Industrielampen mit Wasserrohren für den Esstisch

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    230 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Hallo zusammen,

hier möchte ich euch ein Projekt vorstellen, welches ich bereits vor zwei Jahren realisiert habe.
Leider finde ich die eigentlichen Fotos vom Bau nicht mehr, deshalb habe ich Fotos vom Ist-Zustand gemacht und versuche, den Bau so gut wie möglich zu beschreiben. 

Hintergrund der Aktion war, dass wir uns nach dem Bau des Hauses entschieden haben, den Esstisch nicht an die eigentlich vorgesehene Stelle zu stellen, sondern ca. 1,50m weiter rechts ans Fenster. Das Problem war nur, dass ich keine Kabelkanäle mag und die frisch verputzte und gestrichene Wand wieder aufstemmen wollte ich auch nicht.

Eine Alternative musste also her. Über die Kleinanzeigen haben wir alte Lampen aus einer Fabrik gefunden und direkt geordert. Klar kann man ähnliche Lampen heute im Baumarkt kaufen, es ist aber meist ein billiger Abklatsch und eventuelle Beschädigungen sind nur aufgepinselt. Die Lampen die wir jetzt haben, haben auch die eine oder andere Geschichte zu erzählen. 

Nur wie bekomme ich jetzt das Stromkabel vernünftig zur Lampe? Die Schritte dorthin erzähle ich hier.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Winkelschleifer
  • Akku-Schrauber
  • Akku-Bohrhammer

Los geht's - Schritt für Schritt

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Lampen zerlegen und mit dem Winkelschleifer abschleifen

So sahen die Lampen vorher aus
So sehen sie jetzt aus

Als die Lampen eingetroffen sind, musste ich sie erstmal komplett zerlegen. Öle und Fette trieften an allen Ecken und so sollten sie natürlich nicht im Essbereich hängen.

Während des Zerlegens fiel mir auf, dass es innen keinerlei Kabel gab. Also habe ich einen befreundeten Elektriker um Hilfe gebeten, der mir einen Grundkurs gegeben hat und mir bei Fragen zur Seite stand. 

Nachdem dann alles schön zerlegt war, kam mir die Idee, die Lampen mit der Flex und einer Schleifscheibe zu bearbeiten um das Metall unter dem Lack schön zur Geltung zu bringen. Meine Frau war damit einverstanden und somit konnte es losgehen. 

Schleifen mit der Flex macht wirklich richtig viel Spaß und irgendwie stehe ich auch drauf, wenn ordentlich die Funken fliegen,. ;-)

Allerdings sah die Werkstatt danach aus wie Sau und überall lag Metallstaub rum. Egal, ich hab nach dem Bau dann gefühlt zwei Tage lang alles abgesaugt. 

Nachdem ich dann alles auf Hochglanz geschliffen habe, bin ich in den Baumarkt und habe mir kleine Messing Gewindeschrauben gekauft. Der Kontrast wirkt recht nett und die alten Schrauben waren einfach vergammelt. 

Ich erkläre jetzt nicht, wie ich die Verkabelung in der Lampe gelöst habe, da das ja ein heikles Thema ist. Wenn man da nicht im Thema ist, sollte man, wie ich, einen Fachmann fragen. 

Nach dem Zusammenbau habe ich mich dann dem nächsten Thema gewidmet. Die Wasserrohre.

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Spaß im Baumarkt

Ich hab vergessen wie diese Scheiben heißen
Schade dass ich keinen alten aus Metall gefunden habe
Im dicken Rohr werden die Kabel verbunden
Kein Druck auf der Leitung. Perfekt also

Ich bin dann also in den Baumarkt geflitzt und habe den Sanitärbereich unsicher gemacht.

Vorher habe ich daheim noch, mehr oder weniger Pi mal Daumen, die ungefähre Länge gemessen. 

Im Baumarkt habe ich die ganzen Rohre und Abzweigstücke dann auf dem Boden ausgebreitet und so geschaut, was am Besten passt.
Jeder der vorbeikam hat sich gewundert was ich da mache, und ich musste auch einige Fragen beantworten. 

Währenddessen habe ich einfach noch einen Absperrhebel und einen Wasserhahn mitgenommen und aus dem Elektronikbereich noch eine kleine Verteilerbox aus Kunststoff. Das Loch in der Decke muss ja irgendwie abgedeckt werden und ein bisschen "Bling Bling" in Form von unnützen Hebeln ist ja auch nie verkehrt.

Nachdem alles gekauft und nach Hause geschafft war, habe ich die Teile mit Hammerschlaglack lackiert und trocknen lassen, Zum Glück kamen am selben Tag auch die runden Scheiben (Bild 1), deren Namen ich leider vergessen habe. Die sind dafür da, die ganze Konstruktion an der Decke zu befestigen. 

Nebenbei habe ich mich dann um die Verkabelung von der Decke bis zu den Lampen gekümmert. Dafür habe ich unter anderem zwei mit Stoff ummantelte Kabel im Baumarkt gekauft. Bei uns gab es die leider nur mit Stecker, der dann schnell im Müll gelandet ist. 

Also alles schön verkabelt und rauf damit in die Wohnung.

(Ich erkläre jetzt nicht, wie ich Löcher in die Decke gebohrt und das Ding festgeschraubt habe, das sollte ja jeder können)

Für die Lampen habe ich mir eine Kette im Baumarkt abgelängt und an den Haltern der Lampen mit einem Karabinerhaken befestigt. In die Decke habe ich, völlig überdimensioniert, Schrauben geschraubt, deren Namen ich auch nicht weiß. Das ist immer super wenn man im Baumarkt was sucht: 
Ich:Ich brauch da son Dings für die Decke mit Loch.
Verkäufer: ??
Ich: Ja so ne Schraube, wo ich dann was einhängen kann. Son Dings halt.
Verkäufer: ...?! So was?
Ich: Ja...

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Das fertige Projekt

Ja, Fazit:

Mir hat das Projekt damals richtig viel Spaß gemacht und sobald wir Besuch bekommen, sind die Lampen immer ein Blickfang.
Ich muss auch sagen, dass wir die Wohnung in verschiedene Themenbereiche gegliedert haben. Die Küche geht in Richtung 50er Jahre um dann im Essbereich nahtlos in Richtung Industrial überzugehen. Den Stil verfolgen wir auch im Wohnzimmer, bis es in der Spielecke der Kinder dann extrem bunt wird. Also bei uns gibt es immer was zu entdecken. 

Ich hoffe euch hat das Projekt, trotz fehlender Bilder vom Bau, gefallen.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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