Low-Budget Brennholzlager

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    12 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Öffentliche Wertung

Jeder, der einen Kamin hat, freut sich, wenn er günstig an Brennholz kommt oder es evtl. sogar geschenkt bekommt. Das schlägt man i.d.R. nicht ab. So geht es auch mir. Nur benötigt man dann auch den Platz, das Brennholz lagern zu können bzw. einen entspr. Unterstand. Als ich mir im vergangenen Herbst von einem Bekannten einiges an fertig geschnittenem und gespaltenem Brennholz abholen durfte, war in meinem großen Brennholzlager und auch in dem kleineren hinter der Gartenhütte kein ausreichender Platz dafür. Trotzdem wollte ich mir das geschenkte Brennholz nicht entgehen lassen, wegen der Lagerung würde mir wohl etwas einfallen. Und das ist auch passiert.


In der hinteren Ecke meines Gartens hinter der Gartenhütte habe ich vor ein paar Jahren Reserve-Dachziegeln und -Klinkersteine von unserem Haus umverlagert. Darauf lagen auch einige Holzpaletten, die sich im Laufe der Zeit angesammelt hatten. Ideal für einen Unterstand für das Brennholz, welches ich dann recht schnell aus den Holzpaletten zusammengebaut bekommen habe. Gegen Mittag damit angefangen, konnte ich schon am nächsten Tag vor dem Abendbrot das Brennholz dort hineinpacken,

Zu dem Brennholzlager in sich erwähnt:
Dieses sollte keinen Schönheitswettbewerb gewinnen und auch nicht für die Ewigkeit ausgelegt sein, sondern lediglich als Zwischenlager dienen, bis in meinem großen Brennholzlager wieder Platz für das Brennholz aus diesem Brennholzunterstand im Garten ist. Aus dem Grund habe ich es recht einfach gehalten und zu 98% aus den Materialien gebaut, die ich da hatte und zum Großteil von zwei benachbarten Betrieben nach und nach kostenfrei erhalten habe. Kurz gesagt: dieses Brennholzlager sollte seinen Zweck erfüllen und das ohne bzw. möglichst geringe, zusätzliche Kosten dabei entstehen zu lassen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PST 18 LI  - Stichsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (Akku)
  • AdvancedRecip 18  - Stichsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (Akku)
  • Akku-Bohrschrauber,  GSR 12V-15 FC
  • Mini-Handkreissäge,  GKS 12V-26
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Materialliste
  • Holzpaletten
  • Holzbalken und -latten
  • Rauspundbretter mit Nut und Feder
  • Dachpappe
  • Schrauben und Eisenwinkel

Los geht's - Schritt für Schritt

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Aufbau Grundgerüst

Paletten für die Rückwand an denen auf dem Boden verschraubt
Seitenwand aus hochkant angebrachte Holzpalette
Rückwand auf Höhe der Seitenwände erweitert
Verbindungen der Paletten mit Querhölzern und Flacheisen
Querlatten halten die aufeinander gesetzten Paletten zusammen

In sich besteht die Grundkonstruktion und der Großteil aus mehreren, verschieden großen Holzpaletten (120x80cm und 240x80cm), die ich wie folgt darin verbaut habe:


  1. eine 240cm und eine 120cm lange Holzplatte längs aneinandergelegt und mit Holzlatten verbunden
  2. für die Rückwand habe ich zunächst eine Reihe versch. lange Paletten quer aufgelegt und verschraubt
  3. für die Seitenwände habe ich je eine 120x80cm Palette hochkant mit Winkeleisen an die Bodenpaletten und die Rückwand angebracht
  4. anschließend eine zweite Reihe Paletten auf die erste mit Holzlatten aufgesetzt und mit Flacheisen und Querhölzer miteinander verbunden und fixiert

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Dachkonstruktion und Eindeckung

Stützbalken und Dachsparren für das Dach
Befestigung der Stützbalken mit Winkeleisen und Querbalken
Dachsparren aus Rauspundbrettern
Eindeckung mit Vertäfelungsholz mit Nut und Feder
Stirnbrett an der Vorderseite des Daches und der Dachsparren

Neben Rauspund- oder auch Verschalungsbrettern, zwei 100x100mm Kanthölzern und versch. Holzlatten, hatte ich noch etwas Vertäfelungsholz mit Nut und Feder da, die ich für das Dach verwendet habe. Fünf oder sechs fehlende Vertäfelungsholz-Bretter habe ich im Baumarkt nachkaufen müssen.

Beim Dach bin ich nun wie folgt vorgegangen:

  1. die 100x100mm Kanthölzer habe ich mittig an der Vorderseite- und Rückseite auf die Paletten vom Boden angebracht
  2. das vordere Kantholz ist mit 140cm 20cm länger, als das hintere Kantholz, wodurch das Dach das notwenige Gefälle für den Ablauf von Regenwassers hat
  3. anschließend an der Vorderseite oben eine Querlatte verschraubt
  4. als Dachsparren Rauspundbretter quer auf die Holzpaletten der Rückwand und der vorderen Querlatte verschraubt, die ich nach vorne hin ca. 25cm vorstehen lassen habe
  5. darauf wurden dann die Holzbretter mit Nut und Feder verlegt und von oben verschraubt
  6. eine passend lange Terrassendiele habe ich als Stirnbrett an die Vorderkante vom Dach an den Dachsparren angebracht

Bis hierhin sieht einiges sicherlich wie Flickschusterei aus, was daraus resultiert, dass ich versch. Holzarten und Reste verwendet und verarbeitet habe, die ich schon seit längerem herumliegen hatte und die teilweise schon lange Zeit ungeschützt draußen gelegen haben. Aber wie bereits anfangs erwähnt, ist dieses Brennholzlager nicht von langjähriger Dauer, sondern lediglich eine Zwischenlagerung mit dem positiven Nebeneffekt, die Lücken in der lichter werdende Lebensbaumhecke dahinter zu verdecken und dadurch den Einblick in meinen Garten verhindern.

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Dach abdichten

Dachpappe zum Schutz gegen Nässe und Verwitterung
Dachpappe mit Montagekleber und Pappnägeln auf das Dach angebracht
nach vorne hin bis unten das Brett der Stirnseite
die Dachpappen-Bahnen habe ich großzügig übereinander Lappen lassen
Dachpappe zu allen Seiten hin ausreichend weit herunterhängend
komplette Dachfläche mit Dachpappe ausgelegt

Um das Dach, welches ja aus nur 12,5mm dickem Vertäfelungsholz besteht, gegen Nässe und Verwitterung zu schützen, habe ich es mit Dachpappe ausgelegt, die ich zusammen mit einem Karton Pappnägel gegen kleines Geld für deren Kaffeekasse von meinem benachbarten Dachdeckerbetrieb bekommen habe. Es waren Reste unterschiedlicher Sorten und Größen, die sie von versch. Baustellen noch übrig hatten.


Die Dachpappe haben ich nach vorne hin bis an die Unterkante des Stirnbrettes verlegt, sowie zu den Seiten und auch an der Rückseite ein Stück weit herunter hängen lassen, um zu verhindern, dass Regenwasser unter das Dach gerät.

An den Stellen, wo sich die Bahnen überlappen, habe ich vorher Fixaflex aufgetragen, so dass auch dort keine Feuchtigkeit durch Regen oder Schneetau zwischen die Dachpappe und dem Holz eindringen kann.

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das fertige Brennholzlager hinten im Garten

zwei Holzpaletten quer davor verhindern, dass das Brennholz herausfallen kann - durch die Lücke konnte ich dort hinein, um das Brennholz hineinzupacken
ein Teil des Brennholzes aus dem Unterstand hinter der Gartenhütte wurde in das neue Brennholzlager umverlagert
Schubkarre um Schubkarre das neue Brennholz rangefahren und eingelagert
fertiges und mit Brennholz voll gepackte Garten-Brennholzlager
den Durchgang mit einer kleinen Holzpalette verschlossen
Tafeln mit Beschriftung der Holzsorten und von wann es ist
Blick vom Garten aus: links neben dem Brennholzlager meine Gartenhütte und rechts die Ersatzdachziegeln und -Klinkersteine vom Haus
und abends sogar mit Beleuchtung ;-)
sobald hier im großen Brennholzlager wieder Platz ist, wird das Brennholz nach dort umgelagert

Bevor ich nun das Brennholzlager mit Brennholz vollpacken konnte, habe ich zwei Holzpaletten quer an die Vorderseite angebracht. Durch die Lücke in der Mitte konnte ich dort noch hineinsteigern, um das Brennholz stapeln zu können und habe diesen Durchgang hinterher mit einer kleine, halben Palette und an den Paletten verschraubten Querlatten geschlossen.


Ein Teil des hier nun eingelagerten Brennholzes habe ich aus dem Unterstand hinter der Gartenhütte umverlagert. Dort hatte mein Sohn im Jahr vorher neues Brennholz hineinpacken sollen, es aber ärgerlicher Weise einfach auf das alte Holz draufgepackt. Das neue Brennholz passte gut gestapelt gerade eben In die andere Hälfte von dem neuen Brennholzlager.

Abschließend habe ich noch Schilder mit den Holzsorten und wann es gesägt und gespalten worden ist angebracht, um die Trocknungszeit von mind. zwei bzw. drei Jahren im Blick zu haben.


Rechtlicher Hinweis

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