Hobelmaschine Mobil

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Hobelmaschine Mobil
  • Schwierigkeit
    leicht
  • Kosten
    0 €
  • Dauer
    Unter 1 Tag
  • Öffentliche Wertung

Vorweg: Ich habe mich erst nachdem ich dieses Kleine Projekt fertig hatte beschlossen es hier zu Veröffentlichen. Ihr mögt es mir also bitte nachsehen, dass ich auf einiges an Details (vor allem Bilder) verzichten muss. Ich denke aber, dass es ausreichend sein wird um es nach zu vollziehen.

Vergangenen Donnerstag wollte meine Frau in den Baumarkt. Da sie mich gerade von der Arbeit abgeholt hatte „musste“ ich natürlich mit. Dort angekommen blieb ich gleich im Eingangsbereich stehen. Ich stand vor eine kleine Auslage mit sogenannte Auslaufmodelle welche günstiger angeboten wurden.

Meine Interesse galt eine Hobelmaschine welche für 150,- Euro statt 249,- Euro angeboten wurde. Da ich die Preise recht gut kannte war mir klar, dass ich hier eigentlich zuschlagen sollte aber, ich hatte bisher auf solch eine Maschine aus Platzgründen immer verzichtet.

Wir gingen also weiter in den Laden und meine Frau holte das (Pflanzen) weswegen wir dort waren. Auf dem Weg wurde im Vorbeigehen ein GSM 120 in den Wagen befördert (den wollte ich schon immer haben) und ich war glücklich. An der Kasse dann alles bezahlt und wir gingen Richtung Ausgang. Erneut blieb ich vor dem großen Karton stehen und meiner Frau sah das. Sie fragte ob das etwas sei was „wir“ gebrauchen könnten. Ich antwortete „haben wollen.“ Ehe ich mich versah waren wir dabei besagtes Gerät auf dem Wagen zu laden und erneut Richtung Kasse gehen.

Du brauchst

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Werkzeuge
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Materialliste
  • 4 x Rollen | Metall oder Kunststoff (ab Ø75 mm)
  • 5 x Sperrholz | Holz (Nach Bedarf)
  • 50 x Schrauben (Spax) | Metall (Ø4x30)
  • 1 x Gewindesicherungsmittel Hochfest | Kunststoff
  • 7 x Dachlattenstücke | Holz (Nach Bedarf)

Los geht's - Schritt für Schritt

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Gerät überprüfen und Änderungen vornehmen

Schalter Arretiert
Absaughaube

Über dieses Modell findet man z. B. bei Amazon nichts Gutes. Die Käufer sind allesamt mit dem Gerät sehr unzufrieden und vergaben bestenfalls nur einen Stern dafür. Dies erfuhr ich erst nach dem Erwerb. Nachdem ich mich aber ausreichend informiert hatte beschloss ich, es auf einen Versuch ankommen zu lassen und ich muss feststellen, dass es mir gut gelungen ist. Wer also keine Ahnung von Metallbearbeitung, Hobelmaschinen und Holz hat sollte von diesem Modell die Finger lassen. Auspacken und loslegen ist hier nicht möglich und es sollten einige Dinge (auf die ich hier nicht ausführlich eingehen werde) beachtet werden. Vor allem aber, muss vor dem ersten einschalten die Messerwelle überprüft werden! Bei meiner war sie so schlecht eingestellt das ein Einschalten zum Messerschaden geführt hätte.

Was ich vor dem Kauf nicht wusste war, dass man für den ordentlichen Betrieb eine Absauganlage benötigt und zwar eine richtige und nicht nur ein Staubsauger. Der Hersteller hat im inneren ein kleiner Schalter angebracht welche durch anbringen der Absaughaube aktiviert wird. Fehlt also die Absaughaube läuft diese Maschine überhaupt nicht an. Darüber war ich schon sehr verwundert und hätte erwartet, dass ich hier einen Hinweis auf dem Karton hätte finden müssen. Erst durch lesen der Anleitung kam ich dahinter. Eine Absauganlage habe ich nicht und ich hätte auch keinen Platz dafür also musste ich überlegen wie es ohne geht.
Die ersten Hobelversuche (Abrichten) zeigten, dass die Späne nicht herausgeschleudert werden und im Nun sitzt es zu.

Eine Lösung ist hier denkbar einfach. Nachdem entfernen der seitliche Abdeckung entdeckte ich den fraglichen Schalter und der dazugehörige Mechanik durch das es betätigt wird. Mittels ein Kabelbinder habe ich kurzerhand diesen Schalter fixiert sodass es dauerhaft aktiviert ist. Da es sich hier nicht um eine Sicherheitsrelevante Vorrichtung handelt sah ich hier kein Grund zur Besorgnis. Es bedeutet lediglich, dass man ohne Absauganlage arbeitet und entsprechend mittels persönliche Schutzausrüstung dem entgegen tritt. Also kurzgesagt, es wird bei der Arbeit eine Staubschutzmaske und Augenschutz getragen.

Der Betrieb im Dickenhobelmodus wird hier nicht beeinträchtigt obgleich hier ist die Absaughaube von Nöten und es funktioniert auch ohne Absauganlage da die Späne gut ausgeworfen werden.

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Die Skalen

Ungenau
Genauigkeit noch unbekannt

Die Maschine verfügt über ein Parallelanschlag welche bei meinem Exemplar recht gut verbogen war. In dem Zustand hätte ich damit kaum etwas anfangen können. Zu Diskussion stand: Erneuern durch Selbstbau oder Richten des vorhandenen. Ich entschied den vorhandenen zu richten und das hat sehr gut geklappt. Man kann den Anschlag auch auf 45° einstellen doch schon bei 90° kann man die Abweichung an der Skala erkennen. Ich habe es mittels mein Winkel eingestellt und kann berichten das es nahezu perfekt geworden ist.

Inwieweit der Tiefenskala wirklich stimmt muss ich noch ermitteln doch ich befürchte diese wird auch nicht stimmen. Auch das wird jedoch kein unüberwindbares Hindernis darstellen und ich bin sicher, dass ich dafür auch eine passende Lösung finden werde.

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Tischverlängerung

Lang genug
Besser als das Original

Im Dickenhobelbetrieb gefiel mir dieser doch recht kurzer Metalltisch garnicht und hier musste Abhilfe geschaffen werden. Meine Lösung hier ist sehr einfach und das schwierigste daran war, die Schrauben von unten in die Siebdruckplatte zu schrauben.

In der vorhandene Metallplatte sind bereits Löcher vorhanden welche ich zur Befestigung meiner Tischverlängerung verwenden konnte. So musste ich in der Platte keine Löcher bohren.

So geht es deutlich besser.

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Der Wagen

Nicht schön aber Funktionell

Dieses Gerät immer wieder hervorkramen und irgendwo aufbauen kam für mich nicht in Frage. Meine Lösung hier ist ein Wagen auf dem das Gerät dauerhaft verbleiben kann. Natürlich sollte es Rollen haben damit ich es dorthin bringen kann wo ich es benötige. Wenn es nicht im Gebrauch ist kann ich es gut wegbringen und verstauen (Parkplatz unter der Kellertreppe).

Sämtliche Materialien die ich hierfür benötigte hatte ich bereits und daher vermag ich nicht zu sagen was es gekostet hätte. Sogar die Rollen hatte ich im Fundus und diese sind von ausreichender Größe.

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Abmessungen festlegen

Als erstes musste ich entscheiden welche Größe der Wagen haben soll. Die Grundabmessungen ergaben sich aus der Tatsache das ich noch ein Stück Buchenarbeitsplatte (40 mm dick) hatte. Diese hatte so ziemlich genau die Abmessungen die mir vorschwebten also habe ich diese als Bodenplatte verwendet.

Als nächstes musste ich überlegen wie hoch das Ganze werden soll. Zufällig stand das Gerät auf mein Drehstuhl und als ich so davor stand erkannte ich, dass das eigentlich schon die Höhe wäre die für mich gut wäre. Die Gesamthöhe (Fußboden bis Oberkannte Hobeltisch) beträgt 97 cm. Die Höhe des Wagens ist 62 cm und ich bin 180 cm groß. Für mich also perfekt.

Die Breite des Wagens beträgt 60 cm und die Tiefe (ohne Rollenhalter) 37 cm, mit Rollenhalter 48 cm.

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Rollen anbringen

Rollen machen Mobil

Die Rollen hatte ich im Fundus. Es handelt sich hierbei um Rollen mit einem Durchmesser von 100 mm. Zwei davon haben eine Feststellbremse und diese habe ich Diagonal zu einander angeordnet.

Die Befestigung der Rollen erfolgt über die vorhandene Gewindezapfen M12 x 25.

Hier habe ich zwei Stück Holz verwendet. Nachdem die Position der Rollen festgelegt wurde habe ich Bohrungen Ø10 mm eingebracht. Anschließend habe ich in dem Holz ein Gewinde M12 geschnitten.

Als nächstes habe ich die Rollenzapfen aus den rollen herausgeholt und diese jeweils mit einer Unterlegscheibe versehen. Dann, reichlich Gewindesicherungsmittel um das Gewinde gegeben und das Gewinde dann in die dazugehörige Gewindebohrung gegeben und leicht angezogen. Nachdem das Gewindesicherungsmittel ausgehärtet ist halten die Rollen (auch in Holz) bombenfest.

Nachdem die Rollenzapfen befestigt wurden habe ich die enden der Halterung an dem Schleifteller mit einer Rundung versehen. Hieran folgte das Befestigen an der Bodenplatte jeweils mit drei Schrauben (Spax) Ø6 x 70 mm. Dann habe ich die Rollen auf die Rollenzapfen gesteckt und schon war die Bodengruppe fertig.

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Aufbau der Wände

Rückwand
Innenleben / Stabilisierung

Als nächstes habe ich aus eine vorhandene Platte die Rück- und Seitenwände geschnitten.

Die Rückwand habe ich zuerst mit Schrauben (Spax) Ø4x30 an der Rückseite der Bodenplatte verschraubt.

Es folgten dann die Seitenwände.

Im Inneren habe ich die Ecken mit Dachlattenstücke verschraubt.

Die Auflagefläche für die Maschine habe ich im inneren mit einer weiteren Platte auf gedoppelt damit es das Gewicht der Maschine besser tragen kann. Der Wagen ist sehr stabil geworden.

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Fazit

Alt aber noch sehr gut.

Durch den günstigen Erwerb dieser Maschine und ein wenig Arbeit habe ich eine schöne Erweiterung für meine Werkstatt erhalten. Die Maschine funktioniert einwandfrei und die Hobelergebnisse können sich sehen lassen. Es bleibt nun abzuwarten wie es sich mit der Zeit bewährt. Fortan muss ich keine gehobelte Ware kaufen sondern kann einiges an Geld sparen indem ich raue Bretter und Kanthölzer kaufe. Ich bin mit meine Ergebnisse sehr zufrieden und dafür das der Wagen eher Spontan und ohne vorherige Planung realisiert wurde ist es so geworden wie ich es mir vorgestellt hatte. Es soll im Übrigen kein Schönheitspreis gewinnen da mich wirklich nur die Funktionalität interessiert.

Bisher habe ich mich mit einer kleinen Handhobel in einer Haltevorrichtung eher schlecht als recht beholfen doch nun können auch andere Dinge angegangen werden die bisher nicht oder nur schlecht möglich waren.


Rechtlicher Hinweis

Bosch übernimmt keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der hinterlegten Anleitungen. Bosch weist außerdem darauf hin, dass die Verwendung dieser Anleitungen auf eigenes Risiko erfolgt. Bitte treffen Sie zu Ihrer Sicherheit alle notwendigen Vorkehrungen.


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