Kleine Holzhäuser (little Wooden houses)

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Nun lass doch mal die Kirche ins Dorf
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    12 €
  • Dauer
    2-3 Tage
  • Wertung

Beim Stöbern auf Pinterest habe ich diese kleinen Holzhäuschen (little Wooden houses) gesehen.
Ich war sofort hin und weg. Wenn ich in diesem Zustand bin weiß ich ganz genau was kommt. Das muss ich probieren.
Leider gibt es in Oberfranken ganz selten Treibholz, aus dem diese Häuschen oft gemacht werden.
Natürlich kam es auch so. Ich hatte im Forum, um die Weihnachtszeit, schon mal darüber geschrieben.
Mittlerweile sind die Besitzer eingezogen und nun möchte ich sie euch zeigen.

Ihr müsst aber bedenken, es sind alte Fachwerkhäuser, die ich gebaut habe. Das heißt, die Fenster und Balken sind nicht mehr ganz gerade und das eine oder Andere hat so seine Macken.

Das Holz stammt aus der Restekiste und ist von unterschiedlicher Stärke und Länge
Also was sollte mich davon abhalten?
Zu Beginn habe ich es mir etwas schwer gemacht, aber dann ist der Groschen gefallen.

Das Dörfchen sollte auf einer Holzplatte mit verschiedenen Erhöhungen platziert werden,
aber das ist eine andere Geschichte und wird in einem neuen Projekt veröffentlicht.
So eine Platte braucht auch ihren Platz und den hatte ich nicht wirklich.

Wenn ich ehrlich bin, wusste ich nicht so richtig, wie ich das Ganze beschreiben sollte. Deshalb lag das Projekt so lange im Ordner.

Die Materialkosten kann ich nur schätzen, da ich alles, was ich benötigte zu Hause hatte.
Ebenso werde ich nicht die gesamten Einzelmaße des anfallenden Holzes aufführen, da man die Größe der Gebäude individuell festlegen kann.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Laptop
  • Bleistift
  • Lineal
  • Dremel Motosaw
  • Winkeldreieck
  • Pinsel
  • Cuttermesser
  • verschiedene Schleifpapiere
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Materialliste
  • Kantholz | Holz
  • Holzbrett | Holz
  • Sperrholzstückchen | Holz
  • Schaschlikspieße | Holz
  • div. Acrylfarben | Farbe
  • Reisslack | Lacke
  • Druckerpapier | Papier
  • Ververschiedene Schleifpapiere
  • Holzleim | Kleber
  • Dübel | Holz
  • Beize

Los geht's - Schritt für Schritt

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Hausbau planen

Plan Haus 2
Plan Scheune
Plan Haus 3
Plan Haus 4

Natürlich musste ich mir erst einmal darüber im Klaren werden, wie die Häuschen aussehen sollten. Da gibt es so viele Möglichkeiten.

Als Häuslebauer hat man es nicht leicht.
Also habe ich mir angesehen, was mein Holzbestand und Restekiste hergibt und habe mir Gedanken über die Größe gemacht.
Einen richtigen Plan hatte ich natürlich wieder einmal nicht.
Auf jeden Fall musste jedes anders aussehen, das wusste ich schon mal. Für jedes Häuschen habe ich eine Vorlage erstellt.

Na, wer sagt es denn. Ich mache doch Fortschritte.

Die Skizzen sind nicht im Maßstab. Ich wollte ja nur für mich wissen, wie sie aussehen könnten.

Wie schon im Forum geschrieben, habe ich von den Sägearbeiten keine Bilder, da ich nie vorhatte, sie als Projekt einzustellen. Außerdem war es kalt und ich hätte um in die Wohnung zu kommen und das Handy zu holen ums Haus laufen müssen. Da war wohl nicht nur die Kälte schuld, sondern auch meine, nennen wir es mal, "Schwerkraft", "Trägheit", oder einfach, ich war zu faul!

Für die Kirche habe keine Vorlage erstellt. Hierbei habe ich mich etwas an unserer Kirche orientiert.

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Sägen und Schleifen

Scheune von vorne
Wohnhaus 1 von vorne
von der Seite
von hinten
Wohnhaus 2 von vorne
Wohnhaus 3 von vorne
die 4 Gebäude in der Vorderansicht
etwas seitlich
von hinten
angebauter Balkon aus Schaschlikspießen, Haus 3
4 Gebäude mit selbstgefertigten Bäumchen
Kirche im Rohbau
Seitenansicht

Die Beschreibung der Häuser war für mich irgendwie ziemlich schwierig. Ich wusste nicht so richtig wo ich beginnen sollte. Wenn man aber die fertigen Bilder sieht, erklären sie sich eigentlich von selbst.

1. Scheune
Hier habe ich 2 Quader, in einer Länge, oder Höhe von 13/14 cm ausgesucht. Also musste ich das eine Teil auf das passende Maß zurechtgesägen. Die beiden Teile mit der wurden dann mit der großen Fläche, mit Holzleim, zusammen geklebt.
Mit 2 Federzwingen versehen habe ich sie über Nacht trocknen lassen.
Für das Dach habe ich 2 rechtwinklige Dreiecke gefunden. Es ist immer gut, wenn man auch kleine Stücken nicht gleich entsortgt.
Eins der beiden Dreiecke war etwas kleiner, aber es gibt auch im wirklichem Leben Häuser mit unterschiedlichem Dach, dachte ich mir.

1. Wohnhaus
Bei diesem Haus bin ich eigentlich genau so verfahren wie bei der Scheune. Nur hatte ich hier quadrische Reste von ca. 2cm mehr, also 15cm. Das war mir aber Recht, da dieses Haus sowieso höher werden sollte. Auch hierfür habe ich 2 Dreiecke für das Dach gefunden.
Wie die Scheune habe ich auch dieses Haus zusammengeklebt, mit Zwingen versehen und über Nacht trocknen lassen.
Die Dachstücken sind hier spitzer als bei der zukünftigen Scheune.

2. Wohnhaus
Das 2. Wohnhaus musste ich sägen.
Hierfür habe ich bis zum Beginn des Daches eine Höhe von 14cm gerechnet.
Für das Dach habe ich eine Höhe von 5cm beanschlagt. Also ein Gesamtmaß von 17cm. Dieses Stück habe ich von einem Konstruktionsholz( Fichte), mit den Maßen 0,24 x 4,5cm, gesägt.
Für die Dachschrägen habe ich die Mitte des Balkens der Vorderseite, und die Dachhöhe angezeichnet. Mit Bleistift und Lineal die Punkte verbunden und anschließend zurecht gesägt.
Dieses Mal brauchte ich nichts kleben.
Es war so zu sagen ein Fertighaus.

3. Wohnhaus
Dieses sollte das Kleinste werden.
ohne Dach hat es eine Höhe von 10,5 cm.
Es sollte ein Dach bekommen,welches, an allen 4 Seiten etwas übersteht.
In meiner Restekiste habe ich so ein Stück gefunden. Es war aber nicht rechwinklich, wie es Satteldächer üblicherweise sind, sondern es war, wenn man es von der Seite betrachtet,wie ein spitzwinkliges Dreieck.
Zuerst hat es mir ganz gut gefallen, aber dann auch wieder nicht mehr. Beim Wühlen habe ich noch einen Rest gefunden, das genau darauf gepasst hat. Im ersten Moment habe ich gar nicht gesehen, dass es doch etwas wuchtig aussah.
Es gefällt mir auch heute noch nicht so richtig, aber ich kann mich auch nicht davon trennen.

Alle Teile wurden mit 100er und 150er Schleifpapier beschliffen.
Die Gebäude hatte ich noch mit selbstgemachter "Holzalterungsbeize" bestrichen. Später aber nur 3 Dächer so gelassen.
Nun war ich soweit fertig und konnte den kalten Keller verlassen.



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Bemalen und Kleben

Sperrholzteile aus Keilrahmen
Zuschnitte
Acrylfarbe für den Grundanstrich
Reisslack, den ich verwendet habe
Holzleim für Scheunendach aufgetragen
Scheunendach
Grundfarben auf das 1. Wohnhaus aufgetragen
Dach zusammengeklebt und auf den Grundbau aufgeleimt
Wohnhaus 2 aus einem Stück
mit Bleistift vorgezeichnet, aber später nicht mehr zu erkennen
aufgeklebte Schindeln

Auf der Fensterbank konnten die Häuschen von der Beize trocknen.

In der Wohnung habe ich für  Haus 3 "Schindeln" zugeschnitten.
Verwendet habe ich dabei diese Sperrholzstücken, wie man sie auf der Rückseite Keilrahmen findet.

Dann habe ich die von der Beize getrockneten Gebäude, bis auf die Dächer, mit grauer Acrylfarbe, bestrichen. auch diese musste wieder trocknen, aber das geht recht flott.
Auf das getrocknete Grau kam Reisslack, welcher transparent trocknet. Anschließend habe ich als Kontrastfarbe weiße Acrylfarbe aufgetragen. So sieht es aus, als ob die Gebäude schon etwas älter sind.
Vorher habe ich mit Bleistift auf die grau bestrichenen Häuschen mit einem Bleistift Fenster usw. aufgezeichnet.
Der Bleistiftstrich war jedoch nach dem überstreichen mit Reißlack und weißer Acrylfarbe nicht mehr zu sehen.
Nun musste ich mit einem dünnen Pinsel nochmals alles aufmalen.
Die zugeschnittenen Schindeln kamen auf das dafür vorgesehene Dach.
Nun habe ich mit weiteren Acrylfarben Fenster, Türen, Balken usw aufgemalt.

Anschließend wurden jeweils 2 Dachdreiecke mit Holzleim bestrichen und verklebt.
Als dies getrocknet war, fanden die Dächer auf ihren Gebäuden, ihren Platz.
Die zugeschnittenen Schindeln kamen auf das dafür vorgesehene Dach.
Nun konnten auch die zusammengeklebten Dächer auf die Scheune und das 1. Wohnhaus geklebt werden.

Als Schlote habe ich gekürzte Dübel verwendet. und auf die Dächer geklebt.

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Fertig? und auf einer Holzpatte arrangieren.

Das Dorf auf einer Probeplatte
immer wieder umgestellt
Endergebnis, Platte nimmt zuviel Platz ein

Aus dem Keller hatte ich mit ein Probestück einer Holzplatte geholt, welches noch unbeschliffen war, um zu probieren, wie die Häuschen darauf wirken würden.

Dabei habe ich bemerkt, dass der Platz, den das Dörfchen einnehmen würde, doch größer war, als vorgesehen.
Und dann hatte eine Schrecksekunde.
Das Dorf hat keine Kirche!
Das kann nicht sein. Ein Dorf ohne Kirche ist kein Dorf.

Was nun? Guter Rat ist teuer, sagt man.
Die Platte an sich, fällt aus Platzgründen aus.
Dann ist mir etwas eingefallen, was ich in einem nächsten Projekt veröffentlichen werden, da es hier den Rahmen sprengen würde.


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fertigen der Kirche und Ende dieses Projektes

fertige Kirche

Für die Kirche bin 2 Tage später nochmals in die Kälte, die Teile dafür musste ich aus Balken und Brettchen zusägen.
Dabei habe ich mich ein wenig an unsere Kirche gehalten.
Hiervon habe ich Bilder vom Rohbau, die ich gerne zeige.
Am vorderen Altarteil habe eine passende Dreiecksleiste, von der ich die obere Spitze abgesägt (also ein Prisma) angesetzt und später mit Fenster bemalt.
Nun musste auch die Kirche die ganze Protzedur, die die anderen Gebäude durchgemacht haben noch hinter sich bringen.
Für das Schiff der Kirche habe ich ein helles Ocker als Farbe benutzt, welches Sandstein markieren sollte.

Nun war ich erst einmal fertig. Das nächste Projekt stand aber schon an und zwar, für Baugrund für ein ganzes Dorf zu sorgen.
Ich hoffe, ich habe nicht zuviel durcheinander gebracht und es ist einigermaßen nachvollziehbar.

Ich freue mich über Eure Kommentare, nehme natürlich auch gerne Hinweise und Tips entgegen und kann auch ganz gut mit konstruktiver Kritik umgehen.


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