Lamellenzaun

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Lamellenzaun
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    20 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Meine Absicht war einen Sichtschutz zum Nachbarn zu erstellen. Da aber schon ein Zaun bestand und somit auch die Zaunsäulen schon standen mußte ich mir was einfallen lassen. Die käuflichen Lamellenelemente die es auf dem BM gibt passten nicht zwischen die vorh. Säulen. Auch kommen sie mir ziemlich labil vor und erwecken schon vom Anblick her nicht den Eindruck langer
Haltbarkeit. Also hieß es ein wenig den Hirnschmalz anstrengen. Zunächst waren die vorh. Säulen für meine Zwecke zu kurz. Also verlängern. Ich besorgte mir bei einem Landschaftsgärtner verworfene Zaunsäulen für ein Dankeschön und ein Päckchen Kaffee. Das hätten wir. So, und nun ?
Ich hatte keine Lust meine zu kurze Zaunsäulen mit samt gebohrten Fundament auszubauen und neu zu setzen. Die neuen 2m Säulen passten mit ihrem Durchmesser über die vorhandenen. Gesagt getan und ging so. Mit Selbstbohrschrauben befestigt und dabei eine leichte Ungenauigkeit in der Lotrechten ausgeglichen. Dann gleich die nötigen Befestigungen für die Elemente mit angebracht. Dann das ganze mit grauer Alkydharzfarbe gepinselt. Insgesamt waren zwei 2m säulen und eine kürzere neu zu machen.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Vorrichten des Materials

einbringen der Nut

Am meisten Arbeit machte die Herstellung der Lamellen. Ich besorgte mir bei unseren Zimmerleuten Holzbohlen 2m lang und 5 cm stark. Diese auf dem BM zu kaufen erschien mir zu kostenintensiv. Da aber vollkommen Astfreie nicht zu finden waren und somit mit viel Verschnitt zu rechnen war brauchte ich wohl fürs erste 8 Stück. Das kostete mir wieder ein Dankeschön und ein Feierabendbierchen. Da meine Kreissäge für solche Stärken und mit 220 V doch etwas schwach auf der Brust war, ging ich an die große Säge vom Bauhof. Die hatte 380V und ein 800er Blatt und war für meine Zwecke genau das richtige. Den Anschlag auf 5mm eingestellt und los gings. Das Blatt war neu und scharf, somit war der Schnitt sauber und glatt. Ich brauchte nicht nochmal drüber zu schleifen. Die Strecken mit größeren Astlöchern gingen ins Feuerholz. Nach ca. 2 Std. war alles erledigt. Für den Rahmen holte ich das Holz vom BM. Sogenanntes Konstruktionsholz, wer sich auch immer die Bezeichnung ausgedacht hat. Also eben Latten in den Maßen 2m x 5cm x 3cm. 8 Stk sollten reichen. Dann noch welche in den Maßen 2m x 2,5cm x 3,5cm. Hier sollten 6 Stk reichen. Der meterpreis von 0,85€ passte auch. Im BM hatte man den Vorteil der Auswahl in Bezug auf Güte und Maßgenauigkeit. Man sollte schon Ausschau nach der etwas besseren Qualität halten. Und wenn man den ganzen Stapel umräumt. Nach einer kurzen Diskussion mit dem Personal ließen sie mich machen.

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immer noch vorrichten....und montieren....und Holzschutz

das passt....
die Nut ...
Holzschutz....

Mir erschien es einfacher die "Latten" vor Ort abzumessen. Also brachte ich die Latten eine nach dem anderen an die Säulen und verband sie oben und unten mit einer Querlatte. (Mist-kein Bild dazu)
Ich verzichtete auf eine komplizierte Verbindung sondern wählte eine einfache Verbindung durch Holzschrauben. Auch der beste Holzschutz stösst an seine Grenzen und somit würde ein Auswechseln der Einzelhölzer leichter sein. In die senkrechten Hölzer brachte ich mit der Fräse eine Nut ein. In diese sollten die Lamellen eingesteckt werden, also mußte die Nut min. 6mm breit sein. Die Tiefe wurde vom Scheibenfräser bestimmt.
Dann alles wieder auseinandergeschraubt und dem Holzschutz übergeben. Ich verwendete dafür Careneum in dunkelbraun. Ich hatte vor den gesamten Zaun in dunkelbraun zu halten, aber das wurde geändert.

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einflechten ....

es geht voran....
und wieder Holzschutz....

Ach ja .... die dünneren Latten (2,5 x 3,5) müssen ja noch angebracht werden. Dazu wurde das gesamte Feld gedrittelt um einen gleichmäßigen Abstand der senkrechten Hölzer zu erreichen. Diese Hölzer wurden,nachdem auch sie mit Holzschutz gestrichen wurden, an den markierten Punkten angeschraubt. Dann sollte es ans einflechten der Lamellen gehen. Es sollte aber auch nur. Denn Holzschutz muß sein.
Vom Vorhaben den gesamten Zaun in dunkelbraun zu streichen nahm ich Abstand. Die große Fläche war mir zu dunkel. Ein hellerer Farbton mußte her. Meine Wahl fiel auf Kiefer. Auf dem BM wollen sie ja horrente Preise für Holzlasur. Also bißchen weiter fahren zur ehemaligen Teppichdomäne. Die heist jetzt anders. Aber das Sortiment ist das gleiche und die Preise sind annehmbar. Auch die Lasur war preislich OK. Die ersten Lamellen strich ich mit Pinsel- das dauerte ja ewig bei zwei Anstrichen. Also Hirnschmalz einsetzen. Ganz einfach - tauchen ! Aber wie ?
Ich hatte noch im Schuppen eine kleinere Kastendachrinne 2m lang und die Enden schon geschlossen.(Keine Ahnung wozu die mal da war). Das müßte doch gehen ? Die Lamellen im Paket auf Länge geschnitten und dann los. Lasur in die Rinne - her mit dem Pinsel - und rein mit der ersten Lamelle. Mit dem Pinsel bißchen verteilen, überschüßiges abstreifen und raus zum trocknen. Das ging gut ! (Ich liebe es wenn ein Plan funktioniert) Bis alles trocken war mußte ich dann doch bis zum nächsten Tag warten. Am nächsten Tag einflechten. Bis zum 3/4 der Fläche ging alles gut. Dann wurde der Platz immer enger und ich mußte die Lamellen verbiegen um sie in die Nut zu zwingen. Dabei gingen,wie sollte es auch anders sein, einige Lamellen zu Bruch. Aber ich hatte genug Reserve geschnitten.

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und fertsch .......

fertsch....
anderer blick - sieht gut aus....

Die abgeschrägte Ecke im Rahmen forderte nochmal ein wenig Fummelei. Denn der Biegeradius,auch von dünnen Leisten, ist beschränkt. Aber ich fand auch hier eine Lösung.
Sieht doch gut aus mit dem Kontrast, meiner Regierung gefällts auch.


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