerade ist. Auf der Rückseite war dies nicht möglich. Dies habe ich aber genutzt, um bspw. Verteilerdosen in den größeren Lücken zu platzieren, was mir sehr gelegen kam. Gleichzeitig sieht die Mauer auf der Rückseite aufgrund der unterschiedlichen Strukturen zusätzlich „besonders“ aus.

Ich habe mal einfach ein paar Details der fertigen Mauer fotografiert, weil ich leider keine Baufortschrittsfotos gemacht habe.

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Fenster

Riss im Fensterbrett

Natürlich sollten in die Ruinenmauer auch Fenster eingebaut werden. Ursprünglich wollten wir alte Fenster vom Flohmarkt kaufen. Leider sind wir da nicht fündig geworden, sodass wir neue Stahlfenster in Rostoptik beim großen Internet-Versandhandel mit dem großen A für 50 und 75 € gekauft haben. War zwar nicht günstig, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Für das große Fenster hatte ich noch einigermaßen passende geschliffene Granitplatten im Bestand, welche ich als Fensterbrett verwendet habe. Eine Platte ist beim Zurechtstutzen leider gebrochen. Ich habe sie dennoch eingebaut. Eine Ruine darf auch mal ein gebrochenes Fensterbrett haben. Beim kleineren Fenster habe ich auf ein Fensterbrett verzichtet, was aber auch sehr gut zum Fenster passt.

Die Positionierung des größeren Fensters haben wir so gewählt, dass man durch dieses schön auf den Strauch hinter der Mauer schauen kann. Von drinnen sieht man den Strauch durch das kleinere Fenster. Das sieht richtig gut aus, wenn dieser blüht.

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Abschluss der Maurer-Arbeiten

Mauer von oben
Mauer von oben

Ursprünglich wollten wir noch eine Lage Dachziegel als Abschluss auf die Mauer setzen. Da es aber nun eine Ruine werden sollte, wäre ein glatter Abschluss wohl eher kontraproduktiv gewesen. So haben wir einfach die Ziegelsteine abgestuft und bereits abgerundete oder unvollständige Steine ganz hoch genommen, so wie es gut und einigermaßen natürlich abgebrochen aussah. Dies hatte zusätzlich den Vorteil, dass ich mir keine Gedanken machen musste, wie ich den Fenstersturz gestalte, da die Fenster nach oben hin einfach offen sind.

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Beleuchtung der Flaschen

LEDs
LED im Korken
Nach dem Einbau der Korken
Nach dem Einbau der Korken

Für die Beleuchtung habe ich von hinten in die Flaschen fertige LED mit Vorwiderstand für 12V genommen. Diese habe ich in einen Korken gesteckt, indem ich durch den Korken mit einem 4mm-Bohrer in die Mitte ein Loch gebohrt und dort die LED reingesteckt habe. So wird die LED gehalten und strahlt nach vorn auf den Flaschenboden und gleichzeitig ist die Flasche verschlossen. Vielleicht war das gar nicht so eine gute Idee, was ich gleich noch erläutern möchte. Die Korken habe ich in der Länge halbiert, damit ein Korken für zwei Flaschen reicht, weil ich nicht mehr Korken hatte. Soweit wie möglich hatte ich Kunststoffkorken genommen, weil diese langlebiger sind. Einige Flaschen musste ich dann doch mit echtem Kork verstopfen, weil ich keine Kunststoffkorken mehr hatte. Das Ergebnis sah dann eher so aus, als ob in einem Bergwerk Bohrlöcher mit Dynamit befüllt wurden.
Die LEDs habe ich dann mit Wago-Klemmen miteinander parallel verkabelt und an ein 12V-LED-Netzteil geklemmt.

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Verkleidung der LED-Verkabelung

Damit niemand die Kabel versehentlich kaputt reißt und auch keine übermäßige Feuchtigkeit dran kommt, hatte ich mir überlegt, wie ich das „Gestrüpp“ denn verkleiden könnte. Als erstes habe ich nach großen Verteilerkästen gesucht. Diese hätte ich dann zurechtgeschnitten und drauf gesetzt. Ich habe aber nicht wirklich passende Kästen gefunden und so ein großer Kasten kostet auch ordentlich Geld. Ein anderer Gedanke war ein Briefkasten, welchen man ebenfalls entsprechend zurecht schneiden könnte. Vorteil beider Varianten wäre, dass man problemlos an die Kabel kommen würde, falls mal was kaputt geht. Beim Briefkasten hatte ich aber große Bedenken, dass dieser bei Wind klappert und der Regen sehr viel kracht macht. Das wäre nicht so gut, ist doch direkt daneben das Schlafzimmerfenster.
Meine Lösung sieht nun so aus, dass ich auf die Verkabelung eine Folie gelegt und mit Bauschaum drumherum alles ausgesprüht habe. Wie bei meinem Bierkühler soll das dann mal ein künstlicher Stein werden. Im Notfall kann man dann den Bauschaum (hoffentlich) abnehmen und an die Verkabelung ran. Die Wartung ist zwar nicht so einfach wie bei einem Verteilerkasten, aber dafür war die Umsetzung im Vergleich dazu einfacher und sehr viel günstiger. Derzeit ist immer noch der nackte Bauschaum zu sehen. Wenn mal Zeit ist, werde ich das dann mal zuschmieren und modellieren, sodass es hoffentlich so aussieht wie Steine.

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Der erste Test der Beleuchtung bei Dunkelheit und kleine Ernüchterung

Nun hatte ich leider erst nach der Bauschaumaktion den ersten richtigen Test bei Dunkelheit gemacht und musste leider feststellen, dass man die Beleuchtung optimierungspotenzial hat. Grund: Sie blendet sehr stark, besonders bei den weißen Flaschen. Die LEDs beleuchten direkt den Flaschenboden, sodass die Flasche wie ein Strahler wirkt. Ich hätte die Flaschen nicht gerade einbauen sollen, sondern geneigt mit dem Flaschenboden nach unten. Alternativ hätte es vielleicht auch etwas gebracht, wenn ich eben nicht die LEDs in den Korken so eingebaut hätte, dass sie direkt auf den Flaschenboden leuchten, sondern eher nach unten. Nun hatte ich bereits eingeschäumt, was ich nicht gleich danach wieder runter reißen wollte. Ich entschied mich nun dazu, einen LED-Spannungsregler zu besorgen und diesen vor das Netzteil zu hängen. Damit kann ich nun (leider nur bei allen und nicht nur bei den weißen Flaschen) die LEDs dimmen, sodass sie nicht mehr so sehr blenden. So konnte ich nun doch ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen.

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Dekorieren und fertig!

Meine Frau hatte bereits den ersten Blumentopf auf das Fensterbrett gestellt, als ich noch gemauert hatte. Naja, so hatte ich wenigstens eine schöne Baustelle :-)

Nun nach Abschluss muss ich sagen, dass sich der Bau auf jeden Fall gelohnt hat. Aus unserer offenen Terrasse, welche irgendwie nach nichts aussah, ist quasi eine kleine Wohlfühloase geworden. Man hat tatsächlich das Gefühl, dass man sich in einem luftigen Zimmer befindet. Genau so sollte es auch werden. Nur die Mücken zwingen uns leider viel zu oft, reinzugehen. Ich hatte allerdings noch überlegt, die Mauer noch um 90° um die Ecke zu führen und erst dort dann auslaufen zu lassen. Eventuell wäre dies noch das I-Tüpfelchen gewesen. Damit wäre aber der Aufwand höher gewesen und ich hätte mehr von der Terrasse abzwacken müssen. So muss es halt die Beleuchtung richten ;-)
Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Auch von unseren Gästen haben wir bislang nur positive Worte gehört. Auch dass ich mich entschieden habe, die Mauer so breit wie eine richtige Hauswand zu machen, war definitiv kein Fehler.


Die angegebenen Kosten sind nur überschlagen. Es wurden aber tatsächlich über 200 Euro in den Mörtel gesteckt. Der Rest ging für den Beton, die gebrauchten Ziegelsteine und die Beleuchtung drauf.

In den Bildern noch ein paar Eindrücke. Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe, dass ich die Community mit diesem Projekt bereichern konnte.

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Nachtrag 18.10.2019: Verkleidung der Bauschaumflächen auf der Rückseite

Auftragen vom Tiefengrund
Auftragen vom Tiefengrund
Armierungsgewebe aus meinem Bestand
Zurechtschneiden des Gewebes
Sieht ja schon gut aus ;-)
Pigmentmörtel

Nun habe ich auch endlich dieses Projekt so gut wie komplett abgeschlossen, indem ich nun auch die Bauschaumflächen auf der Rückseite "verkleidet" habe. Als erstes habe ich den Bauschaum mit Tiefengrund bestrichen und abtrocknen lassen. Weiterhin habe ich mir Armierungsgewebe zurecht geschnitten.

Weiterhin hatte ich mir im Vorfeld Pigmentpulver in der Farbe Anthrazit gekauft, um das triste Grau des Klebers etwas aufzuhübschen.

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Auftragen der ersten Schicht Flexkleber

Zurechtstellen des Werkzeuges und des Materials
Noch vor dem Wasser mit dem Pigmentpulver vermischt
Auftragen des Klebers und des Gewebes
Aufgetragene erste Schicht
Aufgetragene erste Schicht

Nun ging es an das Auftragen der ersten Schicht des Flexklebers. Da ich noch nicht so richtig wusste, wie ich am Besten das Pigmentpulver verarbeite, habe ich gleich bei der ersten Schicht eine ordentliche Ladung des Pulvers direkt mit dem Pulver des Klebers vermischt. Ja klar, im Normalfall macht man es auch so. Im Nachhinheit hat sich aber herausgestellt, dass damit für meine Zwecke die Oberfläche zu gleichmäßig eingefärbt ist. Außerdem war es quatsch, das Pulver direkt bei der ersten Schicht mit einzuarbeiten, weil ja sowieso noch eine Schicht Flexkleber drauf kommt. Aber man lernt ja nie aus. So habe ich den Kleber (nicht zu dünn) auf den Bauschaum aufgetragen und dabei das Armierungsgewebe mit eingearbeitet.

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Auftragen der zweiten Schicht

Aufgetragene zweite Schicht, mit etwas eingemischten Pigmentpulver
Modellieren mit dem Pinsel
Pigmentpulver
Modelliert mit aufgetragenen Pigmentpulver. Irgendwie... naja...
Immer wieder Wasser nachholen. Das Wasser muss man immer wieder wechseln, weil alles sonst zu dunkel wird
So sieht es aus, wenn das Pulver trocken auf die frische Schicht aufgetragen wird. Viel realistischer, auch wenn einige Stellen zu viel von dem Pulver abbekommen haben
So sieht die Mauerrückseite nuun aus. Sehr viel besser als vorher mit den Bauschaumklecksen.

Das Wochenende darauf hatte ich dann die zweite Schicht aufgetragen. Den Kleber habe ich nun etwas dünner angerührt, damit ich es besser verrühren kann. Dabei habe ich beim ersten Versuch ebenfalls etwas Pigmentpulver eingerührt, aber nicht zu viel. Nach dem Auftragen habe ich dann die Masse mit einem Pinsel verstichen, dabei habe ich mit dem Pinsel immer wieder Wasser nachgeholt, damit der Kleber in sich verläuft und keine Pinselstriche mehr zu sehen sind. Als Schritt zwei hatte ich dann das Pigmentpulver mit dem Pinsel aufgenommen und versucht, dieses ungleichmäßig zu verteilen. Grundsätzlich passt es schon, aber irgendwie sah es nicht so richtig wie ien Stein aus. An anderen Bauschaumklecksen habe ich dann das Pigmentpulver nicht mehr mit dem Pinsel eingestrichen, sondern mit dem Pinsel trocken auf die frische zweite Schicht geworfen. Gleichzeitig hatte ich kein Farbpulver mehr beim Anmischen des Klebers verwendet. Das Ergebnis ist im Vergleich um einiges Realistischer, weil der Granitstein auch solche "Flecken" aufweist. Meine Ausführung war aber wahrscheinlich nicht so optimal, weil ich teilweise zu viel von dem Pulver aufgetragen habe und somit einige Stellen zu dunkel geworden sind. Im Gegenzug haben einige andere Stellen zu wenig Pulver abbekommen. Aber mit meiner Erfahrung, die ich hier schildere, kann es ein anderer bei seinem Projekt vielleicht besser machen. Also man sollte versuchen, das Pulver etwas gleichmäßiger als ich zu verteilen.
Das Ergebnis ist für mich zufriedenstellend, da die Rückseite auch nur direkt zu sehen ist, wenn man hinter die Mauer geht. Und beim flüchtigen Hinsehen fallen die Bauschaumkleckse nun absolut nicht mehr auf. Somit habe ich damit mein Ziel voll und ganz erreicht. Gleichzeitig konnte ich nun die Erfahrungen für die Deckelverkleidung des Bierkühlers verwenden.

Als Abschluss werde ich, wenn es das Wetter mal erlaubt, die modellierten Flächen großzügig mit Kali-Wasserglas bestreichen, damit die künstlichen Steine wetterfester werden.


Rechtlicher Hinweis

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