Kräutertreppe aus Dachlatten

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Kräutertreppe aus Dachlatten ???
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    80 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Öffentliche Wertung

Einige Küchenkräuter habe ich gerne frisch, insbesondere im Sommer, wenn das Wetter es zulässt, sie draußen zu ziehen.
Um die auf der Terrasse ordentlich aufzustellen, habe ich mir aus Dachlatten diese Kräutertreppen gebaut.
Vom Design habe ich mich dabei an mein Projekt zu den Pflanzkübelumrandungen für die Tomatenkübel orientiert.

Los geht's - Schritt für Schritt

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Material

Wie schon erwähnt, sollten die Kräutertreppen aus Dachlatten entstehen.
Also die üblichen 24x48 Latten, sägerau in 2,4 oder 3 Meter Länge.

Für das Projekt habe ich mir noch einheitliche neue Pflanzkästen (ca. 60cm Länge) samt Untersetzern besorgt.

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Hobeln

Mit meinem Abricht- und Dickenhobel habe ich die Dachlatten auf ein einheitliches Maß gebracht. Außerdem sehen sie auch gehobelt besser aus und die Lasur lässt sich später auch besser aufbringen.

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Maße bestimmen

Man kann theoretisch viel planen und berechnen. Manchmal ist es aber besser Maße direkt am Objekt zu bestimmen.
Mit Lattenstücken, die ich noch hatte, nahm ich also die Abmessungen der Pflanzkäsen.
Ich wollte es so handhaben, dass die innere Länge der Länge der Untersetzer entspricht, damit ich die auch noch später einsetzen kann. Die innere Breite orientierte sich an der Breite der Pflanzkästen unterhalb deren oberen Randes.
Mit den Maßen schnitt ich dann erst mal Prototypen zu, um zu testen, ob das auch so hin haut.

Mit Lattenresten ermittelte ich dann, wie viele Leisten ich für die Umrandung denn überhaupt genau benötigte.

Auf der Längsseite sollten es 12 sein, auf den Schmalseiten wären 3 zu wenig gewesen, das wären zu große Lücken zwischen den Latten gewesen. Ich entschied mich für 4, muss dafür aber später einen Teil der Latten etwas schmäler sägen.

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Zuschnitt

An der Tischkreissäge schnitt ich dann die benötigten Latten auf die richtigen Größen.
Ich brauchte zwar auch einiges an frischen Latten, konnte aber auch noch einiges an Reststücken aus Vorprojekten verarbeiten und so meinen Restholzstapel wieder etwas verkleinern.

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Die oberen Rundungen

Das Musterstück für die Rundungen hatte ich auch noch vom Tomatenkübelprojekt. Damit zeichnete ich auf allen Stücken die Rundung an und sägte sie dann an der Bandsäge aus.
Kleine Ungenauigkeiten bereinigte ich am Tellerschleifer.

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Fasen anfräsen

Auf dem Frästisch fräste ich dann an alle Teile ringsum eine kräftige Fase an.
Kleine Grate und Verbrennungen vom Fräsen schliff ich dann noch am Tellerschleifer weg.
Ca. 200 Zaunstücke waren dann erst mal in Form gebracht.

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Zaunlattenstücke vorbohren

Damit die Lattenteile später beim Verschrauben einfacher an der richtigen Stelle landen, bohrte ich sie alle vor.
Dafür nahm ich an einem Musterstück Maß, wo die Bohrungen hin sollten, und bohrte die Löcher an entsprechender Stelle in das Musterstück.
Da durch drehte ich Schrauben, dass sie gerade so auf der anderen Seite raus schauten.
Mit diesem „Musterdoppelkörner“ konnte ich dann schnell die Bohrpunkte auf alle Latten übertragen und dann bohren. Die Bohrung ist mit einem kleinen Bohrer nur wenige Milimeter tief.

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Die Trägerleisten

Ich markierte auf den schmalen Trägerleisten die Positionen für die Zaunlatten. Dann übertrug ich immer auf 4 Leisten gleichzeitig die Markierung, dass sie für einen Pflanzkasten einheitlich sind.
Die Leisten markierte und nummerierte ich dann, dass sie nicht mehr durcheinander kommen.

An den Markierungen bohrte ich die Schraubenlöcher vor. Damit ich die dünnen Leisten mit den Senkkopfschrauben später nicht sprenge, senkte ich die Löcher auch noch.

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Die schmaleren Latten für die Schmalseiten

Ich hatte leider versäumt, mir die Lattenstücke für die schmäleren Stücke an den Schmalseiten zurück zu legen. Die waren jetzt alle auf dem gleichen Maß. Da habe ich mir leider etwas doppelte Arbeit gemacht.
Die Lattenstücke sägte ich jetzt also ein Stück schmäler. Dafür nahm ich auf jeder Seite 3mm ab, damit sie symmetrisch blieben.
An der schon einmal angesägten und geschliffenen Rundung ergab sich da leider eine Kante, die ich am Tellerschleifer wieder ausglich.
Auch die Fase musste ich noch einmal nachfräsen.

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Überlegungen zum Lasieren

Eigentlich hatte ich geplant, an der Stelle alle Teile schon weiß zu lasieren und später zusammen zu bauen.
Bei der Menge an Material, was ich nun aber schon vorbereitet hatte, zweifelte ich aber dran, ob ich genug Platz zum trocknen in meiner Werkstatt hatte.
Und ich wollte das nicht auf mehrere Durchgänge verteilen.
Kurzerhand entschloss ich mich, die Kräutertreppenkästen doch erst zu montieren und dann später zu lasieren.

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Kastenmontage

Ich schraubte erst mal die Schrauben in die Trägerleisten. Dann legte ich die Zaunlatten unter und schraubte sie fest, das schien mir die effizienteste Variante.
Zuerst montierte ich die Längsseiten vor. Dann schraubte ich die Leisten der Schmalseiten ein, an die ich dann die restlichen Latten montierte.

Hinweis: die Zaunlatten an den Ecken sind jeweils etwas außerhalb der Mitte vorgebohrt, um der Verschraubung der Trägerleisten dort aus dem Weg zu gehen!

Bei den Schmalseiten ist mir dann auch noch aufgefallen, dass ich einen Fehler eingebaut hatte, der aber leicht zu beheben war.
Ich hatte die Löcher alle auf einer Seite gesenkt. Es ist aber so, dass sie für die Verschraubung mit den Längsseite auf der einen Seite, also von außen, gesenkt werden müssen, für das Anbringen der Zaunlatten aber von innen. So musste ich noch mal eine Reihe von Löchern nachsenken.

Die Lattenstücke, auf denen die Untersetzer und somit auch die Pflanzkästen aufsitzen, habe ich dann noch mit dem Undercover-Jig eingeschraubt.

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Erste Anprobe

Einer der Kästen war nun fertig zusammen gebaut. Bevor ich nun die restlichen fünf auch noch zusammen baute, prüfte ich erst einmal, ob auch alles passt.
Der Untersetzer ließ sich wie geplant einsetzen und auch der Pflanzkasten passte perfekt.
Das hat mich schon mal gefreut und ich konnte mit dem Rest weiter machen.

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Die Seitenteile der Kräutertreppe

Nun, da die Kästen der Kräutertreppe fertig waren, ging es an den Rahmen.
Für die Seitenteile habe ich mir eine bemaßte Skizze in CorelDraw erstellt, damit ich Winkel und Abstände sauber ermitteln konnte.

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Rahmenlatten sägen

Bisher hatte ich ja nur die Teile für die Kästen zurecht geschnitten.
Mit den Maßen aus der Skizze schnitt ich nun die passenden Teile aus den noch vorhandenen gehobelten Dachlatten.
Die Skizze diente mir sozusagen als Schnittliste. Ich brauchte dann halt jedes Teil vier mal.

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Konstruktion mit Überblattung

Ich wollte die Rahmen nicht einfach aufeinander schrauben. Das hätte mir zu sehr aufgetragen.
Am oberen Ende plante ich eine Überblattung. Die zeichnete ich gemäß Skizze an und säge sie an der Tischkreissäge. Kleine Unsauberkeiten stemmte ich noch mit dem Stechbeitel weg.
Die Überstände durch den 45-Grad-Winkel schnitt ich dann noch an der Bandsäge ab.

Bei der unteren Verbindung war für eine Überblattung der untere Pflanzkastenträger im Weg. Also entschied ich mich hier für eine Lösung, bei der die Diagonale Latte durch eine Aussparung auf der unteren Stütze aufliegt (ähnlich wie bei Dachstühlen).

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Fasen anfräsen

Vor der Montage habe ich noch an einige Kanten des Rahmens eine kleine Fase angefräst.

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Rahmenmontage

Nun konnte der Rahmen zusammen gebaut werden.
Zunächst verschraubte ich die Überplattung.
Dann schraubte ich von oben die untere Stütze an.
Die Trägerlatten, auf denen die Pflanzkästen zu stehen kommen, dienen gleichzeitig auch zur Stabilisierung der Rahmen.
Die Position dafür habe ich anhand meiner Skizze ausgemessen und angeschraubt. Mit einem Winkel prüfte ich jeweils auch die 90 Grad.
Nachdem zwei der Rahmen fertig waren, legte ich sie aufeinander und bohrte in einem die Löcher für die Querstreben. Dadurch waren sie automatische jeweils an der gleichen Position des Rahmens.

Durch diese Löcher habe ich dann mit 50mm langen Schrauben die Querstreben eingeschraubt.

Von der Konstruktion her, waren die Kräutertreppen jetzt eigentlich soweit fertig und die Kästen passten auch in die Rahmen rein.

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Lasur

Für die Optik und den Wetterschutz trug ich dann noch eine weiße Wetterschutzlasur auf.
Tipp: es gibt mitunter vom Hersteller keine Wetterschutzlasur in „Weiß“. Ich habe hier „Birke“ verwendet, und das ist definitiv weiß!
Der Anstrich erfolgte nach Anleitung. Also eine Schicht Lasur, 12 Stunden Trockenzeit. Dann der zweite Anstrich, der dann nach 4 Stunden trocken ist.

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Aufbau und Bestückung

Nun waren meine beiden Kräutertreppen tatsächlich fertig und konnten aufgebaut werden.
Sie fanden einen passenden Platz auf meiner Terrasse.
Die Kästen habe ich in den Rahmen eingesetzt. Die sitzen von alleine stabil und müssen nicht noch extra befestigt werden. Wer das nachbauen möchte und dem misstraut, kann aber auch von der Seite auch noch eine Schraube setzen, um die Kästen jeweils zu fixieren.

Wie schon beim Probebestücken kam auch jetzt erst jeweils der Untersetzer in den Kasten und dann der Pflanzkübel von oben rein.

Wie ihr am Wuchs der Kräuter seht, und im Vergleich zum Anfang, wo die Samen gerade mal gekeimt waren, hat mich das Projekt doch einiges an Zeit gekostet. Das lag aber auch daran, dass ich nicht kontinuierlich daran arbeiten konnte …


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