Massivholz-Telefonschrank als Sonderanfertigung

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Tür geschlossen
Tür offen
Deckplatte mit Kabeldurchlass
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Öffentliche Wertung

So ist das mit Familie: immer wieder ändert sich irgendwo was, irgendwer fängt ständig was Neues an. Dieses mal mein "kleiner" Bruder, der sich entschlossen hat, mit Frau und Kind im gebraucht erworbenen Eigenheim sesshaft zu werden. Klar, dass die frisch erworbene Immobilie nun möglichst dauerhaft und hochwertig hergerichtet werden soll. Wenn das nur nicht alles so viel kosten würde ...

Passenderweise habe ich mein Brüderlein beim diesjährigen Weihnachtswichteln erwischt und seine Klagen (und die seiner Süßen) über den Netzwerk- und Datenkabelsalat in einer kleinen Ecke im representativen Teil des Hausflurs noch bestens im Ohr, für den sich so gar nichts von der Stange finden lässt. Ehrensache, dass ich die Vorweihnachtszeit für meinen Wichtel im Hobbykeller verbracht und aus massivem, geöltem Bucheholz eine "saugend" passende Lösung zusammengezimmert habe.

Du brauchst

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Werkzeuge
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Materialliste
  • 1 x Leimholzplattenzuschnitt | Buche (18mm)
  • 1 x Rundholz | Buche (25mm)
  • Div. x Holzzapfen | Buche (6mm)
  • 1 x Rohr | Aluminum (5mm)
  • 1 x Rohr | Messing (8mm)
  • 4 x Unterlagscheiben | verzinkt
  • 1 x Magnet
  • 1 x Dachpappnagel

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Pläne und Stücklisten
Baumaterial

Der Witz an diesem Projekt war eigentlich der Entwurf, da mein Brüderlein in seinem Häuschen (wie heute üblich) in einer kleinen Nische des Flurs bergeweise Kabel aller Art aus zwei Wänden kommen hat, an die dann die üblichen Switches, Router, Patchfelder und was weiß ich alles angeschlossen sind bzw. werden. Das ganze Zeug musste also in einem Schrank untergebracht werden, der

  • genau in die Ecke passt
  • quasi keine Rückwände haben darf (der Kabel wegen)
  • dekorativ und modern aussehen soll
  • den Rahmen eines Weihnachtswichtelns kostenmäßig einhalten muss.
Ich habe mich für einen Entwurf aus Leimholzplatten entschieden mit einer großen Tür an der Vorseite. Der Stabilität wegen habe ich die eine (sichtbare) Stirnseite in der Draufsicht U-förmig ausgebildet und gleich noch ein paar dekorative Lüftungsschlitze eingebaut, man weiß ja nie. An der nicht sichtbaren Seite habe ich mir alle Wände gespart, das Schränkchen stützt sich dort über ein durchgehendes Rundholz als Fuß am Boden ab. Das Scharnier der Tür bilden zwei direkt in Bohrungen eingelassene Alurohre mit übergeschobenen Messing-Distanzhülsen, was mangels Einstellbarkeit sehr genaues Arbeiten erforderte.

A propos genaues Arbeiten: da ich nach wie vor keine Tischkreissäge mein Eigen nenne und nicht mehr Wochen auf Schreinerzuschnitte warten konnte habe ich mir die Leimhölzer im Baumarkt zusägen lassen - die absolute Katastrophe! Trotz Zuschnittsplanung meinerseits. Zumindest meine beiden Zuschnittsmitarbeiter waren wohl schon stark im geistigen Weihnachtsurlaub, soviel Verschnitt habe ich selten erlebt. Nicht mal rechtwinklig waren alle Zuschnitte, wie auch immer man das schafft. Ich bin auf jeden Fall beim Zusehen fast wahnsinnig geworden. Daher entschieden, ich kaufe mir jetzt eine Tischkreissäge.

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Ausführung

Über die Ausführung des Schränkchens gibt es eigentlich nicht viel zu sagen: ich habe alle Teile nach Plan zusammengebaut, dabei die Platten alle miteinander verzapft. Die Deckel- und Bodenplatte habe ich an den Kanten 45° gefast für eine technoide Optik, ebenso der Kabeldurchlass in der Deckplatte und den Türgriff. Den durchgehenden Rundholzfuß habe ich in der Bodenplatte mit einem kleinen Rundholz von hinten quer verzapft. Damit die Tür zubleibt habe ich meiner Holden einen Ihrer Magnetwandwagnete entwendet (pssst!) und in ein entsprechend großes Senkloch mit Sekundenkleber eingeklebt (und meine Patextube endgültig in den Müll geschmissen - keine Ahnung wie man damit jemals eine vernünftige KLebeverbindung hinbekommen soll). Als Gegenstück dient ein simpler Dachpappnagel, den ich vorsichtig in ein vorgebohrtes Loch gehämmert habe. Anschließend das übliche Schleifen, Schleifen, Schleifen. Als Finish habe ich Holzöl gewählt, was dem ansonsten eher langweiligen Bucheholz eine fesche Optik verleiht.

Schleifchen rum und unter den Weihnachtsbaum - mein Wichtel ist begeistert! Und das ist doch das Wichtigste, oder?


Rechtlicher Hinweis

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