"iLoad" oder die Ladestation für Handy, Musikplayer und Co.

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    100 €
  • Dauer
    Mehr als 4 Tage
  • Wertung

Sicher kennt Ihr alle den Kabelsalat für die diversen Ladegeräte. Aber nicht nur dies, grundsätzlich ist auch immer eine Steckdose zu wenig vorhanden um alle Geräte zu laden. Diesem Umstand wollte ich nun abhelfen.
Also ab in den Baumarkt und ein paar neue Steckdosenleisten gekauft.
Dabei sollte es aber nicht bleiben, denn "weitere Steckdosen" = "weiterer Kabelsalat".
Nun wurde Zuhause also eine Zeichnung gemacht und der "iLoad" war geboren.
Nach einem Weiteren Einkauf im Baumarkt konnte das Projekt starten.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Stichsäge
  • Schlagbohrmaschine
  • Akku-Schrauber
  • Pinsel, Rollen etc.
  • Elektronik Lötkolben
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Materialliste
  • 1 x Vorderseite | MDF
  • 1 x Rückseite | MDF
  • 1 x Oben | MDF
  • 1 x Unten | MDF
  • 2 x Böden | MDF
  • 1 x Durchsichtiger Boden | Plexiglas
  • 1 x Beleuchtung | LED-Leuchten
  • 1/2 x Stromzufuhr | Steckdosenleisten
  • 1 x Vorlack | Vorstreichfarbe
  • 1 x Farbe | Lack
  • x x Schrauben | Schrauben

Los geht's - Schritt für Schritt

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Erstmal die Zeichnung

Als Vorlage habe ich einen MP3-Player einer hier mit weiter genannten Firma verwendet.
Im oberen Bereich wird ein Spiegel integriert. Um das Ganze dann auch noch mit etwas Licht zu versehen, wird der Spiegel auf einer Holzplatte angebracht und von Hinten beleuchtet. Zur besseren Verteilung des Licht, innerhalb der Ladestation, soll als ersten Zwischenboden eine Plexiglasscheibe verwendet werden. Im unteren Bereich werden zusätzliche LEDs verbaut.
Die Stromversorgung und -verteilung erfolgt über eine Steckdosenleiste im Boden der Ladestation.

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Vorderseite bearbeiten

Nach dem das Material aus dem Baumarkt besorgt war, ging es also frisch ans Werk.
Zunächst wurden die Maße des Original ermittelt und auf das Holz übertragen.
Als erste Herausforderung stellte sich hierbei das Anzeichnen der Rundungen heraus. Diese Hürde wurde dann aber, durch verschiedene Dosen bis hin zum 10l Wassereimer, gut überwunden.
Nach dem Anzeichnen kam die neue "Akkustichsäge PST 18 LI" (welche ich an diesem Projekt getestet habe) zum Einsatz.
Bereits nach wenigen Schnitte waren die ersten Erfolge sichtbar. Als Zusatz sei hier noch einmal erwähnt das alle Ausschnitte zuvor mit einem großen Bohrer vorbereitet wurden.
Hinweis: Nicht alles was "aus-" oder "abgesägt" wurde ist jetzt Abfall.

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Seitenteile, Böden und Rückwand herstellen

Nachdem die Front nun fertig gesägt war, konnte es bei den Seitenwänden und Böden weitergehen.Hierzu wurde der Aufbau des Korpus nun wiederum auf der Rückseite der Front angezeichnet.
Dieser Schnitt vereinfacht das weitere Arbeiten, da so noch einmal alle Maße verglichen und zur Not etwas nachjustiert werden kann. Auch eine leichte Umgestaltung ist jetzt noch möglich (falls die Steckdosenleisten sonst nicht passen, etc.). Um diese Korrekturen auch am Holz vornehmen zu können, habe ich die Maße beim Zuschnitt im Baumarkt bereits etwas großzügiger angegeben (plus ca. 2 cm).
Auch bei den Böden kamen wieder verschiedene Dosen, zum Anzeichen der späten Kabeldurchführungen der Ladegeräte, zum Einsatz.
Da nun alles seinen Platz gefunden hatte konnten auch diese Teile auf die erforderlichen Maße gebracht, und verfeinert werden.
Zum Abschluss wurde die Rückwand ebenfalls mit allen Maßen versehen, ausgerichtet und zugeschnitten. Auch hier habe ich bereits beim Zuschnitt im Baumarkt etwas Luft dazu gegeben.
Hinweis: Wie bereits beim Zuschnitt der Front gilt auch hier "nicht alles was abfällt ist Abfall".
Auf dem letzten Bild ist erkennbar wofür ich Teile des "Abfall" noch genutzt habe. Da der Plexiglas-Boden nicht mit den Seitenwänden verschraubt wird habe ich, sowohl an der Front als auch an der Rückseite, Streifen des "Abfall" genutzt und hieraus eine Auflage für diesen Boden angeschraubt.

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Plexiglas Boden herstellen

Die nächste Herausforderung bestand im Zuschnitt des Plexiglas-Boden. Um ein verkratzen es Plexiglas zu vermeiden ist dies mit einer Schutzfolie versehen welche, auch beim Zuschnitt, nicht entfernt wird. Das Anzeichen geschieht somit direkt auf der Folie.
Zum Zuschnitt kam diesmal auch wieder die Stichsäge zum Einsatz, allerdings diesmal mit einem etwas feinerem Sägeblatt. Um ein "Aufschmelzen und Verkleben", des Plexiglas sowie des Sägeblatt, zu vermeiden sollte eine geringe Geschwindigkeit gewählt werden. Zusätzlich sollte, wenn möglich, mit Druckluft gekühlt oder mehrere Pausen zum Abkühlen eingelegt werden.

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MDF-Platte für Spiegel und Spiegel herstellen

Wie bereits angekündigt habe ich nun noch ein weiteres Teil des "Abfall" recycelt.
Da ich eine verdeckte Beleuchtung für die Ladestation und den Spiegel vorgesehen habe werden der/die Spiegel später auf einem Unterbau befestigt welcher etwas kleiner als die Spiegelfläche ist. Um diesen Unterbau herum werden dann später die Leuchten befestigt. Aus dem großen ausgesägten Sichtfenster der Front wird nun also der Unterbau für den/die Spiegel erstellt. Hierbei habe ich die Maße so berechnet das der/die Spiegel ca. 2 cm Abstand zu den Seitenwänden haben und außerdem ca. 2 cm über den Unterbau hervorstehen.

Da nun bereits die Maße für den/die Spiegel ermittelt waren, habe ich auch diese/diesen gleich zugeschnitten.
Da ich statt eines "ganzen" Spiegel lieber Spiegelfliesen verwenden wollte wurden nun mehrere Schnitte notwendig.
Achtung: Beim Schneiden von Glas immer Schutzbrille und Handschuhe tragen !
Zunächst wurden die Maße mit einem Wasserfesten Stift auf den Spiegeln angezeichnet. Als Führung für den Glasschneider habe ich dort dann ein Stahllineal angelegt und an diesem entlang geschnitten.
Hinweis: Vor dem Schneiden sollte der Glasschneider in etwas dünnflüssiges Öl oder Spiritus getaucht (erleichtert den Schnitt) und leicht abgetupft werden.
Nach dem Schnitt wird zunächst mit der Rückseite es Glasschneider ein wenig gegen die Rückseite des Spiegel geklopft bevor der Spiegel über eine Kante oder eine Draht gebrochen wird.
Vorsicht: scharfe Schnittkanten !
Um die Schnittkanten etwas zu entschärfen habe ich diese mit einem Winkelschleifer mit Fächerscheibe danach ein wenig abgerundet.

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Nun kommt Farbe ins Spiel

Zunächst alles abstauben
Dann 2 Schichten Vorlack

Alles zusammenbauen
Spachteln und schleifen
wieder Vorlack

Zum Schluss das farbige Finish

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Strom und Licht

Vor dem abschließendem Zusammenbau erfolgt nun der Einbau der LED Leuchten und Steckdosenleisten.
Zuerst der Strom:
Im breiten Modell erfolgt der Einbau der Steckdosenleisten an den Innenseiten des Korpus. Da in dieser Variante zwei Steckdosenleisten zur Verwendung kommen, habe ich einen Zwischenboden eingezogen und dort die Verbindungen platziert.
Nun zu den LED Leuchten:
Diese sind auf einem Folienband angebracht und zusammengerollt verpackt. Da die Länge nicht meinen Bedürfnissen entspricht war nun ein wenig Lötarbeit gefragt. Das LED-Band kann mit der Schere an markierten Punkten getrennt werden und dann mittels entsprechend langen Litzen verlängert werden.
Ich hab das Netzteil in einer der Steckdosenleisten platziert und den Schalter an der Außenseite angebracht.
Das LED-band wird nun von hinten in das Gehäuse geführt und um den Sockel für die Spiegelfliesen herumgeführt. An dieser Stelle erfolgte an jeder Ecke eine Verlängerung mittels Drahtlitzen.
Zum Abschuss wird eine weitere Verlängerung zum unteren Boden eingefügt um dort weitere LED's zu platzieren.

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Das Finish

Nun noch zum Finish ein paar Details:
Um dem Aussehen des bekannten MP3-Player noch etwas näher zu kommen wurde nun der Kreis noch einmal abgeklebt und in Weiß gestrichen.
Während des Trocknen habe ich die Schablonen für die "Bedienelemente" vorbereitet. Hierzu habe ich die Symbole mit einem Laserdrucker auf einen großen Aufkleber gedruckt und ausgeschnitten.
Im Anschluss wurden die Schablonen ausgerichtet und aufgeklebt. Das Ausmalen erfolgte dann mit einem weichen Pinsel durch "Tupfen"
Hinweis: Schablonen sollten immer nur Ausgetupft werden damit keine Farbe unter die Ränder der Schablone fließt.
Um ein zu starkes Verkleben der Schablone zu verhindern, habe ich die Farbe kurz anziehen lassen und die Schablonen dann recht bald wieder entfernt.

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Zum Abscshuss noch ein paar Impressionen

Wie Ihr sicherlich schon festgestellt habt, habe ich von diesen Ladestationen gleich zwei angefertigt.
Die eine ist etwas breiter (Steckdosenleisten in den Seiten) die andere ist etwas höher (Steckdosenleiste im Boden)
Hier nun die Bilder der beiden fertigen Ladestationen.
Je ein Bild bei normalen Licht und eines bei Dunkelheit (wegen der Beleuchtung).
Für Rückfragen stehe ich Euch natürlich gerne zur Verfügung.
So, nun viel Spaß beim Nachbauen.


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