Kappsäge Station

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Kappsäge Station die ...xte
Detailansicht von vorn
einmal von vorn
die Basis
die Basis von der Seite
  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    300 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

So nun möchte ich die Gelegenheit nutzen um euch allen hier wieder einmal ein kleines Projekt von mir vor zustellen..........

Ich präsentiere eine  " Kappsägen Station " die X - wievielte, weiß ich nicht in diesem Forum.

Okay , mal kurz zur Sache , ich war im Jahr 2016 gezwungen die Wetterseite des heimischen Wintergartens komplett zu erneuern. Um den Zuschnitt des Holz auch zu gewährleisten musste ich feststellen das die bisherige Kappsäge  die Dimensionen des Holzes nicht mehr packt, also entschied ich mich kurzerhand eine Neu Säge zu erwerben und da kam mir ein Angebot einer Handelskette mit dem großen " A... Süd " gerade recht.Diese Maschine kann ohne weiteres mit anderem namhaften Herstellern mithalten und erfüllte meine Bedürfnisse, was mich jedoch störte war das man keine großen Auflage hat und so reifte schon da in mir das Projekt einer Kappsägen Station heran. Etwas Recherchen im Internet , ein paar Skizzen und das Grundkonzept stand und dem Bau stand nichts mehr im Wege außer die notwendige Zeit. Aber das ist eine andere Sache die wohl jeder von uns kennt. Okay schreiten wir zur Tat.

Du brauchst

Icon my-product Icon--my-product-black-48x48
Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Tischkreissäge
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Exzenterschleifer
  • Multischleifer
Icon confirmation Icon--confirmation-black-48x48
Materialliste
  • 1 Stk x Unterschrank | Möbelbauplatten weiß (400x500x660 mm)
  • 2 Stk x Leimholzbrett | Fi / Ta (300x1500 mm)
  • 0,7 qm x Multiplexplatte | Birke (18 mm)
  • 0,6 qm x Multiplexplatte | Birke (15 mm)
  • 0,3 qm x Tischlerplatte (15 mm)
  • 6 lfm x Rahmenholz | gehobelt (44x44x2000 mm)
  • 3 lfm x C-Profil (11x17x1500 mm)
  • 4 Stk x Lenkrollen mit Bremse (75x75x125 mm)
  • 4 Stk x Stockschraube ( M8x80 mm)
  • 4 Stk x Verschlüße
  • 0,6 qm x MDF Platte roh (12 mm)
  • 0,72 q x MDF Platte roh (3 mm)
  • 30 Stk x Schrankrückwandschrauben (3x20 mm)
  • 50 Stk x Spanplattenschrauben (5,0x50 mm TX)
  • 0,75 q x Klarsichtglass | Acryl (1250x060x0,8 mm)
  • 0,10 m x Regenfallrohr | Alu (100x80x0,8 mm)
  • 4 Stk x Lenkrolle mit Bremse (50x50x 50 mm)
  • 20 Stk x Eckverbinderschrauben (7,0x50 mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Bau des Unterstandes

Unterschrank
Bohrungen einbringen zwecks Befestigung der Lenkrollenhalter
Lenkrollenhalter setzen
Montage Lenkrollen mittels Schrauben
Lenkrolle befestigt mit Linsenkopfschraube 6,0x60 mm

Dazu möchte ich eigentlich nicht vielsagen, ich war in der glücklichen Lage dank der Auflösung eines Geschäftes in den Besitz zweier Unterschränke zu kommen mit den Maßen von 400x500x660 mm. Zum wegwerfen zu schade also einmal höflich gefragt und dann wechselten die Schränke den Besitzer.

Für mich natürlich sehr gut , konnte ich doch einen dieser Schränke gleich in mein Projekt integrieren. Ich entfernte nur unten die Verblendung, schraubte dort 4 Stk. Kanthölzer 100x80 mm auf worauf ich dann 4 Stk. Lenkrollen mit Bremse 100 mm Durchmesser befestigte. Auf der Oberplatte brachte ich mittels Forstnerbohrer 25 mm vier Bohrungen ein welche dann die Standfüße der Kappsäge auf nehmen um einen guten Stand zugewährleisten.

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Bau der seitlichen Auflagen

Leimholzbrett 30x1400 mm
seitlicher Halter
Bohrung einbringen mittels Spezialbohrer
setzen der Korpusschrauben
fertig verschraubt
Prüfen der Winkeligkeit
fertigen der seitlichen Halter
zusammen fügen mittels Leim und Schrauben
bessere Sicht
verschrauben der seitlichen Halter
Probe und passt
passt
Bohrer für die Eckverbinderschrauben oder auch Korpusschrauben
Korpusschrauben

Hier kam nun der Punkt wo ich mich fragte , mache ich die seitlichen Auflagen starr oder klappbar ? Ich entschied mich doch für die starre Ausführung da ich den Platz habe diese in dem Zustand stehen zulassen und nicht wegen Platzmangel ständig die Maschine weg zu räumen bzw. kann ich auch mal lange Teil darauf unproblematisch bearbeiten. Also legte ich fest das die seitlichen Auflagen eine Länge von 1400 mm bekommen plus die 500 mm Arbeitsplatte der Kappsäge, summa sumarum 3300 mm Auflage.

Für die Halterung der seitlichen Auflagen fertigte ich mir aus Multiplex 18 mm die Halter 300x180 mm , 2 Stk die ich an die Leimholzbretter schraubte mittels Korpusschrauben 5,0x 50 mm. Dann fertigte ich mir den eigentlicher Halter der an den Unterschrank kommt auch aus Multiplex 18 mm , dazu schnitt ich mir jeweils 2 Streifen mit 50x300 mm und 2 Stk Multiplex mit 300x130mm. Die Streifen wurden mittels Leim und Schrauben befestigt und mittels Schrauben an dem Unterschrank befestigt. Um ein Ebene zu bekommen habe ich eine Auflage seitlich rangehalten und eingerichtet ( Foto) . So verfuhr ich mit der zweiten Seite ebenso.

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Bau der oberen Auflagen

ermitteln der Abstände
einmessen
einmessen und überprüfen
überprüfen der Zwischenstücke
auf die ganze Länge gesehen.................gut
passt nahezu perfekt
befestigen der Oberen Auflage mit den Zwischenstücken
weiteres befestigen
bohren, senken, schrauben......fertig
Einschlagmutter M8 setzen
Sterngriff mit eingeklebtem Gewindestift
im verschraubtem Zustand
so siehts von der anderen Seite aus

Jetzt kommt es zu dem Teil wo es darum geht die Auflage der Kappsäge nach beiden Seiten hinten zu verlängern. Dazu habe ich mir 2 Stk Multiplexplatten 200x1400x15 mm zu schneiden lassen, weil ich meiner Tischkreissäge in Genauigkeit nicht traue. Zuerst habe ich mittels Richtscheit die Abstände zwischen unterer Auflage und der oberen Auflage ermittelt , dazu habe ich aber vorher die unteren Auflagen exakt in die Waage gebracht, war mühselig aber wichtig.

Komischer weise habe ich fast durchgängig ein Maß ermittelt von 63 mm , das heißt meine Zwischenstücke konnte ich auf das Maß von 200x63x15 mm zuschneiden und das sechsmal. Danach erfolgte eine Anprobe und ermitteln ob es Ungenauigkeiten gibt, diese wurden gleich beseitigt. Und immer wieder prüfen ob es zu Differenzen kommt ( Fotos) , Als nächstes erfolgte die Festlegung wo in welchen Abständen die Zwischenstücke montiert werden und dann erfolgte die Montage mittels Schrauben . Danach nochmals eine Anprobe der oberen Auflagen und dann die Montage der Auflagen oben.

 Damit die Auflagen fest an dem Unterschrank bleiben, habe ich mich entschlossen diese noch zu sichern. Dazu pro Seite jeweils 2 Bohrungen gesetzt 9 mm, zwei Einschlagmuttern M8 eingebaut. $ Gewindestücke mit 75 mm länge zugeschnitten mittels hochfester Schraubensicherung in die Sterngriffe M8 eingeklebt und härten lassen. Stunde später dann alles verschraubt und fertig.

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Bau der seitlichen Stützen

seitliche Stützen im Ganzen
nochmal im Ganzen
Stütze halbrund geschliffen
nochmal
oberes Querholz
stütze mit Lenkrolle und unterem Querholz
die Verrieglungen gegen unbeabsichtigtes wegklappen der Stützen beim verfahren der gesamten Station
komplette Ansicht

Jetzt erfolgt der Bau der Stützen, so das die provisorischen endlich verschwinden können. Da die Auflagen zwar starr sind möchte ich die ganze Station auch bewegen können so das an den Stützen unten Rollen angebracht werden.

Dazu habe ich mir Rahmenholz in den Dimensionen 44x44x2000 mm besorgt und schneide die mir passend zurecht nachdem das Maß ermittelt hatte. Hier war es in diesem Fall ein Maß von 760 mm, also ab und zugeschnitten, dazu noch die oberen und unteren Querhölzer mit jeweils 200 mm geschnitten. Also nächstes habe ich ein Querholz oben im hinteren Drittel der untern Auflage von unten angeschraubt welches dann die seitlichen Stützen auf nimmt. Bei den oberen Querhölzern habe ich die Mitte des Stirnholzes festgelegt , Bohrung eingebracht und jeweils pro Seite eine Stockschraube M8x80 mm eingeschraubt. Da ich die Auflagen abnehmbar gestaltet habe, entschloß ich mich kurzerhand die seitlichen Stützen klappbar zu machen, also geschwind eine Rundung angezeichnet und mittels Bandschleifer abgeschliffen. Leider hat mein PC hier die Fotos dazu " gefressen " so das ich improvisieren muss um euch das zu zeigen. Alle vier Hölzer auf diese Art bearbeitet und gleich noch die Lenkrollen befestigt.  Noch die Bohrung eingebracht wo die Stockschraube durch kommt und auf gesteckt auf das Querholz , U-Scheibe drauf und eine Mutter M8 dazu, fertig. Unten jeweils das Querholz eingesetzt, Bohrungen setzen, senken und verschrauben. Damit mir die Stützen nicht wegklappen, habe ich mir einfache Verrieglungen besorgt und kurzerhand oben  zur Sicherung montiert.

Damit ist der Grundbau schon mal abgeschlossen und da Kappsägen regelrechte Dreckschleudern sind ohne Absaugung habe ich der Säge noch eine Box gegönnt damit dieser Dreck hinter der Säge aufhört. Also ab zum nächsten Teil

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Bau der Absaugbox

Grundplatte Zuschnitt
Bohrung für Absaugstutzen einbringen 80 mm
80 mm Bohrung
Lamelos einfräsen
Grundplatte mit eingefrästen Lamelos
Grundplatte anpassen und verschrauben
Seitenteil setzen und einrichten mittels Zwingen sichern
beide Seitenteile montiert und gesichert
Stutzen unbearbeitet
Stutzen gebördelt
im eingebautem Zustand
Rückwand und Deckel montiert
andere Sicht
Sicht von vorn

So , hier möchte ich euch schnell den Bau der Absaugbox näher bringen, dazu habe ich etwas im Internet recherchiert und dann einfach ne grobe Skizze gefertigt. Als Material kommt MDF Platte roh 12 mm zum Einsatz. Die Grundplatte habe ich mir an der Säge hinten aus gemessen und dann eine Platte zu geschnitten nach den Maßen. Um diese auch befestigen zu können habe ich drei Hölzer ( Reste vom Stützenbau ) verwendet und als Auflage an den Unterschrank geschraubt. Die Grundplatte habe ich probe gehalten, nach gebessert und , gebohrt, gesenkt und verschraubt. Für die Seitenteile habe ich die Maße genommen und vorn ein Maß von 600 mm auf hinten mit 500mm genommen. Anzeichnen , zuschneiden , anhalten ...passt. so und nun kam der Punkt von der " Elefant das Wasser läßt ".wie die Platten befestigen ? Ich entschied mich für die Flachdübelfräse und Lamelos, dazu ab in die warme Werkstatt, Maschine raus und eingestellt , geprüft, Probe fräsen, prüfen und los geht's mit dem Fräsen. Ist eigentlich eine feine Sache mit den Lamelos. Die Lamelos eingesteckt, probehalber alles zusammen gesteckt und Leim genommen , Zwingen und ab zur Kappsäge , wo es kalt ist......Brrrrr.

Upps beinahe den Stutzen vergessen, als man nehme ein Alu Rohr 80 mm Durchmesser, 100 mm ablängen und einen Rand von 10 mm anzeichnen und umbördeln und fertig ist der Stutzen, so einfach.....schmunzel.

Und ehe ich es vergesse, noch die Bohrung 80 mm für den Absaugstutzen eingebracht , Leim auf die Schlitze geben, Lamelos einsetzen, die Seitenteile draufstecken, einpassen und mit Zwingen winklig sichern. Inzwischen solange der Leimabbindet die Rückwand und den Deckel vorbereiten, dazu MDF Platte roh 3 mm zuschneiden auf Maß. Nicht vergessen den Stutzen ein zubauen und dann die Rückwand anhalten , Maßhaltigkeit prüfen, anzeichnen mittels Streichmaß zum Bohren. Die Bohrungen setzen , ansenken , an die Seitenteile anbringen und mittels Schrankrückwandschrauben 3 x20 mm befestigen, dasselbe auch mit dem Deckel machen.

Tja und nun sein Werk begutachten, sich freuen und schon mal ein Probeschnitt...und abhusten !!! Warum ???

Dank meiner Box wirft die Säge die Späne nicht mehr nach hinten aus, sondern prallen von der Rückwand ab und nach vorn, also stehe ich im Spänenebel. Was nun ?


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Abschluss

Befestigungsleiste für Streifenvorhang
Streifen zuschnitt
Streifen befestigen
fertig montiert
fertig montiert an der Kappsäge
nochmal
endlich ... der schlauch ist da
Montage an der Kappsäge
zum Absperrschieber
montiert und bereit zur inbetriebnahme
Fertig und passt

Ich habe mich von unserem Mitstreiter " Basteley " der seine Kappsäge auch mit Box versehen hat, aber vorn einen Streifenvorhang angebracht hat, inspirieren lassen. Und das habe ich auch umgesetzt, dazu habe ich aber Klarsichtglas Acryl 0,8 mm genommen. Das in Streifen geschnitten von 50 mm auf die entsprechende Höhe. Dann eine Leiste geschnitten, einen Falz eingebracht, die Streifen mittels Schrauben befestigt und mit einer Blende versehen...cool ,

Damit ab zur Kappsäge, das Teil montiert, geschaut ob alles passt, etwas die Streifen nach gebessert und Probeschnitt. Super der Dreck bleibt in der Box, somit steht der Vollendung nichts mehr im Wege. Ja wenn nun schon der bestellte Spiralschlauch da wäre.......?

Nach gut einer Woche kam heute endlich der Spiralschlauch an, 10 mtr. mit 80 mm Durchmesser. Also ab, Schlauch geschnappt, Gleitmittel, Kneifzange und Steckschlüssel und die Drahtschellen.

Zuerst den Schlauch ausgepackt , lang gezogen, 2 Meter abgeschnitten und gleich mal Probe an den Absaugstutzen gehalten..passt. Dann hab ich mir ein HT-Rohr 130 mm zu geschnitten, ein weiteres mit 50 mm. Diese längs auf geschnitten, sauber entgratet und über das erste Rohr geschoben, da der Schlauch ja 80 mm ist und die HT Rohre nur 75 mm, aber eine Wandungsstärke von 1,9 mm. Also das eine Rohr über das an der gesteckt und ..voila, der Schlauch sitzt perfekt drauf. Dann die Drahtschellen noch befestigt und das Anschlussstück mittels Gleitmittel in den Absperrschieber eingebracht.


Und nun kommt der Moment der Wahrheit ob alles richtig funktioniert nach der langen Bauzeit. Absauganlage gestartet, Schieber auf, die ersten Geräusche von Spänen im Rohr, ein Stück Holz genommen und Start. Der erste Schnitt und ........wunderbar es funktioniert , die Späne fliegen nach hinten und werden von Absauganlage aufgenommen und weg transportiert.

Fazit, es hat sich gezeigt das man sich die Mühe ruhig machen sollte und die Kappsäge in eine vernünftiges Gestell einbaut und mit Absaugung versieht, denn man kann viel besser und sauberer arbeiten. Auch der Bau der Absauganlage hat sich somit gelohnt, was jetzt noch fehlt sind die Werkstückhalter für die C-Profile ( kommen noch ) und das Massband ( wird eingebaut wenn es a bisserl wärmer ) ist.

Ich hoffe ihr konntet meiner Bastelei etwas folgen, hier und da habt ihr sicherlich mal geschmunzelt und wie gesagt wer etwas beisteuern möchte in Form von konstruktiver Kritik oder Ratschlägen, immer her damit, bin ganz Ohr.


In diesem Sinne


Eure holzige Dachkatze...........miau


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