Kartenhalter für Muttern

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Ein Kartenhalter, "Ostermann-Style.
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Wertung

Meine Mutter erwähnte in der letzten Zeit, dass meine Tante von ihren Enkeln einen Kartenhalter geschenkt bekommen hatte.

Das wiederholte Erwähnen nahm ich als Anlass dem anscheinenden Mangel ein Ende zu bereiten.

Also:

Ab in die Werkstatt und Ausschau halten nach "passendem" Material. :D

Los geht's - Schritt für Schritt

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Die Quelle

AAHRG, kriegst nich' gelöscht, weil Titelbild !?! Nächstes Bild is' OK.
Das ursprüngliche Brett.
Beginn der Anzeichnen-Arie. :)

Als ich die Werkstatt betrat fiel mir direkt ein Leimholz-Brett auf, welches wahrscheinlich anderweitig verplant war.

Da ich mich aber nicht mehr an den Anwendungszweck erinnern konnte, musste es für den Kartenhalter herhalten. :)

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Anzeichnen

Von Links, die erste 30 cm anzeichnen. Aber die Linie nicht ganz durchgezogen.
Dann die nächste Markierung bei 60 cm. Diese Linie ging ganz durch.
Dann wieder von links, aber diesmal nur 15 cm. Die Linie auch nicht ganz durchgezogen!!
Nächste Markierung bei 45 cm. Ein leichtes ZickZack-Muster wird erkennbar.
Nun von den Kanten, wo die Linien beginnen, einen Zentimeter abtragen/anzeichnen.
Markierungen körnen.
Und mit einem 3 mm Bohrer durchbohren.
Anzeichnen eines 30° Winkels auf beiden Seiten der Linie, ausgehend vom Mittelpunkt der Bohrung.
Verlängern der Linien ( 30° Winkel.)
Alle Linien verlängert. So ist das Brett schonmal grob eingeteilt.
Hier habe ich Maß X genommen ( X, weil ich nimmer weiss, wieviel es war ?!? ) und habe Freihand die Innenkante der Rundung markiert.
Hier wollte ich mir ( xtra mit Rot )anzeichnen, wo ich langsägen muss, aber das Gekrakel war fürchterlich. :D Hab's aber im Nachhinein hinbekommen.

Ich wollte definitiv einen gebogenen Kartenhalter machen.

Hierzu habe ich mir zunächst überlegt, wie breit das Ding werden soll.

Da ich ein Kartenspiel in der Werkstatt habe, habe ich mal grob 10 Karten, sich überlappend, hingelegt und gemessen.

Dies ergab ein Mindestmaß von 26 cm.

Ich habe, rein nach Gefühl, mal mit 30 cm begonnen, wer weiss, was / wie es wird.

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Sägerei !

Gröbstes Zerteilen eines Brettes, EVER. Heidenai !! Watt'n Chaos. :)
Hier habe ich flux einen alten Regalboden zu einer Null-Toleranz-Rundungs-Sägeplatte umfunktioniert.
Von der Spitze der Sägeblatt-Zähne schnell eine Linie ziehen und die überlegten Radien markieren.
Los ging es bei einem Radius von 29 cm. Ich habe hier einfach die Markierung angekörnt und direkt 'ne Schraube reingedreht.
So konnte ich die Teile fein absägen, ohne Sorgen.
Da der Schnitt bei 29 cm als Rückseite geplant war hatte ich den Schnitt senkrecht durchgeführt. Die Schnitte mit den kleineren Radien waren für die Kartenschlitze und diese wollte leicht nach hinten geneigt machen. Demnach Bandsägetisch kippen auf 10°.
Bei den nächsten Schnitten nahm ich dann die anderen , kleineren Radien.
Nach Vollendung der Schnitte hatte ich eine lustige Ansammlung von Kurven. Und alles 4 Mal.

Hier bin ich erstmal, mit der Stichsäge, den roten Linien gefolgt.

Daraufhin ging es an die Bandsäge:



Resttext zu Bild 6 :

..... und diese wollte leicht nach hinten geneigt machen. Demnach Bandsägetisch kippen auf 10°.

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Testen undLeimen.

Hier sieht man ganz gut, dass die Karten sich, in den zwei Reihen, wohl gegenseitig verdecken würden. Leider habe ich kein Bild mit Karten gemacht.
Daher habe ich passende Teile aus den zwei Sets wie hier im Bild angeordnet. Die hintere Reihe steht somit 1,8 cm höher als die vordere. Genug um zu erkennen, welche Karte in der hinteren Reihe steckt.
So fing das Verleimen an: Erstmal die beiden Teile hinten unten.
Dann der obere, vordere Teil.
Der hintere Kartenschlitz wird definiert und verleimt.
Nach dem VErleimen wollte ich schonmal schleifen. Aber mir fiel diese unschöne abgesetzte Kante auf. Die wollte ich nicht. Daher musste ich ein kleines Intermezzo einschieben.
Ich nahm ein Brettchen, markierte mir die Mitte, bestimmte den Drehpunkt und maß ab diesem Punkt 28,4 cm. Dieses Maß reichte um die "Rückseite" mit einer gleichmäßigen Schräge zu versehen. Die runden Klötzchen habe ich in das Trägerbrett geschraubt.
Zwei Restkurven bildeten den Niveau-Ausgleich. So ging es ab auf die Bandsäge.
Huch, ganz vergssen, Das Trägerbrett wird ja auch geschnitten ??!! Egal, ....
Da die Situation grad so schön handlich war habe ich die Rückseite auch gleich geschliffen. Für die Vorderseite dieses Teils musste ich das Ensemble aber dennoch auseinandernehmen.
Als das hintere Teil geschliffen war habe ich es auf ein Stück 4 mm Multiplex gelegt und die vordere, untere Kurve dazugepackt und ausgerichtet. So habe ich es dann auf dem dünnen Brett markiert.
Nach dem Zurechtsägen des dünnen Brtetchens habe ich den hinteren Teil angeleimt.
Nachdem ich den ausgequollenen Leim des hinteren Teils entfernt hatte habe ich den vorderen Teil angeleimt.

Generell hatte ich nach dem ersten Zuschnitt schon quasi 4 Kartenhalter in Einzelteilen auf'm Tisch liegen.

Doch als ich die Teile mal mit Karten versehen habe, fiel mir auf, dass die beiden Reihen nicht sonderlich gut einsehbar waren. Man musste schon sehr sehr hoch sitzen, um die hintere Reihe gut zu sehen.

Deshalb : Planänderung !!

Eigentlich brauchte ich ja eh nur einen Kartenhalter, dann konnte ich  auch alle Teile irgendwie verwenden.

2 Sets Kurven habe ich direkt mal für später weggepackt und aus den übriggebliebenen sollte nun Mama's Ostergeschenk werden. ^,^

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Lack !!! Kein Leder !!! ;D

Schwarz, wie die Nacht, ... ABER... Grundiert. :)
Und nun,... SILBERGRAU, Matt
Und so sieht der Kartenhalter dann im Einsatz aus. Alles recht gut überschaubar.

Da dieses Projekt "Hals über Kopf" ins Rollen geraten war hatte ich keine Zeit mehr um im Baumarkt die schönste Farbe für den Kartenhalter auszusuchen.

Daher entschloß ich mich zu nehmen, was ich noch hatte.

3 Schichten schwarzer Lack sollten ausnahmsweise für die Grundierung reichen.


Da ich kein Fan davon bin jemandem etwas schwarzes zu schenken, habe ich mich letztenendes für ein neutrales Silbergrau entschieden, welches ich mit mehreren Schichten mattem Klarlack ( den habe ich vom Nachbarn bekommen ) , versiegelt habe.

Vier Filzfüßchen später war das Geschenk fertig.



Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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