Holzschüssel an der Dekupiersäge

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  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    15 €
  • Dauer
    1-2 Tage
  • Wertung

Inspiriert von meinem Brotkorb - Projekt habe ich mir überlegt, wie ich den Materialverschnitt ein wenig geringer halten könnte. Da fiel mir ein Video ein, welches ich vor einiger Zeit gesehen hatte: da hat jemand mit seiner Dekupiersäge aus einem kleinen Brettchen eine Schüssel gesägt.

Das hat gar nicht so schwer ausgesehen, deswegen hab ich mir gedacht, schaffe ich das sicher auch. Oder?

Und wenn alles gut geht, habe ich eventuell auch schon das erste Weihnachtsgeschenk für dieses Jahr gebastelt!

Du brauchst

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Werkzeuge
  • PBS 75 AE Set  - Band- und Varioschleifer (elektrisch)
  • Schleifroller,  OSM 100
  • Sägestation,  Dekupiersäge SD1600V
  • Allzwecksauger,  TE-VC 2230 SA
  • Schleifpapier
  • Einhandzwingen
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Materialliste
  • Leimholz | Akazie (200 x 200 x 18)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Anzeichnen

Fürs erste Mal nehme ich bewusst eine einfache Form: es soll eine runde Schüssel werden. Dafür zeichne ich mir mit meinem Zirkel vier konzentrische Kreise auf ein Stück Papier, die Radien variieren jeweils um 1 cm.
Mein Akazienbrettl umwickel ich als erstes mit Paketband. das Papier klebe ich dann mit Sprühkleber (hab ich mir inzwischen gekauft) auf das Paketband.

(Wer es noch nicht weiß: das Paketband verhindert Ausrisse und dient zusätzlich der Kühlung des Sägeblattes, lässt sich aber nach Gebrauch rückstandsfrei wieder entfernen.)

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Aussägen

Einstellen des Sägetischs
Die fertig gesägten Ringe...
...werden zerlegt...
...und naggisch gemacht.

Nun stelle ich den passenden Winkel an der Dekupiersäge ein: ich klebe ein Stückchen kariertes Papier im 90° Winkel an die Kante des Brettchens und stellen den Sägetisch derart ein, dass das Sägeblatt von Oberkante zu Unterkante exakt 1cm Querversatz hat. Schwierig zu beschreiben, hier sagt das Bild mehr aus.

Dann bohre ich mit einem 1,5mm Bohrer die Löcher für die Innenschnitte, natürlich im gleichen Winkel. Das mache ich aber Auge mal Pi: am Bohrer vorbeigelinst sollte die Bohrmaschine mehr oder weniger paralell zum Sägeblatt gehalten werden.

Ich säge von innen nach außen (meist!) entlang der Linie:
Huiii, das gibt später Schleifarbeit!
Zu meiner Ehrenrettung sei aber gesagt, dass es gar nicht so einfach ist, bei dieser Tischschräge das Werkstück ausreichend ruhig zu führen!

Schließlich habe ich alle Schnitte erledigt und kann  das Holz vom Paketband und Papier befreien.

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Verleimen, schleifen, verleimen, schleifen. Und nochmal schleifen!

Meine Lieblingsbeschäftigungen: Beides braucht Zeit, beides macht Dreck (ICH zumindest hab danach immer die Finger voller Leim)!
Hilft ja nix - soll ja hüsch aussehen.

Als erstes bestreiche ich die Ränder dünn mit Leim und setze die einzelnen Ringe aufeinander. Darauf kommt ein Holzbrettchen und mal wieder mein schwerer Schraubstock als Gewicht. Jetzt darf der Leim über Nacht abbinden.

Am nächsten Tag wird die Schüsselwand innen plan geschliffen: per Spindelschleifer (was hab ich denn früher ohne den gemacht?) mit Korn 80, dann mit Schleifklotz in stufenweise immer feineren Korngrößen (Korn 120, Korn 180, Korn 240, Korn 320). Dann wird  der Boden mit Klotz und Schleifpapier 180, 240 und 320 bearbeitet.

Boden drangeklebt, wieder eine Nacht gewartet und anderntags außen schleifen; diesmal übernimmt aber der Bandschleifer den Grobschliff! Der Rest wieder von Hand.

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Ölen, polieren, verschenken!

Ich entscheide mich für pigmentiertes Möbelwachs von Osmo, Farbton Akazie.

Nach vollständiger Trocknung ist dieses laut Herstellerangabe nämlich lebensmittelecht - so kann man auch z.B. Chips oder andere Leckereien kurzzeitig zwischenparken.

Dünn auftragen, einziehen lassen, noch eine Schicht, noch eine, und nochmal. Dann noch eine Schicht. Irgendwann bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.
Das überschüssige Wachs poliere ich ein.

Den Prototypen bekommt meine Frau zum Geburtstag. 

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Zusätzlicher Teelichthalter - zu wenig für ein eigenständiges Projekt:

Happy Birthday mein Sternchen!

In der selben Art habe ich als ersten Versuch ein deutlich kleineres Schüsselchen aus einem Kiefernbrett gebastelt (da lag noch ein kleiner Rest rum...).

Sozusagen als Proto-Prototyp. 
Gerade so groß, dass ein Teelicht rein passt.

Außen mit Wachs Farbton "Akazie" behandelt, innen mit Leinöl. Mir gefällt der Farbunterschied!

Dazu noch ein paar schwarze Dekosteinchen und fertig.
Das habe ich dann morgens meiner Frau auf den Tisch gestellt.

Ich glaub sie hat sich gefreut.

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UPDATE 03.01.2019: noch eine Schüssel

Nach dem gleichen Prinzip habe ich eine weitere Schüssel gefertigt. Die Vorlage "Concentric Bowl"  hierfür habe ich von Steve Good.
(Vielen Dank dafür!)



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