Mandolinenhalterung

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Fertige Mandolinenhalterung
Halterung ohne Instrument
Gabel im Detail
Befestigung am Notenständer
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    7 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Öffentliche Wertung

Diejenigen von euch, die ein Instrument spielen, haben vielleicht das gleiche Problem, dass sie manchmal nicht wissen, wo man das gute Stück in einer Spielpause ablegen soll. Auf dem Boden ist es ja nicht wirklich gut, da jeder darüber stolpern kann.
Ursprünglich wollte ich für meine Rundbauchmandoline einen Ständer bauen. Neben dem rein Funktionalen, sollte er obendrein von der Form auch ansprechend sein. Mir fehlte hierzu allerdings die zündende Idee.
Was mir insgeheim aber auch etwas missfiel, war die Tatsache, dass neben dem Notenständer noch ein Instrumentenständer rumstehen würde. – Hier kam mir nun die Idee, dass man das eine mit dem anderen verbinden könnte. Sozusagen die Instrumentenhalterung am Notenständer integrieren. Das hat den Vorteil, dass nicht zwei Ständer herumstehen und das die Halterung auch auf andere Notenständer adaptierbar ist. Z. B. beim Unterricht in der Musikschule.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Akku-Kreissäge
  • Tischbohrmaschine
  • Oberfräse
  • Sonstiges
  • Kataba-Säge
  • Stechbeitel
  • Hammer
  • Feilen
  • Raspeln
  • Raubank
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Materialliste
  • 2 x Gabelelement | Buchen Multiplex (78 x 89,5 x 18 mm)
  • 1 x Halterarm | Buche, massiv (206 x 40 x 30 mm)
  • 1 x Klemmbacke | Buche, massiv (120 x 30 x 20 mm)
  • 1 x Rundholz | Buche, massiv (Ø10 x 50 mm)
  • 2 x Sterngriffschrauben | Kunststoff/ Stahl (M6 x 30 mm)
  • 2 x Gewindebuchsen | Zink-Druckguss (M6 x 15 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Konstruierte Halterung

Nachdem nun die Idee geboren war, galt es das Ganze irgendwie planerisch umzusetzen. Hierzu hielt ich die Mandoline an den Notenständer und nahm erst einmal Maß. Ebenso nahm ich die Maße des Mandolinenhalses ab. Die Idee bestand darin, eine Gabel zu bauen, in die sich die Mandoline aufhängen lässt. Am Notenständer muss eine Verklemmung mit zwei schnell eindrehbaren Sterngriffschrauben die Verbindung gewährleisten.

Das Ganze noch im CAD zusammengekloppt und überlegt, wie das Teil am zweckmäßigsten aus Einzelteilen zusammengestellt wird.
Für die Gabel habe ich Multiplex gewählt. Für den Arm und die Klemme schien mir massives Buchenholz passend.

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Bau der Instrumentengabel

Grob zugeschnittene Multiplexstücke...
...werden miteinander verleimt
Aufreißen der Konturen
Bohren des Freigangs
Das Freigangsloch
Herstellen der Rundzapfenbohrung
Ausschneiden des Zapfenschlitzes
Auf Umschlag fräsen
Den Rest mit Stechbeiteln ausstechen
Bohren der Instrumentenauflage
gebohrte Auflage
Kontur schleifen
Schleifen am Tellerschleifer
Fertig ausgearbeitete Innenkontur
Übergang zum Halterarm sägen

Nachdem ich mir aus der Multiplexplatte zwei Teile mit der Akku-Kreissäge herausgeschnitten hatte, verleimte ich sie miteinander. Als der Leim abgebunden hatte, schliff ich an der Tellerschleifmaschine eine Winkelkante an. Von dieser riss ich die äußeren Abmaße der Gabel auf und sägte und schliff diese auf das Maß.
Anschließend riss ich die Konturen der Draufsicht auf den Holzklotz. Mit einem 28 mm Forstnerbohrer bohrte ich das Loch für den Freigang, der den Mandolinenhals aufnehmen soll.

Mit der Akku-Kreissäge sägte ich das verbliebene Stück des Freigangs weg und fräste die Seitenflächen davon an der Tischfräse auf Umschlag. Da der Fräser nicht die erforderliche Länge der Materialstärke hat, stach ich die Reste mit dem Stechbeitel weg.

Nachdem das seitliche Rundzapfenloch mit Ø 10 mm durchgebohrt war, ging ich ähnlich mit dem Schlitz vor, in dem der Zapfen an dem Arm der Halterung eingeleimt wurde. Also zwei seitliche Kreissägenschnitte, den Grund des Schlitzes mit der Dekupiersäge gesägt und das Ganze auf Maß gefräst. Das verbliebene Restmaterial stach ich ebenfalls mit Stechbeiteln weg.

Nun riss ich die seitliche Kontur der Gabel auf den Klotz. Dieser ist nach dem Verleimen der beiden Multiplex-Stücke insgesamt 5 mm zu hoch. Das macht aber nichts, da für die Herstellung der oberen Vertiefung der Gabel die Zentrierspitze des Forstnerbohrers so eine Führung erhält. Die Bohrung wurde von beiden Seiten ausgeführt, da der Bohrer sich zur Mitte hin nicht mehr führen lässt. Den Bohrerdurchmesser wählte ich einen Millimeter kleiner um an der oszillierenden Schleifmaschine die Oberfläche sauber schleifen zu können.
Die restliche Kontur sägte ich an der Dekupiersäge aus, wartete aber noch mit dem Schleifen dieser Flächen bis der Arm fertiggestellt und eingeleimt war.

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Bau des Armes

Schnittfläche am Buchenholz
Winkelkante mit der Raubank gehobelt
Fräsen des Profils 40 x 30 mm
Herstellen der Klemmbackenaussparung
Herstellen des Prismas

Für den Arm wählte ich Buchen Massivholz, welches ich aus einem Brett schnitt und mit der Raubank eine Winkelkante anhobelte.
Das fertige Maß des Profils fräste ich an der Tischfräse. Anschließend schliff ich an der Tellerschleifmaschine das Stück auf Länge.
Den Zapfen sägte ich aus und fräste ihn auf Umschlag an der Tischfräse, bis dieser sauber in die Aussparung der Instrumentengabel passte. Den Ausschnitt für das Klemmstück arbeitete ich anschließend aus.
Um die Halterung an dem Notenständer befestigen zu können wählte ich eine Prismenführung, die ich herausarbeitete. So gibt es insgesamt vier Druckpunkte an dem runden Notenständerrohr und ist variabel für unterschiedliche Durchmesser.

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Zusammenbau Gabel und Arm

Die zum Leimen vorbereiteten Teile
Verleimen der Teile
Fertig bohren des Rundzapfenlochs
Den gefasten Zapfen einleimen...
...und die Kontur fertig schleifen

Die Gabel und den Arm leimte ich an der Schlitz-Zapfenverbindung zusammen.
Nach dem Abbinden des Leimes, bohrte ich das Ø 10 mm Rundholz als Zapfen ein. Nachdem der Leim auch hier abgebunden hatte, kürzte ich den Zapfen und schliff mit der oszillierenden Schleifmaschine die Konturen an der Gabel fertig.

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Bau der Klemme

Schleifen des Abschlusses

Genauso wie bei dem Arm, ging ich beim Zurichten des Buchenholzes für die Klemme vor, die ich an der Tischfräse auf das Maß 30 x 20 mm fräste. Anschließend brachte ich das Stück auf die Länge von 120 mm und brachte auch in dieses Teil eine Prismenführung ein.
Den Arm und die Klemme fixierte ich mit einer Schraubzwinge und sägte/ schliff an dem freien Ende einen großen Radius an beide Teile.

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Zusammenbau und Finish

Bohren der Verschraubungslöcher Ø 6,4 mm
Fertig verundete Kanten
Eingedrehte Gewindebuchsen M6

Beide Holzteile fixierte ich mit Kreppband und bohrte die Befestigungslöcher mit einem Durchmesser von Ø 6,4 mm durch beide Teile. Auf der Innenseite des Arms bohrte ich die Löcher mit Ø 9,1 mm auf und schraubte M6er Gewindebuchsen zur Aufnahme der Sterngriffe ein.
Mit einem 5 mm Radiusfräser fräste ich alle Kanten, die sich fräsen ließen rund. Den Rest rundete ich mit einer Feile ab und schliff die Teile fertig.

Da ich noch einen Rest eines Naturöls in einer Flasche hatte, strich ich die Teile damit ein.

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Zusammenbau und Fazit

Fertig montierte Halterung
Die Instrumentengabel...
...mit der Mandoline
Gesamtansicht

Nach Trocknung der Teile schraubte ich die Halterung an den Notenständer. Meine beiden Mandolinen lassen sich nun problemlos dort einhängen.
Die Art der Aufhängung ist eher für kleine Instrumente wie Mandoline, Violine, Ukulele oder ähnlichem geeignet. - Also Kontrabässe scheiden da wohl aus…
Um ein Kippen des Notenständers zu vermeiden, muss sich das Instrument so nah wie möglich am Notenständer befinden, was bedeutet, dass der Halterarm möglichst kurz sein sollte. – Ein Kippversuch hat gezeigt, dass der Notenständer mit dem Instrument sicher steht.
Die Kosten kann ich nur grob schätzen, da ich alle Materialien in meinem Bestand hatte.
Sollte man feststellen, dass man völlig unmusikalisch ist, ließe sich der Halter noch prima als Rückenkratzer verwenden…


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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