Lebenden Weidenzaun mit Rautenmuster bauen

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Um zwei Grundstücke voneinander abzugrenzen und dies lebendig zu gestalten haben wir uns für Weide entschieden, genauer gesagt Silberweide.

Weide wächst schnell, auch durchaus zwei Meter im Jahr und lässt sich leicht schneiden und pflegen. Wir hatten Glück und sind an fast zwei Meter lange Weidenstäbe gekommen, als Stützen mit 4-5 cm Durchmesser, für das Rautenmuster mit 1-2 cm Durchmesser.

Die Weiden werden immer wieder für 20 Cent bis 1,- Euro das Stück verkauft - uns hat das Projekt nichts gekostet. Teurer geht natürlich auch noch, es gibt auch Firmen, die so etwas bauen.

Die Weide ist ein Flachwurzler, allerdings einer mit ausgeprägtem Wurzelwachstum, man sollte sich also gut überlegen, so viel Weide anzupflanzen. Gerade um einen Hang zu festigen ist die Weide ideal, da sie im Frühjahr und im Herbst sehr leicht zu schneiden und zu bearbeiten ist. Auch die Jahrestriebe lassen sich gut miteinander verflechten, so dass man eine interessante Gestaltungsmöglichkeit hat.

Ein weiterer Vorteil ist die Insektenvielfalt, die Weiden sind für eine Vielzahl an Insekten interessant, vor allem auch für Hornissen. Da sollte sich jetzt niemand schrecken, bei uns gibt es schon immer und jedes Jahr Hornissen. Seit wir die Weiden stehen haben, interessieren diese sich jedoch viel weniger für uns und alles um uns rum, da sie, gerade im Spätsommer, in den Weiden sitzen und die Rinde anknabbern. Zum einen nehmen sie dadurch den Zuckersaft auf, zum anderen enthält die Weidenrinde Salicin, was, im Körper in Salicylsäure umgewandelt, ein schmerzstillendes und fiebersenkendes Mittel ist. Vorteil der Hornissen: sie tun etwas gegen die Wespen :-) Jetzt noch irgendwo Haselnüsse, Lavendel und Thymian, Johannisbeeren und Himbeeren und Sommerflieder irgendwo angepflanzt und man hat von den ersten Sonnenstrahlen im Frühling bis in den späten Herbst hinein dauerhaft Hummeln und Bienen zu Gast, so dass es eine wahre Pracht ist.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Spaten & Schaufel
  • Spitzhacke
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Materialliste
  • viele x Weiden

Los geht's - Schritt für Schritt

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Graben ausheben

Graben
Der Bagger war zufällig vor Ort

Ein Graben wird benötigt, um die Weide zu setzen. Eigentlich reichen 10 cm Breite bei einer Tiefe von 20-30 cm, aber glücklicherweise war gerade ein Minibagger vor Ort, so dass wir dieses Mal eine Maschine arbeiten lassen konnten.

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Stützweiden setzen

Für die 4-5 cm dicken Stützen haben wir mit einem spitzen Holzpfahl alle zwei Meter Löcher in den Boden gebohrt. Dorthin die Weiden setzen und mit Erde anschütten und gut festdrücken. 

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Rauten setzen

Nun die dünneren Weidenstäbe (ca. 1-2 cm Durchmesser) im gewünschten Abstand schräg in die Erde stellen und gleich mit Erde aufschütten. Natürlich nach links und nach rechts. Miteinander verflochten ergibt sich schon ein guter Halt. 

Um der Hecke noch mehr Halt zu geben hin und wieder festbinden, damit sie die Position halten.
Ruhig etwas mehr Erde aufschütten, denn die setzt sich ja noch und durch das starke Wässern verteilt die Erde sich auch.

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Weiden einschlämmen

Die Weide eignet sich so sehr gut zum Anpflanzen, frisch geschnitten und danach gut gewässert wurzelt sie direkt im Boden. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sie auch im Wasser stehend erst wurzeln lassen um sie dann anzupflanzen. Wir hatten jedoch auf 20 Metern keinen einzigen Ausfall.
Was sie jedoch braucht ist unheimlich viel Wasser. Im Frühjahr gepflanzt sollte sie bis in den Herbst hinein nicht austrocknen. Direkt nach dem Setzen sollte man sie richtig einschlämmen.

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Warten und gießen

Wachstum nach 14 Tagen
Nach 3-4 Wochen sieht es dann so aus

Viel gießen! Weide braucht unheimlich viel Wasser, im ersten Jahr sollte der Boden immer feucht gehalten werden, dann wächst sie und braucht später nicht mehr gegossen zu werden. 

Bereits nach einigen Tagen sieht man die Weide austreiben und nach 14 Tagen ist bereits richtig Wachstum zu sehen.

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Auch nach Jahren noch schön

Wir schneiden die Weide jedes Jahr zurück, auch stark. Die Jahrestriebe lassen sich einfach und schnell schneiden. 

Auch an anderer Stelle haben wir Weide gepflanzt und damit einen großartigen Windschutz erreicht, neben dem Vorteil, dass uns dort der Hang hält.
Dieses Jahr haben wir im Frühsommer die Jahrestriebe nicht eingeflochten, dadurch wird die Hecke etwas, aber nur wenig, breiter. Das Rautenmuster geht, wie man sieht, durchaus verloren, aber das lässt sich - im wahrsten Sinne des Wortes - geradebiegen, wenn wir im Herbst und nächstes Jahr die Weiden wieder miteinander verflechten.


Rechtlicher Hinweis

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