Holzterrasse / Holzsteg

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    250 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Vor drei Jahren haben wir eine Terrasse aus Betonplatten vor das mit dem Haus mitgekaufte Gartenhaus gesetzt. Diese war für unseren Gartentisch + Stühle immer mehr als ausreichend.
Allerdings haben wir dann nach einiger Zeit schon ein gutes Stück Fläche verloren, da ein Quadratmeter für einen großen Schirmständer für den Ampelschirm "drauf gegangen" ist.

Jetzt, im Winter/Frühjahr 2017 haben wir einen Strandkorb "geerbt". Dieser soll nicht einfach auf der Wiese stehen, da dies auf Dauer weder der Wiese noch dem Strandkorb (Holzunterbau) zuträglich ist.

Nur war dann die Terrasse sofort voll, da so ein Krob doch schon Fläche braucht. Und so kamen wir zu dem Schluss, dass die Terrasse zu klein ist und vergrößert werden muss. Allerdings habe ich mich nie mit dem Gedanken getragen, die ganze Terrasse aufzureissen und größer zu bauen. Also kam mir die Idee, die bestehende Terrasse um einen Holzteil zu erweitern. Dafür bot sich die lange Seite der Terrasse an. Zudem wollte ich dann direkt den einen Sonnenschirmständer integrieren, um nicht wieder so viel Fläche für einen riesigen Schirmständer zu verlieren.

Das Ergebnis, und den Weg dorthin, will ich euch hier vorstellen.

Du brauchst

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Werkzeuge
  • Akku-Schrauber
  • Stichsäge
  • Kapp- und Gehrungssäge
  • Deltaschleifer
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Materialliste
  • 15 x Diele | Douglasie (3000x120x28)
  • 3 x Konstruktionsholz | Douglasie (4000x450x700)
  • 2 x Konstruktionsholz | Douglasie (3000x450x700)
  • 1 x Schirmständerhülse | Stahl
  • 20 x Stelzlager | Kunsstoff

Los geht's - Schritt für Schritt

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Setzen von Bodenankern

Im nächsten Schritt habe ich noch vier Bodenanker gesetzt, um daran später die U-Konstruktion zu verschrauben. Denn die 4m²-Terrasse wird am Ende nicht all zu schwer, so dass ich ein wandern oder verschieben verhindern wollte. Von diesem Schritt habe ich allerdings keine Fotos gemacht. Man sieht die Anker aber im nächsten Schritt.

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Auslegen der Fläche mit Unkrautvlies

Um nicht irgendwann Gras und Unkraut zwischen den Terrassendielen stehen zu haben, habe ich nun die gesamte Fläche mit einem Unkrautvlies ausgelegt. Ja, dieses liegt nun über den Auflageplatten. Dürfte ja aber von meiner Logik her egal sein. Nur konnte ich so flexibler und einfacher, weil kein Vlies störte, an den Auflagepunkten arbeiten und diese in der Höhe ausrichten als wenn schon Vlies liegen würde.
Am Schrimständer und an den drei Bodenankern, im Bild ganz vorne neben dem Schirmständer zu erkennen, habe ich das Vlies eingeschnitten und so über die "Hindernisse" gestülpt.

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Aufbau und Ausrichtung der Unterkonstruktion

Hiervon habe ich leider kaum Fotos, da ich in mein Gewerkel vertieft war und das Handy nur am Rand lag.
Es zeigte sich aber, dass der Kauf der höhenverstellbaren Stelzlager sehr sinnvoll war. Denn ich habe zum ersten Mal soetwas gebaut und habe daher keine Routine in der Nivellierung von Betonplatten etc. Da aber die Holzterrasse höhenmäßig nahtlos an die bestehende Terrasse anschließen soll, kommt es hier auf Millimeter an. Und genau hierbei waren die Kunststofflager (bzw deren Höhenverstellung) echt eine Hilfe. Ja, manchmal macht es Sinn ein paar Euro mehr auszugeben, wenn die Arbeit dadurch deutlich einfacher wird.
Um dem Schirmständer noch mehr Halt zu geben, habe ich Querträger der Unterkonstruktion direkt am Ständer entlang laufen lassen (leider ohne Fotos...). Sollte der seitliche Druck zu hoch sein, fängt die gesamte, durch die Bodenander nochmals mit dem Boden verbundene Konstruktion, einen Teil der Kräfte mit ab.

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Beplankung

Nun konnte die Beplankung beginnen. Diese habe ich vorne (im ersten Bild rechts) begonnen. Denn ich konnte rechnen wie ich wollte: es war klar, dass ich nicht mit ganzen Dielen auskommen würde (oder die Spalten hätten deutlich größer als die gewählten 5mm sein müssen, was ich aber nicht wollte). Somit habe ich aber vorne einen sauberen Anfang und die "Restdiele" würde später hinten am Beet deutlich unauffälliger liegen.
Auch der Schirmständer passte wirklich gut ins Schema: hier musste ich nur eine Diele ausschneiden!
Tipp: Bei der Montage der Dielen haben mir zwei kleine Holzkeile, welche ich mal in einem Beutel mit 20 Stück oder gekauft habe und die eigentlich als äußere Abstandhalter fürs Laminatverlegen gedacht sind, super geholfen immer exakt den gleichen Abstand hinzukriegen.

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Feierabend Tag 1 und "Probelauf mit Strandkorb"

Am Ende des Tages war ich froh, die Sache so weit stehen zu haben und beschloss daher "Feierabend". Zur eigenen Belohnung folgte ein Testlauf mit Frau und Kind im Strandkorb. Ja, das weckt Vorfreude auf den Frühling und Sommer!
Auf dem Foto sieht man nun auch das eigentliche Standrohr unseres Schirms. Dieses war zuvor auf einem Stahlkreuz montiert, welches wiederum mit vier Betonplatten beschwert wurde. Die übliche Konstruktion aus dem Baumarkt halt. Das Rohr habe ich einfach unmittelbar über dem Kreuz abgeflext, in die Hülse gestellt und mittels deren Klemmschraube fixiert. Nun kann theoretisch der Schirm da rein. Da auf dem Schnellbeton aber stand, dass die endgültige Aushärtung einige Tage dauern kann, will ich dem Material noch etwas Zeit geben durchzuhärten, bevor die große (Quer-)Belastung drauf kommt.

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Abschlüsse

Es fehlten nur noch die seitlichen Abschlüsse, welche ich vorhin kurz nachgeholt habe. Dazu habe ich zwei Dielen passend genschnitten und jeweils mit der Unterkonstruktion verschraubt. Damit sich hierdrunter möglichst wenig Staunässe bildet welche sofort das Holt angreift, habe ich etwas tiefer gegraben und den Graben dann mit Splitt verfüllt.So sollte ein großer Teil des anfallenden Wassers ganz gut absickern können. Im Zweifel muss hier in einigen Jahren mal eine der Abschlussdieseln ausgetauscht werden. Ich wollte aber keinen Abschluss aus Granitpalisaden, Kantsteinen, o.ä.. Daher meine Wahl dieser Variante!
Was nun noch fehlt ist die Mähkante. Da diese aber nur indirekt mit der Terrasse zu tun hat, habe ich mich entschlossen das Projekt Terrasse erstmal als "fertig" zu bezeichnen und hier zu präsentieren.

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Versiegelung der Oberfläche

In mehreren Ratgebern habe ich gelesen, dass solche eine Douglasie-Terrasse erstmal "ein paar Wochen Sonne und Regen" abkriegen soll, bevor man sie behandelt. Hartholzöl wurde zwar schon gekauft, lagert aber noch einige Zeit im Schuppen bis sie aufgetragen wird. Oder habt ihr andere Erfahrungen gemacht und würdet die sofortige Behandlung empfehlen?

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Vorbereitung Fläche

Zunächste habe ich im geplanten Bereich die Pflasterreihe, welche als Mähkante fungierte, aufgenommen.

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Schaffung der Auflagen für die Unterkonstruktion

Zuerst habe ich den Rasen an den entsprechenden Stellen weggestochen. Dies habe ich sehr flach mit dem Spaten gemacht, um den über Jahre natürlich verfestigten Mutterboden nicht aufzulockern. Ich habe also quasi nur die Grasnarbe "weggegschält". Darauf kam dann Split, auf welchen wiederum die Betonplatten gelegt wurden für welche ich mich als Auflage entschieden hatte.

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Einsetzen der Schirmständerhülse

Im Bauhaus habe ich eine Schirmhülse gefunden, welche vom Durchmesser her genau zu unserem Ampfelschirm passt.
Zuerst habe ich ein Loch von rund 30cm ausgehoben und dann die Spitze des Gewindes der Hülse in den darunter liegenden Boden eingedreht. Die Tiefe habe ich so gewählt, dass die Hülse nachher genau so weit noch aus der Terrasse heraussteht, dass man die Arretierungsschraube noch bedienen kann.
Nun habe ich das Loch in mehreren Arbeitsgängen (und entsprechenden Pausen zwischendurch, in denen ich an den Auflaepunkten für die Unterkonstruktion weitergebaut habe) mit Schnellbeton befüllt.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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