LED Beleuchtung und Auflicht für Bandsäge

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LED Beleuchtung direkt am Sägeband
Video LED Beleuchtung und Auflicht Bandsäge
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Als ich bei einem Hersteller einer Kapp- und Zugsäge ein LED Auflicht anstatt eines Lasers zum genauen Positionieren des Sägeblattes zum Anriss bzw. zum Schnitt gesehen habe, hatte ich mir überlegt, wie ich dies bei meiner Bandsäge ebenfalls realisieren kann. Zusätzlich war mir immer der Bereich in dem ich säge, viel zu dunkel da dort von der Werkstattbeleuchtung baubedingt durch die Bandsäge immer viel zu wenig Licht hingekommen ist. Grundsätzlich war ich zwar zufrieden, jedoch trieb mich die Idee des LED-Auflichts dazu, dies bei meiner Bandsäge ebenfalls zu realisieren. Aber lest und seht selbst wie ich das angestellt habe. Viel Spaß dabei.

Hier findet ihr meine anderen Projekte

Los geht's - Schritt für Schritt

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Überlegung und Vorbereitung

Genau so sollte die LED eingebaut werden
LED Platine einer ausgedienten Lampe
Die obere Sägebandführung
Lösen der Sägebandführung
Die vorbereitete LED Platine

Aus einer alten Platine einer 7 Watt LED, wobei hier sieben einzelne 1 Watt LED verlötet waren. Schnitt ich mir ein kleines Stück für eine LED mittels einer Blechschere heraus.

Im Anschluss daran lötete ich eine kleine 3 Watt LED auf den entsprechenden Platz auf. Unter der LED wurde noch etwas Wärmeleitpaste aufgetragen (Hauchdünn). Die 3 Watt LED habe ich im 10er Pack in der Bucht für 79 Cent geschossen.

Nachdem die LED auf der Platine platziert war habe ich diese provisorisch angeschlossen um den richtigen Abstrahlwinkel zu ermitteln. Dazu hielt ich die LED direkt unter meine Sägebandführung. Da der hintere Teil der Sägebandführung aus einem massiven Aluklotz besteht, dachte ich mir, dies ist genau der richtige Ort um die LED dort unterzubringen.

Also wurde nun die obere Sägebandführung kurzerhand von der Bandsäge demontiert.

Die Platine der LED wurde nun noch auf dem Tellerschleifer in Form geschliffen. Möglicht klein sollte sie sein, damit ich sie auch sauber versenken kann um möglichst keine Störkontur an der Bandsäge zu erhalten.

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Einbringung der Aussparung für die LED

Die eingearbeitete Aussparung
Skizze erstellen, anreißen und körnen
Bohren im 30 Grad winkel
Austrennen der Stege
ausfeilen der Stege
Finish mit dem Dremel

Nun ging es daran, die LED in die Sägebandführung zu installieren, dazu musste eine Aussparung angefertigt werden.

Hierzu machte ich mir eine kleine Skizze und beschloss, das mittlere Loch mit einem 7mm Bohrer und die beiden äußeren Löcher mit einem 5mm Bohrer zu bohren. Somit wurden die Abstände auf den Aluklotz angezeichnet und gekörnt.

An der Ständerbohrmaschine wurde nun der Klotz zu allererst flach eingespannt und die drei löcher mit dem jeweiligen Bohrer 2mm tief vorgebohrt. Dies verhindert das beim schräg bohren der Bohrer aus seinem Zentrum verläuft. Danach wurde der Aluklotz in einem Winkel von 30 Grad im Schraubstock eingespannt und das mittlere Loch mit dem 7mm Bohrer ca. 12mm tief gebohrt.
Die beiden äußeren Löcher mit dem 5mm Bohrer ebenfalls 12mm tief.

Nachdem die Bohrungen fertig waren, wurde die Sägebandführung in den Schraubstock eingespannt und die beiden Zwischenstege der Bohrungen mittels eines Meißels durchtrennt.

Somit schaffte ich platz für die Feile und ich konnte den Rest sauber mit der Feile anpassen.

Für die restlichen Stege verwendete ich den Dremel mit einem Fräser um alles vollendens sauber der Platine anzupassen.

Die Platine sollte darin ausreichend Platz erhalten und vollständig einschiebbar sein.

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LED Platine isolieren

Isolierte LED Platine
Schrumpfschlauch vorbereiten
aufschrumpfen des Schrumpfschlauches

Damit die Platine an den Lötpunkten zur Sägebandführung keinen Kontakt bekommt, habe ich diese an der Außenfläche Isoliert. Durch die Bearbeitung der Platine auf ihre minimale Größe waren die Lötpunkte der beiden Kabel direkt am Außendurchmesser und hätten ohne Isolation auf die Sägebandführung durchgeschlagen.

Hierzu habe ich ein kleines Stück Schrumpfschlauch abgeschnitten und dieses mittels des Heißluftföns um die Platine aufgeschrumpft. Die Rückseite der Platine habe ich blank gelassen um hier einen Wärmeübergang zur Sägebandführung zu gewährleisten. 

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Befestigung der LED

Befestigte LED
Einbringen der Befestigungspunkte der LED
Gewinde M3 einschneiden
Tja ein Gewindebohrer ist abgebrochen
Hintere Kabelbefestigung
Verbohren der Kabelbefestigung
Wieder Gewinde schneiden
Anziehen der Halterung
Die LED ist eingebaut und festgezogen

Damit die LED auch an Ort und Stelle bleibt aber dennoch zugänglich ist um bei einem Ausfall diese auch austauschen zu können, habe ich mich für eine Verschraubung als Klemmung entschieden.

Hierzu habe ich zwei Löcher für ein M3 Gewinde neben die Aussparung für die LED gebohrt und diese für Senkkopfschrauben angesenkt.

Danach wurde hier ein M3 Gewinde eingeschnitten. Dabei ist mir beim zweiten Loch der Gewindebohrer beim ausdrehen abgebrochen. Ich konnte den Rest des Bohrers nicht mehr entfernen. Aber was soll's, eine Schraube hält die LED ebenfalls an ihrem Platz.

Um das Kabel der LED sauber verlegen zu können, habe ich am hinteren Rand jeweils eine Nut eingefeilt damit das Kabel bündig eingelegt werden kann.

Um Das Kabel am hinteren Ende nach oben zu führen, musste dieses ebenfalls fixiert werden.

Hierzu bohrte ich am hintern Teil der Sägebandführung zwei Befestigungslöcher um eine Kabelschelle daran befestigen zu können. Beim Gewinde schneiden, lies ich diesmal Vorsicht walten.

Alles ging dieses mal gut und das Kabel konnte nun mittels der Kabelschelle befestigt werden.

Der Erste Teil der LED Beleuchtung war somit geschafft. Nun musste ich das Problem mit der Kabelverlegung lösen.

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Herstellung des Anschlusskabels

Anschluss des Steckers
Vorbereitung für die Spirale
Erstellen der Spirale
Verzurren der Spirale
Erhitzen
Lösen der Kabelbinder
Alles bleibt in Form
Die komplette Spirale

Durch die Verlegung des Anschlusskabels durch den oberen Innenraum der Bandsäge stellte sich mir das Problem, dass die Sägebandführung ja in ihrer Höhe um ca. 100mm verstellt werden kann. Somit konnte ich das Kabel nicht komplett fest verlegen sondern musste dem Kabel die Möglichkeit geben sich der Verstellung der Sägebandführung anpassen zu können.

Damit ich immer wieder die Möglichkeit habe die Sägebandführung einzeln entfernen zu können erstellte ich an dieser Schnittstelle eine Steckbuchse. Das Anschlusskabel wurde somit mit der Gegenbuchse ausgestattet. Diese wurde sauber verlötet und mittels Schrumpfschläuchen isoliert.

Im nächsten Schritt ermittelte ich das Maß an welcher Stelle am Kabel ich die Verstellmöglichkeit haben muss. Dies war ca. 150mm nach dem Stecker. Ich nahm mir einen 5mm Durchschlag als Wickelhilfe und befestigte das Anschlusskabel mittels eines Kabelbinders direkt am Durchschlag mit geradem austritt des Kabels.

Nun wickelte ich das Kabel mit deutlich festem Zug um den Durchschlagschaft herum. 

Das obere Ende des Kabels wurde mit einem 90 Grad austritt mittels eines Kabelbinders fixiert.

Jetzt nahm ich mir den Heisluftfön und erhitzte das Kabel welches um den Durchschlag gewickelt war. Hiermit erziele ich das nach dem Abkühlen das Kabel in dieser Spiralform bleibt und somit wie eine Feder wirkt. Man kennt das noch von Festnetztelefonen welche den Hörer und die Tastatur getrennt verbunden haben.

Nach dem Abkühlen knipste ich den ersten Kabelbinder ab mit der Hoffnung, das die Wicklung hält.

Nach dem lösen des Kabelbinders blieb alles schön in Form und der zweite Kabelbinder konnte nun ebenfalls gelöst werden.

Soweit war mein federndes Spiralkabel vorbereitet für den Einbau in die Bandsäge.

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Anschlusskabel an Sägebandführung befestigen

Kabel ist befestigt
Befestigungslöcher bohren
Kabelbinder einziehen
Kabel befestigen
Kabel im Innenraum befestigen

Damit das Kabel an der Sägebandführung nicht herumbaumelt, wird dieses mittels Kabelbinder fixiert.

Hierzu bohre ich am hinteren Teil der Sägebandführung vier kleine Durchgangslöcher für die Kabelbinder.

Dann wird das Kabel mittels der Kabelbinder an der Sägebandführung stramm und fest fixiert.

Den Stecker des Kabels der Sägebandführung und den Stecker des Anschlusskabels wird miteinander verbunden und der Stecker des Anschlusskabels wird nun ebenfalls mit einem Kabelbinder an der unteren Sägebandführung fixiert.

Im oberen Bandsägekasten fixiere ich das Anschlusskabel ebenfalls mittels eines Kabelbinders. Hierzu bohre ich auch ein kleines Loch für die Befestigung. Der jeweilige Rest des Kabelbinders wird dann abgezickt. Somit ist das Kabel für's erste sauber verlegt und kann nirgends scheuern oder anstoßen.

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Anschlusskabel befestigen

Die Spirale ist verschraubt
Anzeichen der Befestigungspunkte
Bohren der Befestigung
Ansenken für Senkkopfschraube
Verschrauben des Kabels
Kabel ohne Zug
Kabel mit Zug
Befestigung auf anderer Seite

Um das Kabel in der Bandsäge zu befestigen, wurde nun am oberen Gehäuse links und rechts je ein Befestigungspunkt angezeichnet. Als Befestigung für das Kabel nahm ich wiederum Kabelschellen, an denen ich jeweils eine Seite mittels Zange abgezwickt habe.

Somit bohrte ich in das obere Gehäuse der Bandsäge je Seite ein Loch mit 4mm Ø.

Diese Löcher wurden dann noch angesenkt, damit eine Senkkopfschraube darin sauber und Plan platz findet.

Die Schelle wurde von der Unterseite mit einer Sicherungsmutter an die Senkkopfschraube angeschraubt und das Kabel jeweils in die Schelle eingelegt.

Da eine Bandsäge nicht gerade frei von Vibrationen ist war mir hier die Befestigung mittels Sicherungsmutter wichtig. Damit sich die Befestigung der Kabelschelle nicht von alleine lösen kann.

Durch verstellen der Sägebandführung wird nun die Spirale entweder verlängert oder dementsprechend verkürzt. Dies funktioniert wirklich Prima. Das Kabel ist in keinster weise irgendwo im Weg oder Streift an der Sägebandführung.

Auf der anderen Seite wird das Kabelende in die schon vorhandene Kabeldurchführung des Sicherheitsschalter der oberen Tür gezogen.

Den darauf folgenden Schritt zeige ich hier nicht, jedoch ein paar Worte dazu. Ich habe die LED direkt über den Hauptschalter der Bandsäge gesteuert, somit schält die LED beim einschalten der Bandsäge automatisch ein und wiederum beim ausschalten aus.
Die LED benötigt zusätzlich noch einen LED Trafo, dieser wurde ebenfalls in den Hauptständer der Bandsäge integriert. 

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Funktionstest und Fazit

Saubere Abbildung des Sägeblattes auf dem Werkstück
Vorher: Sägebandführung von unten
Nachher: Sägebandführung von unten
Vorher: Sägebandführung von oben
Nachher: Sägebandführung von oben
Blick von oben
Blick von der Seite
Nochmals Blick von oben

Die LED Beleuchtung macht was sie soll, sie beleuchtet das Bearbeitungsfeld ausreichend hell und lässt somit präzises Arbeiten zu. Soweit bin ich auf jeden Fall zufrieden. Leider zeigen die Fotos nicht deutlich wie die Fläche nach dem einschalten beleuchtet wird. Die Bilder sind da leider zu überbelichtet. Ich habe es versucht mit dem Handy besser hinzubekommen, jedoch ohne Erfolg. Ich hoffe ihr könnt es dennoch einigermaßen erkennen.

Bzgl. des Auflichts hätte ich mir von der LED einen etwas weiteren sauberen Streifen erwartet, Dennoch ist hier ca. für 20mm ein sehr exakter Schatten des Sägeblattes zu erkennen und dies ermöglicht es mir, nun beim ansetzen an einen Bleistiftstrich oder ähnlichem, genau auf diesem oder seitlich der Anzeichnung zu sägen, das ist toll. Selbst Freihand einen Winkel auszurichten ist somit leicht möglich. 
Das LED ist in der Sägebandführung so tief eingesetzt das es zu keiner Kollision mit einem Werkstück kommt, wenn es durch geschoben wird.

Soweit bin ich zufrieden und ich hoffe es hat euch gefallen.

Euer saberlod


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