Küchenschrank als Ergänzung zu gekaufter Kinderküche

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    80 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Unser Sohn hat zu Weihnachten 2017 eine Spielküche bekommen. Das ganze Küchenzubehör, das das Christkind über die Großeltern beigesteuert hat sprengt allerdings die Kapazitäten des vorhandenen Stauraum. Daher habe ich ich aus reiner Bastellust dazu entschieden einen passenden Küchenschrank mit zwei Schubladen anzufertigen.

Das Material war in unserem lokalen Baumarkt mal wieder nicht zu beziehen und wäre nach langer Wartezeit viel zu teuer geworden. Daher habe ich mal einen Zuschnittdiesnt via Ebay genutzt was deutlich schneller und günstiger war.

(Das Projekt hat lange geruht und ist erst zu Weihnachten 2018 fertig geworden. Da ich nur sproadisch dran war gibt es auch nicht von jedem Schritt Fotos.)
 

Los geht's - Schritt für Schritt

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Planung

Planung in Sketchup
Planung des Zuschnitt

Da der Küchenschrank optisch zu der Spielküche passen soll habe ich mich erstmal mit einem Block und einem Maßband davor gesetzt und maßgenommen. Auch wenn mir die Materialstärken etwas komisch vorgekommen sind, habe ich diese übernommen.

Danach ging es an den Rechner und ich habe in Sketchup einen Entwurf erstellt und danach die Materialmengen ermittelt.

Zusätzlich habe ich mir eine Übersicht für die einzelnen Zuschnitte erstellt.

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Zuschnitt

Die Teile für den Korpus habe ich mit der Tauchkreissäge aus den bestellten Multiplexplatten gemäß Plan geschnitten.

Um die Rundungen der Arbeitsplatte der Küche zu übernehmen, habe ich einfach ein Stück Pappe auf die Kante der Küche gelegt und diese mit Bleistifft nachgezeichnet.
Daraus habe ich mir eine Schablone geschnitten und mit der Stichsäge danach die Radien nachgeschnitten.

Da ich die Schubladenkästen auf Gehrung schneiden und verleimen will, habe ich die notwendigen Schnitte mit der Tischkreissäge ausgeführt. Diese sind mit der PTS 10 trotz gründlicher Einstellung und mehrerer Versuche leider sehr unsauber geworden.

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Aufbau des Korpus

Die Taschenbohrungen im Korpus
Stellprobe nach der Montage des Korpus

Bei der Montage des Korpus habe ich mich für Taschenbohrungen entschieden. Somit konnte ich alle Teile in Ruhe aneinander ausrichten und direkt fixieren.
Die Taschenbohrungen habe ich mit der Wolfcraft Undercover Jig hergestellt. Dies geht schnell von der Hand. Lediglich eine Schraube hatte sich zu tief in die Tasche gezogen und kam an der Oberfläche der Arbeitsplatte so eben zum Vorschein.

Nach einem lauten Fluch wurden dann alle Teile wieder demontiert, mit dem Exzenter geschliffen und mit der Rolle lackiert.
Die Tischplatte habe ich dabei viermal geschliffen und weiß überlackiert bis ich mit dem Ergebniszufrieden war. Die Seitenteile habe ich zweimal mit Klarlack versehen.

Danach wurde der Korpus final montiert. Ich habe ihn wieder nur geschraubt, obwohl ich mir erst vorgenommen hatte zusätzlich Leim aufzutragen. Die Verbindungen sind aber mehr als ausreichend stabil.


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Bau der Schubkästen

Ein Blick in die noch aktuelle Werkstatt während der Montage
Einpassen der Schubladenfronten
die Finale Montage nach dem Lackieren der Fronten
Und "Zack" ist es eingeräumt.

Als erstes habe ich mit dem Dremel (als Oberfräse) eine Nut in die Seitenteile der Schubkästen gefräst. In diese habe ich bei der Montage die Böden eingeschoben.

Hier ist entgegen der ursprünglichen Planung 4mm Sperrholz eingesetzt worden, da die Stärke völlig ausreicht und ich noch Reste rumliegen hatte. Das Multiplexholz war mir hier einfach zu schade.

Beim Verleimen habe ich mich dann nochmal über die unsauberen Gehrungsschnitte aufgeregt. Ich habe die Teile mit der Klebebandmethode zusammengeleimt. Beim Überprüfen der Winkel musste ich dann feststellen, dass ich sie Niemelas 100% rechteckig hinbekommen werde.

Zur Montage der Auszüge habe ich mir aus Restholz Abstandhalter geschnitten um sie auf beiden Seiten auf der gleichen Höhe montieren zu können.

Beim Einsetzen der Schubkästen viel dann auf, dass diese ca. 1,5mm zu breit waren und somit folgte ein ausgiebiges Schleifen der Seitenteile. Danach habe ich die Kästen mit einer Schicht Klarlack überzogen.

Die Schubladenfronten habe ich danach einzeln ausgemessen und Geschnitten um die entstandenen Ungenauigkeiten zu kaschieren.
Mittels 2mm dicker Kunstoffplättchen habe ich die Fronten ausgerichteten und mit Doppelseitigen Klebeband an ihrer Position fixiert. Dadurch konnte ich die Läden öffnen und dann von innen die Fronten verschrauben.

Danach habe ich die Frontteile auf Wunsch meines Sohnes rot mit der Farbrolle lackiert und die von ihm ausgesuchten Griffe montiert.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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