Ich baue meiner Freundin ein neues Haus

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    3-4 Tage
  • Wertung

Da ich nicht jeden Tag zur Arbeit muß, habe ich wahnsinnig viel Zeit und als mich meine Freundin eines Tages mal fragte, ob ich ihr nicht bei dem Bau eines neuen Hauses helfen könne, habe ich als erfahrener Handwerker natürlich sofort zugesagt.

Meine Freundin hatte sich ein Haus vorgestellt, dass ein wenig von den normalen Häusern ihrer Nachbarn abweichen sollte. Genaue Vorstellungen hatte sie nicht. Es sollte aber schon ein bisschen größer sein und vor allem schön warm. Alles andere durfte ich dann selbst entscheiden, ich hatte völlig freie Hand.

Am nächsten Tag bin ich dann sofort mit dem Bau angefangen und ich habe ungefähr eine Woche dafür gebraucht. Davon sind aber schon 2 Tage für die Planung drauf gegangen, ein gutes und schönes Haus will natürlich auch gut geplant sein.

Was ich dann aus einigen Brettern, ein bisschen Plexiglas, Glaswolle und Dachschindeln gezaubert habe, könnt ihr auf den Fotos bewundern. Meine Freundin Mira war ganz begeistert und lud natürlich sofort nach dem Einzug ihre Freundinnen zum Bewundern des Hauses ein. Neidvoll mußten sie anerkennen, dass ihr Haus ein ganz besonders Haus geworden sei.

Aber nun zu den einzelnen Bauabschnitten.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Tischkreissäge
  • Akku-Schrauber
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Materialliste
  • 8 x Qudratmeter Rauspund
  • 1,5 x Quadratmeter Styropor (4 cm dick)
  • 1 x Prexiglas (etwa 1,5 Quadratmete) (3 mm stark)
  • 1 x Dachschindeln (3 Quadratmeter)
  • 1 x Spax in Hülle und Fülle (verschiedene Größen)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Meine Freundin ist sehr groß und braucht deshalb auch ein großes Haus

Mira, meine Freundin ist wirklich sehr groß und deshalb habe ich beschlossen, ihr ein großes Haus zu bauen. Die Grundplatte hat die Größe von 160 x 100 cm und ist aus Rauspundbrettern hergestellt worden. Um anschließend eine Isolierung in den Boden einbauen zu können, habe ich am Rand noch einmal Bretter in der Stärke von 4 cm angeschraubt, so dass wie auf dem Bild zu sehen, insgesamt 3 Vertiefungen entstanden, in die ich 4 cm starkes Styropor als Isolierung eingelegt habe. Oben drauf habe ich dann noch einmal eine Schicht Rauspundbretter aufgeschraubt, so dass der Boden des Hauses eine Dicke von 8 cm bekam. 

Mira meinte, dass diese Isolierung für sie völlig ausreichend sei, denn bisher hatte sie noch nie eine Fußbodenisolierung in ihren Häusern und gefroren habe sie darin auch noch nie.

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Die Größe der Fenster wurde festgelegt.

Probefenster in der Größe von 65 x 40 cm
2. Ansicht des Probefensters

Miras Haus sollte schon eine Augenweide werden. Es sollte von all ihren Freunden gesehen werden, aber selbst wollte sie auch in alle Richtungen schauen können. Deshalb wollte ich ringsherum das Haus mit Fenstern versehen. Vorne und hinten jeweils 2 und an den schmalen Seiten jeweils 1 Fenster einbauen, das war mein Plan.

Aus diesem Grund habe ich einfach einmal ein Fenster in der Größe von 65 x 40 cm als Probeobjekt gebaut und es mit 2 kleinen Holzresten auf den Boden gestellt. Da auch der Eingangsbereich sehr groß werden sollte, damit meine Freundin Mira sich nicht immer durch die Tür zwängen muß, war die Breite der Fenster von mir mit 40 cm genau richtig gewählt worden.

Der Bau konnte also weiter gehen.

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Die Seitenwände werden montiert

die Seitenwände wurden vorgefertigt und anschließend auf den Boden und auch miteinander verschraubt.
Eine Giebelwand ist auch schon fertig
Ein Fenster ist bereits eingebaut.

Die Seitenwände wurden aus 20 mm starken Rauspundbrettern vorgefertigt und anschließend nur noch auf die fertige Bodenplatte gestellt und miteinander verschraubt. Ich habe für die Seitenwände Rauspundbretter mit Nut und Feder verarbeitet, damit beim Austrocknen der Bretter keine unangenehmen Spalte entstehen. Das war mir schön äußerst wichtig, denn meine Freundin sollte auf gar keinen Fall "Zug bekommen". Sie hat es sehr leicht im Rücken und wenn sie Schmerzen hat, ist mit ihr nicht "gut Kirschen essen".

 

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Das Dach entsteht

Das Dach ist in der gleichen Bauweise wie die Seitenwände entstanden. Die Dachneigung beträgt 45 Grad.

Der Dachüberstand beträgt zu allen Seiten 10 cm.

Die kleine Dachgaube wurde mit 4 x 2 cm starken Holzleisten auf dem Dach befestigt. Sie ist nur so auf das Dach aufgesetzt worden und man kann von unten nicht durch das Fenster sehen, weil ich das Dach nicht aufgeschnitten habe. Sie wurde nur wegen der besseren Ansicht draufgebaut.

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Die Herstellung und der Einbau der Fenster

2 Holzrahmen ergeben zusammen 1 Fenster
Ansicht eines Fensters von vorne
Der Einbau eines Fensters, die Verschraubung erfolgte von innen

Die Sprossenfenster sind aus 4,5 x 2,5 cm starken Holzleisten von mir gebaut worden. Zuerst habe ich einen Rahmen in der Größe von 65 x 40 (HxB) verleimt und verschraubt. Danach habe ich auf den Rahmen einen zweiten Rahmen geschraubt, der ein wenig größer als der erste Rahmen war. Durch diese Bauweise hatte ich die Möglichkeit, die Fenster in die Fensteröffnung der Seitenwände zu drücken und sie anschließend von innen festzuschrauben. Der Bau der Fenster ist eigentlich sehr gut auf demd Foto zu erkennen.

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Teerschindeln werden auf das Dach genagelt

Damit es durch das Dach des Hauses nicht durchregnen kann, habe ich auf die Rauspundbretter zunächst eine sogenannte Dämmsperre in Form einer Folie draufgetackert. Darauf nagelte ich dann ganz normale Teerpappenschindeln in Form von Biberschwänzen.

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Plexiglas für die Fenster und Farbe auf das Holz

Das fertige Haus
Die stolze Hausbesitzerin schaut heraus

Wie ich ja vorher schon einmal geschrieben habe, mag meine Freundin Mira keinen Zug. Deshalb habe ich die Fensteröffnungen von innen mit 3 mm dicken Plexiglas geschlossen. In das Glas wurden vorsichtig insgesamt 6 kleine Löcher gebohrt und durch diese Löcher wurde das Glas von innen auf den Fensterrahmen geschraubt.

Anschließend kam noch ein bisschen schwedische Landhausfarbe auf die Wände und Fenster und danach war ich dann endlich fertig.

Das Haus ist dann mit einem Trecker und Frontladen zu meiner Freundin gefahren worden. Es hat die Gesamtmaße von 180 x 140 x 165 cm (B x T x H) und ist insgesat 180 kg schwer.

 

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Das Schlusswort

Ich habe das Haus natürlich nicht selbst entworfen und auch nicht ganz alleine gebaut. Hierbei hat mir natürlich mein Herrchen geholfen. Das Haus ist fast so wie mein Haus geworden, nur ist es sehr viel größer und auch sehr viel schwerer als meins.

Da das Haus meiner Freundin Mira direkt an der Straße steht, kann es von Jedermann bestaunt werden. Mira ist immer ganz stolz, wenn die Fußgänger anhalten und ihr sagen, wie schön doch ihr Haus geworden ist.

Das Haus ist so groß geworden, dass Mira hierin auch Nachwuchs bekommen könnte. Da ich aber leider keine Babys zeugen kann, wird das wahrscheinlich nicht vorkommen. Mira ist mir treu und der unerfüllte Wunsch nach Nachwuchs kann uns nicht auseinander bringen.

Ich hoffe doch sehr, dass Euch Miras Haus gefällt und vielleicht könnt ihr ja mal wieder ein neues Projekt von mir, Ronny_der_Bauhelfer, bewundern.


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