Kakteentöpfe aus Beton

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Kakteentoepfe aus Beton
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    5 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

In der Heimwerker Herausforderung August 2019 waren diesmal Plastikflaschen und Wäscheklammern gefordert.
Ich hatte dazu die Idee, Blumentöpfe oder Kakteentöpfe aus Beton zu gießen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Tischkreissäge
  • Akku-Schrauber
  • Dekupiersäge
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Materialliste
  • PET-Flaschen
  • Sand
  • Zement
  • Wäscheklammern | Holz
  • Schaschlikspieße
  • OSB
  • Leimholz | Kiefer

Los geht's - Schritt für Schritt

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Material

Wie schon erwähnt sollten Wäschklammern und Plastikflaschen verwendet werden.
Wäscheklammern hatte ich noch in meinem Bastelvorrat – zumindest die Holzteile, ohne die Federn. Aber mehr brauchte ich ja auch nicht.
An PET-Flaschen brauchte ich 3 große 1,5 Liter und 3 kleine 0,5 Liter Flaschen.
Zusätzlich einfachen Spielsand und Zement, ein paar Schaschlikstäbchen, etwas Leimholz und die Pflanzen.

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Flaschen vorbereiten

Von den 1,5 Liter Flaschen habe ich erst die Etiketten abgezogen und dann die untere Hälfte mit einem Cuttermesser abgetrennt.
Jetzt waren die Flaschen aber ziemlich instabil. Damit sie beim Betongießen auch rund bleiben, baute ich mir noch ein Gestell

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Das Gießgestell

Das Gestell baute ich mir aus ein paar Resten OSB-Platte.
Die Einzelteile habe ich auf der TKS zugeschnitten.
Für die Rundung der großen Flasche habe ich mit dem Kreisschneider ein 87mm Loch geschnitten.
Ein etwas kleineres Loch kam in ein weiteres Teil, um die kleine Flasche zentriert unten zu halten

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Löcher vorbereiten

Ich wollte nicht riskieren, dass beim Bohren der später benötigten Löcher für die Befestigung der Klammern, der Beton springt. So habe ich Vorfeld entsprechende Löcher in die Flaschen gebohrt und Schaschlikspieße als Platzhalter eingesteckt.

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Betonieren

Für den Beton, oder richtiger Mörtel, weil kein Kies, sondern nur Sand verwendet wird, habe ich einfachen Spielsand und Portland-Zement verwendet.
Ausgehend von einer Mischung von 2:1 Sand zu Zement habe ich etwas mehr Zement verwendet, da die Mischung etwas fester haben wollte und keine Armierung eingebaut habe.
Empfohlen wird ein Wasseranteil von 40% des Zementes. Ich habe etwas mehr genommen, um den Beton etwas fließfähiger zu haben.

Der Beton kam in die große Flasche, darin dann die kleine Flasche.
Die kleine Flasche habe ich mit Wasser gefüllt, damit sie sich nicht so verformt.
Trotzdem ist die Flasche noch leichter als der Beton und deshalb habe die obere Lochplatte noch als Zentrierung und Niederhaltung angebracht.

Mit ein paar Hammerschlägen habe ich den Beton noch etwas verdichtet, um die gröbsten Lufteinschlüsse auszutreiben.

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Aus der Form befreit

Normalerweise braucht Beton mind. 48 Stunden um auszuhärten – ohne spezielle Beschleunigungszusätze. Zur vollständigen Aushärtung spricht man so ab 4 Wochen.

Nach einem Tag ist der Guss aber schon so hart, dass man damit vorsichtig weiterarbeiten kann.
Also habe ich das Gießteil schon nach einem Tag aus der Form genommen.

Die äußere Flasche wird dabei zerstört.
Die innere Flasche wird auch zerstört, allerdings habe ich hier nur (nachdem ich das Wasser abgelassen hatte) den oberen Teil abgeschnitten. Der untere Teil verbleibt im Beton, um diesen vor der später feuchten Erde zu schützen.

Der Beton ist in dem Stadium noch so weich, dass man ihn einfach bearbeiten kann. So habe ich die obere Kante ganz einfach auf meiner Sandpapierplatte glatt und Plan geschliffen.

So hatte ich nun 3 Töpfe in verschiedenen Höhen.

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Holzringe

Aus Kiefernleimholz fertigte ich mich mir die Ringauflagen, die oben auf den Rand des Betonteils geklebt werden sollten.

Ein passendes Stück schnitt ich auf der TKS zurecht und brachte es mit dem Dickenhobel auf die richtige Stärke.

Mit dem Zirkel zeichnete ich direkt auf dem Holz die Ringe an und schnitt an der Dekupiersäge die Ringe aus.

Mit etwas 240er Sandpapier bereinigte ich noch die Kanten.

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Ölen der Holzteile

Für die Optik und zum Schutz habe ich die Holzteile – also die Ringe und die Wäscheklammern – mit Leinölfirnis eingelassen.

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Beton imprägnieren

Beton ist eigentlich sehr offenporig. Wasser oder Schmutz zieht leicht in die Oberfläche ein.
Für solch dekorative Elemente empfiehlt sich daher ein Schutz.
Es gibt dafür spezielle Mittelchen am Markt, man kann auch z.B. Bienenwachs verwenden.
Ich habe mich mal im Haushalt umgeschaut und ein Fußbodenpflegemittel für Steinböden entdeckt. Das hatten wir noch für den offenporigen Steinboden einer früheren Wohnung rumstehen.

Pur aufgebracht versiegelt es den Beton schön. Wasser perlt direkt ab.

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Holzteile anbringen

Die Wäscheklammern bekamen noch ein Bohrloch für die Schraube und am Topf entfernte ich noch die Überstände der Schaschlikstäbchen und bohrte diese auch noch an.
Die Wäscheklammern schraubt ich nun in die dafür vorgefertigten Löcher an.

Zur Befestigung der oberen Ringe nahm ich einfach Heißkleber.

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Bepflanzen und fertig

Die Betontöpfe waren nun fertig und mussten nur noch bepflanzt werden.
Als ich mir den Sand und Beton aus dem Baumarkt besorgt hatte, waren da auch kleine Mini-Kakteen günstig zu erstehen, die ich mir für das Projekt noch mitbrachte..

Kakteenerde hatte ich noch vorrätig und so waren die 3 Töpfe schnell bestückt.
Tipp: eine Papierschlaufe zum Greifen der stachligen Kakteen erspart später das Zupfen mit Pinzette!

Nun war das Projekt beendet und die 3 Betontöpfe werden einen schönen Platz auf der Fensterbank bekommen.


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