Holzsteckenpferd im Natur-Look

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  • Schwierigkeit
    mittel
  • Kosten
    25 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Öffentliche Wertung

Irgendwie habe ich mit meinen letzten Projekten für meine Kleine wohl eine gewisse Erwartungshaltung bei der lieben Verwandschaft erzeugt - meiner Süßen zu Weihnachten was kaufen war irgendwie nicht angesagt. Da mein Floh seit einigen Wochen nicht nur "hüpf" sagt, sondern dabei auch tatsächlich hüpft war die Idee naheliegend, ihr etwas zum rumhüpfen zu basteln. Mädchen und Pferde sind ja schon fast eine klassische Kombination, daher drängte sich ein Steckenpferd als pädagogisch wertvolles Geschenk zu Weihnachten geradezu auf - natürlich aus Holz!

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PST 700 E  - Stichsäge, Feinschnittsäge/Säge mit NanoBlade-Technologie (elektrisch)
  • PSM 80 A  - Schwingschleifer, Multischleifer (elektrisch)
  • POF 1300 ACE  - Fräse (elektrisch)
  • CSB 500 RE
  • Forstnerbohrer 20mm
  • Holzbohrer 8mm
  • Feile und Raspel
  • Schraubzwingen
  • Schleifpapier 80/120/180
  • Holzleim
  • Holzbeize 'Nussbaum'
  • Klarlack und Pinsel
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Materialliste
  • 1 x Fichtenleimholzplatte 18 mm
  • 1 x Rundholz (20mm)
  • 3 x Kunsttoffkappen (20mm (19mm))
  • 1 x Kordel 8mm (1500mm)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Erste Schritte

Am Anfang allen Übels steht natürlich die Motivwahl - hier hilft das www, es finden sich hunderte Pferdebilder. Ich habe mich letztendlich am Pferd Maximus aus dem Disney-Film Rapunzel angelehnt. Schwieriger war die geeignete Größe herauszufinden: meine erste Kopfzeichnung war noch fast DIN A3 groß, viel zu groß wie sich rausstellte.

Ich habe die Zeichnung dann auf DIN A4 verkleinert, per Blaupause analog zu meinem Projekt "Schaukelmotorrad Suzuki Bandit" auf Fichtenleimholz 18mm übertragen und mit der Stichsäge ausgesägt. Der Kopf des Pferds ist in vom Schaukelmotorrad bewährter Schichtbauweise aus Leimhölzern aufgebaut. Diesmal habe ich aber darauf geachtet, dass sich die Maserung der einzelnen Platten rechtwinklig kreuzen, um bei den doch filigraneren Teilen auch im Falle eines wahrscheinlichen, harten Aufschlags möglichst gute Widerstandsfähigkeit zu erreichen. Die Teile habe ich zunächst per Schraubzwingen zusammengeklemmt und mit dem Schwingschleifer allseitig plangeschliffen, anschließend die Kanten mit der Oberfräse verrundet.

Die Motivlinien in der Seitenfläche habe ich mit der Oberfräse und einem Dreiecksfräser etwa 4mm tief nachgefahren und anschließend mit der Dremel gereinigt. Vor dem Zusammenleimen habe ich das mittlere Brett des Kopfes etwas erleichtert, indem ich ganz unwissenschaftlich einfach Löcher reingebohrt habe (Forstnerbohrer, Zeitdruck). Warum? Na so kräftig ist meine Kurze nun auch wieder nicht, und wie ein Affe mit langen Armen soll sie nach dem Spielen ja nicht aussehen. Nach dem Zusammenleimen war wieder Schleifen angesagt, dann war der Kopf soweit fertig.

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Folgeschritte

Nach dem Zusammenleimen habe ich mittels Forstnerbohrer 20mm und Ständerbohrmaschine die Bohrungen für den Stiel und den Griff eingebracht. Dadurch dass ich die "Trennstelle" des Kopfes zum (fehlenden) Rumpf des Pferdes eben gestaltet habe konnte ich den Kopf mit dieser Fläche eben zur Arbeitsplatte meiner Werkbank in den Schraubstock einspannen und die Bohrung für den Stiel einfach bohren. Der Stiel ist aus 20mm Fichtenrundholz, das ich noch vom Motorrad hatte - genau wie der Griff.

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Rückschritte

Als i-Tüpfelchen dachte ich mir wäre eine Kordel als Zügel genial. Einen entsprechenden (Kunststoff-) Strick gab es im Baumarkt. Nur noch schnell ein 8mm Loch quer durch den Kopf gebohrt (einen Tag vor Heiligabend, das geht mit dem Akkuschrauber).

Böser Fehler: es splittert und reisst und mein fast fertiger Pferdekopf hat eine riesen "Wunde" in der Seite. So ein Dreck (Rest zensiert), das kannst Du wegschmeißen, dachte ich mir. Dann habe ich mich aber entschieden die defekte Stelle ebenfalls mit dem Forstnerbohrer auszubohren und ein hohlgebohrtes Stückchen vom Stiel einzusetzen.

Die Kunststoffkordel (über die ich mich erst ärgerte weil irrtümlich für Hanf gehalten (also nicht zum Eigengebrauch, sondern wegen Natur und so)) erwies sich nun als geschickt: ich habe das Seil durch die Bohrung gefädelt und die Fasern der beiden Enden miteinander "verwoben". Das Ganze per Feuerzeug (deswegen Kunststoff gut) verschmolzen und im weichen Zustand in die Hohlbohrung reingezogen ergibt ein Zügel ohne Knoten - sieht cool aus.

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Letze Schritte

Erst wollte ich das Pferdchen mit Abtönfarben im Disney-Look anmalen, habe mich dann aber aufgrund des hübschen Rohlings für mehr Natur entschieden: die Rundhölzer habe ich alle im Farbton "Nussbaum" gebeizt, der Rest ist Fichte natur. Das Beizen muss man natürlich vor dem Zusammenleimen machen, was das Leimen der Rundhölzer schwer macht. Ich stecke die Hölzer immer in die Löcher und bringe kurz vor "Erreichen der Endlage" eine ganz dünne Schicht Leim auf der zu langen Seite auf, die es dann mit "reinzieht". Ich weiss nicht wie man das sonst machen kann, so klappt es auf jeden Fall.

Zum Schluss habe ich alles mit spielzeuggeignetem Klarlack auf Wasserbasis lackiert, mit mindestens drei Schichten. An den Griffen und an der Schnauze habe ich sogar fünf Schichten aufgebracht, um das Tier bestmöglich zu wappnen für seine Aufgabe als Spielzeug. Am Ende habe ich noch bodenbelagsschonende Kunststoffkappen aus dem Baumarkt auf Griffenden und Stiel gestülpt. Ende. Wenn man dranbleibt kann man das Pferdchen in unter einem Tag herstellen, Lack trocknen nicht mitgerechnet.


Rechtlicher Hinweis

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